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Wulffs Kredit-Affäre: Nummer eins unter Druck

Christian Wulff wiegelt ab, doch die Kritik an seinem Umgang mit der Kreditaffäre wird immer lauter. Ein Staatsrechtler wirft dem Bundespräsidenten vor, gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen zu haben. Wulffs Anwälte weisen dies zurück.

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luminox 17.12.2011, 23:56
40.

Zitat von Talloires
Es will zwar niemand wissen, weil man Wulff schon vorverurteilt hat; aber Wulffs Darlehn war mit 4% tatsächlich verkehrsüblich verzinst. Im Oktober 2008 gingen die Bauzinsen steil herunter, am 28.10.2008 waren 3,95 % erreicht. Mitte Dezember 2008 waren es dann nur noch 3,65%. In der ertsen Hälfte 2008 lagen sie übrigens auch nur um 4%. (Quelle .). Wenn das aber so war, dann handelt es sich bei den Darlehnszinsen von 4% nicht um einen vom Ministergesetz + Verwaltungserlass verbotenen "geldwerten Vorteil", den Wulff rechtswidrig erhalten hätte (von Arnim). Und Amtsbezug gab es für Frau Geerken ersdt recht nicht. Was die anderen Kreditbedingungen angeht, so werden diese in Welt und Focus aus 12/2008 und 4/2008 als marktbedingt frei verhandelbar geschildert, mit allen Möglichkeiten. Also auch dabei hat Wulff kaum gesündigt. Und wenn Geerkens mit Vollmacht seiner Frau mit Wulff verhandelt, so bedeutet das natürlich keine Geschäftsbeziehung mit dem Unterhändler Geerkens, sondern nur mit seiner Frau. Es bleibt also, bei Licht betrachtet, nichts von den Vorwürfen gegen Wulff übrig. Und wenn die SPD Wulff mit Guttenberg vergleicht, kann man Entwarnung geben. Wulff hat nicht promoviert...
Da stellt sich für mich die Frage, warum er denn nicht gleich zur Bank gegangen ist.

Laut ihrer These hatte er ja von dem Privatkredit keine Vorteile...

Solche Bürger wie sie brauchen Wulff, Guttenberg & Co.

Bei mir stellen sich dagegen die Nackenhaare auf, wenn ich auf solche Leute wie sie stosse.

Wie kann man nur so unkritisch durchs Leben gehen wie sie?

Oder sind sie nicht fähig zu erkennen, wie durch den gewählten Ablauf der Kreditgewährung, das Ganze verschleiert werden sollte?

Oder aus welchem Grund wurde nicht schon von Anfang an mit offenen Karten gespielt?

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Björn Borg 17.12.2011, 23:56
41. Perspicuitas

Zitat von Talloires
Es will zwar niemand wissen, weil man Wulff schon vorverurteilt hat; aber Wulffs Darlehn war mit 4% tatsächlich verkehrsüblich verzinst.
Wissen Sie, ob die Zinszahlung vielleicht erst nachträglich verabredet worden ist oder ob sie schon von Anfang Gegenstand des Vertrages war, und wissen Sie, ob diese Zinsen tatsächlich gezahlt worden sind? Gibt es über den gesamten Vertrag und über die Modalitäten der Rückzahlung schriftliche Belege?

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Shaft13 18.12.2011, 00:10
42.

Zitat von Talloires
Es will zwar niemand wissen, weil man Wulff schon vorverurteilt hat; aber Wulffs Darlehn war mit 4% tatsächlich verkehrsüblich verzinst. Im Oktober 2008 gingen die Bauzinsen steil herunter, am 28.10.2008 waren 3,95 % erreicht. Mitte Dezember 2008 waren es dann nur noch 3,65%. In der ertsen Hälfte 2008 lagen sie übrigens auch nur um 4%. (Quelle .). Wenn das aber so war, dann handelt es sich bei den Darlehnszinsen von 4% nicht um einen vom Ministergesetz + Verwaltungserlass verbotenen "geldwerten Vorteil", den Wulff rechtswidrig erhalten hätte (von Arnim). Und Amtsbezug gab es für Frau Geerken ersdt recht nicht. Was die anderen Kreditbedingungen angeht, so werden diese in Welt und Focus aus 12/2008 und 4/2008 als marktbedingt frei verhandelbar geschildert, mit allen Möglichkeiten. Also auch dabei hat Wulff kaum gesündigt. Und wenn Geerkens mit Vollmacht seiner Frau mit Wulff verhandelt, so bedeutet das natürlich keine Geschäftsbeziehung mit dem Unterhändler Geerkens, sondern nur mit seiner Frau. Es bleibt also, bei Licht betrachtet, nichts von den Vorwürfen gegen Wulff übrig. Und wenn die SPD Wulff mit Guttenberg vergleicht, kann man Entwarnung geben. Wulff hat nicht promoviert...
Klar,Wulff lässt sich einen Privatkredit geben,wo ein Bankredit gleichteuer bzw billiger gewesen wäre :D

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pannenbaker 18.12.2011, 00:15
43.

Zitat von Talloires
Es bleibt also, bei Licht betrachtet, nichts von den Vorwürfen gegen Wulff übrig.
Sehen andere anders:

Kredit-Affäre: Politiker fordert Christian Wulffs Rücktritt | Politik & Wirtschaft*| EXPRESS

"Nach Berechnungen des „Instituts für Finanzdienstleistungen“ (Hamburg) hat sich für Wulff durch den 500.000-Euro-Privatkredit der Unternehmer-Gattin Edith Geerkens ein finanzieller Vorteil von 22.131 Euro ergeben. Der Zinssatz von 4 Prozent sei im Verhältnis zu den 2008 üblichen Bankzinsen (im Schnitt 5,28 Prozent) sehr günstig gewesen, zumal kein Eigenkapital vorhanden war und das Haus zu 120% beliehen wurde.

Konkret hätten die Wulffs zwischen 2008 und 2010 8.937 Euro Zinsen gespart – außerdem sei eine wohl anstehende Vorfälligkeitsentschädigung bei der Ablösung eines Hypothekenkredits von über 13.000 Euro vermieden worden."

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spiegelator 18.12.2011, 00:27
44. Sehr geehrter Herr/Frau Talloires

Zitat von Talloires
Es will zwar niemand wissen, weil man Wulff schon vorverurteilt hat; aber Wulffs Darlehn war mit 4% tatsächlich verkehrsüblich verzinst. Im Oktober 2008 gingen die Bauzinsen steil herunter, am 28.10.2008 waren 3,95 % erreicht. Mitte Dezember 2008 waren es dann nur noch 3,65%. In der ertsen Hälfte 2008 lagen sie übrigens auch nur um 4%. (Quelle .). Wenn das aber so war, dann handelt es sich bei den Darlehnszinsen von 4% nicht um einen vom Ministergesetz + Verwaltungserlass verbotenen "geldwerten Vorteil", den Wulff rechtswidrig erhalten hätte (von Arnim). Und Amtsbezug gab es für Frau Geerken ersdt recht nicht. Was die anderen Kreditbedingungen angeht, so werden diese in Welt und Focus aus 12/2008 und 4/2008 als marktbedingt frei verhandelbar geschildert, mit allen Möglichkeiten. Also auch dabei hat Wulff kaum gesündigt. Und wenn Geerkens mit Vollmacht seiner Frau mit Wulff verhandelt, so bedeutet das natürlich keine Geschäftsbeziehung mit dem Unterhändler Geerkens, sondern nur mit seiner Frau. Es bleibt also, bei Licht betrachtet, nichts von den Vorwürfen gegen Wulff übrig. Und wenn die SPD Wulff mit Guttenberg vergleicht, kann man Entwarnung geben. Wulff hat nicht promoviert...

Was Sie schreiben, ist schon alles richtig, aber:
Ein Mann in solchem Amt soltte keine unbekannten Abhängigkeiten haben.
Auch ein VW-Aufsichtsrat sollte keine unbekannten Abhängigkeiten haben.
Es gibt auch noch das Problem des sauberen "Anfütterns" durch Neutrale.
Es gibt halt Ämter, die fordern etwas mehr. Wer´s nicht bringt, ist halt nicht geeignet.
Mir graut vor dem nächsten Merkelkandidaten.

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bart41 18.12.2011, 00:28
45. Wulffs Kredit-Affäre: Nummer eins unter Druck

Er ist ein werkzeug des Bösen, drum hat sich auch Baphomet, die Bardame, der Wollust, zu ihm gesellt.In den nächsten neun Monaten, kommt Niriubu, nicht vergebens, vorbei. Er reinigt, und nimmt das Böse mit sich, drum buddeln oder wollen sich alle, bösewichter in die erde ein.
Jeder der scheiße am stecken hat, egal wo er sich versteckt, wird vernichtet. egal ob abgeordneter, bänker, oder president, niribu bekommt jeden, ob mensch oder echse, ob rockefelle, rothschilds oder englischer adel, sie werden alle den holluchaouse, den sie anderen angerichtet haben, am eigenen leib erfahren, so wie alle ihre helfers helfer, egal wie warm oder kalt ihr euch anzieht, gott wird für euch alle keine gnade walten lassen.er wird euch alle vernichten. gott sei dank

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fürmehrcourage! 18.12.2011, 00:30
46. *** Verdacht einer Schenkung ***

Ist es nicht ein großer Zufall, dass Wulff zur selben Zeit einen Kredit benötigte, als Geerkens gerade 500.000 Euro anlegen wollte.

Wieso hat Wulff nicht einfach bei einer Bank den Kredit aufgenommen. Eine solche hätte nur unwesentlich höhere Zinsen genommen.

Zudem hätte er sich dann die ganze Heimlichtuerei bzw. Vertuschungsaktion, d.h. den ganzen Aufwand, ersparen können und hätte nicht das enorme Risiko eingehen müssen, dass später alles auffliegt und er dadurch als Politiker Amt und Würden verliert.

Die Risiken standen somit in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem kleinen Vorteil (= etwas günstiger Zinssatz).

Es sei denn der angebliche Kredit sollte vielleicht anfangs gar kein Kredit, sondern eine Schenkung sein.

Zumal sich Geerkens für seine Zuwendung keinerlei Sicherheiten hat geben lassen.

Für eine solche Schenkung spräche auch, dass Geerkens zu Wulff eine Stellung wie ein Patenonkel hatte.

Daneben könnte Geerkens möglicherweise auch deshalb ein Motiv für eine Schenkung haben, weil ihn Wulff zuvor immer auf seine Reisen mitgenommen hatte.

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kratzdistel 18.12.2011, 00:38
47.

so wie seine anwälte es sagen, so ist es in § 5 der ministergesetzes geregelt und nicht anders.verboten ist die vorteilsannahme in bezug auf das amt. weiteres ist nicht geregelt. dann sind in den einschlägigen juristischen kommentaren zur unerlaubten vorteilsannahme geschenke und vorteile von persönlichen freunden nicvht verboten, weil kein bezug zum amte vorliegt.wenn wie vereinzelt behauptet wird, das die verbilligte kreditaufnahme nach dem ministergesetz verboten sei, dann unterliegt diese aussage einer eindeutig falschen interpretierung. jede vorteilsgewährung in bezug auf das amt darf nicht sein, weil dadurch der eindruck der parteilichkeit und käuflichkeit im sinne der korruption entsteht.
wenn die unternehmerfamilie schon vor der amtseinführung persönliche freunde waren, dann wäre die kritik grundsätzlich unberechtigt. ob der unternehmer oder dessen frau
den kreditvertrag abwickelten ist doch gleich zu bewerten.juristisch liegen derzeit keine verdachtsmomente für eine vorteilsannahme vor.losgelöst davon ist die politische meinungsbildung vieler bürger, die an der uneigenützigkeit der amtsführung zweifeln. diesen anscheinsverdacht hat er selbst verschuldet.

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max_copernicus 18.12.2011, 01:16
48. Spiegel zwingt Wulff zum Rücktritt

Die Causa Wulff-Geerkens wird erst beendet sein wenn der Spiegel sein Ziel erreicht hat: Rücktritt Wulff

Anders ist nicht zu erklären, mit welcher Vehemenz hier gegen ihn vorgegangen wird.

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lschneider007@gmail.com 18.12.2011, 01:16
49. Kleinkariert

Zitat von sysop
Christian Wulff wiegelt ab, doch die Kritik an seinem Umgang mit der Kreditaffäre wird immer lauter. Ein Staatsrechtler wirft dem Bundespräsidenten vor, gegen das niedersächsische Ministergesetz verstoßen zu haben. Wulffs Anwälte weisen dies zurück.
Typisch deutsch. Ich finde es eine Zumutung, einen solchen Artikel im Hauptbereich von SPON zu lesen. Der Kredit ist mit marktüblichen 4% verzinst worden und fertig. Lasst den Wulff doch sein Haus bauen. Wenn ich hier den Hype der Kleinkariertheit wieder sehe, braucht man sich nicht wundern, warum das Top-Personal der Unis lieber zu Beratungen oder Kanzleien geht, als in der Politik das Land voranzubringen. Ups, ich habe beim Autokauf einen Rabatt herausgehandelt! Nimmt mir jetzt ein deutscher Spießer meinen Führerschein weg ?

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