Forum: Politik
Zutrittsverbot für Flüchtlinge: Freiburg will mit Klubbetreibern reden
Corbis

Zahlreiche Klubs und Diskotheken in Freiburg verwehren Flüchtlingen den Zutritt. Dieses pauschale Verbot ist laut Polizei und Politikern nicht nur rechtswidrig, sondern auch unnötig: Es seien kaum Straftaten gemeldet worden.

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exit2016 24.01.2016, 16:53
250. Gratwanderung

Selektive Türpolitik bei angesagten Clubs gab es bereits zu jener Zeit, als ich anfing Abends auszugehen, und das ist nun schon ein paar Jahre her. Ich glaube, jeder ist bereits schon einmal von einem Türsteher abgewimmelt worden. Klar hat es einen geärgert, aber daraus haben weder ich noch meine Freunde und Bekannten ein Politikum gemacht.
Meine Erfahrung ist die, dass größere Männergruppen, zunächst einmal unabhängig von Hautfarbe und Aussehen, es erst einmal schwerer haben, in bestimmte Clubs reinzukommen, einfach, weil die Betreiber auf eine ausgewogene Mischung der Gäste achten. Ein eklatanter Männerüberschuss im Laden ist i.d. R. nicht gut für die Stimmung, und somit nicht gut fürs Geschäft.
Weitere selektive Maßnahmen sind Kleidung, Erscheinungsbild, Auftreten etc. Alkoholisierte Fußballfans z.B. haben ebenso geringe Chancen auf Einlass wie türkische und arabische Cliquen. Die Betreiber wissen ganz genau, warum sie solche Leute aus ihren Läden fern halten. Jeder, der sich in der Club- und Barszene etwas auskennt, weiß auch warum.
Also, wenn die Clubbetreiber in Freiburg, von denen ich annehme, dass ihnen rassistisches Denken eher fremd ist, kollektiv zu solch drastischen Maßnahmen greifen, dann muss es einige sehr unangenehme Vorgänge seitens unser neu eingereisten Mitbürger gegeben haben, anders ist das nicht zu erklären. Anstatt die Clubbetreiber pauschal an den Pranger zu stellen, sollten die Kritiker dieser Maßnahme praktikable Vorschläge auf den Tisch legen, wie sie dieses Problem zu lösen gedenken. Das betrifft ja nicht nur Clubs wie wir wissen, sondern auch andere Einrichtungen wie Schwimmbäder und auch öffentliche Plätze.

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nordschaf 24.01.2016, 16:53
251.

Zitat von Zauderer
Die Clubbetreiber sollten wohl am besten wissen, wie groß der Ärger mit "Flüchtlingen" bisher war. Und welche negativen Folgen das eventuell schon auf das Geschäft hatte. Es rennt sicher nicht jede Frau, die sich angegafft oder sonstwie belästigt fühlt, zur Polizei.
Gute Güte, seit wann brauchts denn Flüchtlinge, damit man als Frau in Clubs angemacht wird? Jetzt wollen wir doch mal bitte nicht so tun, als wären alle jungen deutschen Männer Engel oder Feministinnen. Das wäre ja ganz was Neues.

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DieButter 24.01.2016, 16:53
252. Natürliche Selektion durch das andere Geschlecht

Der Vergleich mit den Gastronomen hinkt so dermaßen... Wo geht ein junger, männlicher Migrant wohl eher hin, wenn er sich tanzende Frauen in sexy Kostümen ankucken will? Ins Gasthaus oder in die Disco?
Aber ein generelles Eintrittsverbot geht auch gar nicht.
Zu meiner Zeit wurde das Problem so gelöst: Eine Gruppe ausschließlich junger Männer -> Kummst hier ned rein! Das Gleiche, aber nochmal mit Damenbegleitung -> Offene Tür.
Wenn sich männliche Halbstarke Frauen gegenüber zu benehmen wissen, nehmen die sie ja wohl auch in die Disco mit. Und wenn nicht, dann bleibt die Tür eben zu.

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nadennmallos 24.01.2016, 16:55
253. Hmmm, doch ich denke Sie haben recht ...

Zitat von franz.xaver
Schön langsam kann ich SPON verstehen warum sie die Foren dicht machen... Gottseidank ist das hier nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, sonst würde mir Angst und Bange werden für Deutschland ...
... so denken die meisten Bürger (mittlerweile). Das ist ja hauptsächlich der Unmut über das komplette Versagen der Politik und deren Öffentlichkeitsarbeit der sich hier Bahn bricht. Ein Großteil der Bundesbürger stand den Asylanten m.E. eher abwartend, aber nicht ohne freundliche Grundstimmung gegenüber. Dass sich sowas ändern kann ..., nun ja, daran haben Politik und ein kleiner Teil der Asylanten intensiv gearbeitet. Großzügigkeit muss man sich erarbeiten: Solider Plan für die Zukunft, sicheres Auftreten, klare Sprache. Hamm' wa halt nicht! Deswegen das momentane (hoff' ich) Chaos.

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fam.weber11 24.01.2016, 16:57
254. Wer weiß?

Zitat von franz.xaver
Schön langsam kann ich SPON verstehen warum sie die Foren dicht machen... Gottseidank ist das hier nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, sonst würde mir Angst und Bange werden für Deutschland ...
Mein Tipp: Verfolgen Sie Mal die entsprechenden Foren bei der Springer-Presse oder bei bestimmten sozialen Netzwerken. Dagegen nimmt sich dieses Forum wie ein philosophisches Oberseminar aus.

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säkularist 24.01.2016, 16:57
255.

Zitat von toskana2
Kein halbwegs vernünftiger Mensch käme auf die Idee, jeder Flüchtling sei ein Krimineller oder Vergewaltiger. Die Ereignisse aber, die in den letzten Wochen passierten, stellen die Bevölkerung vor dem Problem unterscheiden zu müssen, wer nun ein potenzieller Krimineller sei und wer nicht. Ein Zustand der Unsicherheit, der Vorurteile befeuert.
Korrekt,

ich würde meiner Tochter auch empfehlen, größere Ansammlungen von nordafrikanisch/arabisch aussehenden jungen Männern pauschal zu meiden.

Klar erwidern jetzt die Welcome-Fans, es wäre doch viel korrekter wenn sie versucht jeden einzelnen aus der Gruppe persönlich kennenzulernen und erst dann zu urteilen, aber vermutlich würde das selbst aus dieser Gruppe niemand sagen wenn es um die eigene Tochter geht.

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klaus meucht 24.01.2016, 16:58
256. Realität unklar

Zitat von Zaunsfeld
Ich weiß, dass es Ihnen wehtut, dass Ihre heile Flüchtlingswelt nun Stück für Stück zusammenbricht. Aber auf Dauer kann man die Realität eben nicht ausblenden, denn die Realität ist hartnäckig, weit hartnäckiger als jede eingebildete Traumvorstellung.
Ehrlich gesagt ich weiss nicht was die Realität ist. Realität scheint es zu sein dass sich viele von Flüchtlingen gestört fühlen.

In wie weit dies Ausdruck vermehrter Fehlverhaltens von Flüchtlingen ist, oder Ausdruck von Vorurteilen der Gästen gegenüber Flüchtlingen ist schwer nachzuvollziehen. Ich vermute dass beides wahr ist.

Die Betreiber der Clubs haben das Gastrecht. Die Stadt sollte aber mit den Clubbetreibern und Gästen reden

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dani7830 24.01.2016, 17:04
257.

Solche Aktionen bringt man noch mehr Frust in das Land. Und Parteien wie die AfD nutzen das auch noch aus und machen Stimmung. Entweder man integriert Flüchtlinge oder man lässt sie erst gar nicht rein. sie in lagern einzusperren bringt auch nichts.

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Mondlady 24.01.2016, 17:05
258. Flüchtlinge in Clubs

Persönlich bin ich der Meinung, dass der Clubbetreiber das Hausrecht hat. Dass man z.B. in anderen Städten in bestimmte Clubs auch "nicht reinkommt", weil den Türstehern die Klamotten nicht gefallen, hat bisher niemanden aufgeregt. Außerdem glaube ich, wenn Besucher anständig angezogen sind und nicht betrunken, kann man doch nicht sagen, ob jemand Flüchtling ist oder "nur" Deutscher mit Migrationshintergrund! Über Volker Becks Aussage musste ich aber lachen: Im Rechtsstaat muss keiner für die Fehler anderer eintreten! Was ist es dann, was die Bürger hier seit Monaten machen? Wir alle in Städten und kleinen Gemeinden müssen für die Fehler der Politik in Berlin eintreten, bzw. die Folgen ausbaden!

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biglewbowski 24.01.2016, 17:12
259. Die Clubs

selektieren bereits von jeher ihre Gäste. Das nennt man Hausrecht und hat nicht mit Diskriminierung zu tun, sondern einen für alle Gäste angenehmen Abend zu ermöglichen. Nach 20 Jahren feiern in vielen Clubs Deutschlands ist es eine Binse, dass zumeist Gäste aus anderen Kulturkreisen für Ärger und unangenehme Stimmung sorgen. Der Autor dieses Artikels ist nicht mal mehr weltfremd, sondern ein kleiner Nerd, der niemals selbst einen Club von innen gesehen hat, weil er an der Tür abgewiesen wurde. Zu recht.

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