Forum: Politik
Zutrittsverbot für Flüchtlinge: Freiburg will mit Klubbetreibern reden
Corbis

Zahlreiche Klubs und Diskotheken in Freiburg verwehren Flüchtlingen den Zutritt. Dieses pauschale Verbot ist laut Polizei und Politikern nicht nur rechtswidrig, sondern auch unnötig: Es seien kaum Straftaten gemeldet worden.

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puschelchen123 24.01.2016, 15:51
200. Na sowas....

Clubs agieren doch schon immer so, zumindest seit ich denken kann. Dabei ist das Konzept denkbar simpel, man muss reinpassen und Getränke konsumieren. Aber vor allem muss eine ausgewogenes Männer Frauen Verhältnis gewahrt bleiben. Ansonsten haben die Mehrheit keinen Spass mehr und bleiben fern.
Kein Zutritt für Flüchtlinge ist natürlich eine pauschale nicht verfassungskonforme Aussage, die Praxis ist es allerdings schon immer so. Man kann sich jetzt seitens Politik einmischen, aber das ändert nichts an dem Hausrecht der Clubbesitzer und deren Executiver (Türstehern)

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hardliner2015 24.01.2016, 15:53
201. Privatinitiative

Wenn der Staat versagt ... dann bleibt nur die Privatinitiative ... um die Kunden zu schuetzen.

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OskarVernon 24.01.2016, 15:53
202.

Zitat von unumvir
Ein massiver Eingriff der Politik ins Hausrecht ist nicht akzeptabel und nicht hinnehmbar.
Das ganze AGG ist nichts anderes als eine Ansammlung massiver Eingriffe in alle möglichen Rechte von Unternehmen und Unternehmern - staatliche Stellen sind diesbezüglich ohnhehin ans GG gebunden.

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Willi Wacker 24.01.2016, 15:53
203.

Zitat von Indigo76
Wenn sie Worte wie Hausrecht benutzen, sollten sie vorher lesen, wie dieses definiert ist. Kein Hausrecht darf das grundgesetz aushebeln und im Grundgesetz gibt es das Diskriminierungsverbot. Da darf sich ein Clubbesitzer gerne auf die Hinterbeine stellen - er steht nicht über dem grundgesetz!
Na wenn das so: machen Sie doch eine Disco auf und werden reich.
Ich würd´s Ihnen gönnen. Den Reichtum.

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erlan90 24.01.2016, 15:53
204. @Spiegel

Hallo
Ich hatte mich gestern schon als Freiburger Türsteher dazu geäußert. Flüchtlinge werden nicht perse abgewiesen, wie im letzten schlecht recherchierten Artikel zu sehen war. Nur wer nirgendswo gemeldet ist (und auch Flüchtlinge erhalten nach kurzer Zeit ausweisähnliche Dokumente mit Registrierung), darf nicht rein. Dies ist leider tatsächlich nötig. Wenn die Politik von keiner Zunahme von gemeldeten Verbrechen weiß, sollte sie sich erst einmal Fragen, wie sinnvoll eine Anzeige gegen Unbekannt im Rahmen eines Diebstahls ist (und wieviel zusätzlichen Aufwand man dann hat). Eine Annäherung dazu wäre, die bei der Behörde neu beantragten Personalausweise zu hinterfragen (davon ausgehend das alle Opfer aus der Stadt/Umkreis kommen) und eine Statistik zu erstellen. Da oft aber einfach nur das Geld geklaut wird und danach der Rest in den Mülleimer fliegt, muß das auch nicht zwingend stimmig sein

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Byrne 24.01.2016, 15:56
205. Ganz normal

Zitat von Phil2302
Also, ich weiß nicht wie es in Freiburg aussieht, aber da, wo ich herkomme, kämpfen die Clubs mit ausbleibenden Gästen und sinkenden Einnahmen. Jedem Asylbewerber grundsätzlich den Eintritt zu verwehren führt natürlich zu geringerem Umsatz. Warum sollten die Betreiber diesen Schritt also wagen, wenn es doch angeblich keine Gründe dafür gibt? Die Polizei weiß nichts von irgendwelchen Straftaten von Flüchtlingen - na, das kommt mir doch irgendwo bekannt vor.
Die Türsteher der Clubs haben meist einen ganz guten Riecher dafür, wer sich friedlich amüsieren und Geld ausgeben will und wer eher Ärger macht. Und natürlich muss auch immer die Mischung stimmen.

Straftaten in den Clubs selber wie Belästigungen und auch fast alle körperlichen Auseinandersetzungen werden fast immer intern und ohne Polizei geregelt. Da bekommt die dann auch nichts mit. Wenn man da auf einmal merkt, dass das Bargeld weg ist, geht eigentlich auch niemand zur Polizei, was soll die denn in so einem Fall auch machen?

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bimmer 24.01.2016, 15:58
206.

Na klar, nicht jede blöde Anmache, jedes Antatschen oder Belästigen ist eine Straftat, oder wird überhaupt gemeldet! Aber deswegen ist die Welt doch nicht in Ordnung, nur weil es vielleicht keine Straftaten sind (oder diese zur Anzeige gebracht werden)!

Wenn ein Diksothekenbetreiber merkt, dass sich seine Gäste (hauptsächlich die weiblichen) bei ihm nicht mehr wohlfühlen und lieber zuhause bleiben, dann geht es für ihn um die wirtschaftliche Existenz!

Also sucht er nach den Ursachen, und wenn es nun Flüchtlinge sind, die immer wieder massiv negativ auffallen (auch ohne "Straftat"), dann sperrt er sie kurzerhand aus - das ist für den Betreiber existenziell.

Und wenn kommunale Freizeiteinrichtungen sich diese rigorose "Türpolitik" aus "political correctness" nicht erlauben (können), dann gehen die auch Pleite!

Mehr steckt da nicht dahinter!

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Zaunsfeld 24.01.2016, 15:59
207.

Zitat von Indigo76
Wenn sie Worte wie Hausrecht benutzen, sollten sie vorher lesen, wie dieses definiert ist. Kein Hausrecht darf das grundgesetz aushebeln und im Grundgesetz gibt es das Diskriminierungsverbot. Da darf sich ein Clubbesitzer gerne auf die Hinterbeine stellen - er steht nicht über dem grundgesetz!
Nein. Sie haben keine Ahnung. Wenn Sie schon das Diskriminierungsverbot vorschieben, sollten Sie wissen, dass dieses in Bezug auf den Staat gegenüber seinen Bürgern gilt, nicht aber den Bürgern gegenüber anderen Bürgern im privatrechtlichen Bereich. Die Bürger unterliegen keinem Diskriminierungsverbot.

JEDER darf selbst entscheiden, wen er auf sein Grundstück, in sein Haus, in seine Gaststätte oder Disco lässt. Niemand, auch nicht der Staat, kann einen Clubbesitzer zwingen, jemanden in seinen privaten Club zu lassen, den er da nicht haben will.

Das hat auch nichts mit Diskriminierung zu tun. Der Clubbesitzer agiert ausschließlich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und der macht dabei eine ganz einfache Rechnung auf. Wenn eine Horde junger arabischer Männer mehr Umsatzeinbußen bedeutet (weil dann die Frauen und damit auch die zahlungskräftige sonstige Klientel wegbleiben), als sie zur Umsatzsteigerung beiträgt (diese Klientel hat meist wenig Geld), dann kommt diese arabische Klientel eben nicht mehr rein. Ganz einfach und auch verständlich und nachvollziehbar.

Wer würde denn sonst den Club finanziell entschädigen, wenn er selbst 20 Mann starke arabische Männergruppen reinlässt und die ganze Sache dann im Club schiefgeht? Messerstecherei, Frau(en) massiv sexuell belästigt oder gar vergewaltigt, Schlägerei, und damit der Ruf des Clubs ein für alle mal im Eimer?
Entschädigen Sie den Club dann finanziell? Die grüne Partei? Der Steuerzahler? Das Bundesamt für Migration? Eine Spendensammlung der Refugees-Welcome-Jünger?
Oder bleibt der Clubbesitzer auf seinem pleite gegangenen Club dann selber sitzen?
Verraten Sie es mir bitte!

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thommikäffchen 24.01.2016, 15:59
208. Klarheit

Also: Nun ist es erst mal so, dass in dem Artikel ständig Tatsachen vertauscht werden. Sind es nun Flüchtlinge, die nicht mehr in den Laden gelassen werden, oder wie teilweise zu lesen: Ausländer? Macht ja nen Unterschied. Weiter ist es so, dass in die meisten Läden sowieso keine Männer mit dunkler Hautfarbe kommen, wenn sie nicht komplett aufgebrezelt sind. Hierzu zähle ich das Kagan, Karma, Agar usw. Einzig das Wheit Rabbit hat in den letzten Jahren explizit eine flüchtlingsfreundliche Politik betrieben. Das Elpi muss sowieso keine rein lassen, da es ein Studentenclub ist und eigentlich nur Leute mit Studentenausweis rein lässt. Hab auch schon erlebt, dass "ganz normale " Leute nicht rein gekommen sind. Hab da auch noch nie nen Flüchtling drin gesehen. Und im Jazzhaus werden jetzt wohl auch keine mehr rein gelassen. Betrifft meiner Meinung also zwei "Clubs". Natürlich es das für die Flüchtlinge nicht cool, die sich benehmen. Aber es wird jetzt so getan, als ob sich für alle Clubs was ändert und vorher überall Flüchtlinge rein gelassen worden sind und jetzt nicht mehr. Peace

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erlachma 24.01.2016, 16:00
209.

Zitat von misterm8282
Ich selbst bin Mitglied der Grünen und auch im Bereich Flüchtlinge engagiert, so dass ich sagen kann, dass die meisten Flüchtlinge sich sehr integrativ verhalten. Aber man muss, gerade um die sich wohlverhaltenden Flüchtlinge zu schützen, offen die Probleme mit einzelnen Gruppen differenziert ansprechen und darüber berichten!
Sie glauben also, die Lösung wäre, so über die Probleme mit Flüchtlingen zu berichten, in einer solchen Hysterie (ich kann mich nicht erinnern, dass über die Terroranschläge auf Asylantenunterkünfte ebenso tage- und wochenlang berichtet würde), dass jeder Bürger glaubt, ständig und überall dem Unrecht zu begegnen?

Man schützt niemanden, indem man ihn rassisch in Sippenhaft nimmt und dem Pöbel zum Fraß vorwirft. Denn das Ergebnis der Berichterstattung ist ja eben nicht "Herr X" oder "Herr Y" oder "die Gruppe um Herrn Z" hat eine Straftat begangen, sondern "der Flüchtling".

Deswegen: man müsste die Berichterstattung aus dem Hysteriemodus nehmen und auf das Maß der tatsächlichen Relevanz zurückfahren. Das gleiche gilt übrigens für die Berichte über die dauernden Pegida-Aufmärsche.

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