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Youtube-Video "My Revolution": "Die subversive Kraft des Internets"
ECO Media

Der brennende Maidan, selbstgebaute Schutzschilde, Scharfschützen: Der YouTube-Film "My Revolution" setzt aus Handyfilmen und Skype-Interviews ein subjektives Bild vom Aufstand in Kiew zusammen. Regisseur Stephan Lamby schwärmt von den urdemokratischen Möglichkeiten des Internets.

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benutzer8472 23.03.2014, 10:43
1.

Zitat von sysop
Regisseur Stephan Lamby schwärmt von den urdemokratischen Möglichkeiten des Internets.
Schade nur, dass sie zu einem so grossen Teil fuer Propaganda benutzt werden, um ein voellig falsches subjektives Bild zu vermitteln.

Ich finde diese 'urdemokratischen Moeglichkeiten' fast noch gefaehrlicher als die Massenmedienmanipulationen.

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mebschmw 23.03.2014, 11:55
2. wirklich neutral

Wer wirklich neutral ist, zeigt nicht nur die Helden, sondern auch die Verbrecher. Auf beiden Seiten. Denn es ist nicht schwer auch Videos zu finden, die brennende Polizisten, brutal prügelnde Demonstranten, durch Schaufelbagger attackierte Polizisten und scharf schießende Demonstranten zeigen. Diese Kämpfe waren menschenverachtend, es gab Verbrecher auf beiden Seiten. Friedliche Demonstranten waren nur ein Teil der Wahrheit, leider.

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Winne2 23.03.2014, 12:00
3. Ur-Un-demokratisch

Ja, das Netz kann (!) demokratisch sein. EIN Film aber nicht. Im Gegenteil - hier und woanders ist das Netz längst zum Kiosk für Propaganda ALLER Seiten geworden. Erst wenn das Netz für echte Wahlen genutzt wird, dann ist es demokratisch. Wer traut sich? Die Schweiz? Wer hat Angst vor der direkten Demokratie? Alle Parteien.. Alle Banken... eben fast alle, die heute die Meinung steuern und beherrschen.

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kurosawa 23.03.2014, 12:16
4. propaganda...

Zitat von benutzer8472
Schade nur, dass sie zu einem so grossen Teil fuer Propaganda benutzt werden, um ein voellig falsches subjektives Bild zu vermitteln. Ich finde diese 'urdemokratischen Moeglichkeiten' fast noch gefaehrlicher als die Massenmedienmanipulationen.
...jeder hat durch das internet die moeglichkeit seine sicht der dinge zu präsentieren. nicht mehr nur die 'offiziellen' organe.
letztendlich liegt es am bürger was er glaubt und was nicht. bleibt zu hoffen das sich die menschen an fakten halten, nach diesen auch im internet recherchieren, und nicht jede behauptung die sie sehen unhinterfragt abnicken.

das sind die chancen die das internet bietet. man muss sie allerdings auch zu nutzen wissen.

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olatveiten 23.03.2014, 12:20
5. sehr lückenhaft

Das Video ist sehr lückenhaft. Es überspringt z.B. die Zeit um den 01. Dezember als die sogenannten friedlichen Demonstranten begannen gewaltsam gegen die Polizei vorzugehen. Die Polizei wollte damals öffentliche Gebäude räumen, was bei uns in Deutschland auch passieren würde. Wieso gibt es keine Dokumentation, die der Frage nachgeht, wer wann wie die Gewalt eskalieren ließ.

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attis 23.03.2014, 12:40
6. Bei aller....

.....Offenheit, die das Internet anbietet, bietet es ebenso den Raum für Kontrolle. Man muss die Frage stellen, ob beispielsweise Snowden eher für die Kontrolle arbeitet. Denn, was als eine Öffnung erscheint (die Arbeit und Macht der Nsa als Kontrollsystem) erscheint mir eher als Verrat, denn Snowdens Informationen stärken Russland und China, doch eben diese Staaten dienen eher der Kontrolle. Entweder handelt Snowden unbedacht oder aber er unterwirft sich der Taktik Putins. Fertig.

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fördeanwohner 23.03.2014, 12:41
7. -

Zitat von mebschmw
Wer wirklich neutral ist, zeigt nicht nur die Helden, sondern auch die Verbrecher. Auf beiden Seiten. Denn es ist nicht schwer auch Videos zu finden, die brennende Polizisten, brutal prügelnde Demonstranten, durch Schaufelbagger attackierte Polizisten und scharf schießende Demonstranten zeigen. Diese Kämpfe waren menschenverachtend, es gab Verbrecher auf beiden Seiten. Friedliche Demonstranten waren nur ein Teil der Wahrheit, leider.
Das war wohl so. Ich denke jedoch, die Filmmacher wollten aber zeigen, dass die Mehrheit der Menschen, die dort auf dem Maidan protestierten, ganz normale Menschen waren.
Bei all dem Wirrwarr werden diese nämlich immer vergessen. Es geht immer nur um die Anführer, wobei der Fokus der Gegner der Bewegung auf den faschistischen Kräften liegt.
Ganz normale Ukrainer sämtlicher Bevölkerungsschichten waren aber beteiligt und haben ihr Leben gefährdet, um für eine neue Ordnung zu kämpfen. Das darf man einfach nicht vergessen, und soll der Film wohl auch zeigen.

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pepe_sargnagel 23.03.2014, 12:42
8. Freiheitliche Kraft des Internets

Wenn man sich die "freiheitliche Kraft des Internets" anschaut (vom nNordafrikanischen Frühling über Syrien, Occupy bis hin zur Ukraine im Jetzt), dann kann man nur feststellen, dass Umstürze immer schneller kommen werden. Wenn dieser Trend so anhält.

Wenn man aber die "Erfolge" betrachtet, dann war es doch vor und nach einem solchen Umsturz das gleiche Ergebnis. Das Volk wird weiterhin ausverkauft und die neuen Regenten machen weiterhin Verträge auf Kosten des Volkes mit dem Westen oder mit Russland/China.

Was werden diese "Erfolge" (wenn Vereträge mit dem Westen auf Kosten der dortigen Bevölkerung geschlossen werden, dann bewerten wir das hier als "Erfolg") wohl bewirken? Bestimmt nicht den nächsten Umsturz und eine weitere Destabilisierung. Auch hier, weil die Masse der Menschen auch ein Gerechtigkeitsempfinden hat und selbst hier viele von Ausverkauf der Bevölkerung spricht. Die Kraft des Internets kann auch ins Chaos stürzen, denn Macht korrumpiert wohl fast jeden Regenten. Selbst in repräsentativen Demokratien.

Man darf das Internet schon auch sehr positiv sehen. Aber es kann eben auch durch Propaganda gewisse Bewegungen und Instabilität erzeugen. Aber diese passieren eben, weil die Schandtaten der aktuellen Eliten eben leichter an die Öffentlichkeit vermittelt werden können. Das ist doch auch eine gute Seite, denn Transparenz schadet nie! Nur die Macht derjenigen, die die Informationen bündeln entscheiden was bekannt wird und was nicht - was Manipulation ermöglicht. Es gibt also viele gute, aber eben auch kritische Seiten des Internets.

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irrenderstreiter 23.03.2014, 13:13
9. optional

"Wer da aber schießt, ob es Russen sind oder ukrainische Spezialeinheiten, wissen wir auch nach dem Anschauen des Films nicht. " - das nennt man also keine Spekulationen über die Herkunft der Heckenschützen anstellen?
War es nicht vor allem Lavrov, der darauf drängte, dass es Untersuchungen dazu geben sollte?

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