Forum: Politik
Zusatzverdienste im EU-Parlament: Nebulöse Nebenjobs
European Union 2015 EP

Angelika Niebler ist Chefin der CSU-Gruppe im EU-Parlament. Nun wenige Abgeordnete sind bei Zusatzverdiensten umtriebiger - und die inhaltliche Nähe zwischen Parlments- und Nebenjobs der Bayerin lässt aufhorchen.

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bammbamm 10.07.2018, 12:17
1.

Für mich einer der grössten Kritikpunkte an Europa. Wenn Lobbyisten ihre Interessen national nicht durchsetzen können haben sie jetzt auf Europaebene noch eine zweite Chance. So lange hier nicht wesentlich strengere Regeln durchgesetzt werden bedeutet Europa leider auch mehr Lobbyismus gegen die Interessen der Bürger. Ernsthaft, wer glaubt das es bei dem Amt und 14(!) Nebentätigkeiten keine Interessenskonflikte gibt ist einfach nur naiv, geschweige denn woher die Frau die Zeit nimmt dieses Amt überhaupt noch auszuführen

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gartenkram 10.07.2018, 12:22
2. Ist

jetzt aber auch nciht so sonderlich neu, dass es abgeordnete tmit vielen nebentätigkeiten gibt. Ist doch im Bundestag dasselbe. Ich frage mich nur, wie die Aufgabe eines Abgeordneten bewältigt werden kann (die nicht selten über Arbeitsbelastung klagen), wenn so viele Nebentätigkeiten besetzt werden. Da wäre ich doch sehr für Regeln, die Nebentätigkeiten auf reine Ehrenämter beschränken während der Abgeordnetentätigkeit. Wo sonst gibt es sowas? Jeder Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern Nebentätigkeiten untersagen, wenn Gefahr besteht, dass deswegen die Hauptarbeit nicht mehr richtig gemacht werden kann.

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misterknowitall2 10.07.2018, 12:24
3. Egal,...

...wer auch immer. Solange man politisch aktiv ist, sollte man keine Nebeneinkünfte haben. Eine ständige und konsequente Trennung kann nur so gewährleisten. Außerdem sollte die Arbeit als Berufspolitiker fordernd genug sein, dass man nicht mehr groß Zeit für andere Aufgaben hat. Mein Arbeitgeber würde mir was pfeiffen, bei mehr als einer Nebentätigkeit.

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Schöneberg 10.07.2018, 12:29
4. Wes Brot ich ess

Die EU ist so weit weg von den Menschen, wie es nur möglich ist. Kein Wunder, dass Leute wie Farage davon profitieren, man macht es ihnen auch nicht sonderlich schwer.

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exxilist 10.07.2018, 12:31
5. Wind auf die Mühlen der Populisten

Auch wenn ich davon überzeugt bin, das jemand nur ein guter Politiker sein kann, wenn er die alltäglchen Dinge des Lebens mitbekommt, also irgendwie und wo einer Arbeit nachgeht, so muss ich auch realistisch eingestehen, das dies -vielleicht schon immer gewesen? -Wunschdenken ist.
Es müssen endlich Mittel und Wege gefunden werden, die richtigen Leute an die richtigen Positionen zu schaffen. Keine Raffhälse mehr deren Beutel nicht gross genug sein kann. Sondern motivierte Politiker, die wirklich etwas für Land, Europa und vor allem für die Menschen erreichen wollen und nicht für Banken und börsennotierte Unternehmen, die Ihnen Beratungsgelder und Jobs zahlen bzw. versprechen.
In diesem Sinne: KEINE Nebenverdienste mehr, Anwesenheitspflicht im Parlament und keine Freitags morgens mit Koffer noch kurz stempeln gehen um die Spesen für den Tag abzugreifen, sich aber dann ins WE verabschieden. Auffällig ist nur, das unter diesen Abgreifern immer eine recht hohe Zahl an CDU/CSU Mitglieder ist. Ich erinnere in diesem Zusammenhang immer gerne an den CSU Landtagsabgeordneten, der seine beiden Kinder (15+16 Jahre alt!) für zusammen ca. 100 000 € (Ja richtig, Einhunderttausend) als Helfer für sein Mandat abrechnete.
All diese immer widerkehrenden Maßlosigkeiten treiben die Menschen immer weiter Richtung Radikale und hinterher wundert man sich.

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krautrockfreak 10.07.2018, 12:32
6. Dies ist genau DAS Problem in Deutschland und in der Welt!

Kein Politiker dürfte jemals (auch nicht nach seiner politischen Laufbahn) jemals in der Wirtschaft oder Industrie tätig sein. Denn nur dann wäre er unabhängig und könnte wirklich im Interesse des Volkes entscheiden.
So aber denkt der Politiker immer daran, dass er nichts gegen diese Firma, jenen Verband oder eine Institution generell unternehmen kann, denn evtl. arbeitet er ja für die mal. Und damit wird er nie tatsächlich hart durchgreifen wollen, wird nicht wirklich was unternehmen, was dem Volk dienen wird, denn man könnte es ihm später vorwerfen, wenn er dann in dieser Branche Fuß fassen will.
Deshalb sollten Politiker auch viel Geld verdienen, sehr viel Geld, aber sie müssten gleichzeitig garantieren, dass sie niemals mehr für eine Firma oder Verband arbeiten werden.
Dass das aber nicht der Fall ist, kann man gut sehen in Deutschland, denn es gibt keine Reformen mehr, die den Namen auch verdienen. Und zwar genau aus diesem Grund. Dies ist der Sargnagel der Demokratie und unserer Gesellschaft - Politiker, die nämlich befangen sind.

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_derhenne 10.07.2018, 12:42
7.

Läuft ja wie geschmiert bei Frau Niebler! Und immerwieder CSU, CSU, CSU... Hat sie dazu vielleicht noch ein paar Angehörige im Büro beschäftigt? Doktorarbeit selbst geschrieben? Jaja, die sozialen Chisten. Nächstenliebe wird da eben gern vorm Spiegel praktiziert.

Was spräche denn eigentlich dagegen, Nebentätigkeiten für Parlamentarier zu untersagen? Frau Merkel betreibt ja nebenher auch keine physikalischen Forschungen an der Uni.

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Neandiausdemtal 10.07.2018, 12:43
8. Verdammt richtig!

Zitat von misterknowitall2
...wer auch immer. Solange man politisch aktiv ist, sollte man keine Nebeneinkünfte haben. Eine ständige und konsequente Trennung kann nur so gewährleisten. Außerdem sollte die Arbeit als Berufspolitiker fordernd genug sein.....
Ihr Beitrag sollte über jeden Parlamentseingang gehängt werden.

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webstoney 10.07.2018, 12:48
9. Ganz einfach

Nebeneinkünfte nur bei eigenen, innhabergeführten Betrieben (sonst gibts nur Berufspolitiker). Keine Anstellungen oder Aufsichtsratsjobs.

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