Forum: Politik
Zum Tode von Richard von Weizsäcker: Ein einziger, befreiender Satz
MARCO-URBAN.DE

Er hat dieses Amt geprägt wie kein anderer Bundespräsident. Sein großes Ansehen verdankt Richard von Weizsäcker einer einzigen wichtigen Rede - und einem zentralen Satz zum Jahrestag des Kriegsendes. Jetzt ist er im Alter von 94 gestorben.

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wauz 31.01.2015, 16:37
110. Voller Respekt

Ein Jurist mit Moral - heute eine kaum mehr denkbare Verbindung. Sieht man sich den ehemaligen Pfarrer an, der Unterschied kann kaum größer sein...

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nickdrake 31.01.2015, 16:39
111. Riesenriesenstaatsmann Weizsäcker

Schon damals haben diejenigen, die sich nicht die Hose mit der Kneifzange zumachen, nicht erwartet, daß die Damen und Herren BundespräsidentInnen (wird aber langsam mal Zeit, am besten gleich mit Migrationshintergrund oder wenigstens schwul) uns irgendwelche mind - blowing Offenbarungen zu übermitteln hätten.
Ich darf da wohl ein kleines Geheimnis verraten:Auch damals schon war der gemeine Populus keineswegs über das Verschwinden von Hitler enttäuscht.Diese Offenbarungs - Operetten sind doch nur das Resultat von Geschichte à la Professor Knopp und Co.Und das ist ja auch das Dilemma der sogenannten Qualitätspresse, das sie sich auf dem gleichen Level bewegt. Wa

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bosemil 31.01.2015, 16:40
112. Zeitzeugen erlebten den 8.Mai etwas anders!

In den ersten Nachkriegsjahren müssen sich nur sehr wenige als "befreit" gefühlt haben. Der 8.Mai 1945 war für die Alleierten der Tag der bedingungslosen Kapitulation und wurde als Sieg über Hitler- Deutschland gefeiert. Die Deutschen sprachen noch Jahrelang vom "Zusammenbruch". Befreit fühlten sich zunächst nur cie Wenigen , die dem KZ entkommen waren . Sogenannte "Eliten" , zu denen auch die Weizsäckers gehörten , landeten erst mal vor Gericht in Nürnberg.

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franziskus.2 31.01.2015, 16:41
113. Gehirnwäsche

Zitat von stiip
Deutschland wurde besiegt und dadurch nicht nur Deutschland, sondern der größte Teil Europas von der nationalsozialistischen Herrschaft befreit, die sich die Deutschen in einem historisch beispiellosen Fehler selbst auferlegt hatten. Ist das so schwer zu begreifen? Oder gehören Sie zu denen, die sich das Fortbestehen der Naziherrschaft über Europa wünschen? Natürlich wäre es viel besser gewesen, die Deutschen hätten Hitler nie an die Macht kommen lassen oder ihn wenigstens schnell wieder davongejagt -- vor allem für die Millionen von Opfern, für die Juden, Sinti und Roma, Schwulen und "Perversen", Kommunisten und Demokraten, Polen, Ukrainern und Russen, "Untermenschen" und "Lebensunwerten". Aber das haben wir nicht geschafft, vermutlich nicht einmal gewollt, und mit diesem Versagen müssen wir als Deutsche ebenso leben wie mit allen technischen und kulturellen Errungenschaften, die Deutschland hervorbrachte. Und dazu gehört auch, den Befreiern Dank zu sagen, den USA, Großbritannien und auch der Sowjetunion -- ungeachtet aller Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten, Bombardements, Vergewaltigungen, Vertreibungen und willkürlichen Erschießungen, die dieser Krieg auch für Deutsche mit sich brachte.
Die jahrzehntelange Gehirnwäsche funktioniert. Es war nicht das einfache Volk, die die NSDAP und Hitler an die Macht brachten, sondern die Eliten der Gesellschaft.
Warum wurden zig Millionen Deutsche vertrieben und umgebracht obwohl sie Hitler nicht gewählt haben? Das einzige was man diesen Menschen vorwerfen kann ist,
dass sie nicht den Mut hatten den Kriegsdienst zu verweigern. Das wäre der sichere Tod gewesen. Richard Weizsäcker konnte auch nicht den Wehrdienst verweigern. Er wurde aber auch nicht gezwungen Offizier zu werden.

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rolf.piper 31.01.2015, 16:43
114. Was für ein Abstieg:

von Weizsäcker zu Gauk!

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HaPeGe 31.01.2015, 16:45
115. Nein, das stimmt überhaupt nicht !

Zitat von clint68
...Selbstverleugnung ist politisch korrekt. Wäre v.Weizsäcker seiner Vita treu geblieben, dann wäre auch Selbstkritik sicher ehrbar gewesen, aber den 8.Mai als Tag der Befreiung zu sehen, ist nach all dem Geschehenen, schon heftig. Wieder einer, in dessen Pass nicht Deutsch, sondern angepasster Gutmensch steht. Diese Meinung hatte ich auch schon zu seinen Lebzeiten. Möge er trotzdem in Frieden ruhen...
Eines vorweg: Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung für Deutschland und für die Deutschen. Wer das anders sieht, sollte einmal sein Geschichtsverständnis überprüfen. Es hat den Anschein, als hätten Sie etwas nicht verstanden.

Und von Weizsäcker war auch kein angepasster Gutmensch; er hatte seine eigene politsiche Meinung und hat diese auch immer vertreten. Und ich denke, dass er auch selbstkritisch war, denn dazu war er viel zu intelligent, als dass er es vergessen hätte, sich auch einmal selbst in Frage zu stellen.

Von Weizsäcker war einer DER Bundespräsidenten, die wir gehabt haben. Eine herausragende Persönlichkeit.

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Peter St. Marc 31.01.2015, 16:46
116. Danke dafür,

Zitat von blubbi-blupp
Von 1950 bis 1953 arbeitete Weizsäcker als wissenschaftliche Hilfskraft bei der Mannesmann AG in Gelsenkirchen. 1953 wechselte er in die Rechtsabteilung der Mannesmann AG nach Düsseldorf. Im Juli 1955 erhielt er Prokura und wurde 1957 Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung. Ende Juni 1958 schied Weizsäcker bei Mannesmann aus und war bis 1962 persönlich haftender Gesellschafter des Bankhauses Waldthausen, zu dem über seine Frau familiäre Beziehungen bestanden. Danach war er von 1962 bis 1966 Mitglied der Geschäftsführung des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim in Ingelheim am Rhein. Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge an Dow Chemical. „Mit großer Betroffenheit“ habe er erst Jahre nach seiner Tätigkeit bei Boehringer von Agent Orange erfahren, sagte von Weizsäcker, eine Aussage, die auch angezweifelt wurde.
dass uns bereits im zehnten Beitrag Herrn von Weizsäckers Tätigkeit bei Boehringer aufs Tablett geklatscht wird. Bääh, da vergeht einem die Lust am Weiterlesen.

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thinking_about 31.01.2015, 16:47
117. Es gilt eben

Zitat von schilling246
Fehlt nur noch die Beantragung für die Selig- bzw. Heiligsprechung. Es gibt keine guten Politiker, nur ein schlechtes Gedächtnis!
bei solchen Anlässen:
"de mortuis nihil nisi bonum dicendum est"

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alias1942 31.01.2015, 16:47
118. Ich habe ihn noch in Bonn getroffen

und war von seiner Klugheit, Wärme und seinem politischen Scharfsinn beeindruckt.

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süßnase 31.01.2015, 16:51
119. Ein ganz Großer ist gegangen...

DAS war ein Politiker....solche haben wir heute nicht mehr....
Danke.

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