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Wohnungsnot: Städte- und Gemeindebund warnt vor Folgen der Enteignungsdebatte
DPA

In der Diskussion über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen wirft die Linken-Chefin der SPD Mutlosigkeit vor. Der CSU-General kritisiert den Grünen-Chef. Der Städte- und Gemeindebund warnt vor "Irrglauben".

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emil7685 08.04.2019, 10:55
50.

Zitat von blueshift774
Wie war es denn früher. Da gab es eine solide staatliche Finanzierung von sozialem Wohnungsbau mit bezahlbaren Mieten. Das hat doch damals auch schon funktioniert.
Früher gabs aber auch noch Zinsen aufs Ersparte, es gab massenhaft unsanierte Wohnungen nach Standard von 1930 auf dem Markt und Leuten, die bauen wollten wurden vom Gesetzgeber nicht schier unüberwindliche Steine in den Weg gelegt.
Heute ist die Situation eine ganz andere. Wegen Minuszinsen auf sichere Anlagen und dem immer wertloseren Euro ist man mittlerweile auch als Normalbürger quasi gezwungen in Immobilien zu investieren was die Preise natürlich in die Höhe treibt. Die ganzen "Altlasten" an sehr günstigen Wohnungen (die klassische unsanierte berliner Hinterhofwohnung die irgendeiner Erbengemeinschaft gehört und für einen symbolischen Zins vermietet wird) sind mittlerweile alle durchsaniert und an Gesellschaften verkauft. Und Bauen ist quasi unmöglich geworden. Noch nicht einmal Umbaumaßnahmen (Dachstuhl, Nehengebäude) sind heute noch möglich da man dann den Bestandschutz verliert und die EnEV und andere sauteueren Gesetze und Vorschriften voll durchschlagen.
Es ist schlicht und ergreifend vollkommen logisch dass Wohnen und Bauen immer teuerer wird in Deutschland. Die Politik will das absolut offensichtlich so.

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emil7685 08.04.2019, 11:01
51.

Zitat von Dieter Koll
Sie schreien es richtig....es ist ein Grundbedürfnis..... aber eben kein Grundrecht!! Wenn überhaupt etwas diskutiert werden muss, dann ist es die erforderliche Grundfläche. Lofts für zwei Personen mit 150+ qm sind in der Stadt ein NoGo. Singlewohnungen mit 80qm und mehr ebenfalls.
Wieso das denn bitte? Wie wollen Sie denn bitte in einem freien demokratischen Land wie Deutschland verhindern dass wohlhabende Leute die das Geld dafür aufbringen können geräumige Wohnungen anmieten? Wie soll das gehen? Eine Behörde zur Zuteilung von Wohnraum a la DDR?

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Galder77 08.04.2019, 11:03
52. Jaja,

zuerst verscherbelt man alles, dann fängt man an sämtliche Bauvorschriften zu ändern, speziell im energetischen Bereich wo dann am besten noch die 5te Stelle nach dem Komma mit drinsteht, was die Bau- und Sanierungskosten weit in die Höhe treibt und wundert sich dann wenn die Mieten steigen. Und jetzt will man wieder Sozialismus betreiben, ey das hat schon immer super funktioniert. Dem Privathäuslebesitzer wird es mit der Grundsteuer an den Kragen gehen, das vergessen viele, die immer auf die bösen Konzerne schimpfen. Was übrig bleibt wird man sehen, aber ich sehe hier großes Ungemach anrollen.

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unaufgeregter 08.04.2019, 12:26
53. Jammern

Wer Miete zahlen kann, der kann sich auch nach einer Eigentumswohnung umschauen. Mietpreissteigerungen sind dann für immer vom Tisch.

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unaufgeregter 08.04.2019, 12:28
54. Hässlich

Zitat von equigen
Das liegt doch nicht an den privaten Investoren, sondern am Staat, der sich mehrere Jahrzehnte nicht mehr darum gekümmert hat. Und warum ist es nicht möglich in Deutschland EIN STANDARDISIERTES Gebäude zu entwerfen, das man dann günstig ohne Änderungen genauso in Flensburg, wie in München wie in Hintertupfingen bauen kann? Weil jedes Bundesland sein Baurecht und jede Gemeinde nochmal ihre Verordnungen und Satzungen hat, in denen dann so wichtige Dinge wie die Farbe der Dachziegel, der Dachwinkel, die Größe der Balkone usw. festgelegt werden. Das treibt die Kosten in die Höhe - ein Grund warum bauen in DE so teuer ist. Weil man für jedes Haus von vorne anfangen muss.
Diese Einheitsbauten sind grottenhässlich. Schauen Sie sich mal die Kästen aus den 1960ern an. Es wäre besser, man hätten weniger von den Dingern gebaut.

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Dr. Kilad 08.04.2019, 12:41
55. Diejenigen, die sonst auf das Recht pochen,

lehnen es nun hier ab. Dabei gibt es nach Art. 14 GG eine Sozialverpflichtung des Eigentums und nach Art. 15 GG die Möglichkeit der Enteignung - von Verfassungs wegen! Politiker, wie Söder, mein folglich "mit Recht" nur sein Recht, nicht das geltende.

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box-horn 08.04.2019, 13:05
56. sozialer Wohnungsbau

Zitat von spon-facebook-10000099913
Wir hatten früher mehr als genug sozialen Wohnungsbau wurde alles von der SPD damals verramscht weil es ja unbedingt privatisiert werden musste.....
ist doch Vater und Mutter allen Übels. Legendäre Skandale, Misswirtschaft und Hort abgehalfterter "Genossen" die zwar zu nichts zu gebrauchen, als sozialistischer Treue aber noch eine Pfründe brauchen... - Nein. Ganz bestimmt brauchen wir keinen sozialen Wohnungsbau. Was wir brauchen sind mehr Anreize für Privatinvestoren, und - natürlich - Rechtssicherheit.

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Axel Schön 08.04.2019, 13:19
57. Schein(heilige)Argumente

Sorry, wenn ich in dieser Diskussion auch nur das "Argument" höre, man dürfe die Investoren nicht verprellen - ja verdammt nochmal, was ist das denn bitte? Nichts anderes als politische Prostitution! Die offenkundige und schamlose Unterwerfung der Gesellschaft unter die Diktatur des Kapitals. Sogar von politischen Kommentatoren in Medien wie NDR Info zu hören. Ja schämt euch! In Grund und Boden! Ihr Verräter des Grundgesetzes...

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juttakristina 08.04.2019, 13:30
58. Bin auch nicht gerade

von Enteignungen begeistert, aber wenn man Leute enteignet, damit man auf ihrem Grundstück Kohle abbauen kann, sollte das auch nicht für die großen Gesellschaften ausgeschlossen sein, die sich als Miethaie erweisen. Selbstverständlich ist das keine Alternative fürs Bauen! Natürlich müssen auch neue Wohnungen her, aber gleichzeitig muss man doch auch mal die Mieter vor "Luxussanierungen" mit bis zu dem Doppelten und Dreifachen des ehemaligen Mietpreises und - garantiert - vorsätzlich falschen Nebenkostenabrechnungen, die nur zur Bereicherung dienen JETZT schützen! Die neue Wohnung, die erst mal noch gebaut werden muss, hilft dem Mieter, der sich einer derart saftigen Mieterhöhung, und das teils für Nonsens, gegenüber sieht, überhaupt nicht! Die neue Miete kann er nicht zahlen, eine neue Wohnung zu erschwinglichen Preisen und nicht gerade im Takka-Tukka-Land, ist schwer bis unmöglich zu finden.

Natürlich sollte so etwas nur als Ausnahme zum Tragen kommen, aber ich habe das Gefühl, Vonovia und Co. brauchen mal einen ziemlichen Schuss vorn Bug! Bin gerade froh, dass sich mein privater Vermieter bisher als ziemlich anständig erweist.

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Dieter Koll 08.04.2019, 13:31
59.

Zitat von emil7685
Wieso das denn bitte? Wie wollen Sie denn bitte in einem freien demokratischen Land wie Deutschland verhindern dass wohlhabende Leute die das Geld dafür aufbringen können geräumige Wohnungen anmieten? Wie soll das gehen? Eine Behörde zur Zuteilung von Wohnraum a la DDR?
ganz einfach...weil Wohnraum endlich ist. Hier wird geschrien, dass Enteignung der Weg ist..... Unsinn.... bessere Aufteilung des zur Verfügung stehenden Raums ist der einzige Weg.
Wenn in den nächsten Jahrzehnten auch das ganze Umland mit Einfamilienhäusern zugebaut ist, dann wird auch der letzte Egoist begreifen, dass es so nicht weiter geht. Insofern besteht auch für Sie noch Hoffnung.

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