Forum: Politik
Zivilisten im syrischen Afrin: "Menschenleben zählen nichts"
AFP

Das türkische Militär hat die syrische Stadt Afrin eingekesselt. Die Bewohner haben kein Wasser, keinen Strom, kaum Medikamente - und Flucht ist ihnen kaum möglich. Sie werden von kurdischen Milizen aufgehalten.

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chico 76 17.03.2018, 13:20
1. Kurdische

Milizen verhindern die Flucht von Zivilisten, das erinnert mich an die Geiselnahmen des IS um sich hinter Zivilisten zu verstecken/schützen.
Dabei sollen es doch die "Guten" sein.

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mmengi 17.03.2018, 13:29
2. Nato

Wozu ist eigentlich die Nato gut? Sie wäre das adäquate Instrument, die Türkei zu bremsen. Dazu müßte natürlich ein sofortiges Waffenembargo kommen. Also, wozu sind diese Bündnisse und hochbezahlten Politiker und Militärs eigentlich gut?

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adama. 17.03.2018, 13:42
3. Bitte zurück ziehen!

Die Kurden sollten unbedingt ihre bewaffneten Leute zurückziehen. Bei einem Kampf haben nichts zu gewinnen, außer Propagandamaterial. Sie verteidigen dort nicht ihre Landsleute. im Gegenteil! Sie verstecken sich hinter ihren Frauen und Kindern. Das ist kein tapferer Kampf, das ist ein Verbrechen.
Wenn sie denn kämpfen wollen, dann in unbesiedelten Gebiet. Auch dort kann man Hinterhalte legen, aber ohne Kinder als Schutzschild zu benutzen.

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Farhad 17.03.2018, 13:50
4. Ob die Türkei eroberte Gebiete von Syrien ohne weiteres verlässt,

ist höchst fragwürdig. Die Türkei wird bei den besetzten Gebieten womöglich eine Sicherheitszone einrichten und regionale Verwaltungen installieren. Die Präsenz der USA in Syrien mit bis 25 militärischen Stützpunkten wird von der Türkei als eine Bedrohung bewertet. Solange die USA in Syrien einmischen, wird sich die Lage dort nicht verbessern. Nur die Konfliktsorte verschieben sich.

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KingTut 17.03.2018, 13:56
5. Eine schlimme Tragödie ...

... für die die Türkei - entgegen ihren Beteuerungen - mit verantwortlich zeichnet. Wenn in der von türkischen Truppen eingekesselten Stadt Afrin das Notwendigste zum Überleben fehlt, dann liegt die Verantwortung dafür klar auf der Hand. Gerade gestern hat Erdogan in eine Rede dem EU-Parlament das Recht abgesprochen, sich zu den Vorgängen zu äußern. Also jene demokratische Institution, der die Türkei ja beizutreten gedenkt und wofür sie aus einem Topf von 10 Mrd. Euro Heranführungshilfen bekommt. Wie lange möchte sich die EU noch vom Despoten am Bosporus vorführen lassen.
Bei der Gelegenheit erinnere ich auch an die Bewerbung der Türkei für die Fußball-EM 2024, die angeblich erfolgversprechend sein soll, wie kürzlich im n-tv Auslandsreport berichtet wurde. Wenn man angsichts dieser zum Himmel schreienden Not, maßgeblich durch die Türkei verursacht, einen solchen Propagandacoup zugesteht, dann ist man genauso naiv wie einst Daladier und Chamberlain. Ich hoffe, die internationale Staatengemeinschaft zeigt jetzt Rückgrat und zieht drastische Konsequenzen. Nur diese Sprache versteht E.

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Palmstroem 17.03.2018, 13:58
6. Was nun?

"Im allgemeinen syrischen Zensus wurden 2004 für das Stadtgebiet Afrin 36.562 Einwohner gezählt.[5] " (wikipedia) - Etwa 150.000 Menschen sollen Afrin in den vergangenen Tagen verlassen haben. (Spiegel)

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m.sielmann 17.03.2018, 14:03
7. Wo waren diese Schlagzeilen als die USA bombardierte?

Ihr Bericht wühlt auf und es ist inakzeptabel, wenn Menschen sterben. Aber wo waren Ihre Schlagzeilen, als Russland noch nicht von Syrien um Beistand gebeten wurde? Wo waren die Schlagzeilen zu Aleppo, als dort vom Westen unterstützte Dshihadisten wüteten? Es ist nicht im Sinne des Westens, aber faktisch sind Syrien und Russland die einzigen, die eventuell ein Ende des Tötens erreichen können. Damit befinden sie sich auch noch auf dem Boden des Völkerrechts, da andere Armeen nicht ins Land gebeten wurden. Traurig stimmt einen, dass die jüngste Idee des Westens ist, Syrien nunmehr zu zerteilen, nachdem der siebenjährige Waffengang zu keinem Erfolg führte. Wieviel Drohnen und Tote denn noch?

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Loki_h 17.03.2018, 14:16
8. Stopp the war

Kann die Wut von den ansässigen Menschen dort verstehen, denn Zivilisten sind unbeteiligt an den Geschehnissen und Konflikten zwischen den offensiven div. Streitkräfte, allerdings handelt es sich im Beitrag nicht unbedingt um eine korrekte Berichterstattung. Korrekt ist die Militäroffenisve in Syrien seitens der türk.Streitkräfte stattfindet und das die Milizen ( YPG Terroristen) die Zivilisten daran hindern, jedoch A sich hierbei um eine unmenschliche Taktik der sog. Volksbefreiungsarmee der Ypg handelt und B sie benutzen Zivilisten als Schutzschilde um die türkische armee und des alliierte FSA zu irritieren. Unkorrekt ist hierbei das ein Krankenhaus bombardiert worden ist, laut https://syria.liveuamap.com/en/2018/17-march-turkish-army-showing-uav-video-of-afrin-main-hospital hat die türkische armee ein BEWEISVIDEO erstellt das die Unversehrtheit des Krankenhaus darstellt.

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Sonia 17.03.2018, 14:16
9. Unklar formuliert

denn, dort ist ein Mitglied der NATO einmarschiert, um sich die grenznahe Region zum eigenen Land passend zu bomben. Kein Aufschrei nach Sanktionen, keine UN, keine Aufforderung der NATO sofort zurück vom fremden Staatsgebiet. So ganz langsam wird dieses Völkerrechtsverbrechen erwähnt, so aber nicht genannt. Diese Kurden, bewaffnet von Deutschland u. den USA sollten die Drecksarbeit gegen den IS machen, damit keine westlichen Soldaten am Boden krepieren. Das Frauenbattailon der YPG wurde uns als heldenhaft in den Medien präsentiert; jetzt wird es von einem NATO-Mitglied gejagdt. Ein Krankenhaus wurde zerstört, Tote. Was gab es für einen medialen Aufschrei, wenn es Russen waren. Unfassbar die Verlogenheit von Politikern, das einseitige Darstellen des Leids der Menschen in Syrien; ein Land, um das sich der Westen, die NATO streitet; es zu großen Teilen mit zerstörte u. nun zuschaut, wie ein Verbündeter versucht Kurden zu vertreiben u. zu töten auf fremden Staatsgebiet. Eine Region, in die viele Syrer flohen, die unzerstört war. Welch ein Verbrechen.

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