Forum: Politik
Zivilschutz: Gewappnet für den Ernstfall
DPA

Lange wurde der Zivilschutz vernachlässigt. Nun hat die Bundesregierung ihr Konzept für die zivile Verteidigung überarbeiten lassen - und will daran auch die Bevölkerung beteiligen.

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brechthold 21.08.2016, 21:16
10. Katastrophen bitte nur bis zum 20. eines Monats

Viele Hilfeempfänger (Frührentner, Hartz4er, viele Altersrentner...) sind danach nicht mehr in der Lage, Vorräte, Bargeld etc. für 10 Tage vorzuhalten.

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sinasina 21.08.2016, 21:18
11. Wenn dieses Thema gerade jetzt platziert wird - dann könnte man durchaus auf den Gedanken kommen

Zitat von mc_os
Vielen Dank für diesen Artikel! Sachlich, informativ; einzig die möglichen Ursachen für eine solche "existenzbedrohende Entwicklung" werden meiner Meinung nach zu wenig betrachtet/hinterfragt. (Natur-Extreme, Rohstoffmangel, Versorgungsprobleme, politische Gründe [innen, aussen] usw, usw.) Im Gegensatz dazu stand leider der erste Bericht über dieses Thema auf SpOn: " Katastrophenfall: Bundesregierung will Bevölkerung zu Hamsterkäufen raten". Allein die Überschrift war "Journalismus" unterster Schublade.
Ich teile Ihre Meinung.
Und habe beim 1. Artikel zu diesem Thema gedacht - es ist nicht zu fassen, die kapieren es einfach nicht: Eine solche Überschrift zu setzen - ohne Forumsangebot - und dies in Zeiten von Facebook & Co.
*
Was ich ebenfalls nicht verstehe, ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Meldung?
Zivilschutz sollte gerade in Zeiten einer zunehmenden Technologisierung (selbst Bügeleisen, Kühlschrank und Waschmaschine brauchen heute einen Chip) ein stetes Thema sein. Betonung auf stetes.

Wenn dieses Thema gerade jetzt platziert wird - dann könnte man durchaus auf den Gedanken kommen, ein Kronprinz - eine Kronprinzessin sägt heftig am Stuhl.

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Gottloser 21.08.2016, 21:20
12. Kennen die noch das Grundgesetz?

Danach darf die Bundeswehr im Innern nicht eingesetzt werden. Eine gute Entscheidung aus den Lehren der Weimarer Republik. Das sollten wir nicht aufgeben. Eher gilt die Forderungen: Polizisten weg von den Laserpistolen und rein in den Streifendienst.

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kamm.ralf 21.08.2016, 21:24
13. Nichts neues

Diese Empfehlung zur Selbstvorsorge existiert beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK schon seit 10 Jahren oder länger.

Hier ein Artikel des Spiegel aus 2007
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/katastrophenschutz-studie-in-privathaushalten-fehlen-notvorraete-a-476624.html

Hier ein Link zur Empfehlung des BBK
http://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/Ratgeber.html

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chramb80 21.08.2016, 21:30
14. Schon witzig

Habe immer mal wieder überlegt mir einen Vorrat anzulegen. Konserven, Wasser, Medikamente, Dynamo etc.
und damit meine ich echte Notreserven.

Konnte mich aber nie durchringen wirklich was zu beschaffen, kam mir immer zu durchgeknallt vor.

Und und nun zieht die Regierung wieder Zivilschutzpläne aus der Schublade, die man ja jahrzehntelang nicht brauchte.

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Grorm 21.08.2016, 21:33
15. Wäre ja gut,

Zitat von Lankoron
wenn man irgendwo (und net nur bei ebay) z.B die EPA der Bundewehr erwerben könnte....so als Notvorrat für 5 oder 10 Tage wäre das klasse [...]
Das MRE (meal ready to eat) der US-Streitkräfte ist besser, leider auch teurer. Die Lebensmittel darin sehen zwar nach sehr wenig aus, sind aber so hochkalorisch, dass zwei/drei Esslöffel davon ausreichen, um pappsatt zu sein, vom Geschmack her amerikanische Hausmannskost, die mag man oder eben nicht. Und die Möglichkeit, das Essen und die Getränke (Kaffee sowie Schololade) zu erwärmen ist leicht und ohne offenes Feuer möglich. Zudem gibt es goodies wie Schokolade und Fruchtdrops oder jelly beans.

Die französischen RCIRs sind mir persönlich zu überkandidelt, haben aber dafür einen kleinen, zusammengelegten Esbitkocher aus Alu. dabei.

Von EPAs habe ich die Nase voll, die gab es nämlich am Ende des Kalten Krieges für einen Spottpreis bei uns in der Mensa zu kaufen ...

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SPONU 21.08.2016, 21:40
16. Zivile Verteidigung

Die Bevölkerung sammelt brav Lebensmittel und Bargeld, darf sich und die Familie aber im Notfall bzw. Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung nur noch mit einem lauwarmen Waschlappen verteidigen.
Wie üblich in solchen Szenarien hockt die Regierung dann im sicheren Bunker und draussen kämpft jeder für sich.

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mkalus 21.08.2016, 21:46
17.

Zitat von chramb80
Habe immer mal wieder überlegt mir einen Vorrat anzulegen. Konserven, Wasser, Medikamente, Dynamo etc. und damit meine ich echte Notreserven. Konnte mich aber nie durchringen wirklich was zu beschaffen, kam mir immer zu durchgeknallt vor. Und und nun zieht die Regierung wieder Zivilschutzpläne aus der Schublade, die man ja jahrzehntelang nicht brauchte.
Das hat nichts mit durchgenkallt zu tuen. In der heutigen "Just in Time" Gesellschaft haben Laeden z. B. kaum vorraete. Was die haben sitzt in den Regalen. Und es muss nicht mal ein "Angriff" oder "Terror" sein der da das ganze zum stocken bringt. Z. B. das EC Netz koennte ausfallen und dann kann man ohne Bargeld eben z. B. nichts mehr kaufen.

Man sollte wenigstens Notvorraete fuer ein paar Tage zur Hand haben, ein schweres Unwetter kann immer passieren.

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famd 21.08.2016, 21:46
18.

Notfallsituationen?
Das ist wirklich ein schwieriges Thema, denn verschiedene Modelle von Ereignissen (Stufen) erfordern unterschiedliches Verhalten seitens des Bürgers, da wir lange Zeit unbeschwert gelebt haben und faktisch hilflos wären und chaotisch reagieren würden. Der wichtigst Faktor ist die Zeit und Flächenausdehnung. Bahnt sich ein Ereignis kontinuierlich großflächig an, wo der eigene Lebensraum ersichtlich bedroht ist, kann man noch Zeit nutzen um den Gefahrenraum zu verlassen. Bei kurzfristigen Ereignissen, wie partielle Terroranschläge oder atomare/biologische Waffeneinsätze hat man unmittelbar betroffen kaum eine Chance, wenn keine sofortige Hilfsmaßnahme von außen greift. Bei Totalausfall von Strom kommt ein Nachteil zum Tragen, weil wir keine konventionellen Telefone mehr haben. Beispiel: Während des II-WK waren alle Telefonverbindungen trotz Kriegseinwirkung ständig intakt - bis kurz vor Schluss, weil Fernmeldezentralen auf Batterie automatisch umschalten und zerstörte Bereiche isolieren konnten. Im Katastrophen- /Kriegsfall ist Kommunikation unerlässlich. Technologisch wäre die IP-telefonie also Selbstmord, da die Telekom ja ständig vorführt wie im normalem Leben laufend die Verbindungen zusammen brechen. Es ist ja jetzt schon dramatisch, wenn das IP-Netz ausfällt, kann man nicht mal mehr einen Notarzt rufen. Und die Telekom ist Herr der Netze. Dieser Ausfall betrifft auch alle Stationen des DAB-radios&TV über Netz - analog kann man überlall mobile Hilfsfunkanlagen aufstellen - aber wer hat noch einen terrestrischen Empfänger? - alles weg digitalisiert! Ja und wenn kein Wasser, Strom und Gas, weil per IP ferngesteuert? Wer noch Campingkocher und Regenfass in Reichweite hat ist gut dran. Fazit: Die Digitalisierung wird im Ernstfall ihre Schwächen zeigen - weil nicht durchdacht.

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ericus 21.08.2016, 21:50
19. Improvisationstalent nicht unterschätzen

Es zeigt sich doch häufiger, dass der Mensch 1.) physisch mehr aushält als gedacht und 2.) seine Improvisationskünste kaum Grenzen kennen. Ferner vermute ich, dass im Ernstfall der technisch begabte Landbewohner dem städtischen Bücherwurm ohne Handwerkertalent überlegen ist. Da kommt man mit Gustav Robert Kirchhoff weiter als mit Friedrich Schiller.

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