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Zu wenig Ostdeutsche im GroKo-Kabinett: "Ich bin entsetzt"
DPA

Viele Namen kursieren für ein mögliches Kabinett der Großen Koalition. Ostdeutsche Ministeranwärter fehlen dabei völlig. Das darf nicht sei, warnen Politiker aller Parteien.

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Spiegelleser123 09.02.2018, 06:36
1. Was für ein ansurdes Theater!

Als im letzten Kabinett mit der Kanzlerin und 3 Minstern Ostdeutschland sozusagen überrepräsentiert war und die beiden höchsten Ämter im Staat (Bundespräsidialamt und Bundeskanzleramt) beide von Ostdeutschen geführt wurden, kann ich mich an keinen vergleichbaren Aufschrei aus dem Westen erinnern.

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malexe 09.02.2018, 06:39
2. Keine Ahnung

Ich bin leider nur ein ostdeutscher Wähler und habe daher sicher keine Ahnung. Aber sollten Ministerposten 17 Jahre nach der Wende nicht endlich nach Qualifikation und nicht nach Herkunft besetzt werden? Daher verwundert mich die Diskussion schon. Wenn niemand mit ostdeutscher Biografie das Zeug zum Minister hat, dann ist das eben so.

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Utah 09.02.2018, 06:41
3. BRD und DDR ??

Daran kann man sehen, dass ein ganzheitliches Deutschland noch immer nicht in allen Köpfen angekommen ist.
Niemand würde sich aufregen bzw. hat sich jemals aufgeregt wenn kein Ministeramt an einen gebürtigen Saarländer gehen würde.

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jojack 09.02.2018, 06:45
4. Logische Konsequenz

In diesem Zusammenhang darf man auch einmal daran erinnern, dass Bayern in Form der CSU im Kabinett unangemessen überrepräsentiert ist. Schön für die Bayern, schlecht für andere Bundesländer.

Deren Vertreter finden sich teils nur am Katzentisch der parlamentarischen Staatssekretäre wieder. Kluge Bundeskanzler haben stets darauf geachtet, dass alle Regionen angemessen repräsentiert sind. Dass nun gerade ostdeutsche Entscheidungsträger aus dem Kabinett ausgeschlossen wurden, ist letztlich nur eine weitere Bestätigung für das von den Wünschen der Bürgern weitgehend entkoppelte Handeln Angela Merkels. Die Kanzlerin ließ am Ende jedes politische Fingerspitzengefühl fahren, um weiterhin regieren zu können.

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brotfresser 09.02.2018, 06:56
5. Warum immer das Wehklagen der "Ossis"

Zieht man die CSU-Minister ab, dann gibt es halt mehr Bundeländer als Ministerposten. Das ist halt mal so. Und wer in den neuen Bundesländern hat sich denn wirklich als Minister(in) empfohlen? Allein die Tatsache, dass die Herkunft entscheiden soll zeigt, dass es den "neuen" Bundeländern nur um die eigen Macht und das eigene Klientel geht und nicht um Deutschland und Europa.

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Gutenmorgenallerseits 09.02.2018, 07:01
6. Wir sind doch wirklich das Land der Meckerer!

Sind wir doch alle froh, dass eine Regierung (hoffentlich) steht. Im Koalitionsvertrag wird genug auf die neuen Bundesländer eingegangen. Und unterhalb der Regierungsebene sind genug Ostdeutsche vorhanden. Aber nein, nun wird wieder alles wegen einem fehlenden Quotenossi zerpflückt. Das ist wieder typisch D. Jetzt heisst es nach vorne zu Schauen und die echten Probleme anzugehen.

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shakidoo 09.02.2018, 07:03
7. In der Tat unförderlich

Ich lebe im Osten und bekomme täglich das Gejammer über den "Westen" mit. Einiges sicher berechtigt, anderes dagegen klingt schlicht nach Neid und dem Nachtrauern der "guten alten Zeiten". Sollte es bei dem oben genannten Zustand bleiben rechne ich ebenso als Reaktion darauf mit mehr Zulauf für die gewohnten Verdächtigen. Am Ende sicher auch eine Frage des Personalstands, ich würde aber die "Anti-Wessi" Stimmung nicht auf die leichte Schulter nehmen.

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Alias iacta sunt 09.02.2018, 07:04
8. Neue Koalitionsarchitektur CDU/SPD/GRÜNE

Es kommt bitte nochmal auf die Qualifikation für ein Ministeramt an und nicht ob Frau oder Mann oder aus Ost oder West. Es gibt auch keinen Anspruch darauf, dass Minister aus dem Westen kommen müssen.
Zudem, falls es keiner gemerkelt hat. Schon seit vielen Jahren ist kein Bundeskanzler/in mehr aus dem Westen im Amt gewesen.

Mit einer Koalition CDU/SPD/GRÜNE ist viel bessere Politik machbar und die Ministerämter viel sinnvoller zu besetzen.

Also bitte beim Parteitag der SPD die GroKo abwählen und CDU/SPD/GRÜNE als Zustimmungs-Bedingung einfordern.

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ATLien 09.02.2018, 07:07
9. Lächerlich

Diese Diskussion ist lächerlich und führt im Westen zu immer weiteren Unmut über den Osten des Landes. Warum sollten SPD und CDU ausgerechnet die Landesverbände belohnen, welche offensichtlich den Wahlkampf vergeigt haben (z.B. Sachsen wo der offensichtliche Schmusekurs mit rechten Umtrieben seine Früchte zeigt)? Abgesehen wurden Ministerposten nie im Proporz an Bundesländer vergeben, sondern an Parteien (gut hier hat Bayern den Vorteil einer eigenen Partei)

Außerdem sollte man, wenn man den Gefühlslagen von Stammtischen soviel Gehör schenkt, sich auch keinen Illusionen hingeben, dass es an Stammtischen in Westdeutschland auch gegen Ostdeutsche rumort: Die Wahrnehmung dort ist, dass der Osten ewig am Tropf hängt, die Reputation der BRD regelmäßig beschädigt und dank Skins und Unfähigkeit den Status als Unescoweltkulturerbe zu halten sogar die Touristen abschreckt.

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