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Zusammenarbeit von CDU und AfD: Es geht darum, was gar nicht geht
F. Anthea Schaap/ imago images

Die Macht in Thüringen darf nicht wichtiger sein als der Grundkonsens der Bundesrepublik. Die CDU kann nicht mit einer AfD zusammenarbeiten, die sich menschenfeindlich zeigt und die deutsche Geschichte umdeuten will.

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bigroyaleddi 05.11.2019, 19:56
1. ... gut formuliert

Die AfD muss sich verändern, nicht die cdU. Ich will mal hoffen, dass das auch so läuft. Eine gewisse Skepsis darf aber hier ruhig geäußert werden.

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herr.x 05.11.2019, 19:59
2. Danke...

... für diese klaren Worte. Eine politische Zusammenarbeit mit dieser rechten Partei darf es nicht geben. Ich hoffe, dass der rechte Flügel der CDU sich da nicht durchsetzen kann.

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DerVO 05.11.2019, 20:00
3. Bitte korrigieren

Es handelt sich nicht um 17 Abgeordnete der Unionsfraktion im Thüringer Landtag - das wäre fast die gesamte Fraktion - sondern um 17 Kommunalpolitiker und Parteifunktionäre. Nachzulesen in ihrem eigenen Blatt.

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Joachim Kr. 05.11.2019, 20:02
4. Sehr gut analysiert und gut begründet

Die CDU Abgeordneten, die mit der AFD koalieren wollen, dürfen gern ihre Partei wechseln. Man ist ja frei und Christen dürfen sie ja bleiben.
Aber solange Leute wie Höcke, aber auch Storch und viele weitere sich dann aufschwingen den Ton anzugeben, ist die AFD außerhalb der deutschen demokratischen Grundordnung und darf nicht an der Regierung beteiligt werden. Da müsste die AFD vorher einen erkennbaren Reinigungsprozess durchlaufen. Den will sie jedoch nicht, inszeniert sich als Opfer, wo sie doch eher Täter repräsentiert

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Freeflow 05.11.2019, 20:04
5. Die afd

würde unserer Demokratie sofort den Todesstoß versetzen, wenn sie denn die Macht dazu hätte. Das müsste doch selbst den konservativsten Mitgliedern der cdu klar sein. Müssen wir die also für dumm oder eher für machtbesessen halten?

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vorwärtsundnievergessen 05.11.2019, 20:04
6. Grundkonsens der Bundesrepublik?

Die Isolation einer nicht extremistischen Partei mit 20% Wählern ist ein Grundkonsens? Das trifft hoffentlich nicht zu, da es völlig undemokratisch wäre. M.E. will man vorwiegend den neuen Konkurrenten abwürgen (wie früher die Grünen).
Was passieren muss, ist die härteste Sachauseinandersetzung mit den Positionen der AfD. Leider scheint man vielfach dazu nicht in der Lage. Dann muss man eben die eigenen Positionen revidieren und die eigene Politik verbessern. Nur so kann man vorankommen.

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mullertomas989 05.11.2019, 20:05
7. Das ist korrekt!

Aber das zeigt auch, dass die etablierten Parteien spätestens jetzt massiv unter Druck stehen, möglichst viele Wähler der AfD wieder zurück zu gewinnen! Denn allzu viele Wahlergebnisse wie in Thüringen (wo mitunter vielleicht am Ende neu gewählt werden muss, weil die Linke ebenso tabuisiert wird) will man sich doch eigentlich nicht vorstellen! Es muss vorher gehandelt werden!!
Meine Vorschläge wären: Die Union rückt wieder mehr nach rechts (halbrechts, ähnlich wie früher) oder die CSU tritt solo in ganz Deutschland an (und die CDU in Bayern), damit diese Partei den halbrechten Bereich abdecken kann.
Aber auch generelle Dinge müssen endlich angepackt werden - es versteht zum Beispiel niemand, warum:
- die Löhne von Ost und West sowie von Frauen und Männern immer noch auseinander liegen
- die Infrastruktur seit Jahrzehnten nur stiefmütterlich ausgebaut wird
- der Klimaschutz und Energiewende nur mäßig vorangetrieben werden
- weiterhin vor allem Wirtschaftslobbyisten über Gesetzesinhalte bestimmen (und nicht AUCH Bürgerlobbys!)
- weiterhin die deutschen Bauern, die uns alle ernähren, von der Gesellschaft verar...t werden, indem man sie dem freien Markt überlässt (und der wird von - billig, billig - ALDI und REWE bestimmt), anstatt Mindestpreise o.ä. einzuführen.
Es gibt viele Dinge, die verstehen die Bürger partout nicht. Weil sie nicht zu verstehen SIND!
Und einige wählen dann eben die AfD, um Druck zu machen ....... (Ich nicht, aber es ist nachvollziehbar!)

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telarien 05.11.2019, 20:05
8. Posten

Die CDU in Thüringen ist heiss aufs regieren. So wie die SPD im Bund an der Groko klebt, um keine Posten zu verlieren. Viele AfD-Politiker waren in der CDU, das wird mir zu wenig thematisiert.
Auf der anderen Seite ist eine Koalition CDU-Linke absurd und stellt die Demokratie auf eine andere Art in Frage. Wenn Koalitionen beliebig werden, wird das nur der AfD nützen.

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tigga_nb 05.11.2019, 20:06
9. Richtig

Ich kann dem Kommentar nur zustimmen, eine Zusammenarbeit der CDU mit der AFD wäre eine fundamentale Verletzung der Grundwerte, auf denen unsere Republik mit der Nachkriegsordnung besteht. Keine Koalition mit Extremisten. Genauso verhält es sich aber auch in Bezug auf eine Zusammenarbeit mit der Linken. Zum einen würde das ebenfalls den Erfolg der AFD weiter steigern, zum anderen wäre das das ins Bett legen mit der Nachfolgepartei der für die zweite menschenverachtende Diktatur auf deutschem Boden Verantwortlichen politischen Gruppierung.

Wenn man dem Wählerwillen folgt, müssten eigentlich Linke und AFD eine Koalition bilden, dann hätte Thüringen auch seine gewollte Protestregierung...

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