Forum: Politik
Xi Jinping in Frankreich: Macron fordert von China Respekt vor "Einheit der EU"
Thibault Camus/REUTERS

Chinas Projekt der "Neuen Seidenstraße" belastet das Verhältnis zu Europa. Beim Vierer-Gipfel in Paris bemühen sich Merkel und Macron um bessere Zusammenarbeit - und fordern mehr Fairness von Peking.

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spaceagency 26.03.2019, 15:00
1. Europäische Einheit ?

warum empfingen denn Merkel jnd Makron, Junker und die chinesische Delegation in Paris und nicht in Bruxelles? Empört über Italien, das schneller war, aber selbst alles andere als integrative. Gerade Italien als 3. VW Europas wurde ja gerade beim Deutsch-Franz. Ächschen in Aachen links liegen gelassen, so wie der Rest Europas. Deutschland und Frankreich verhalten sich NICHT partnerschaftlich. Wo war Merkel beim Libyen Gipfel in Palermo? Wo sind die beiden beim Flüchtlingsproblem im Mittelmeer? Gute Partner? Als ob Deutschland und Frankreich wichtiger wären. Es ist lächerlich wie selbstgefällignund selbstüberschätzend die beiden Staaten auftreten

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In-Golf 26.03.2019, 15:01
2. Unsinn, was der Macron so von sich gibt.

Die Einheit der EU ist China völlig egal. Die ignorieren die völlig.

Die chinesische Führung geht nicht mit Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder vor, wie es solche populistischen Wichtigtuer wie Macron oder Merkel dies ständig versuchen und dabei nicht merken, wie dumm sie anschliessend immer dastehen.

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trojanspirit 26.03.2019, 15:20
3. Wunschgedanke

Das ist typisch Macron... Wie kann er von anderen Staatsführern (egal ob hochdemokratisch legitimiert oder autokratischer Despot oder irgend etwas dazwischen) verlangen was wir innerhalb der EU nicht hinbekommen. Respekt vor der Einheit der EU hat er, zumindest wünscht er sich das, und vielleicht noch die Bundesregierung. Alle anderen sehen das Gebilde in abgestufter Form als Interessengemeinschaft oder auch nur als Geldtopf. China hat sehr eigene Interessen, das steht ihnen auch zu. Wenn sie für sich einen Vorteil darin sehen hier und da Spaltkeile anzusetzen, wer will es ihnen verdenken. China ist für China verantwortlich, nicht für die Einheit oder das Wohlergehen der EU. Das müssen wir (wir im Sinne der EU) schon selber hinkriegen. Leider klappt das nach Innen nicht und nach Außen schon gar nicht. Es wird China im Gegenteil eine Freude sein den Meißel anzusetzen. Trumps Amerika und Putins Russland natürlich auch. Am Ende werden wir sehen was von den ganzen europäischen Kleinkönigreichen übrig bleibt. Wenn es der EU nicht bald gelingt zumindest nach Außen Geschlossenheit zu demonstrieren werden wir auch von Außen aufgelöst. Jeder Interessent schlägt sich ein Stückchen heraus. Griechenland, neuerdings Italien, GB weiß selbst nicht was es will. Viele, gerade der neueren EU Staaten, stehen lange nicht so treu zur blau-gelben EU-Fahne wie erhofft. Wenn China, USA oder Russland mehr zu bieten hat, wenn auch nur vermeintlich und auf jeden Fall kurzfristig, schwören diese Staaten sehr schnell einen Eid auf die andere Flagge.

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mwroer 26.03.2019, 15:30
4.

Ja wer sich nur seinen Visionen hingibt und verpennt sich um die Realitäten zu kümmern bzw. wer die Realität versucht einzuschläfern um sie dem eigenen Tempo anzupassen der hat halt Pech gehabt wenn er nicht mitspielen darf.

Und was zum Geier hat die USA mit dem Handel zwischen China und der EU nun wieder zu tun?

"In Paris forderte die Kanzlerin nun mehr Fairness bei der internationalen Zusammenarbeit: "Multilaterale Kooperation geht nicht, wenn jeder Vorteil des einen zum Nachteil des anderen wird", betonte sie. Es werde zudem keinen Multilateralismus ohne die USA geben."

Die EU braucht MEHR Eigenständigkeit - wir sind nicht der Erfüllungsgehilfe für US Interessen.

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temp1 26.03.2019, 15:35
5. Das Ausscheren Italiens

Das Ausscheren Italiens der rechtsnationalen Regierung mit eigenen Ambitionen schwächt die Position Europas von Innen heraus. Ganz nach dem Prinzip Trumps, lieber bei einzelnen kleineren Partnern den Dominator bei den Handelsbeziehungen raushängen zu lassen, könnte China versuchen Italien zu ködern. Die gehen gebauchpinselt wie es scheint darauf ein ... fragt sich wie lange sie daran Freude haben. China kommt nicht als Freund, sondern wie die USA für ihren eigenen Vorteil .... natürlich, wie alle, aber es wäre naiv zu glauben, dass Italien als langfristiger Gewinner dastehen wird.

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Johann Dumont 26.03.2019, 15:39
6. die Vordenker kommen jetzt aus China

ein riesiges Konjunkturprogramm für Südeuropa und speziell Italien. Es sind am Ende nicht nur chinesische Touristen - China verkauft Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen, solar betriebene Klimaanlagen, Hausbatterien, Ladestationen, Smart Grids, Internetinfrastruktur, Elektroauto und vieles mehr, dass finanziert sich teilweise selbst - durch Einsparungen an Gas, Öl, Kohle und Uran. Alleine die Installation dieser nachhaltigen Infrastruktur schaft jede Menge Arbeitsplätze. Dazu gibt es die Finanzierung aus China -das macht später abhängig.
Lobbyisten in Europa werden durch China ausgebremst - nicht ohne große Hilfe aus Deutschland - Entwickler, Forscher und Visionäre haben sich schon lange nach China aufgemacht und beraten dort. Leider ist es immer noch eine Diktatur des Proletariats mit strengem Strafvollzug - dort in China.

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schwaebischehausfrau 26.03.2019, 15:43
7. Alberne Kritik...

Wenn ihm der Vertrag zwischen China und Italien nicht passt, dann müsste Macron doch das EU-Mitglied Italien kritisieren wegen mir dafür, dass Italien sich unsolidarisch gegenüber der EU zeigt und die EU spaltet. Für China ist Italien nach wie vor ein souveräner Nationalstaat mit eigener Regierung. Macron hätte es natürlich viel lieber, wenn die Chinesen erst ihn, den "informellen Leader Europas" oder wenigstens das Duo Macron/Merkel als "europäische Achse" um Erlaubnis fragen, mit welchen Regierungen China in Europa verhandeln darf. Letzten Endes geht's Macron nicht um die EU, sondern rein um französische Interessen. Und alle anderen Länder machen das genauso. Als die Polen mit US-Unternehmen langfristige Verträge über Gaslieferungen gemacht haben, haben sie die Standorte für die benötigten Flüssiggas-Terminals auch nicht EU-weit ausschreiben lassen, um damit keinen unfairen Vorteil gegenüber anderen EU-Staaten zu erhalten.

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Schlaflöwe 26.03.2019, 15:44
8. Macron fordert

Fairness von China und Respekt für die Einheit der EU? Die chinesischen Nationalkapitalisten werden sich darüber amüsieren. Schließlich betreiben sie doch gerade die Zerlegung der EU in Einzelteile mithilfe der italienischen Faschisten, das sind auch Nationalisten, zu ihrem Vorteil. Mit der großen EU müssten sie verhandeln, den kleinen europäischen Nationalstaaten können sie einfach klar machen, was von ihnen erwartet wird..

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theodtiger 26.03.2019, 15:44
9. besser informiert kommentiert sich treffender

Zitat von spaceagency
warum empfingen denn Merkel jnd Makron, Junker und die chinesische Delegation in Paris und nicht in Bruxelles? Empört über Italien, das schneller war, aber selbst alles andere als integrative. Gerade Italien als 3. VW Europas wurde ja gerade beim Deutsch-Franz. Ächschen in Aachen links liegen gelassen, so wie der Rest Europas. Deutschland und Frankreich verhalten sich NICHT partnerschaftlich. Wo war Merkel beim Libyen Gipfel in Palermo? Wo sind die beiden beim Flüchtlingsproblem im Mittelmeer? Gute Partner? Als ob Deutschland und Frankreich wichtiger wären. Es ist lächerlich wie selbstgefällignund selbstüberschätzend die beiden Staaten auftreten
Lesen bildet, möchte man obigem Foristen sagen. Er hätte in SPON lesen können, dass der chinesische Präsident nach Rom auch Paris besucht. Was in Paris anders ist, ist dass das besuchte Land nicht aus der gemeinsamen Aussenwirtschaftspolitik ausbricht, sondern Macron auch noch Merkel und Juncker zu seinem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten hinzu eingeladen hat. Siehe: http://www.spiegel.de/politik/ausland/emmanuel-macron-und-xi-jinping-in-frankreich-die-eu-tritt-gemeinsam-an-a-1259451.html. Dies zeigt den dezidiert europäischen Ansatz von Macron, mit dem die europäischen Länder eine Chance haben, bei der kommenden Übermacht der Chinesen bestehen zu können. Der italienische Ansatz ist dagegen kurzsichtig. Auch zum Aachener Vertrag sollte man eigentlich wissen, dass dieser wie der deutsch-französische Freundschaftsvertrag aus den 60er Jahren bilateral ist, denn die Partnerschaft zwischen Frankreich und Deutschland ist besonders eng. Sie war zudem immer auch zum Vorteil der EU (gemeinsamer Motor). Geradezu bizarr ist dann die Schlussfolgerung des Foristen, was bei so wenig Kenntnis der Fakten auch nicht gerade erstaunt.

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