Forum: Politik
Zahlungen an Clinton-Stiftung: Wie eine Verschwörungstheorie entsteht
AFP

Deutsches Steuergeld für den Clinton-Wahlkampf? In den vergangenen Tagen sorgte diese Vermutung für Wirbel, befeuert von Rechtspopulisten. Das steckt wirklich dahinter.

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mimas101 30.11.2016, 19:49
20. Hmm

im Artikel steht doch klar: Die Stiftungen reichen Projektvorschläge ein und beantragen Zuschüsse. Und das wird auch überwacht durch deutsche Stellen. Also nix anderes als wenn der Staat Caritas Geld in die Hand gibt damit im Busch ein Gemeindehaus mit gemeinsamer Backstube gebaut werden kann wobei dann oft zufälligerweise noch ein Lehrer mit eingestellt wird der schulische Bildung oder berufliche Anleitungen während dem Brotbacken mit übernimmt.

Allerdings sollten die Ministerien vielleicht in Wahljahren sensibler sein und/oder sich auch mal den Ruf der beiden Stiftungen anschauen. Der ist in den USA nicht gerade der beste weil man da auch das eine oder andere munkelt (ohne Beweise zu haben versteht sich).
Da spielt auch eine Rolle das die Privatleute Clinton und Gates eh schon über unchristlich viel Geld verfügen und sich gerne reichlich vergüten lassen wenn sie an Schulen einen Schwank aus ihrem Leben erzählen (der ist nicht unter 250.000 US$, bei Firmen pp gerne nicht unter dem Doppelten, zu haben). Auch die Anlageberater der ziemlich großen Stiftungssummen sind nicht immer sehr positiv in der US-Presse erwähnt (allerdings: die US-Presse ist drüben auch viel politischer als bei uns und bauscht auch gerne mal groß auf).

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muellerthomas 30.11.2016, 19:49
21.

Zitat von defy_you
"Das Beispiel zeigt, wie rasch Behauptungen mittlerweile zu Tatsachen umgedeutet werden." Tatsächlich. Der Artikel selbst wird aber zu diesem Beispiel. Und zwar hier: "Ob man sicher sein könne, dass nicht doch Mittel in die Wahlkampfkasse geflossen seien? "Absolut sicher!", lautet die schriftliche Antwort." Die Behauptung des beschuldigten Umweltministeriums wird zur Tatsache umgedeutet. Wir lernen also, dass die Umdeutung einer Behauptung zur Tatsache legitim ist, wenn dies dazu dient, die Umdeutung einer Behauptung in eine Tatsache zu bekämpfen. Warum aber geschieht dies nicht durch Recherche? Wie viel Prozent der Clinton Fundation werden tatsächlich für humanitäre Zwecke ausgegeben? Autsch. Dazu lieber kein Wort. Wieso hat die Clinton Fundation bereits selbst eingeräumt, intransparent zu agieren? Wieso taucht diese Tatsache nicht im Artikel auf?
"Die Projektnehmer müssten dem Ministerium in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt ihres Vorhabens berichten. Zwischennachweise des Zuwendungsempfängers und Zwischenberichte des Auftragnehmers und Treuhänders seien zu einem bestimmten Stichtag vorzulegen. Im übrigen habe das Ministerium das Recht, "Zweckentfremdungen auch zurückzufordern". Die Erfahrungen mit der Clinton Foundation seien bisher positiv, "die Prüfung des bisherigen Projektverlaufs hat zu keinen Beanstandungen geführt".

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ed_tom_bell 30.11.2016, 19:50
22. Glauben ist das Stichwort im postfaktischen Zeitalter

Zitat von unknownusergold
und glauben Sie wirklich, dass Geld der Foundation wurde nicht auch für den Wahlkampf benutzt? Lächerlich.
Glauben Sie wirklich, dass man nicht anhand der Buchführung der Foundation nachvollziehen kann, wo das Geld geblieben ist? Es ist ja nicht so, dass das Geld auf Clintons privates Girokonto gegangen wäre. Aber solche Fakten sind natürlich völlig nachrangig gegenüber den liebgewonnenen Verschwörungstheorien und den eifrig gestreuten Fake-News der üblichen Verdächtigen.

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muellerthomas 30.11.2016, 19:52
23.

Zitat von fl-gg_1
Die Finanzen der Stiftung sind doch völlig intransparent. Was von wem in welches Projekt fließt, kann doch leicht geändert und je nach Bedarf belegt werden.
Wie kommen Sie zu solchen Behauptungen? Die Stiftung ist offenbar sehr transparent und natürlich kann nicht einfach alles geändert werden.

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egoneiermann 30.11.2016, 19:54
25.

Zitat von RDetzer
hat schlicht nicht die Gemeinnützigkeit US amerikanischer Stiftungen zu finanzieren. Das dürfen die Amerikaner bitte selbst.
Die Clinton Foundation unterstützt übrigens auch Projekte in Deutschland. Aber klar, wo Clinton drauf steht kann nur böses drin stecken. Und nein die Bundesregierung hat die Stiftung nicht finanziert, sondern ein Projet der Stiftung. Das würden Sie wissen, wenn Sie den Artikel gelesen hätten. Übrigens kann jeder solche Gelder beantragen, vielleicht machen Sie mal ein Hilfprojekt.

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shotaro_kaneda 30.11.2016, 19:58
26.

"Die Projektnehmer müssten dem Ministerium in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt ihres Vorhabens berichten. Zwischennachweise des ..." Eigentlich müsste da ein unabhängiger Kontrolleur hinfliegen und die abgegeben Berichte auf Richtigkeit überprüfen. So ein Bericht ist immerhin schnell geschrieben und "Nachweise" sind schnell beschafft, wenn sich alle genannten Parteien einig sind. Wieso die deutsche Entwicklungshilfe den Umweg über private Stiftungen gehen muss versteh ich auch nicht.

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schlaueralsschlau 30.11.2016, 19:58
27. @ Regentanz

Bitte sorgfältig durchlesen und dann gegebenenfalls kommentieren! Nix Wahlkampf! 2013- 2016!

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SachDebattierer 30.11.2016, 19:59
28.

Zitat von muellerthomas
Wie kommen Sie zu solchen Behauptungen? Die Stiftung ist offenbar sehr transparent und natürlich kann nicht einfach alles geändert werden.
https://en.wikipedia.org/wiki/Clinton_Foundation#Transparency

Erstmal schlau machen.

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MotziLLa 30.11.2016, 20:01
29. Empörungsjunkies

Ein Paradebeispiel, wie Populismus funktioniert. Es wird eine Behauptung mit maximalem Empörungspotential in die Welt gesetzt, und alle Empörungsjunkies springen auf den Zug auf. Wahrheitsgehalt? Uninteressant. Offensichtliche Falschbehauptung? Macht nix, wird einfach solange umgedeutet, bis es wieder passt. Irgendwas wird schon hängenbleiben, ein Beigeschmack bleibt.
Übrigens ist es absolut üblich, aus öffentlichen Geldern Projekte von gemeinützigen Organisationen im sozialen Bereich und in der Entwicklungsarbeit zu fördern. Die öffentlichen Einrichtungen können nicht alle Projekte selbst machen, und außerdem gilt das Subsidiaritätsprinzip. Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt usw. funtkionieren nach diesem Prinzip. Wenn die Caritas eine Projektförderung beantragt und der Staat Zuschüsse gibt, dann ist das auch nicht die Förderung der Papstwahl, sondern die Förderung des sozialen Projekts.
Bleibt an der Regierung nun ein "fader Beigeschmack" hängen, sie hätte die Papstwahl mitfinanziert?

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