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Zentrum für Politische Schönheit: "Kriminelle Vereinigung" - Staatsanwälte ermitteln
WITTEK/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen. Nun wird bekannt, dass gegen die Gruppe seit 16 Monaten ermittelt wird. Der bemerkenswerte Vorwurf: "Bildung einer kriminellen Vereinigung".

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vera gehlkiel 03.04.2019, 20:01
40.

Evident geworden ist nochmal, dass die AfD in Spezifikation Hoecke ein Kunstverstaendnis von der Retardiertheit der Menschen hat, die auch seinerzeit die berüchtigte Wanderausstellung "Entartete Kunst" organisierten. Würde auch zu den Korea-Kims und den glaenzenden Monumentalstatuen dort passen. Im Grunde sogar lieb, dass die Staatsanwaltschaft bei der Verifizierung entsprechender Verdachtsmomente behilflich ist. Zwei Fragen bleiben: kann ein Mensch mit einer so ahistorischen Weltsicht im einundzwanzigsten Jahrhundert wirklich als Lehrer arbeiten? Und welchen kunstbeflissenen Kontent hatte nochmal die vor einiger Zeit von der AfD eingepflegte Plattform fürs Gesinnungsschnueffeln von Schülern gegenüber Lehrern? Auf die sich ja bei der Mahnmal-Sache unter anderem explizit berufen wurde?! Man wird wohl im heissen Revanchisten-Sprech kaum drum rumkommen, diese Kunstaktion von der AfD als die "Ursprungskatastrophe" innerhalb der ganzen Eskalation auf dem Acker vor dem Hoecke-Bauernhof zu klassifizieren. Nur wurde hier nicht dramaturgisch ueberdeutlich pseudogeschnueffelt, sondern es wurden Dritte nach bester Stasimanier dazu aufgefordert, wirklich zu schnüffeln, um so nachher reale Menschen blosszustellen. Als Zielgruppe nahm man Kinder und Jugendliche, das fällt stark unsicheren Menschen ja meist leichter. War das jetzt ein durch künstlerische Freiheit selbstredend gedeckter Verweis auf Missbrauch in der katholischen Kirche durch Aktionskunst? Oder auf Denunziation, wie sie in der Hitlerjugend propagiert wurde?

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klugeelse 03.04.2019, 22:29
41. Wahrhaftige Demokratie

wird bereichert durch die Vielfalt künstlerischer und politischer Meinungen.
Wir müssen eine Einengung und Gleichmacherei durch staatliche Behörden konstatieren, das ängstigt: Reales oder versuchtes Absprechen der Gemeinnützigkeit von Attac, DUH, Abschieben von Künstlern in die kriminelle Ecke, welche braunes Gedankengut anprangern. Brandgefährlicher Rechtsruck. Gerichtsbarkeit im Osten wird übrigens in aller Regel von Altbundesdeutschen geleitet. Nicht vergessen. Aber dieses Land lebt leider von Feindbildern: die Ossis, die Ausländer, die Linken, die Russen... Ja, da muss man sich nicht mit sich selbst und eigenen Problemen konfrontierten...

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Tacitus73 04.04.2019, 23:46
42. nicht über dem Gesetz

Diese sogenannten Künstler provozieren und bewegen sich ganz bewusst am Rande der Legalität. Schon die Aktion gegen Höcke war rechtlich gesehen fragwürdig, noch krasser fand ich persönlich den Aufruf zur Denunziation von "Rechtspopulisten" bei ihren Arbeitgebern wegen ihrer Teilnahme an einer Demo - einschließlich der Veröffentlichung entsprechender Fotos. Dass in dieser Hinsicht das ZPS nicht mit Klagen bombardiert wurde, wundert mich bis heute. Wenn man sich so gezielt mit der FDGO in Konflikt bringt, darf man nicht jammern, wenn man dann tatsächlich mal belangt wird. Bestimmte Rechte hat hier nämlich jeder Mensch, ungeachtet seiner Herkunft, Religion und eben auch seiner politischen Überzeugungen. Meiner Ansicht nach wird es beim ZPS höchste Zeit, dass ihnen ihre Grenzen aufgezeigt werden! Kunst und speziell Satire dürfen viel- aber eben doch nicht alles. Sie dürfen sich nicht über das Gesetz stellen!

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spiegelneuronen 04.04.2019, 14:25
43. na Dankeschön - lasst mal sein

Zitat von Tacitus73
Diese sogenannten Künstler provozieren und bewegen sich ganz bewusst am Rande der Legalität. Schon die Aktion gegen Höcke war rechtlich gesehen...Meiner Ansicht nach wird es beim ZPS höchste Zeit, dass ihnen ihre Grenzen aufgezeigt werden!...
Kleine Hilfe für Menschen wie sie und B. Höcke: Weiterlesen im StGB und zu §130 gelangen.

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Tacitus73 04.04.2019, 19:41
44. Ich empfehle das Grundgesetz

Zitat von spiegelneuronen
Kleine Hilfe für Menschen wie sie und B. Höcke: Weiterlesen im StGB und zu §130 gelangen.
Sie verfallen einem typischen Schubladendenken, wenn Sie schreiben "Menschen wie Sie und Höcke", denn offenbar liegt es außerhalb Ihrer Vorstellungskraft, dass jemand Höckes demokratische Rechte verteidigt und gleichzeitig dessen Haltung z.B. zur Erinnerungskultur strikt ablehnt. Ist mir letztendlich egal - ich will Sie in diesem Punkt nicht aufklären, ich glaube, das hätte ohnehin wenig Zweck. Was den von Ihnen genannten Paragrafen 130 StGB ("Volksverhetzung") betrifft, so ist dazu zu sagen, dass Höcke meines Wissens bis heute nicht deswegen verurteilt wurde: dementsprechende Verfahren wurden eingestellt. Rechtlich hat er also in dieser Hinsicht als unschuldig zu gelten. Dass er offenbar für die Abschaffung dieses Paragrafen eingetreten ist, ist ohne Frage kritikwürdig. Es geht auch nicht darum, zu behaupten, Höcke sei harmlos. Ein Gericht ist aber die Instanz, die in einem Rechtsstaat darüber als einzige entscheiden darf - und keine selbsternannten Nazijäger wie das ZPS! Zur weiteren Erhellung empfehle ich die Lektüre des Grundgesetzes.

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el_honk 05.04.2019, 23:45
45. Traurig

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon wieder lustig. Da wird eine Künstlergruppe zu einer extremistischen Vereinigung umdefiniert, weil sie Rechtsextremisten aus der Reserve lockt. Oh man, und dann das maantrartige Gedöns, man dürfe keinerlei Extremismus eine Plattform geben. Schade, das Schlingensief nicht mehr am Leben ist, der wäre wohl der aller aller pösestes Extremist, den Dt. zu bieten hätte, einfach nur lächerlich.

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gctuser 05.04.2019, 02:41
46.

Zitat von Tacitus73
Diese sogenannten Künstler provozieren und bewegen sich ganz bewusst am Rande der Legalität. Schon die Aktion gegen Höcke war rechtlich gesehen fragwürdig, noch krasser fand ich persönlich den Aufruf zur Denunziation von "Rechtspopulisten" bei ihren Arbeitgebern wegen ihrer Teilnahme an einer Demo - einschließlich der Veröffentlichung entsprechender Fotos. Dass in dieser Hinsicht das ZPS nicht mit Klagen bombardiert wurde, wundert mich bis heute. Wenn man sich so gezielt mit der FDGO in Konflikt bringt, darf man nicht jammern, wenn man dann tatsächlich mal belangt wird. Bestimmte Rechte hat hier nämlich jeder Mensch, ungeachtet seiner Herkunft, Religion und eben auch seiner politischen Überzeugungen. Meiner Ansicht nach wird es beim ZPS höchste Zeit, dass ihnen ihre Grenzen aufgezeigt werden! Kunst und speziell Satire dürfen viel- aber eben doch nicht alles. Sie dürfen sich nicht über das Gesetz stellen!
Das Handeln des ZPS "bewusst am Rande der Legalität" halten sie für fragwürdig, die Überdehnung des Handlungsrahmens der Staatsanwaltschaft finden sie dann aber begrüßenswert - reichlich inkonsistente Denke!

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j.kawalek 05.04.2019, 15:39
47. Situationisten und moderne Kust

Ich verstehe nicht die Aufregung seit der 60 Jahrens bildete Joseph Beuys erste Generatiosn der "Künstler" die keine Werkstatt ( lese Talent) hatten aber die Gesellschaft ändern wollten, sie "schufen" irgeneinen Blödsinn oder Spektakel oder gar nichts udn diskutierten darüber. Oft indem sie die christliche Symbole in Dreck gezogen haben. Keine Aufregung, keien Polizei. Wer googelt in Youtube Herman NItsch https://www.youtube.com/results?search_query=Hermann+Nitsch, kann sich, sagen wir, "etwas blutige" Spektakel ansehen, wobei die Satanisten wie harmlose Hündchen sind. Keine Polizei, keine Aufregung. Da stehen ein Paaar Betonblöcke und wir "müssen" uns diese Kommentare anhören....Wer kann es mir erklären?

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