Forum: Politik
"Wunsch nach Wechsel": Spaniens Wähler beenden das Zwei-Parteien-System
AFP

Die spanische Politik steht nach den Wahlen vor einem radikalen Wechsel: Erstmals in der jüngeren Geschichte werden vier Parteien mit starken Fraktionen im Parlament vertreten sein. Die Regierungsbildung wird schwierig.

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fanasy 21.12.2015, 05:36
1. Große Koalition

für den Machterhalt kann jede über das Gerede im Wahlkampf hinweg sehen.

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bodhi66 21.12.2015, 05:56
2.

Dass die regional Parteien 28 Sitze im Parlament erreicht haben wird im Artikel nicht erwaehnt.

Abgesehen davon: Tschuess Rajoy. Wir werden dich nicht vermissen.

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jojack 21.12.2015, 06:20
3. Gefährliche Entwicklung

Die um sich greifende "Denkzettel"-Mentalität bei Wahlen ist kreuzgefährlich. Natürlich ist die Ungeduld der Spanier angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit bei nur langsam eintretenden wirtschaftlichen Verbesserungen verständlich. Und leider macht das gerade junge Menschen anfälliger für die Versprechen vom Wohlstands-Zaubertrank aus dem linkspopulistischen Lager. Solange die gemäßigten Parteien immer noch eine Mehrheit zustande bekommen ist das auch alles halb so schlimm. Aber dass aus einer populistischen Minderheit auch ganz schnell eine desaströs regierende Mehrheit werden kann, zeigt das Beispiel Griechenlands. Wenige Monate linksextremistischer Regierung haben dort die mühsam errungenen Fortschritte bei der Reform des Landes ins Gegenteil verkehrt.

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laotao 21.12.2015, 06:35
4. Demos, das Staatsvolk

Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des mündigen und engagierten Bürgers.

Praktizierte Demokratie besteht nun einmal in der allgemeinen und grundlegenden Einmischung des Bürgers in gemeingesellschaftliche Fragen der Wirtschaft, der Administration, der Justiz, des Bildungs- und des Sozialwesens sowie in der elementaren Bestimmung dessen, was wir so gemeinhin als Parteienwillen kennen.

Dass die heute nun einmal real-existierende Parteiendemokratur durch elitäre Besitzstands- und Erbbesitzfeudalherrschaftselit'arier' dominiert wird und von einer allgemeinen politischen, wirtschaftlichen und bildungstechnischen Lethargie einer breiten Bürgerschaft geradezu grenzenlos befeuert wird, produziert in Deutschland diesen bekannten Südenbock- und Prügelknabenreflex, der uns als nationalsozialistische Massenverführung mittels psychotisch-philosophischer Drogenverabreichung a la Höcke, Kühnen, Pasteurs, Frei sowie Seehofer & Konsorten bekannt ist.

Dass die Spanier mit der Wahl der Podemos und Ciudadanos der dort bestehenden real-existierenden Parteiendemokratur durch die spanische elitäre Besitzstands- und Erbbesitzfeudalherrschaftselit'arier' eine so beeindruckend bürgerschaftliche und demokratische Beschränkung der Allmalcht dieser etablierten und saturierten Besitz- und Vermögensmissbrauchselite realisiert haben, erinnert an einen Schrei: "No pasaran! Nunca mas!"

Ein kommunistischer Schrei fürwahr, aber einer, der wie die Geschichte von La Passionaria uns gelehrt hat, für jene Menschenliebe steht, die das Gegenteil des stalinistischen Menschenhasses ist, wie wir ihn durch die UdSSR, die DDR und all die anderen stalinistischen Diktaturen erfahren haben. Dass die Alternative zu den stalinistischen Terrorsystemen, das System der heutigen Geldherrschaftsdiktatur sein soll, mögen ja die Apologeten der unumschränkten Herrschaft und des Primates der Märkte u.a. als Botschafter und Herolde der Neuen Sozialen Marktwirtschaft verkünden, aber dem ist nun einmal nicht so. Die Dominanz der Besitzstands- und Erbbesitzfeudalherrschaftselite, die heute als Minderheit von weniger als 25% aller deutschen und/oder spanischen Privathaushalten über mehr als 75% der jeweiligen Privatvermögen verfügen, ist der Nukleus jener, die als Initiatoren und Manager der Systeme fungieren, die wir als Nazismus, als Faschismus und als Falangismus kennen. Wer diese Kernmechanismen nicht kennt, der rennt bei Autonomen, bei den Pegidioten und den Veranstaltungen solcher Volkstribune mit, die wie Seehofer mit dem ganz infamen Instrumentarium gezielter Desinformation und Faktenklitterung das eigene Wohlleben im Stile jenes des FJS-Typus zu mehren und zu sichern trachten.

Hoffen wir also darauf, dass auch unser Staatsvolk noch begreift, wer die Wenigen sind, die mit dem Trick stalinistischer oder hitleristischer Massenverführung das Volk in den Abgrund führen, um selbst als Führer, Über- oder Herrenmensch zu glänzen.

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pennywise 21.12.2015, 07:00
5. Die wichtigste Frage ist

Erkennt die Regierung Spanien - also Frau Merkel - diese Wahl an ?
Odet folgen Wirtschaftssanktionen?

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jozu2 21.12.2015, 07:01
6. alte Zöpfe!

Den Spaniern ist es vielleicht gelungen, alte Zöpfe abzuschneiden. Hoffentlich gelingt uns das auch und zwar so, dass Merkel endlich weg ist. Ich kann deshalb nur dazu aufrufen, etwas anderes als CDU/CSU, SPD,FDP oder Grüne zu wählen. Lieber die Stimme vermeintlich an eine Splitterpartei "verschwenden" als direkt oder indirekt Merkel zu wählen.

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optimainternacional 21.12.2015, 07:09
7.

Es sollte nicht vergessen werden , dass PODEMOS weitgehends von Chavez und venezolanischem Kapital finanziert wurde.

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rafterman 21.12.2015, 07:17
8. was bedeutet liberal?

liberal ist stark rechts lastig. das haette man noch dazu schreiben sollen

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dingstabumsta 21.12.2015, 07:32
9. Und auch...

...bei einem 10 Parteiensystem, wird dank EU Verträgen sich Politisch nix verändern, was Wahlen eigentlich ins absurdum führt.
Spanien wählt auch Links...wohin das führt sieht man an den Griechen, die sich ebenfalls zu Gehilfen des Kapitals gemacht haben...entgegen des Volkes Wille.
Egal wo in Europa, politische veränderung ist nur dann erwünscht, wenn es nach den Regeln der "Troika", Anlegern Banken....geht, aber nicht nach dem Wahlvieh, welches nur noch zum legetimieren abstruser Entscheidungen, welche nicht zum Wohle der Völker ist.
Ich kann für mich in diesem gemeinsamen Europa nur verschlechterungen feststellen (Reallohnverlust, Rentenkürzung...und von der Alternativlosen Altersarmut will ich erst gar nicht reden)
Mir und immer mehr Spanier fällt absolut nichts ein wovon ich Profitiere.
Eines der Vorzeige Länder der EU scheint ebenso wackelig zu sein wie bei den Portugiesen, wo nicht nur Soziale Unruhen sondern auch ein wechsel in der Politik ansteht....aber nur so als Zeichen...denn wirkliche andere Politik wird durch Verträge behindert.

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