Forum: Politik
Wolfgang Ischinger über Nord-Syrien: "Frau Kramp-Karrenbauer verdient Anerkennung"
Florian Gaertner/Photothek via Getty Images

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, lobt Annegret Kramp-Karrenbauer für ihren Syrien-Vorstoß - und erklärt, warum sich Wladimir Putin sogar darauf einlassen könnte.

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floriansch. 24.10.2019, 21:41
80. @ Nr. 7 und 15: Zum Völkerrecht

Es ist gerade keine Verletzung des Völkerrechts, militärisch in einem fremden Staat einzugreifen, wenn das von einem UN-Mandat gedeckt ist, das ist genau der "Witz" an einem solchen Mandat - und im Zweifel der Grund, weshalb es im ganzen Interview darum geht. Und genauso wenig liegt dann natürlich eine Verletzung des Grundgesetzes vor.

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gmein 24.10.2019, 22:03
81. Borderline

@Aussenbetrachter - Die realen, militärischen, geographischen und geopolitischen, sprich physischen Grenzen und Sachverhalte haben sich mit den psychischen Verfassungen der betroffenen Akteure und Kommentatoren offenbar aufgelöst. Entnehme das ihrem Post. Ich sprach von Fakten und wie Putin von Kilometern = Grenzstreifen = 10 Kilometer breit. Der wird nicht breiter, auch nicht als Schutzzone, Flugüberwachungszone, oder Sie sind die militärische Kategorie AKK - Ausser Konkurrenz Krank. Ausser man hat ein Borderline-Syndrom. Warum denn nicht? Es gibt nunmal auch eine Realität, ausser man sagt, das Universum existiert gar nicht. Gute Besserung jedenfalls, obwohl ...

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taglöhner 24.10.2019, 22:06
82. Allerheiligenlitanei

Welche Segnungen einen Untertanenbewerber des Kreml-Pinocchios erwarten, dass sie sich derart demütgend in den Staub werfen wäre interessant zu erfahren.
Ausgerechnet Ischinger in diesen Dingen in Frage zu stellen ist sicher einer der schwindelerregendendsten Stunts unserer Putinisten. Diese erniedrigende Aufgabe zu übernehmen beleuchtet jedenfalls den Charakter.

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leander.1991 24.10.2019, 22:29
83. Putinisten..

Zitat von taglöhner
Ausgerechnet Ischinger in diesen Dingen in Frage zu stellen ist sicher einer der schwindelerregendendsten Stunts unserer Putinisten.
Ja blasen Sie sich ruhig auf, haben Sie auch eine Aussage parat?

Ich bin übrigens kein "Putinist", ich habe Bezug zur Realität, wenn Sie das anders sehen immer gern. Aber so billig lasse ich mich nicht von irgendeinem dahergelaufenen Konservativen wegblasen.

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demokroete 24.10.2019, 22:48
84. Da ist sie wieder ...

die euphemistische Phrase 'mehr Verantwortung übernehmen'. Man hört sie immer, wenn es darum geht, sich mit militärischer Gewalt irgendwo in anderen Ländern in deren innere Angelegenheiten zu mischen oder anderen Gesellschaften unseren Lebensstil aufzuzwingen. Es ist nichts anderes als ideologisch motivierte Kriegführung, oder aus imperialen Interessen heraus, oder ganz simpel, um anderen Staaten ihre Interessensphäre zu verkleinern, gern auch im Schlepptau der US-amerikanischen Weltbeherrschungsphantasien.

Was nun Syrien angeht, kann man nur von Glück sagen, dass die Zahl der Länder, die sich direkt oder indirekt durch Bewaffnung ihrer Proxys dort militärisch betätigt haben, auf nur noch wenige Akteure reduziert hat. Es ist völlig unnötig, sich hier seitens der NATO oder EU einzumischen. Ein NATO Staat in Syrien ist jetzt schon einer zuviel. Der IS ist zerschlagen. Ohne Waffen und Unterstützung von außen wird die syrische Regierung spielend allein mit denen fertig, Da muss sich Herr Ischinger gar keine Sorgen machen.

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demokroete 25.10.2019, 23:34
85. Das Lamento der gescheiterten Regimechanger

Zitat von Observator
Schon im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsdrama haben doch die Regime-Changer, sie sich an Syrien die Zähne ausgebissen haben - und dazu gehört maßgeblich auch Deutschland - keine Legitimation! Warum? U.a. taucht nun das Argument auf, dass die Rückkehr von Syrien-Flüchtlingen in ihre angestammten Heimatorte erschwert bzw. unmöglich ist, da sie ja als Wehrdienstverweigerer in Haft kämen. Natürlich ist das Fakt, diese Gefahr liegt vor. Sie ist aber in ihrer Kausalität genauer zu analysieren! Betrachten wir mal: Zu den Fluchtzeitpunkten in den Jahren 2013/14/15 stand das mickrige Assad - Syrien für jeden sichtbar einer gewaltigen Koalition aus den USA/UK/Frankreich/Saudi-Arabien/Katar/Türkei und nicht zuletzt Deutschland(Das Neue Syrien sollte ja eigentlich aus Wilmersdorf kommen - wie in der "Zeit" auch noch hinausposaunt wurde) Jedem Syrer, der nicht eindeutig zu Assad stand, sondern nur noch einigermaßen bzw. hinsichtlich seiner Loyalität auf der Kippe stand, war eigentlich klar, das Assad angesichts dieser Übermacht nicht mehr lange machen würde. Also war die scheinbar bessere Option, sich davon zu machen, anstatt sich als Wehrpflichtiger gegen eine Übermacht verheizen zu lassen. Das war - wie man in der Fliegerei sagt, der "point of no return." Das aktuelle Drama hat darin seine Wurzeln, die kaum noch - außer mit einer Amnestie seitens der Assad-Regierung - zurück zu drehen sind. Wer ist also in dieser Frage als Verursacher anzublicken: Nicht die Assad-Regierung, deren Anhänger-Potential unterschätzt wurde, nicht der "böse Putin", der ja in der Weltpolitik und insbesondere der US-Politik fast Alles angeblich durcheinander gebracht haben soll, oder der Iran - sondern die einst so mächtige Anti-Assad-Koalition, die jetzt ziemlich belämmert dasteht! Die Flüchtlinge - und auch die Kurden - waren wie so oft die Bauern auf dem globalen Schachbrett - von minderem Wert für die eigentlichen Hauptakteure!
Herr Ischinger räumt es im Interview selbst ein, dass er bedaueret, dass 'wir' nicht genug getan haben, um die Regierung in Syrien zu stürzen. Es wurde alles versucht, jede erdenkliche Terrortruppe wurde vollgestopft mit Waffen und Geld, dem IS wurde freie Bahn gegeben, und in den Medien wurde der IS und alNusra lange als 'Rebellen' gegen den bösen Assad dargestellt. Der ganze, so genannte Bürgerkrieg, war ein von außen angezettelter Krieg gegen Syrien, mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen und die Russen aus Tarsus zu verdrängen. Dieser Krieg ist nun verloren. Das hilflose Herumphantasieren über neue bewaffnete Einsätze gegen Syrien oder Schaffung von Protektoraten zeugt nur davon, dass sich die Drahtzieher des Regimechange mit ihrer Niederlage nicht abfinden können.

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ach 25.10.2019, 23:39
86. Ok

Weil der IS den russischen Truppen gefährlich werden könnte, könnte Putin die Bundeswehr akzeptieren.
Nur warum sollte man die Bundeswehr dem IS ausliefern?

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ach 25.10.2019, 23:53
87.

"Ischinger: Wenn es ein Mandat der Vereinten Nationen gäbe, wäre eine solche Mission legitim.


Mit UNO-Mandat ist es rechtens, kann aber trotz dumm oder amoralisch sein. Sieht man doch in Afghanistan.

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Fuscipes 25.10.2019, 00:29
88.

Anerkennung für was? für eine UN Resolution, ja – die europäische Lösung, nein,- und die Vorgehensweise ist indiskutabel.

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TauschTausch 25.10.2019, 01:11
89. Korrekte Ausführungen Ischingers

Europa täte tatsächlich gut daran endlich eine aktivere Rolle in diesem Endloskrieg zu finden. Wenn es tatsächlich von der UNO abgesegnet werden würde ist doch alles komplett legal. Dieses ewige Rumgeseier einiger Grünen und SPD Politiker ist dabei kaum noch auszuhalten. Wir erleben hoffentlich noch das die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik nun endlich erwachsen wird. Die Zeiten wo andere die Kastanien aus dem Feuer geholt haben sind vorbei.

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