Forum: Politik
Wulff-Rücktritt: Er hat es vermasselt
dapd

Christian Wulffs Rücktritt ist richtig, denn er hat als Vorbild versagt. Statt in seinen Buddy-Affären mutig und ehrlich aufzutreten, trickste er. Der nächste Präsident muss besser werden - Kanzlerin Angela Merkel hat bei der Auswahl nur eine Option.

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Palmstroem 18.02.2012, 08:27
630. Voll daneben

Zitat von kirk_dougles
Das Ausland ist voller Bewunderung auf Deutschland, weil bei uns Demokratie funktioniert. So zu hören heute abend in der ARD Viele Blogger aus Russland schreiben z.B. wie froh Sie wären wenn man jemanden wie Putin auch los werden könnte. Sie können es nicht, denn der reagiert autoritär in einer Scheindemokratie. Noch besseres Beispiel liefert China.
Das war zweifellos der journalistische Höhepunkt der ARD-Berichterstttung über Wulff. Unseren völlig macht- und hilflosen Bundespräsidenten mit Autokraten wie Putin und Hu Jintao gleichzusetzen.
Ich würde empfehlen, diese Herrn sollten mal versuchen, in Russland oder China mit den dortigen Präsidenten so umzugehen wie mit Wulff - das wäre tapfer und würde meine Achtung für sie gewaltig steigern.

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seitenansicht 18.02.2012, 08:28
631. Wer profitiert denn nun?

Von den Großen dieser Erde
Melden uns die Heldenlieder;
Steigend auf so wie Gestirne
Gehn sie wie Gestirne nieder.
Das klingt tröstlich und man muß es wissen.
Nur für uns, die wir sie nähren müssen
Ist das leider immer ziemlich gleich gewesen.
Aufstieg oder Fall: wer trägt die Spesen?

Dies ist nur der Anfang der "Ballade vom Wasserrad"
von Berthold Brecht


Eindeutige Gewinner (monetär) dieser "Schlacht" sind die Medien.
Das dürfen wir nicht vergessen!

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Spessartplato 18.02.2012, 08:32
632. Dem Internationalen Finanzkapital

Zitat von Alder Pälzer
wil dienen ? Seit wann denn, bitte ? Bisher war sie überwiegend damit beschäftigt, unliebsame Konkurrenz kaltzustellen. Wie es sich eben für eine machtgeile Person gehört. Die Meisten ihrer Fans halten offensichtlich Intriganz für Intelligenz. Von Letzterem hat die Dame nicht übermäßig viel. Von Ersterem dafür umso mehr.
...dient sie sehr gut in Form diverser "Rettungsschirme."
Wie sie bislang dem Volk gedient hat, kann ich nicht erkennen.
Bei der Kandidatenauswahl sollte sie sich stark zurückhalten, hat sie doch eindrucksvolles Versagen bei der Auswahl von "PERSÖNLICHKEITEN" bewiesen, welche das Amt des Bundespräsidenten erfordert.
Bei der Bestallung von Machtegoisten incl. deren Speichellecker ist sie allerdings unübertroffen.
Merkel hat dem Deutschen Volk Schaden zugefügt und fügt ihm weiterhin Schaden zu.
Dies werden unsere Kinder und Enkel noch ausbaden müssen.

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Dumpfmuff3000 18.02.2012, 08:34
633. xxx

Zitat von LJA
hat in erster Linie das Bundesland von dieser Politik, die, wie gesagt schon andere MPs betrieben haben.
Nö, das Bundesland profitiert nicht von Korruption und Vetternwirtschaft, das Bundesland profitiert von korruptionsfreiem Wettbewerb. Was Wulff augenscheinlich gemacht hat, ist das Gegenteil. Korruption ist Sand im Getriebe, nicht zuletzt ökonomisch. WEnn der den Auftrag bzw die Fördergelder erhält, der am besten schmiert, und nicht der, der die beste Leistung erbringt, dann ist das die Negation des Leistungsprinzips und hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Und wer nicht erkennt, wie weit ein demokratischer Rechtsstaat durch Korruption Schaden nimmt, der hat weder den Rechtsstaat noch die Wirkungsweise von Korruption kapiert.

Zitat von LJA
Natürlich wäre es schön, wenn das alles viel offener und transparenter liefe, aber die Welt ist nun einmal nicht perfekt. Nur in Büchern können gelehrte Leute sie sich so hinschreiben.

Was wollen Sie uns damit sagen? Ein bißchen Korruption ist okay? Dann ist aber auch ein bißchen Ausputz dann und wann ok, sonst verkrustet das Land, meinen Sie nicht? Mehr Transparenz wäre nicht nur schön, sondern ist dringend geboten wenn wir nicht von mafiosen Cliquen regiert werden wollen.

Fakt ist doch: Ohne Medienkampganen wie diese leben unsere politischen und wirtschaftlicehn Eliten völlig unbehelligt vom Gesetz. Es braucht den öffentlichen Druck offensichtlich und das wirft ein ganz schlechtes Licht auf unser Justizsystem.

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paretooptimal 18.02.2012, 08:39
634. Die Anwälte haben es vermasselt!

Die Anwälte von Wulff sind bestimmt exzellente Kenner ihres Fachs, aber sie waren in ihrer Verteidigungsstrategie so festgefahren, daß der Faktor Bürger vollkommen in ihrem Denken ausgeblendet war. Ein kleiner unbekannter und lebenserfahrener Anwalt hätte solch einen Kardinalfehler nicht begangen. So gesehen ist Wulff auch ein Opfer der Anwaltstrategie. Dies wird das Renommee der Kanzlei nicht steigern.

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winkdon 18.02.2012, 08:57
635. ...

Zitat von stanislaw
Wie so viele Medienbeschimpfer vergessen Sie hier ein paar wesentliche Dinge. Niemand dürfte eine Lupenreine Weste haben und wenn der gute Wulff mit den ersten Vorwürfen anständig umgegangen wäre, dann wäre das Ganze niemals so aufgekocht.
Wenn, hätte, aber ist schwer zu sagen. Egal wie sich Wulff zu den Vorwürfen je geäussert hätte, er wäre von den linken Medien auf jeden Fall bis zum botteren Ende gehetzt worden.

Eine reine Weste hat niemand, aber die linken Medein wählen aus, wen sie zu Tode hetzen und wen nicht. Gestern haben wir unsere demokratischen Rechte an die Diktatoren der linken Medien abgetreten. Die machen jetzt die Volkshetzen an Stelle von demokratisch legitimierten Wahlprozeduren. Das werden wir sehr bald bereuen.

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Dumpfmuff3000 18.02.2012, 09:21
636. xxx

Zitat von Palmstroem
Ich würde empfehlen, diese Herrn sollten mal versuchen, in Russland oder China mit den dortigen Präsidenten so umzugehen wie mit Wulff - das wäre tapfer und würde meine Achtung für sie gewaltig steigern.
Hören wich ein wenig Neid auf China und Rußland heraus, wo man PR-Probleme noch mit Verschwindenlassen lösen kann?

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einstein07 18.02.2012, 09:31
637. Wulff`s Realitätsverzerrung

Wulff: "Ich habe mich stets korrekt verhalten!"
Wulff: "… Es darf gar nicht erst zur Korruption kommen, es muss der Anschein von Korrumpierbarkeit, von Abhängigkeiten, von Sponsoring von Politik und Politikern vermieden werden."

Wulff`s leidet unter starker Realitätsverzerrung. Vom Unternehmer geliehenes Handy - jeder Schüler bezahlt dies aus seinem Taschengeld - mehrer Urlaubseinladungen von Unternehmern mit Eigeninteressen, mit anschließenden dubiusen Barzahlungen. Dubiose Hauskredite - verschleierter Bundesbankscheck - "normale" Zinssätze zw. 0,9 und 2,1%. Ticket und Hotelupgrades, dubioser Rechnungsgleich für Bücher durch Maschmeyer ...

Wulff, ein Bundespräsident, der knallhart bei Rücktrittsforderungen gegenüber Rau und Glogowski auftrat und selbst bei der Wahrheitsfindung, mit seinen äußerst dubiosen Ausreden, das Volk überstrapazierte. Jeder ist seines Glückes Schmied - Wulff hat sich mit seinen eigenem Verhalten jeder Chancen beraubt in Amt und Würden zu bleiben.

Fazit: Kein Mitleid verdient!

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Andreas_Hahn 18.02.2012, 09:36
638. Jetzt können sich die Medien(vertreter) mal wieder richtig selbst beweihräuchern....

Zitat von sysop
Christian Wulffs Rücktritt ist richtig, denn er hat als Vorbild versagt. Statt in seinen Buddy-Affären mutig und ehrlich aufzutreten, trickste er. Der nächste Präsident muss besser werden - Kanzlerin Angela Merkel hat bei der Auswahl nur eine Option.
Damit ich es schon am Anfang klar stellen kann: Ich habe mit Christian Wulff kein Mitleid, er hat es sich, wie Herr Nelles richtig feststellt, selbst vergeigt mit seinem Amt. Daher bin ich froh, dass das alles mit dieser Affäre jetzt (hoffentlich) vorbei ist. „Mein Bundespräsident“ war er nie.
Und ich brauche auch keinen Politiker/keine Politikerin, zu dem/der „ich aufschauen und an denen ich mich orientieren kann“. Ja, solches Zeug hörte man in den vergangenen Tagen. Falls das noch niemand mitbekommen hat: Zu Politikern soll man nicht aufschauen und sich an denen orientieren, sie sind schließlich für etliche Jahre gewählt, um einen Job zu erledigen, nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Nun mal zu den Medien, auch dem SPIEGEL: Der Satz „Was wüsste das Land über Wulffs Verstrickungen ohne kritische Journalisten? Nichts.“ zeigt mal wieder die schon penetrante Art und Weise der Medien selbst zu beweihräuchern.
Ich frage mich nämlich, wo denn bitte die ach so investigative „BILD“-Zeitung war, als vor gerade einmal einem Jahr durch Personen im Internet nachgewiesen wurde, dass Freiherr zu Guttenberg es mit dem Urheberrecht „nicht ganz so genau genommen“ hatte. Zumindest war sie nicht an der Seite derjenigen, die von Herrn zu Guttenberg ein wenig, um es vorsichtig zu sagen, „geleimt“ wurden.
Und nur wenige Monate davor hatte der SPIEGEL auch noch getitelt „Die fabelhaften Guttenbergs….“ Sehr kritisch, wirklich! Und ebenso „unabhängig“ und „kritisch“ wie „distanziert“ hatte der SPIEGEL-Online Redakteur Florian Gattmann den SPD-Politiker Peer Steinbrück geradezu hofiert („Die große Peer-Steinbrück-Show“, 5. Juli 2011).
Preisfrage: Sind die Medien und deren Journalisten wirklich sooo „unabhängig“ und „frei“, wie sie es immer – von sich selbst – behaupten?
Das heißt für mich doch eines: Liegt es denn nicht auch daran, wenn Politiker derart abheben wie z. B. Guttenberg und Wulff, dass es in ihrer Umgebung, Parteien-, wie Medienvertreter gibt, die sie vorher – lange genug - hofieren?

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Zweikanal 18.02.2012, 09:53
639. Legendenbildung

Zitat von winkdon
Eine reine Weste hat niemand, aber die linken Medein wählen aus, wen sie zu Tode hetzen und wen nicht. Gestern haben wir unsere demokratischen Rechte an die Diktatoren der linken Medien abgetreten. Die machen jetzt die Volkshetzen an Stelle von demokratisch legitimierten Wahlprozeduren. Das werden wir sehr bald bereuen.
Kaum zu glauben, wie beharrlich die Wulff-Apologeten an der Legende stricken, die "linke" Presse habe den Präsidenten auf dem Gewissen.
Fakt eins: Er ist erst zurückgetreten, als die Justiz ernst gemacht hat. Fakt zwei: Auch alle konservativen Gazetten haben Wulff für sein Gebaren harsch kritisiert. Wenn ein Redakteur der FAZ, der Gralshüterin bürgerlich-konservativer Werte, ein Spottgedicht auf Wulff verfasst, spricht das Bände. Der einzige, der nicht wahrhaben wollte, dass er auf breiter Front und irreversibel diskreditiert ist, durch sein eigenes Verhalten, war Wulff.
Es wird Ihnen nicht gelingen, den Dilettanten in Bellevue zum Opfer zu stilisieren.

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