Forum: Politik
Zensurvorwurf in Niedersachsen: Sozialministerin Özkan will Medien auf Kurs bringen

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan will Journalisten auf eine bestimmte Berichterstattung bei Integrationsthemen festlegen. Sie sollen eine Charta unterschreiben und sich verpflichten, eine "kultursensible Sprache" zu verwenden. Opposition und Medienvertreter laufen Sturm.

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friedrichii 25.07.2010, 19:55
420. tja

Zitat von Antje Technau
ist der DITIB denn für deutschen Schulunterricht zuständig? Meines Wissens nicht. Meines Wissens ist geplant, für diesen Unterricht in Deutschland an deutschen Universitäten ausgebildete Lehrer einzusetzen, die noch nicht einmal Muslime sein müssen, sondern nur Islamkunde studiert haben. Der Unterricht findet auf Deutsch statt, mit in DEutschland erstellten Schulbüchern.
Tja, was denken Sie wohl, warum ein gewisser Prof. Kalisch an der Uni-Münster sein Amt als Prof. zur Ausbildung von Islamlehrern aufgeben mußte?

Eben - auf Druck der Islamverbände. Die wollen dabei nämlich mitreden.

Auf Kosten der deutschen Steuerzahler mußte dort dann eine zweite Stelle eingerichtet werden, auf der jetzt einer lehrt, der von den Verbänden abgesegnet wurde.

Glauben Sie, der lehrt dort etwas anderes als die Verbände es wollen?

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c++ 25.07.2010, 19:59
421. ..

Zitat von Antje Technau
Man könnte es auch so verstehen, dass sie den Deutschen die türkische Kultur erklären möchte und den Türken die...
Ja natürlich hat sie das gemeint, wenn sie den Begriff bewusst gewählt hat.

Das bedeutet aber Ablehnung der kulturellen Vernetzung der Zuwanderer und der autochthonen Gesellschaft. Und das ist einfach nur reaktionär, das ist abzulehnen.

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Juro vom Koselbruch 25.07.2010, 20:00
422. Sprache nicht kultursenisbel

Zitat von Antje Technau
Frau Özkan könnte auch erfolgreiche Mitbürger mit Migrationshintergrund dazu animieren, in deutsche Brennpunktschulen zu gehen, um den Jugendlichen dort eine Perspektive jenseits von Hartz IV aufzuzeigen. Eine Perspektive, die allerdings Arbeit an sich selbst erfordert. Sie könnte Plakataktionen starten. Wie: "Die Schande der Familie - der Stolz der Familie". Die Schande der Familie ist der Sohn, der wegen gefährlicher Körperverletzung im Jugendgefängnis sitzt. Der Stolz der Familie ist die Tochter ohne Kopftuch, aber mit Abitur, angehende Ärztin oder Juristin mit Prädikatsexamen.
Entschuldigung Antje, aber mit deine Spreche ist einfach viel zu kultur/un/sensibel.

Du weißt, was ich meine.

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dent42 25.07.2010, 20:03
423. re

Zitat von Steve Holmes
Wer nicht ihrer Meinung ist, ist also Mob. Dann bin ich halt Mob und habe kein Problem damit, denn ich bin antiislamisch. Die verehren einen "Propheten" dessen gerade 9 Jahre alt war und der mordend in Schlachten gezogen ist. Wo sich auch heute noch viele bei der Unterdrückung von Frauen und Terroranschlägen auf diese Religion beziehen. Zum Thema Hexenjagd: Ich bin auch gegen das Christentum und seine Auswüchse. Aber wer antireligiös friedlich leben will ist sicher Mob.
Ich bin Atheist und kann somit wenig mit Religion anfangen. Trotzdem macht es einen Unterschied ob ich in Deutschland gegen Kreuze oder gegen Kopftücher in Schulen bin.
Was Aicha angeht, so gibt es verschiedene Überlieferungen, Übersetzungen und Interpretationen, auch in Bezug auf das Alter. Islamkritiker benutzen gerne die ihnen genehme Variante, es sei darauf hingewiesen das in Europa zur gleichen Zeit Mädchen noch vor der Gechlechtreife verheiratet wurden. Kontext ist wichtig, sage ich immer wieder.
Was das schlachten angeht, ziehen sie sich mal das AT zu gemüte, speziell Leviticus und was der olle Moses so angestellt hat, nicht schön, gar nicht schön. Dagegen war der gut Mo Hammed ja ein Waisenknabe.

Zitat von juerv1
Also der Mitdiskutant hat sich doch in keiner Weise positiv auf die Bibel bezogen, um den Islam zu kritisieren. Er hat sich vielmehr deutlich von jeder Religion distanziert. Wieso führen Sie jetzt also all diese Beispiele aus der Bibel an? Das ist keine saubere und faire Argumentationsführung. Der Islam ist im übrigen - wie jede andere Religion - nur das, was seine Anhänger aus ihm machen. Und es lässt sich nun mal nicht bestreiten, dass es in islamisch geprägten Gesellschaften und Sozialstrukturen mit den Rechten von Frauen, Schwulen, Anders- oder Ungläubigen nicht gerade zum Besten steht. Als aufgeklärtem Mitteleuropäer kann einem die Ausbreitung dieser Religion schon Sorge bereiten.
Vergleichen Sie das mal mit dem christlichen Europa vor 50 oder 100 Jahren, die parallelen sind erstaunlich.
Wer den Koran kritisiert muss sich auch Kritik an der Bibel gefallen lassen.

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saladdin 25.07.2010, 20:04
424. Islambild

Zitat von Antje Technau
also, in Sozialkunde wird vielleicht auch mal das Kopftuch diskutiert. Wenn dann ein muslimisches Mädchen sagt: "unsere Religion schreibt das so vor", dann war's das auch schon. Sozialkundelehrer sind nicht in der Lage, dieser Behauptung islamische Quellen entgegenzusetzen, die das Gegenteil belegen. Die Machokultur wird vielleicht auch mal diskutiert. Aber ein Spruch wie: "das ist bei uns eine Frage der Ehre", und das war's dann auch schon. Nur in Islamkunde ausgebildete Lehrer können diese Behauptungen hinterfragen, ihnen fundiert widersprechen und den Schülern ein anderes Islambild vermitteln. Das geht nur über den Islam. Sonst findet kein Umdenken statt.
Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber wovon träumen Sie Nachts?

Der Koran ist von Allah gegeben, eine Kopie, das Original hat er behalten. Angeblich hat Mohammed Erscheinungen gehabt und diese niedergeschrieben, er war allerdings Analphabet. Wie dem auch sei, nicht ein Wort, nicht ein Punkt, rein gar nichts darf in diesem Buch geändert werden. Dazu gehören die Scharia und die Haditen, also die Überlieferungen, hier finden Sie auch das Kopftuch.
Bei Licht betrachtet dürfte der Koran nur auf Arabisch gelesen werden, genau wie es die Koran Schüler auf Arabisch lernen sollten und so gut wie nichts davon verstehen da sie häufig kein Arabisch sprechen.

Es kann überhaupt keinen "anderen" oder "aufgeklärten" oder "europäischen" Islam geben, wer immer das behauptet betreibt Volksverdummung.

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Antje Technau 25.07.2010, 20:09
425. .

Zitat von Neurovore
Da ich solche Äußerungen als absolut indiskutabel betrachte, sehe ich da überhaupt keinen Diskussionsbedarf.
solange ein Jugendlicher nur dummes Zeug redet und bisher nicht straffällig geworden ist, sollte man mit ihm ersteinmal reden. Wenn er sich uneinsichtig zeigt, dann kann man über weitere Maßnahmen nachdenken. Nota bene: auch deutsche Jugendliche reden manchmal dummes Zeug.
Zitat von
Durch die Da sehen Sie doch deren Interessen...
Die Herdprämie ist schon lange eine CDU/CSU-Idee.
Ich bin mit der Herdprämie nur dann einverstanden, wenn sie auch an berufstätige Mütter gezahlt wird. Die erziehen ihre KInder nämlich auch, und meistens besser als Vollzeit-Hausfrauen. Und dann bin ich auch nicht dafür, dass man es weiterhin ausschliesslich den Müttern überlassen sollte, ob sie ihre Kinder bis zum Schuleintritt zu Hause großziehen.
Ich bin seit langem dafür, dass man bei den Vorsorgeuntersuchungen feststellen sollte, ob ein Kind mit drei Jahren altersgemäß vernünftig deutsch sprechen kann. Kann das 3-jährige Kind das nicht - ganz gleich ob urdeutsch oder Migrantenkind - dann müsste ein halbtägiger Kindergartenbesuch Pflicht sein. Und mit 5 Jahren gezielter Deutschunterricht, wenn die Sprachkompetenz immer noch unzureichend ist.
Zitat von
Na toll, wir haben aber die Probleme mit den 15 - 17 Jährigen. In zehn, zwanzig Jahren sind diese "europäisch nicht Sozialisierbaren" selber Eltern, also man zwangsläufig genau bei denen eingreifen.
und wie?
Zitat von
Sie sagen doch selber, daß man in deren Köpfe nur mit Gewalt etwas reinbekommt.
nein, ich sagte, dass die Gewalt mit "Respekt" verbinden. Weil sie es von zu Hause nicht anders kennen.
Zitat von
Dann muß man das auch machen; sprich, bei Todesdrohungen konsequent durchgreifen und die Gewaltmonopole durchsetzten und das nicht einfach lapidar abtun...
die einzige Konsequenz daraus, wenn Sie jetzt die Jugendlichen, die sich da vor der Kamera so unbedacht geäussert haben, für ein paar Wochen ins Jugendgefängnis stecken (dazu bräuchte es erst ein Gerichtsverfahren) wird sein, dass sich Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht mehr frei vor deutschen Kameras äussern.
Bringt uns das irgendwie weiter?

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dent42 25.07.2010, 20:10
426. re

Zitat von Steve Holmes
In Deutschland gibt es besonders viele Probleme mit türkischen Einwanderern und kaum mit solchen aus anderen Ländern. In Frankreich sind es in erster Linie die Einwanderer aus den ehemaligen afrikanischen Kolonien. Was die oft gemeinsam haben ist geringe Bildung und der islamische Glaube was eine Integration erschwert. Das trauen sich aber viele nicht zu sagen weil dann gleich von Rassismus und religiöser Diskriminierung die Rede ist. (Mal sehen ob der Beitrag durchkommt.) Diese Menschen werden nicht benachteiligt. Sie grenzen sich selber aus. Wenn Aygül Özkan jetzt eine veränderte Berichterstattung fordert änderte das doch nichts an den Problemen.
Och naja, ín Hamburg sind afrikansiche Dealer nicht gerade populär,im Ostdeutschland gibt es massive Probleme mit Russlanddeutschen, in Berlin gibts nette libanesisch Gangs und Mafiaorganisationen ebenso russische,ansonsten wären das noch Ex-Jugoslawen, Araber, Perser usw.
Die Türken stellen natürlich die mit Abstand grösste Gruppe an Migranten, insofern gibts natürlich auch die meissten Probleme

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saladdin 25.07.2010, 20:12
427. Das war Ironie

Zitat von dent42
Ich weiß nicht ob Sie von Zeit zu Zeit in der Realität leben, aber solch eine Unterschrift hätte in etwa den gleichen Wert wie die eines chinesischen oder amerikanischen Regierungschefs unter einer Absichtserklärung zum Klimawandel, nämlich 0,0
>>>Ich hatte geschrieben: Zitat von saladdin
Was sie wollte steht in der Charta und die sollte ohne jede weitere Diskussion unterschrieben werden.
Gelebte Demokratie also. DAS WAR IRONIE,

Anschliessend hätte es noch etwas zu essen gegeben, falls jemandem schlecht geworden wäre. Also zur Auffüllung der Hohlräume.<<<

Genau was Sie schreiben wollte ich ausdrücken mit dem Essen, nach einer derartigen Unterschrift kann einem nur speiübel werden.

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krezz 25.07.2010, 20:14
428. xxx

natürlich ist das ein Versuch politischer Maßregelung, also ein Einschnitt der Meinungs- und Pressefreiheit. Das stört mich aber nicht. Wenn da allerdings auch nur einer rückgratlos und willfährig unterschreibt (was mich nicht wundern täte, so sind die Menschen leider), dann stört's mich enorm.

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THM 25.07.2010, 20:17
429. .....

Zitat von Antje Technau
re: Die "Mediencharta" von Aygül Özkan im Wortlaut: - die interkulturelle Öffnung zu fördern, - die interkulturelle Kompetenz zu verstärken,
Klingt gut, nur der Ansprechpartner ist falsch gewählt.

Ansprechpartner müssen in erster Linie die sein, die mit der interkulturellen Öffnung und der interkulturellen Kompetenz die größten Probleme haben und ich denke nicht, dass dies die deutschen Medien und die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung sind.

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