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Zu wenig Ostdeutsche im GroKo-Kabinett: "Ich bin entsetzt"
DPA

Viele Namen kursieren für ein mögliches Kabinett der Großen Koalition. Ostdeutsche Ministeranwärter fehlen dabei völlig. Das darf nicht sei, warnen Politiker aller Parteien.

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Indigo76 09.02.2018, 07:11
10.

Solange wir noch Begriffe wie ostdeutsche Politiker verwenden, ist die Wiedervereinigung in unseren Köpfen noch nicht angekommen. Es sollte egal sein, aus welchen Bundesländern die Minister stammen. Es sind deutsche Politiker - nicht mehr und nicht weniger.

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ingnazwobel 09.02.2018, 07:16
11.

Das Problem ist wohl, das aus dieser Gegend die Personaldecke von SPD und CDU sehr dünn ist und jeder dort wohl eine Lücke reißen würde. Ich hätte auch gerne nach 2 Jahren Frau Schwesig gesehen, wenn diese Frau Merkel abgelöst hätte. ..............aber vielleicht tritt Sie ja bei Neuwahlen als Kandidatin an falls die CDU keine Minderheitsregierung möchte.
Aber was sollen diese erhitzten Diskussionen über ein Thema (Groko) das möglicherweise doch nicht stattfinden wird. Denn den Mitgliedern geht es nicht um Ministerien sondern um Inhalte und um eine klare Kante gegenüber anderen Parteien.

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stn 09.02.2018, 07:16
12. Irgendwann wird es schwierig mit der Quote

- Männer/Frauen
- alte, junge, mittel-alte
- West- und Ost-Deutsche
- Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund
- CDU, CSU, SPD

Das läuft dann ganz klar auf Besetzung nach Schema/Matrix raus.

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mr_stagger_lee 09.02.2018, 07:17
13. zu wenig, einfach zu wenig

Es sind zu wenige Ostdeutsche! Außerdem bin ich empört dass zu wenige Homosexuelle vertreten sind, zu wenige mit Migrationshintergrund, zu wenige aus Schleswig-Holstein, zu wenige Frauen, zu wenige Junge, zu wenige Fahrrad-fahrende Christen, deren Beruf etwas mit dem Ministerialamt zu tun hat. Es ist einfach zu wenig!

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observer74 09.02.2018, 07:17
14. Eine unsägliche Debatte

Diese Debatte Ost/West wrd eigentlich nur durch die Medien wieder forciert. Was soll das?
Entweder wir leben alle in Deutschland und sind Deutsche oder nicht. Ich als Wessi ertrage ja auch schon seit Jahren Frau Merkel und wenn die Politik besser wäre als die der vorangegangenen Koalitionen, hätte ich kein Problem damit, wenn alle Posten mit Ostdeutschen besetzt wären.
Also: jeder nach seinen Fähigkeiten. Wenn das Kabinett dieses Mal keine ostdeutschen Repräsentaten aufweist, dann waren eben keine geeigneten Kandidaten da. Beim nächsten Mal wird's vielleicht anders laufen. Ob das Personal dann aus Mecklenburg-Vorpommern oder von Helgoland kommt, ist doch vollkommen unerheblich. Blödsinnige Diskussion.

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richi-f 09.02.2018, 07:18
15. Von wegen vereintes Land

Natürlich ist es richtig und wichtig das die Regierung die Interessen aller Landesteile berücksichtigt. Und darum kümmert sich regelmäßig die Opposition, der Bundesrat, die vielen Staatssekretäre sowie die Fraktionsmitglieder der Regierungsparteien. De Facto sind vielleicht nicht alle Landesteile im Kabinett vertreten, die Interessen der Länder bleiben dennoch gewährt.
Viel wichtiger scheint mir die Frage: Wenn die Bundespolitik und damit Führung der Bundesrepublik stetig weiter in Ost und West unterscheidet, wie soll dann die Innerdeutsche Grenze in den Köpfen der Bevölkerung fallen ?
Einigkeit fängt im Kopf an und nicht auf der Landkarte. So, liebe Politiker, baut ihr Grenzen auf, nicht ab.
Bei der Besetzung wichtiger Positionen sollte Kompetenz wichtiger sein als Herkunft.

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uli.t 09.02.2018, 07:21
16. Kein Beinbruch

Als ostdeutscher Europäer sehe ich das zwar als schade, aber keinen Beinbruch an. Lieber ostdeutsche Themen nicht vergessen als ein Quoten-Ossi, den auch am Ende der Legislatur kaum jemand kennt.

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reflexxion 09.02.2018, 07:26
17. und wenn schon

was soll dieser alberne Länderproporz? Schlimm genug das es schon wichtig ist, wie viele Frauen dabei sind. Wurde denn geprüft ob genug Katholiken dabei sind und natürlich im Gegenzug Protestanten und Nichtgläubige? Ein Kabinett sollte aus der besten Person für den Job bestehen, ganz ohne Quote und selbst das bekommt keine Partei in den Griff. Da wird der warum auch immer so beliebte Gabriel abgeschafft zu Gunsten von Loser Schulz, der doch gar kein Minister werden wollte unter Merkel. Der Spinner der bei Umfragewerten um 20% immer noch lustig verkündete ich werde am Sonntag zum Kanzler gewählt, der der nicht mal seinen seltsamen Bart abrasieren lassen wollte?

Ich will die nicht alle durchdiskutieren, aber wir haben 16 Bundesländer, ist da auch aus jedem Land ein Vertreter im Kabinett vorgesehen? Das wäre das einzige Kriterium, das mir noch einleuchten würde, damit die Landesverbände der Parteien sich vertreten sehen - aber auch da wären ja bei zwei Parteien schon jede Menge Löcher in der Liste.

Die Folge kann nur sein, wir brauchen mehr Minister. Ein Ministerium für Heimat könnte es 16 mal geben, denn meine Heimat ist ja Hessen und nicht Bayern. Das würde schon helfen. Wo bleibt eigentlich dieses neu erfundene 3. Geschlecht unter den Ministern? Da wird etwas mühsam mit eigenen Toiletten eingeführt und dann nicht gewürdigt.

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großwolke 09.02.2018, 07:28
18. Hört bitte auf damit

Ich bin ein Kind der ehemaligen DDR. Aber 28 Jahre nach dem Mauerfall will ich nicht mehr als Randgruppe mit speziellen Bedürfnissen wahrgenommen werden. Solange gerade in der Bundespolitik munter weitergemacht wird mit Unarten, die "die Ostdeutschen" aufregen, ich denke hier vor allem an den politischen Neusprech, oder die vom völlig falschen Ende her aufgezogene Europapolitik, ist es auch völlig egal, wo die Minister herkommen. Unsere Regierung sollte wieder ein bisschen ehrlicher zu sich selbst und den Leuten sein, dann passt das schon. Denn wenn man schon von vornherein, auch in Gedanken, ehrlich ist, passieren bestimmte Politik-Unfälle gar nicht erst, Stichwort Griechenland-"Rettung" (da wurde alles mögliche gerettet, nur nicht Griechenland). Frau Merkel ist Ostdeutsche, und deutlich älter als ich. Trotzdem ist sie gerade in den neuen Bundesländern nicht sehr beliebt. Wenn es einen Ossi-Bonus für Politiker gibt, kann er also nicht sehr groß sein. Und das ist auch gar nicht nötig. Der Wähler, egal in welcher Ecke Deutschlands er geboren ist, kann sich seine Meinung zu einem Thema unabhängig von der Herkunft des Ministers bilden, der das Thema bearbeitet.

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fabulous2bee 09.02.2018, 07:34
19. Zielführend?

Eigentlich war ich ja immer der Meinung, dass die- oder derjenige einen Posten bekommt, die/der dafür am besten geeignet ist. Und dann sollte es egal sein, wo man her kommt. Diese deutsche Grenze ist nur noch in den Köpfen! Waren wir in Deutschland nicht schon weiter...? Ich Träumer, ich...
(PS das soll nicht heißen, dass ostdeutsche Interessen nicht berücksichtigt werden sollen, ich meine nur, dann gibt es eben eine/n ostdeutsche/n Minister/in und dann heißt es nachher, aber wir haben ja extra... geholfen ist damit dann auch niemandem, die ostdeutsche Kanzlerin hat ja auch keinen signifikanten Unterschied gemacht)

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