Forum: Politik
Zuwanderung und Antisemitismus: Importierter Judenhass

Von manchen wird die Willkommenskultur als Versöhnungswerk zwischen Muslimen und Christen gefeiert. Schade nur, dass die Juden dabei außen vor sind. Wir sollten nicht unterschätzen, wie weit der Antisemitismus unter arabischen Flüchtlingen reichen kann.

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Anton Waldheimer 01.12.2015, 17:49
170. Polemik der Westpresse

Dieser Hass ist eine Folge der Existenz des Staates Israel und dessen Politik, beides zu Lasten der Ureinwohner. Moslems sind keine Antisemiten ihre Abneigung hat keine rassistischen sondern nur territorialpolitische Motive. (Palästina)

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dweik01 01.12.2015, 17:50
171. Der Bumerang eigener Propaganda

Es mag zynisch sein, aber dem Zentralrat fällt nun als Bumerang die Willkommenskultur auf die Füße, die er selbst säte, das ist recht so. Es brauchte früher keine antisemitischen Äußerungen, es reichte verbale Abgrenzung oder eine manchmal falsch verstandene Deutsche Identität, da stellte der Zentralrat der Juden wieder alle Deutschen, auch Nachkriegsgeborene, unter antisemitischen Generalverdacht und in Mithaftung für das Dritte Reich. An eine Identität, ein "Nationalbewußtsein" war nicht zu denken. Erst in der jüngeren Geschichte haben sich deutsche Regierungen auch mal gewagt Israel wegen Siedlungen zu widersprechen. Mehr nicht.
Was erwarten die Juden jetzt, daß wir für sie den Stall dicht machen? Nein, wir wurden gemeinschaftlich zu guten Willkommensgutbürgern erzogen. Wer Schuldbewußtsein sät und Identität unterminiert, der erntet kritikloses und naives Willkommensgutmenschenbewußtsein! Diesen Bumerang müssen Juden jetzt aushalten.

Gefährlich wird es dennoch, weil mangels eigener Identität keiner aufsteht und den Zuwanderern eine ("Leit")-Kultur an die Hand gibt, geschweige denn sie umsetzt und auch sanktioniert. Man wäre sofort in der antisemitischen Ecke. Das wagt keiner. Muslime werden die gleichen "antisemitischen" Argumente nutzen wie die Juden. Sie sind auch eine Minderheit (noch). Ein Schelm, wer Böses....
Gefährlich wird es, weil die Willkommenskultur in Deutschland keine eigene Identität hat und nur naives Multikulti-Wirschaffendas kennt, ohne strategischen Weitblick und Ansätze wie das zu schaffen wäre. Das Demographieargument war Populismus schlechthin. Es verschwand blitzschnell als die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden sollten und als deutlich wurde, daß die Zuwanderer kaum in den deutschen Arbeitsmarkt integrierbar sind und damit wohl auch nicht in die Gesellschaft.
Gefährlich ist es, weil das Integrationsproblem jetzt hier manifestiert ist. Da helfen keine Milliarden! Will die Regierung per Gesetz jetzt Deutschen dazu zwingen seine zeit mit Zuwandererintegration zu verbringen?! Das wäre nötig, aber massive Grundrechtseinschränkung! Die Regierung kann sich noch nicht mal darauf festlegen, daß der rechtlich bindende subsidiäre Schutz auch tatsächlich angewandt wird und den Familiennachzug ausschließt. Warum? Wegen der Gutmenschen-Willkommenskultur.

Wer jemals in den arabischen Herkunftsländern war, der weiß, daß es zur Genetik und zum Funktionieren dieser Völker gehört, daß die Menschen in hierarchischen Clanstrukturen leben und daß Antisemitismus erst deren Staaten zusammenhält (Lybien, Agypten, Marokko). Die gesamte Sozialisierung funktioniert dort so, deren ganzes Leben war so! Deswegen funktioniert dort auch keine Demokratie und Gleichberechtigung. Das werden Zuwanderer nicht an der Grenze ablegen! Wie naiv muß man sein zu glauben, daß der Krieg der Shiiten gegen Suniten und beider gegen Juden nicht hierher importiert wurde? Das ist willkommensgut, aber brand-gefährlich! Ihr schafft das.

Und genau das ist der Bumerang, der die Willkommensgutmenschen gnadenlos einholen wird, bedauerlicherweise die "nicht so Guten", die hier leben.

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karend 01.12.2015, 17:50
172. .

Ein Mitglieder der Berliner jüdischen Gemeinde äußerte sich schon vor Monaten besorgt. Von den Medien wurde dieses nicht aufgegriffen: Die Äußerung fand ich nachts auf dem ZDF-Infotext. Inzwischen warnt sogar die muslimische Gemeinde vor ungeregelter Zuwanderung. Das wird Frau Merkel stoisch ignorieren.

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Leserbrief 01.12.2015, 17:52
173. Alles easy und alle sind so nett zu mir als Lehrer

Zitat von it--fachmann
Ich arbeite ehrenamtlich mit muslimischen Flüchtlingen, gebe denen Deutschunterricht. Von Judenhass ist da keine Spur.
Dann graben Sie mal tiefer - wenn Sie könnten und wenn Sie arabisch sprechen würden. Dann ginge das einfacher und es wäre Ihnen offensichtlich, dass man in einem Gastland als gläubiger Moslem dazu erstmal den Mund hält.

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hassoa 01.12.2015, 17:53
174. Stimmt,

Zitat von ruhepuls
Es ist in der Tat naiv, zu erwarten, dass Menschen ihre - von Geburt an verinnerlichten - Vorurteile und Grundsätze an der Grenze abgeben, sobald sie ein anderes Land betreten, sei es als Tourist oder als Flüchtling. Toleranz ist keineswegs überall ein anzustrebender Wert. Nicht mal bei uns darf man da in alle Köpfe schauen, ohne zu erschrecken. Und bei uns hat man gelernt, Intolerantes lieber für sich zu behalten oder für den Stammtisch in fortgerückter Stunde. Aber in anderen Länder ist Intoleranz keine Sünde, sondern eine Tugend.
und deshalb ist es wichtig, dass Neuankoemmlingen von Anfang an klar gemacht wird, dass Intoleranz hier nicht geduldet wird. Und wo wir schon dabei sind, sollten wir es den bereits Anwesenden jeder Couleur vielleicht auch nochmal in Erinnerung rufen. Auf jeden Fall ist eine robuste Verteidigung des sekulaeren Staates unbedingt notwendig!

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schmidthomas 01.12.2015, 17:57
175. Hallo Zappa_forever,

Zitat von Zappa_forever
Wir – und unsere Kinder – gehen rosigen Zeiten entgegen! Wir schaffen das!
Wir? Ich sicher nicht. Wenn`s meiner Frau und mir hier zu bunt wird, sind wir weg. Kein Problem. Es gibt genügend europäische Länder, die den hiesigen Wahnsinn nicht mitmachen.
Sollen doch die Leute mit den Verhältnissen hier klar kommen, die sie per Wahl oder per Desinteresse herbeigeführt haben. Wir werden unsere Nerven nicht bis zum Ende unseres Lebens damit verplempern, gegen Ignoranz und Selbsthass zu kämpfen.
Mir tun all die armen Leute leid, die sich das heraufziehende Desaster aus Mangel an Alternativen bis zum Lebensende geben müssen.

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MatthiasPetersbach 01.12.2015, 18:04
176.

Zitat von japhet
Die Vorstellung, dass "unsere Regeln und Werte" mit Betreten der Bundesrepublik Deutschland verinnerlicht würden und die bisherigen Wertesysteme abgelegt würden, ist absurd! Es dauert Generationen, bis es zu diesem Wandel kommt….
Ganz ehrlich - das ist eine Frage des festen Standpunktes und des Aufwandes.

Überspitzt gesagt: wenn auf jede antisemitische, antidemokratische und antifreiheitliche TATSÄCHLICHE Meinung (nicht irgendein Nachgeplapper von Halbstarken) die Rückfahrkarte gereicht würde, dann würde sich das Ganze erledigen. Relativ schnell.

Man sollte nicht vergessen: Antijüdische, antirussische und antiamerikanische Meinungen waren nach dem Krieg auch nicht wirklich weg - sie zu äußern war einfach mit extremen Nachteilen verbunden. Das dauerte eine Generation -unsere- und dann war rum. Jetzt ist das nur noch das Hobby von ein paar Vollhonks und Ossis.

Ich steh freitags freiwillig in der Kleiderausgabe bei den Flüchtlingen - wenn mir aber jemand mit nem Juden/Nationalitätenspruch kommt, kriegt der eine auf die Nuss - so geht wehrhafte Demokratie.

Und da spielt meine kritische Haltung zur bescheuerten Politik von Israel nullkommanull ne Rolle.

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Celestine 01.12.2015, 18:07
177.

Zitat: „Wir bilden uns ein, wir hätten Erfahrung mit der Einwanderung aus muslimischen Ländern, aber das ist eine Selbsttäuschung. Wir haben Erfahrung mit der Einwanderung aus der Türkei, das ist etwas ganz anderes.“

Vergleich zu Frankreich: Der muslimische Bevölkerungsanteil ist in Frankreich größer als hier, die Muslime sind arabischer Herkunft, es gibt wesentlich mehr Antisemitismus als in Deutschland. Die Anzahl der Juden, die Frankreich verlassen und nach Israel umsiedeln, steigt ständig.

Zitat: „Offenbar fällt es manchen Leuten schwer, zwei unabhängige Gedankengänge nebeneinander auszuhalten, sie können nur in Kausalitäten denken.“

Auf den Punkt formuliert! Und wenn es keine Kausalkette gibt, wird nach Kräften polarisiert.

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aufdenpunktgebracht 01.12.2015, 18:09
178. Abstammung

Zitat von jeffieboy1986
Ja, ich bin ungläubig, habe aber nie meine jüdische Abstammung verborgen.
Ich dachte immer, Judentum sei nur eine Religion wie das Christentum. Ich bin auch getauft (dagegen kann man sich als Säugling nicht wehren), habe aber keinerlei Beziehung mehr zur Kirche und zur Religion. Deshalb ist für mich auch die christliche "Abstammung" völlig unwichtig.

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kutny 01.12.2015, 18:11
179. Ich denke mal

es gibt mehr deutsche Antisemiten als als da jetzt zuwandern. Sicherlich werden da jetzt ein paar dazukommen, aber das wäre bestimmt auch der Fall wenn jetzt die meisten Flüchtlinge aus Rumänien oder Polen etc. kommen würden, so what: wir haben Nazis, wir haben "besorgte Bürger", wir werden muslimische Antisemiten haben, wir haben Pegida, wir haben die AfD. Damit sollte ein Land mit 80 Mio. Einwohnern fertig werden. Meinst Du nich auch Janni?

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