Forum: Politik
Zukunft der Sozialdemokraten: Steinbrück rät zu Wechsel an SPD-Spitze
DPA

Nun erteilt auch der einstige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück seiner Partei öffentlich Ratschläge: An der Parteispitze sei ein Wechsel nötig. Man brauche "eine Person wie Bernie Sanders", nur 30 Jahre jünger.

Seite 13 von 15
meier12 31.10.2018, 16:02
120.

Wenn auf Seiten der CDU Friedrich Merz kommt, wird auf Seiten der SPD wohl nur Stephan Weil, der niedersächsische Ministerpräsident, ein ernsthafter Konkurrent um die Kanzlerkandidatur sein. Einen Riesenjob mit großem Pensum macht in der SPD derzeit auch Generalsekretär Lars Klingbeil, er wäre die Mitte zwischen der älteren Generation und der jüngeren. Von Malu Dreyer habe ich zu wenig gesehen in der letzten Zeit, aber auch andere Granden in der SPD scheinen in Deckung gegangen zu sein. Vielleicht, weil sie hoffen, dass die Erneuerungswelle an ihnen vorbeischwappt. Für Andrea Nahles und Olaf Scholz läuft die Zeit des Reagierens nach der Hessenwahl langsam ab. Ich weiss nicht, welchen Schaden das anrichten kann, wenn dort - bei aller Erneuerung in der Partei - die beiden "Platzerben" einfach sitzen bleiben. Nun ja, jeder und jede wird jemand anders vorne sehen wollen in der SPD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
worlorn 31.10.2018, 16:23
121.

Zitat von ErnstB.
Die SPD ist nicht der Krankenwagen der Gesellschaft, sondern ein wartender Patient in der Notaufnahme. Da kann man noch soviel reparieren, das wird nichts mehr. Reine Flickschusterei. Der SPD ergeht es jetzt so, wie es Millionen ehemalige Wähler dieser Partei ergangen ist. Die Verlierer der Gesellschaft. Diese Partei hat tatkräftig dabei mitgewirkt.
So ist es! Die SPD wird aus der Malaise wohl nicht mehr rauskommen, die Hoffnung darauf habe ich inzwischen verloren. Der Graben zwischen den Schröder-Fans und den Schröder.-Gegnern ist zu tief. Dabei haben die Schröder-Fans das Heft in der Hand und stehen in Nibelungentreue zu ihrem Idol, der nichts weiter ist, als der Totengräber der Partei. So wird die Schussfahrt in den Abgrund weitergehen. Die Schröder-Fans werden nicht gehen, die Partei ist ja ihr Revier, also müssen die Linken gehen und versuchen mit der Linkspartei eine neue sozialdemokratische Bewegung aufzubauen, die dieses Etikett wirklich verdient, die auch zu den Grünen Abgewanderte sowie AfD-Protestwähler und resignierte Nichtwähler zurückgewinnen könnte.

Falls jetzt wieder das übliche Linkspartei-Bashing kommt, das ist pure Diffamierung. Die Linkspartei ist NACHWEISLICH die einzige Partei im BT, welche originär sozialdemokratische, kapitalismuskritische Positionen vertritt. Und sie hat mit Wagenknecht, Ramelow oder Bartsch Leute mit echter politischer Statur. Das sind richtige Sozis, anders als die rotlackierten Neoliberalen vom rechten SPD-Flügel. Wer's nicht glaubt, der lese mal Wagenknechts "Reichtum ohne Gier", dass er was dazulerne. Man merke sich: Vor dem Diffamieren sich informieren.

Aber ist der radikale Schnitt realistisch? Ich weiß nicht. Vielleicht wird's der schleichende Tod, bis dann der Letzte das Licht ausmacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Meerkönig 31.10.2018, 16:40
122.

Zitat von meier12
Wenn auf Seiten der CDU Friedrich Merz kommt, wird auf Seiten der SPD wohl nur Stephan Weil, der niedersächsische Ministerpräsident, ein ernsthafter Konkurrent um die Kanzlerkandidatur sein. Einen Riesenjob mit großem Pensum macht in der SPD derzeit auch Generalsekretär Lars Klingbeil, er wäre die Mitte zwischen der älteren Generation und der jüngeren. Von Malu Dreyer habe ich zu wenig gesehen in der letzten Zeit, aber auch andere Granden in der SPD scheinen in Deckung gegangen zu sein. Vielleicht, weil sie hoffen, dass die Erneuerungswelle an ihnen vorbeischwappt. Für Andrea Nahles und Olaf Scholz läuft die Zeit des Reagierens nach der Hessenwahl langsam ab. Ich weiss nicht, welchen Schaden das anrichten kann, wenn dort - bei aller Erneuerung in der Partei - die beiden "Platzerben" einfach sitzen bleiben. Nun ja, jeder und jede wird jemand anders vorne sehen wollen in der SPD.
Ich denke eher, dass Merz ein Glückswurf für die SPD wird, denn mit Merz als CDU- Vorsitzenden und vielleicht noch Kanzler kann die SPD sich wieder Schulter an Schulter mit den Gewerkschaften etablieren.
Denn Merz wird eine Politik vertreten, die nur gegen die eigene Bevölkerung gerichtet ist, nicht umsonst hat der Unternehmeranteil in der CDU Merz in der Hinterhand gehalten, um die Entwicklung zurückzudrehen.Merz ist vergleichbar mit Trump und kommt direkt als Unheil für die Deutschen Normalbürger nach der AFD. Die SPD sollte sich auf ihre Leistungen besinnen ,besonders auf Schröders Agenda 2010 und die nicht weiter verteufeln ,auch wenn die heutige Wirtschaftserfolge des Staates von den damaligen SPD -Wählern und den anderen bereits Abgehängten bezahlt werden mussten. Wenn Frau A. Kramp - Karrenbauer als CDU- Chefin gewählt wird, wird es die SPD schwerer haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
worlorn 31.10.2018, 16:41
123.

Zitat von zoon.politicon
So wäre jemand, wie Herr Maas, sicher gut beraten, erst einmal in seinem Ministerium seine Arbeit zu machen und nicht "die Rübe raus zu strecken", sonst wird sie "abgehackt".
Ausgerechnet Maas, der verbohrte Transatlantiker (im Klartext: vor den Amis im Staub Liegender), Saudi-Bauchpinsler, Russen-Dämonisierer, ein SPD-Mann, der die Spannungen nur noch mehr anheizt, statt für Entspannung zu arbeiten. Da wäre mir der unselige Doktor-Titel-Münchhausen noch lieber. Bei dem wusste man wenigstens, dass hier ein unverhüllter Lobbyist US-amerikanischer Geopolitik, sein Werk macht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EiligeIntuition 31.10.2018, 16:42
124. Es ist schon tragisch bis bezeichnend,

wenn ausgerechnet ständig die Loser und Wiedergänger aus dem Panoptikum des Seeheimer Kreises von Schöder über Gabriel bis hin zu Steinbrück mit onkelhaften Ratschlägen aus der Versenkung erscheinen, die die Sozialdemokraten ganz gezielt in den Untergang geführt haben, um ihrer in der Tat eher intellektfern und inzwischen nur noch völlig konfus agierenden Parteivorsitzenden den endgültigen politischen Garaus zu bereiten.

NIcht viel anders bei der CDU. Auch dort finden sich stante pede längst mehrfach vergessene, erfolglose Gespenster wie auf Kommando zur vermeintlichen Leichenfledderei ein.

Nun gut. Es ist Halloween.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eggie 31.10.2018, 17:59
125.

Ein Bernie Sanders - je jünger umso weniger - würde sich nie an die Spitze einer dem Herzen nach rechtsliberalen Technokratenpartei setzen. Nie. Dann eher noch die Grünen oder die Linke.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sabena3032 31.10.2018, 20:11
126. Personaldebatte

Ja mit diesem Spitzenpersonal wird es mit der SPD nichts mehr. Kinderliedgekrächze im Bundestag, "auf die Fresse" etc. Frau Nahles ist vergleichbar mit einer schreienden Marktfrau. Sie hat einfach keinen Stil, der ausreichend viele Menschen anspricht. Ausserdem hat sich die SPD bei vielen Sozialen Fragen geweigert, Änderungen vorzunehmen. Das hat jetzt Hr. Spahn von der CDU auf den Weg gebracht. Die Sozen verweigern den Bürgern auch Steuersenkungen, das kann die CDU und FDP dann offensichtlich auch wieder besser. SPD, Nahles, Scholz & Co. Wofür stehen Sie ??

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fb-netzwerk 31.10.2018, 20:13
127. Nibelungetreue

Trotz der mahnenden Rufe einiger besonnener alten Sozialdemokraten scheint es so, dass große Teile der aktuellen Führungsriege lieber mit Nahles untergehen, und die SPD endgültig in den Abgrund führen statt einen Neuanfang mit einer neuen unbelasteten Crew zu wagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opinio... 31.10.2018, 20:20
128. Fahrplan als Anwort auf die Wahldisaster?

Guter Wille reicht nicht für den Parteivorsitz. Das reißt keinen vom Hocker der Alternativlosigkeit! Nahles ist gut, aber nicht gut genug, die SPD wieder wählbar zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Groundspoiler 31.10.2018, 20:29
129.

...nein, nicht schon wieder Onkel Peer. Der kommt doch auch aus dem Seeheimer Kreis - aber eine Person wie Sanders, 30 Jahre jünger - das wäre nicht schlecht.

Mehr Charisma wie Thorsten Schäfer-Gümbel, das kann doch nun wirklich nicht schwer sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 15