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Zentrum für Politische Schönheit: "Kriminelle Vereinigung" - Staatsanwälte ermitteln
WITTEK/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen. Nun wird bekannt, dass gegen die Gruppe seit 16 Monaten ermittelt wird. Der bemerkenswerte Vorwurf: "Bildung einer kriminellen Vereinigung".

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tel33 03.04.2019, 11:42
1.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Aktionen des ZPS niemals einen wie auch immer gearteten künstlerischen Anspruch haben, sondern ausschließlich politische Ziele verfolgen, ist die Klassifizierung als politische Vereinigung durchaus legitim.

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konrad3416 03.04.2019, 11:42
2.

Ein richtiges und wichtiges Signal an alle die meinen, den politischen Gegner einschüchtern zu müssen. Auch sollte man hier von der Bezeichnung "Künstler" absehen, das verklärt nur die radikalen politischen Absichten dieser Menschen. Es darf nicht geduldet werden, dass gewählte Politiker (egal ob links oder rechts) eingeschüchtert und beobachtet werden. Hier sollte man ein Zeichen setzen.

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WilliWunder 03.04.2019, 11:43
3. Kunst?

Wenn man unter dem Deckmantel der künstlerischen Freiheit Straftaten begehen kann, ist das ein Aushebeln des Rechtsstaates und der Justiz! Man muss sich dann aber auch nicht wundern, wenn das Pendel in die andere Richtung ausschlägt!

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dasfred 03.04.2019, 11:50
4. Da haben die Künstler alles richtig gemacht

Eine höhere Reputation als die Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft kann eine Künstlergruppe kaum erreichen. Damit zeigt sie, dass ihre Aktionen ernst genommen, wenn auch von Teilen nicht verstanden werden. Thüringen muss ja mit Ermittlern gut ausgestattet sein, wenn es neben all den Rechten auch noch ein Künstlerkollektiv ausforscht, dass sowieso alles öffentlich macht. Durch diese Aktion hat zumindest die Staatsanwaltschaft ihre Nähe zu Hoecke mehr als deutscher gemacht.

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mostly_harmless 03.04.2019, 12:25
5.

Och guck mal, Künstler die sich gegen Rechtsextremisten engagieren, stehen also - 86 Jahre nach Karl Schwesigs Verhaftung - wieder mit einem Bein im Knast. Aber die Rechtsextremisten dürfen - man konnte es erwarten - unbehelligt weiter ihren Hass in die Gesellschaft kübeln.

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chense90 03.04.2019, 15:21
6. @nr.5 beide Seiten sind das Problem ...

Ich möchte weder, dass Rechtsextremisten ungefiltert ihren Hass auf Andersdenkende in die Welt kübeln können, noch, dass Menschen unter dem Deckmantel der Kunst (geht halt einfach die kann sich nicht wehren) gewählten Politikern egal welcher Couleur nachstellen können.

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World goes crazy 03.04.2019, 15:28
7.

"Der damalige Thüringer Parlamentspräsident Christian Carius (CDU) hatte die sofortige Einleitung "erforderlicher Ermittlungen" gegen die Gruppe gefordert."

Da sieht man mal wieder welches "Rechts"verständnis einige CDUler im Osten gerne an den Tag legen. Wie man sich bettet...Herr Carius hätte vielleicht sein rechtswissenschaftliches Studium in Jena zu Ende führen sollen als auf einen Fernkurs umzuschwenken, dann verstünde er vielleicht auch was vom GG...die ZPS-Aktion war sehr gut und kam bei vielen nicht-nationalistischen Mitbürgern auch so an. Dass er sich auf die Seite von Faschismusverherrlichern stellt zeigt, wie wenig tiefsinnige Gedanken er sich zur Sache machen kann. Und sowas vertritt die Menschen vor Ort -.-

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marcus_71 03.04.2019, 15:28
8. Und da will ich kein scheinheiliges jammern von Politikern

hören, die wegen verfolgter Künstler in irgendwelchen Unrechtsstaaten ihre Stimme erheben.
Wenn die deutschen Strafverfolger doch mal bei rechten Vereinigungen so schnell mit solch einer Heftigkeit parat stehen würden. Aber gut, wohl müssen erst wieder Bücher verbrannt werden, in unserer "Kulturnation", um der "richtigen" Kunst Platz zu machen. Es ist eine Schande und ein leider, sowohl aktuell als auch historisch, nicht einzigartiges Trauerspiel!

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cobaea 03.04.2019, 15:29
9.

Zitat von konrad3416
Ein richtiges und wichtiges Signal an alle die meinen, den politischen Gegner einschüchtern zu müssen. Auch sollte man hier von der Bezeichnung "Künstler" absehen, das verklärt nur die radikalen politischen Absichten dieser Menschen. Es darf nicht geduldet werden, dass gewählte Politiker (egal ob links oder rechts) eingeschüchtert und beobachtet werden. Hier sollte man ein Zeichen setzen.
Ach ne - wen hat denn das Zentrum für Politische Schönheit "eingeschüchtert" und womit? "Bernd" Höcke? Den Höcke, der sich nicht scheut, gegen das Holcaust-Mahnmal zu hetzen? Der 2015 befand "Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlands nichts anfangen“? Oder der im selben Jahr befand: "Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat“? Der muss ja waaahhhnsinnig eingeschüchtert sein, wenn er solchen Mist von sich gibt. Wie kann man als Politiker eingeschüchert sein, weil ein Teil eines Denkmals in Nähe des Hauses aufgebaut wird? Der Einzigem, der hier radikale Ansichten hat, ist Höcke.

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