Forum: Politik
Zukunftspläne der Linken: Lafontaine manövriert die Genossen aus

Es sollte der Termin werden, an dem die Linke Klarheit über Oskar Lafontaines politische Zukunft bekommt - doch der Parteichef überrascht seine Genossen wieder mal mit einem Manöver: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE nimmt der 66-Jährige nicht an der Fraktionsklausur am 11. Januar teil.

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otmars1 25.12.2009, 00:16
50. Wenigstens einer

Zitat von dr.könig
hier ist eine krebskranke Person und keine Schachfigur oder Manövriermasse für irgendwelche Profilneurotiker. ... Herrn Lafontaine empfehle ich, den Vorsitz zu behalten, aber deutlich kürzer zu treten. Jeder hat nur ein Leben !!
Brandt würde sich wohl im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde was Gabriel und Co. aus der Partei gemacht haben.

Das mit dem Respekt vor Lafos Krankheit sehe ich genauso. Aber es gibt eben auch in der schreibenden Zunft welche, die es nicht packen, einfach dem Mann mal seine Ruhe zu lassen.

Das geschreibe von wegen seiner Unberechenbarkeit, macht die Sache nicht besser.

Er ist sich und seiner Linie und der sozialen Marktwirtschaft treu geblieben, die anderen haben geschwankt und sich gewendet. Mit Lafo als Kanzler statt Schröder stünden heute keine Truppen im Ausland im Kriegseinsatz.

Das sollte man vielleicht, nicht nur zur Weihnachtszeit einmal den Familien klar machen, deren Kinder an Kriegsschauplätzen ermordet wurden oder andere ermorden mussten.

Das denen die selber Töten mussten zu hause der Staatsanwalt droht, weil Frau Merkel das nicht als Krieg bezeichnet, was ein Krieg ist macht die Sache nicht besser sondern nur noch schlimmer.

Schliesslich steht jeder Soldat der seinen Frontdienst leistet mit einem Fuss im Gefängnis und wenn er es nicht tut gehts ihm nicht besser. Ein unhaltbarer Zustand dank Schröder und Fischer und natürlich in Folge von Rot Schwarz respektive Schwarz Gelb.

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Diomedes 25.12.2009, 10:50
51. Die mahnenden Worte Helmut Schmidts mögen nicht ungehört verklingen!

Lafontaine will den Reichen ans Geld: Es mag hier bezeichnend sein, dass mittlerweile selbst Helmut Schmidt Oskar Lafontaine mit Adolf Hitler vergleicht! Denn die Darstellung des politischen Gegners als Verbrecher und die Behauptung die demokratisch gewählte Regierung sei verbrecherisch erinnern nur zu gut an den frühen Hitler, der mit seinen Getreuen in München auf gänzlich ähnliche Weise in Erscheinung trat; vermutlich hat die bayrische Staatsregierung schon bewaffnete Bereitschaftspolizei vor der Feldherrenhalle aufmarschieren und die Bierkeller überwachen lassen, sollte Lafontaine nach München kommen und ungeduldig werden. Die Frage der Verfassungsfeindlichkeit von Lafontaines Neobolschewisten muss hier ganz neu gestellt werden: Denn die liebe Verfassung garantiert unter Artikel 14 ausdrücklich das Eigentum, welches nur gegen Entschädigung eingezogen werden darf, wenn es das Gemeinwohl erfordert; da aber Lafontaine hier unverhohlen erklärt, er wolle den Reichen mittels Steuern und Enteignungen den Krieg machen, um seine Wählerschaft zu mästen, so stellt dies einen Angriff auf die elementaren Grundsätze der Verfassung dar! Spanien (1936) und Rußland (1917) mögen hier als schauderhafte Beispiele dafür dienen, was geschieht, wenn der Antagonismus zwischen Arm und Reich von machtgierigen, verantwortungslosen Demagogen wie Lafontaine auf die Spitze getrieben wird: Aus der Asche der blutigen Bürgerkriege erhobt sich immer die Tyrannis einer der beiden Strömungen und auf selbige schielt Lafontaine; seine Bewunderung für Tyrannen wie Chavez und Castro spricht hier Bände.

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saul7 25.12.2009, 11:21
52. Klar,

Zitat von sysop
Es sollte der Termin werden, an dem die Linke Klarheit über Oskar Lafontaines politische Zukunft bekommt - doch der Parteichef überrascht seine Genossen wieder mal mit einem Manöver: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE nimmt der 66-Jährige nicht an der Fraktionsklausur am 11. Januar teil.
dass Lafontaine sich nicht aus der Politik zurückziehen wird. Er ist eine Art von politischem "Kai aus der Kiste", für jede Überraschung gut.

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Achim Detjen 25.12.2009, 11:21
53. Wie??

Zitat von garfield
Sehr richtig. Deswegen muss sich auch keiner wundern, wenn Bildung nur in Sonntagsreden vorkommt. Wähler, die Zusammenhänge verstehen, Hintergründe und die wahren knallharten Interessen hinter dem Politgeschäft kennen, wären für unsere "Interessenvertreter" höchst gefährlich, könnte der Urnenpöbel doch nicht länger mit Hilfe der willfährigen (sich ebenfalls in interessierter Privathand befindlichen) Medien davon abgehalten werden, zur Abwechslung mal echte Interessenvertreter in EIGENER Sache zu wählen.
Das ist nicht nur sinnentleerter, haltloser Unsinn, sondern gefährlichste Demagogie! Wenn das Volk nicht so wählt, wie wir Linken wollen, wechseln wir halt das Volk aus oder zeigen ihm, was und wie es zu denken hat ---- nach diesem Gusto wurden in den letzten hundert Jahren ALLE Diktaturen errichtet und legitimiert! Nur gut, dass das Volk solchen Populismus mittlerweile umgehend entlarvt und an der Wahlurne abstraft.


Zitat von klaus1201
... denn hier einen Herrn Bartsch? Das ist doch SPON und die Medienmeute, die einen Aufhänger brauchen, und jeden Halbsatz zur Meuterei aufplustern. Die Parteimitglieder sehen da doch ihre Leute in der Führung lieber als Ganzes. Wenn es nach BILD und SPON gegangen wäre, müsste sich DIE LINKE schon lange in Luft aufgelöst haben.
Das betrifft ja mittlerweile jedweden Teilbereich des öffentlichen Lebens. Die steigende Entprofessionalisierung der Medien hat ein erschreckendes Maß angenommen. Es wird noch noch auf Quote gemacht und dafür ist jede noch so an den Haaren herbei gezogene "Halbwahrheit" (sprich: Lüge) und noch so obskute Katastrophenmeldung gerade gut genug. Das vielleicht genau diese Entwicklung für das erdrutschartige Abstürzen eben jener Quoten/ Verkaufszahlen verantwortlich ist, scheint dieser Profession nicht einzugehen.

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e.schw 25.12.2009, 11:36
54. Gegenstimmen...

Zitat von jens-daniel
Lafontaine will den Reichen ans Geld: - - -
Hören wir mal zwei Stimmen mit anderer Meinung an: Lange vor der letzten Bundestagswahl sagte ein Gewerkschaftsvertreter, dass seit 1999 dem Arbeitnehmer jährlich etwa 140 Milliarden EURO weniger zur Verfügung stünden. Wohin diese flossen, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Es war, glaube ich, im Presseclub am letzten Sonntag, als Ulrike Herrmann von der taz darauf hinwies, dass die Bankenstützungsmaßnahmen der Regierung den Zweck haben, den vermögenden 30 % die Substanz zu sichern. Doch wenn nicht der soziale Friede im Volk gefährdet werden soll, ist ein Umverteilung - dieses Mal aber von “Oben” nach “Unten” - dringend nötig. Und dafür steht Oskar Lafontaine. Und das kann so falsch nicht sein. Sollte der jetzige Zustand länger anhalten, sehe ich einige der von Ihnen beschrieben Gefahren allerdings als sehr realistisch an.

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dxb 25.12.2009, 11:45
55. ???

Zitat von jens-daniel
Lafontaine will den Reichen ans Geld: Es mag hier bezeichnend sein, dass mittlerweile selbst Helmut Schmidt Oskar Lafontaine mit Adolf Hitler vergleicht! Denn die Darstellung des politischen Gegners als Verbrecher und die Behauptung die demokratisch gewählte Regierung sei verbrecherisch erinnern nur zu gut an den frühen Hitler, der mit seinen Getreuen in München auf gänzlich ähnliche Weise in Erscheinung trat; vermutlich hat die bayrische Staatsregierung ...
Was sind Sie denn für ein bekloppter Hetzer? Vermutlich einer der letzten beinharten Anhänger von Westerwilli und regelmäßiger BLÖD-Leser?

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otmars1 25.12.2009, 13:59
56. Er wird es wohl nie lernen

Zitat von dxb
Was sind Sie denn für ein bekloppter Hetzer? Vermutlich einer der letzten beinharten Anhänger von Westerwilli und regelmäßiger BLÖD-Leser?
Einmal von der Wortwahl abgesehen möchte ich Ihnen recht geben.

Einige Leute werden es wohl nie begreifen. Das unglücklichste was es gibt, sind vergleiche mit der NS Vergangenheit. Sie liegen meist sehr daneben.

Schmidt ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß.

Langsam merkt man seinen Äußerungen das Alter an, das ja nicht immer mit Weisheit gepaart daherkommt.

Vielleicht lernen einige erst wenn es zu spät ist, das die Politik dieser Regierung Kriege wieder führbar werden lies.
Das gilt natürlich auch wie bereits geschrieben für die Rot Grüne und Rot Schwarze Regierung.

Was einmal als Option der Politik akzeptiert wird, nämlich das Töten fremder Menschen weil sie anders sind als man selbst, das frägt am Ende auch nicht mehr nach den Opfern, die da verbluten.

Der einzige aus der SPD damals war Lafo der sich von Anfang an gegen diesen Krieg stellte. Das nicht zum erstenmal.

Die älteren erinnern sich an seinen Auftritt bei der großen Demo in Bonn gegen den Nachrüstungsbeschluss der NATO.

Die Früchte dieser Politik der Nachrüstung, die Schmidt saete werden in den Kriegseinsätzen heute eingefahren.

Für Schmidt und die Rechten der SPD war und ist der Krieg eine mögliche Option. Die Auswirkungen der Option sehen wir heute.

Da werden Bilder von Soldatinnen gezeigt und ein Gruß an die Heimat steht darunter.

Die dafür Verantwortung tragen, die Merkel, Westerwelle, Gabriel und Seehofers sitzen zu hause, sie halten für das was sie taten den Kopf nicht hin.

Das tun die Kinder anderer Eltern.
Aber das war ja schon immer so.

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garfield 25.12.2009, 17:42
57. Kein Titel

Zitat von Achim Detjen
Das ist nicht nur sinnentleerter, haltloser Unsinn, sondern gefährlichste Demagogie!
Begründung? Fehlanzeige!
Zitat von Achim Detjen
Wenn das Volk nicht so wählt, wie wir Linken wollen, wechseln wir halt das Volk aus oder zeigen ihm, was und wie es zu denken hat
Ich kann gut auf Ihre Interpretationsversuche meiner Aussagen verzichten. Es dürfte Ihnen schwerfallen, diesen Blödsinn aus meinen Worten abzuleiten.
Mit einem haben Sie allerdings recht. Es gibt Interessen, die dem Volk zeigen wollen, wie es zu denken hat. Die finden sie aber nicht bei den Linken, sondern deren Sprachrohr ist eher BILD und Co - und auf Grund der Breitenwirkung leider auch sehr erfolgreich. Man muss eine Behauptung nur oft genug wiederholen, dann muss doch wohl was dran sein - so scheinen Sie jedenfalls zu denken.

Es gibt momentan nur einen Trost. Auch für uns Deutsche gilt: Wir haben die Regierung, die wir verdienen.

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otmars1 27.12.2009, 11:11
58. Haben die schon erreicht.

Zitat von AliciaD
Rückläufige Leserzahlen werden es euch mittelfristig danken, wenn sich dieser Trend fortsetzt. Alicia
Das ist schon passiert bei der gedruckten Ausgabe, sind die Verkaufszahlen rückläufig. Wie schon geschrieben, nicht nur ich auch andere kaufen das Blatt nicht mehr.

Ich verfolge ja immer noch die Verkaufszahlen, die Auswertungen wie welches Titelblatt ankommt und wie das Ranking der Werbebranche aussieht.

Zumindest die Branchendienste sind sich einig, das was der gedruckte Spiegel einmal war ist er nicht mehr.

Für die Onlineredaktion gilt das umso mehr. Das liegt aber nicht nur an der Berichterstattung über die Linken, da würde man der Linken zu viel Ehre antun, es liegt daran, das die Jungen sich in der "neuen" Sprache des Blatts nicht wiederfinden und das wir alten den Stil und das sprachliche Niveau von früher nicht wiederfinden.

Letzlich ist es aber auch so, das ehemalige SPD Genossen die zur Linken abgewandert sind natürlich solche Artikel ein bis zweimal lesen, dann das Blatt weglegen und sich überlegen was man den dann in Zukunft für sein hart erarbeitetes Geld so kauft.

Bei der letzten Frage sind einige bei der Arbeit. Wenn man sich nicht in den Nachrichtenmagazinen wiederfindet, dann muss man eben Neue "Online" Medien gründen.

Wenn die dann "laufen", sprich sich was vom Werbekuchen abknabern, dann kann man auch mit einer Nullnummer einer gedruckten Auflage an einen Testmarkt heran.

Ich jedenfalls und andere "alte" suchen nach fähigen Leuten, die sich eines zum Ziel gesetzt haben, ein Neues Blatt unabhängig, kritisch die Entwicklung der Republik im Auge behaltende Hintergrunginformationen.

Wir hatten früher mal den Pressedienst Demokratische Initiative mit dem unvergessenen Bernd Engelmann, die alten Erinnern sich vielleicht noch daran, sowas um weitere Themen erweitert stelle ich mir vor.

Ansonsten empfehle ich die Nachdenkenseiten im Internet.

Wegen der Finanzen am realistischen als Genossenschaft oder Verein, der Beiträge erhebt und natürlich Gewinne auszahlt, so sie entstehen.

Zumindest hätte die Linke eigentlich das Geld dazu, so man dem Spiegel glauben dürfte und ich glaube in dem Punkt liegen die Hamburger nicht völlig daneben.

Nur wäre es nicht mein Ziel ein Parteiblatt zu gründen, sondern eines das dass tut was der Spiegel nicht mehr leistet, investigativen Journalismus der sich nicht an Bettgeschichten ergötzt, das überlasse ich gerne den Hamburger Kollegen und denen in München.

Wenn ich schrieb, das die Leute das Geld hart verdient haben, so heisst das ja nicht, das sie keines haben, auch die ehemaligen SPD Genossen sind nicht die ärmsten, viele haben oder hatten führende Positionen in der SPD oder im Beruf.

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Diomedes 02.01.2010, 05:47
59. Die mahnenden Worte Helmut Schmidts mögen nicht ungehört verklingen! II

Zitat von e.schw
Und dafür steht Oskar Lafontaine.
Wohl kaum, denn wofür Lafontaine, den mittlerweile selbst Helmut Schmidt mit Adolf Hitler vergleicht, steht, hat Helmut Schmidt ja schon mit seinem Vergleich hinreichend dargelegt!

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