Forum: Politik
Zuwanderung: Land der Mutlosen

Warum brauchen wir Einwanderung? Doch nicht wegen der Wirtschaft. Sondern weil Deutschland alt und müde wird. Ohne Einwanderer versinkt dieses Land im Schlaf.

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noepel 05.10.2015, 19:00
290.

Vielleicht hat Herr Augstein ja auch irgendwo recht...nur, wieso muss ich mir von ihm "Mutlosigkeit" vorwerfen lassen?
Wenn er den Geburtenrückgang bemängelt, Ok..auch der Spiegel braucht zukünftige Abonnenten ;)
Aber wie immer wird auch hier der "böse" Bürger als Buhmann hingestellt. Aber Ok, ich habe vergessen, das Deutschland als Vorzeigekandidat gehandelt wird, was Familienpolitik angeht. Selbiges natürlich auch in Sachen Wohnungsbau...ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie vor einigen Monaten die Jubelrufe aus der Bevölkerung kamen, als man den Immobilienbesitzern freie Hand ließ, den Mietern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Bin ich froh, das an allem nur der idiotische Bürger schuld ist...wo er doch..ja, ich muss es so offen sagen, täglich, wöchentlich und monatlich die Möglichkeit hat, sich so weit in Sachen Politik einzubringen, das seine Belange gehört, und vor allem wahrgenommen werden*Ironie off*
Und was unsere Kultur angeht, Herr Augstein...sie wollen uns also erzählen, das die x-tausend, die uns ab jetzt bereichern werden, genauso gewillt sind, sich in unserer Kultur einzubringen?
Oder darf ich mich jetzt schon darauf freuen, das ich, auf lange Sicht gesehen, eine andere Kultur erlernen zu habe.
Sry, aber auch sie,Herr Augstein, können nicht in die Zukunft gucken...also warum soll ich ihnen ihr "Schöngerede" als einzig wahres Wort abnehmen?

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teacher20 05.10.2015, 19:05
291.

Zitat von Andreas-Schindler
Herr Augstein sie machen es sich zu Einfach... Es würde Deutschland als Land sehr gut tun wenn hier 20-30 Millionen Menschen weniger hier Leben würden. Das Problem mit dem Alter ist ein herbeigeredetes Problem. Das Problem sind die Kosten durch die Dutzenden Krankenkassen in Deutschland und Seniorenheime, wo es nur darum geht so viel Geld wie möglich durch die Rentner zu Verdienen. Das Problem der gesetzlichen Rente beruht auch hauptsächlich darauf das man seit Bismark nicht viel am System geändert hat. In anderen Ländern zahlen ALLE in EINE Rentenkasse ein. Der Fachkräftemangel gibt es auch nur weil die Firmen nicht genug zahlen wollen und nur Junge Leute Suche. Dazu sollen die Bewerber 150% zur Stellenausschreibung passen. Die ganzen Flüchtlinge werden ihr blaues Wunder erleben wenn sie merken das es hier nur für die wenigsten Arbeit gibt und Wohnraum, sowie alles andere sehr teuer ist.
Warum würde es Deutschland "gut tun, wenn 20 - 30 Millionen Menschen weniger leben würden"?
Ohne, dass Ihnen das bewusst ist, wandeln Sie in den Spuren des zynischen französisches Politikers Georges Clemenceau, des "Tigers". Frankreich, das lange vor Deutschland (in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts) ein Demographieproblem hatte (dieses aber erfolgreich in den Griff bekommen hat), hatte, besonders nach den schweren Verlusten im 1. Weltkrieg (aus dem es als verwundeter "Sieger" hervorgegangen war) einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber dem (damals) fruchtbareren Deutschland. Das führte Clemenceau dazu, zu sinnieren, es gebe "20 Millionen Deutsche zu viel". Die Fortsetzung der Hungerblockade nach dem Waffenstillstand von 1918 zielte implizit auch auf eine Bevölkerungsverringerung im Deutschen Reich ab. Die "Spanische Grippe", die die durch die "Steckrübenwinter" zusätzlich geschwächte deutsche Bevölkerung traft, tat ihr Übriges.
Falsch ist auch Ihre Behauptung, das Problem mit dem Alter sei "ein herbeigeredetes Problem". Das ist es mitnichten. Dass Altenheime wie Pilze aus dem Boden schießen hat in erster Linie mit der rapide steigenden Nachfrage einer alternden Gesellschaft zu tun, nicht mit den enormen Renditeerwartungen.
Auch ist der Fachkräfte- und der Lehrlingsmangel eine Tatsache und hat nichts damit zu tun, dass Firmen nicht genug bezahlen wollen. Mittlerweile können Firmen auch dann ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen, wenn sie ihre Anforderungen bis an die Schmerzgrenze herabsetzen und mannigfache Anreize schaffen. Ebenso steigt die Zahl älterer Arbeitnehmer seit Jahren.
Eine Aussage wie "(d)en Fachkräftemangel gibt es auch nur weil die Firmen nicht genug zahlen wollen und nur Junge Leute suchen. Dazu sollen die Bewerber 150% zur Stellenausschreibung passen", ist also völliger Blödsinn.
Auch ist es falsch, dass es "für die wenigsten Arbeit" gibt, wiewohl es mit dem Wohnraum eng werden könnte.
"Alles andere ist sehr teuer" ist in dieser Pauschalität ebenso unrichtig, gehört Deutschland mit einer Inflationsrate nahe 0% zu den europäischen Ländern mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten AUSSERHALB der ost- und südosteuropäischen EU-Neumitglieder, die jedoch nicht vergleichbar sind.

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Guenter2912 05.10.2015, 19:09
292. Deutschland braucht keine Zuwanderer

In Deutschland drängen sich auf 357.340km² 81,2 Mio Menschen, d.h. 227E/km².
Nehmen wir einmal Frankreich. Klagen diese, dass sie nur so wenige sind? Nein, sie leben recht fröhlich vor sich hin und wären vermutlich noch fröhlicher, wenn sie in ihren Vorstädten nicht die islamischen Zuwanderer hätten.
In Frankreich wohnen auf 674.843km² 66,3Mio Leute, d.h. 98E/km². Diese Bevölkerungsdichte bezogen auf die Fläche der BRD ergibt 35,0 Mio Einwohner.
Um dies zu erreichen, da kann Deutschland lange an Bevölkerung verlieren. Dies geht auch über einen langen Zeitraum. Den Menschen würde es dann in Deutschland wesentlich besser gefallen, als es jetzt der Fall ist. Der Einzelne hätte einfach etwas mehr Platz zum Leben. Der Übergang wäre vermutlich etwas schwierig. Mit einer längeren Lebensarbeitszeit für alle und einer aktiven Sterbehilfe für die Älteren, wäre es aber zu schaffen. Das mit der Sterbehilfe darf ich schreiben, denn ich bin im 76. Lebensjahr und habe überhaupt keine Lust in ein Pflegeheim einzuziehen. Ich würde da mit machen.
Wenn man dann noch eine Bundeskanzlerin hätten, welche die Bevölkerung mit dem Aufruf ermuntert: "Wie schaffen das!", dann sehe ich da überhaupt keine Probleme.
Ich habe aber Angst davor, dass durch die vielen Fremden es schon in den nächsten Monaten zu großen Problemen kommen wird, welche sich in den folgenden Jahren noch verstärken werden.

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kiel-ost 05.10.2015, 19:10
293. xxx

Zitat von mr.room
...die deutschen bekommen zu wenige Kinder was von mir persönlich. Wir sind letztes Jahr im März Eltern geworden. Leben in einer 3 Zimmerwohnung, 78 qm in Köln, ca. 1.000 EUR warm. Wir haben unser Kind vor 1 Jahr auf mehreren Kindergärten angemeldet, bekommen im nächsten Januar Bescheid, ob wir ab August einen Platz bekommen. Als meine Frau bei Ihrem Arbeitgeber nach den Möglichkeiten der Rückkehr erkundigt hat, bekam sie zur Antwort:"nur ganztags und in Duisburg", was so viel heißt wie Pech gehabt.
Genau ihre Geschichte hab ich schon von vielen gehört --- da wird der Frau nach Geburt gesagt, entweder sie kommen Vollzeit wieder oder gar nicht... und da die Frauen eigentlich gern so 30 Std-Woche arbeiten wollen UND Zeit für das Kind haben wollen, müssen sich viele dannn entscheiden und gucken in die Röhre.

dann landen viele Frauen eben im Minijob ungesicherte Beschäftigung, weil es zu wenig gute große Teilzeitstellen gibt!!! DE soll sich gefälligst mehr an die Niederlande orientieren und konsequent den Umbau zur Familienfreundlichen Teilzeitkultur fördern!!! Rechtsanspruch für jedermann , egal ob KFZ Schlosser, Industrie ode sonstwas, dann erhalten auch Frauen dadurch einen Vorteil, weil man nicht mehr schief angesehen wird... Niederlande mit höherer Fertilitätsrate sind bei den Arbeitszeiten Top - kenne sogar nen Informatiker der nur deshalb in die NL ging, weil er da Teilzeit arbeiten konnte, in DE nnicht.

in DE wird nnur gelabert, aber nichts getan... nebenan sitzt das Vorbild, schon 30% Männer arbeiten da auch Teilzeit, das muss normal werden, auch weil wir überlegen müssen wie wir mit sinkendem Arbeitsvolumen, steigender Produktivität u.a. umgehen sollen, denn die Wirtschaft ändert sich. Minijobs sind ja nicht die Krönung, auch das Rentensystem NL wäre ein nachdenkenswerter Ansatz um die Rente auch für Frauen zu verbessern, die Kinder erziehen

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kumi-ori 05.10.2015, 19:12
294. Ein Trugschluss

Zitat von wmb58
Das eigentliche Problem ist nicht die schrumpfende Bevölkerung, sondern die demographische Entwicklung. Das Ergebnis eine dramatische Überalterung. Daher wäre es wünschenswert, dass so viele junge Familien wie nur möglich nach Deutschland kommen.
Die Rechnung geht so nicht auf.

Wenn viele Familien nach Deutschland kommen und tatsächlich eine sozialversicherungspflichtige Arbeit finden, dann ist das zwar zunächst einmal eine Entlastung für die Rentenkasse, von der Sie und ich vielleicht profitieren. Aber das Problem wird dadurch nur verschoben.

Diese Zuwanderer und deren Kinder werden schließlich genauso 90 Jahre alt wie wir auch und sie werden dann genauso im Alter Rentenzahlungen benötigen.

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kratzdistel 05.10.2015, 19:13
295. das ist keine mär sondern fakt

Zitat von VolkerPeters
Die Mär vom ökonomischen Nutzen der Flüchtlinge für unsere Gesellschaft. Entweder es werden Bilder von ertrunkenen Kinder gezeigt, um unser Mitgefühl zu stimulieren, Bilder von brennenden Flüchtlingsunterkünften, um die eigenen Reihen gegen die Nazis zu schließen, oder eben das angebliche Sachargument vom notwendigen Zuzug bemüht, um einen praktischen Nutzen zu suggerieren. Wie die Arbeitswelt in 20 Jahren aussehen wird, kann wohl niemand sagen. Selbst die kurzfristige Ankündigung vom Fachkräftemangel hat sich bisher nicht manifestiert. Man braucht aber kein Genie sein, um zu verstehen, dass die 90% der Flüchtlinge, die keine Akademiker sind, unsere Renten nicht sichern werden. Der beste Gradmesser dafür, dass dieses Argument quatsch ist, ist, dass man selbst von Andrea "Danke für diesen guten Morgen" Nahles schon lange nichts mehr über den Segen des Flüchtlingsstroms für den Arbeitsmarkt gehört hat. Wie glaubwürdig ist man übrigens, Herr Augstein, wenn man als Kapitalismus- und Systemkritiker so tut, als läge einem die Sicherheit der Renten am Herzen?
unser BIP und BSP haben seit 95 der sehr großen zuwanderungszeit signifikant zugenommen und nicht abgenommen, wie einige damals davor gewarnt hatten. "das boot ist voll" war unter anderem ihr wahlkampfthema.das boot war aber nicnht gesunken, sondern hatte sich stabilisiert. man muss schon blind sein, um die Realität nicht wahrzunehmen. vom Wohlstand profitieren die allermeisten. es geht nicht nur um erhalt der renten sondern auch des Lebensstandards oder wollen sie eine rezessive entwicklung zurück zur 48 std. Woche mit zwei wochen Urlaub im jahr und sonstigen Einschränkungen. natürlich muss der plötzliche schwall von zuwanderern kanalisiert werden. das ist das eigentlichde problem und nicht die Zuwanderung von konkret verfolgten. wer unter den jungen kein akademiker ist, kann es noch werden auch wenn er aus ärmlichen Verhältnissen stammt.

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epicur 05.10.2015, 19:14
296.

Die anstehende Digitalisierung wird viele der angesprochenen Arbeitsplätze überflüssig machen.

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ediart 05.10.2015, 19:20
297. Die Bedeutung

das Deutschland nicht aussterben soll erschließt sich mir nicht. Ich bin kein Nationalist daher kann ich getroßt in die Zukunft einer schwindenden deutschen Bevölkerung blicken. Ich verstehe die Aufregung und Ängste nicht, die mit einem Bevölkerungsschwund verbunden werden.
Ich sehe das positiv, weil es dann weniger Nationalisten gibt, solche braucht unsere Welt schon lange nicht mehr.

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katzenheld1 05.10.2015, 19:25
298. Sie haben aber einen scharfen Blick

Zitat von onecomment
Wenn ich ihre Sorgen und Ängste hätte würde ich sofort auswandern. Ich bin wirklich froh, in einem wie man es heute nennt Problemstadtteil mit vielen Migranten aufgewachsen zu sein und zu leben, denn ich bekomme nämlich keine reflexartigen Panikattacken wenn mir auf der Strasse Muslime entgegenkommen.
Normalerweise erkennt man doch gar nicht, welcher Religion ein Mensch sich zugehörig fühlt oder ob er Atheist oder Agnostiker oder Schientologe ist. Deshalb lehne ich auch das Kopftuch als religiöses nonverbales Kommunikationsmittel (geschweige denn weitere Verhüllungen) vehement ab. Es dient der Abgrenzung bei gleichzeitigem Lamento ohne Ende, wenn die Botschaft verstanden wird und Ausgrenzung zur Folge hat.

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localpatriot 05.10.2015, 19:27
299. Im SPON der Mutlosen

... Im SPON der Mutlosen hat Herr Zugstein wenigstens den Mut ein Forum anzuhängen. Vielen der gegenwärtigen journalistischen Beiträge fehlt dieser Mut.

In einem Parlament der Mutlosen gibt es nur eine Stimme, nämliche die der oberkommandierenden Kanzlerin. Unter den heutigen Umständen kaum glaubhaft.

In der Demokratie dier Mutlosen .....

Im Lande der Mutlosen regiert Mutlosigkeit. Es regnet buchstäblich die Mutlosigkeit.

MfG an alle Mutlosen.

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