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Zuwanderungs-Debatte: Achtung, Fremdenfeind!
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Alle regen sich über die CSU auf, weil diese darauf hinwies, dass aus Rumänien und Bulgarien nicht nur Ingenieure nach Deutschland kommen. Wie so oft in der Ausländerdebatte geht über die gute Absicht der Realitätssinn verloren.

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Olaf 09.01.2014, 16:05
1.

Zitat von sysop
Alle regen sich über die CSU auf, weil diese darauf hinwies, dass aus Rumänien und Bulgarien nicht nur Ingenieure nach Deutschland kommen. Wie so oft in der Ausländerdebatte geht über die gute Absicht der Realitätssinn verloren.
Auf die Realität zu verweisen ist der erste Schritt auf dem Weg zum Rechtspopulismus.

Kehren Sie um Herr Fleischhauer, auch Ihnen kann vergeben werden.

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dorfmensch 09.01.2014, 16:06
2. Solidarität?!

Ich möchte nicht abstreiten, dass es den deutschen Kommunen finanziell wohl eher schlecht geht, das gilt mehrheitlich aber nicht für die deutsche Bevölkerung. Geld haben wir. Haben wir auch die Solidarität und Nächstenliebe, Ausländer auf- und anzunehmen und ihnen zu helfen?
Der Trend in Deutschland scheint leider das Gegenteil zu beweisen...

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MrBrutus 09.01.2014, 16:06
3. Wie hatte jemand heute so schön geschrieben

Zitat von sysop
Alle regen sich über die CSU auf, weil diese darauf hinwies, dass aus Rumänien und Bulgarien nicht nur Ingenieure nach Deutschland kommen. Wie so oft in der Ausländerdebatte geht über die gute Absicht der Realitätssinn verloren.
Die Argumentationskette der linken Gutmenschen wäre angewandt auf Steuerbetrüger ungefähr so:

Man würde auf den geringen Prozentsatz der Steuerbetrüger unter den Steuerzahlern hinweisen und unterstellen, der Kritiker hätte etwas gegen Steuerzahler allgemein. Man würde dem Kritiker Hetze, Populismus und Stimmungsmache gegen den Steuerzahler allgemein vorwerfen und eine ganze Reihe von positiven Beispielen von Steuerzahlern aufführen.

Das Beispiel fand ich sehr interessant...

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keenox 09.01.2014, 16:07
4. Danke!

Endlich mal ein Artikel zu diesem Thema auf SPON, der nicht in das gleiche Horn bläst...

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mistalov 09.01.2014, 16:11
5. Wer unsauber schreibt ...

der denkt auch nicht korrekt. So viele Fehler in diesem kurzen Text.
Zitate: - Es noch nicht lange her, dass der Deutsche Städtetag einen Hilferuf veröffentlichte, ...
- Der Präsident des Deutschen Tages war zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung im Februar 2013 übrigens der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, ein langjähriger Sozialdemokrat.
- In der Ausländerdebatte wird gerne mit eine Verwechslung gearbeitet.

- Die Vorstellung, das jemand, der von außen kommt, einem anderen, der schon da ist, die Arbeit wegnehme, ... Ende Zitate
Inhaltlich nur kurz dazu: Wer Europäische Freizügigkeit will, kann sich nicht nur die Rosinen rauspicken.

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zynik 09.01.2014, 16:12
6.

Zitat von Olaf
Auf die Realität zu verweisen ist der erste Schritt auf dem Weg zum Rechtspopulismus.
Nee, aber es ist per se immer verdächtig wenn man die eigenen Argumente als vermeintlich rational oder realistisch überbetonen muss.

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yovanka 09.01.2014, 16:19
7. ökonomische Torheit vs. Unwissenheit

Zitat von sysop
Die Vorstellung, das jemand, der von außen kommt, einem anderen, der schon da ist, die Arbeit wegnehme, war immer eine ökonomische Torheit. Sie beruht auf der Idee, dass es so etwas wie einen bestimmte Menge Arbeit gebe, die man dann unter den Anwärtern aufteilen könne. In Wahrheit ist Arbeit eine flexible Größe, die sich vermehren lässt.
Arbeit ist eine flexible Größe, das stimmt. Allerdings nimmt real das Kontingent an Arbeit in D. systematisch ab:

"Das Arbeitsvolumen in der Bundesrepublik Deutschland sinkt in seiner Tendenz seit 1960. Lediglich in den Phasen der Hochkonjunktur stieg es jeweils vorübergehend an...Dies war in Deutschland langfristig seit 1960 immer der Fall, d.h. die Arbeitsproduktivität ist im Dekadenvergleich immer schneller gewachsen als das BIP.

Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass das Arbeitsvolumen in der Bundesrepublik Deutschland 1960 und 2008 fast identisch (ca. 57 Mrd. Stunden) war, obwohl das Erwerbspersonenpotential seit 1960 von rund 26 Mio. auf 44,5 Mio. Personen gestiegen ist.

Gegenwärtig würden 31,8 Mio. Erwerbstätige in Vollzeit (40 Stunden /Woche) zur Bewältigung des Arbeitsvolumens ausreichen, so dass ca. 13 Mio. Menschen von offener Arbeitslosigkeit betroffen wären. Bei einer seit 2005 in der Diskussion befindlichen Verlängerung der regulären Arbeitszeit auf 48 Stunden pro Woche (analog 1956) wäre die Zahl der Arbeitslosen noch höher (ca. 18,5 Mio.)"

Dazu passend:

Arbeitsmarkt im Dezember 2013

5,144 Millionen “Arbeitslosengeld-Empfänger/innen” (SGB III und SGB II)
4,358 Millionen Arbeitslosengeld II-Empfänger/innen – 1.148 (0,03%) mehr als im Dez. 2012
2,873 Millionen registrierte Arbeitslose – 33.000 (1,2%) mehr als im Dezember 2012
Von den 2,873 Millionen Arbeitslosen waren 923.000 (32,1%) im Rechtskreis SGB III (bei 156 Arbeitsagenturen!) und 1,949 Millionen (67,9%) im Rechtskreis SGB II (bei den 410 Jobcentern!) registriert.
Als Arbeitsuchende waren im Dezember 2013 insgesamt 5,092 Millionen Frauen und Männer registriert, 40.000 (0,8%) mehr als im Dezember 2012. Die von der Statistik der BA ermittelte „Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit“ betrug im Dezember 2013 3,819 Millionen, 25.000 (0,6%) weniger als im Dezember 2012.

Armutszuwanderung in einen Arbeitsmarkt, der von Massenarbeitslosigkeit betroffen ist, bedeuet immer eine Einwanderung in die Sozialsysteme- -und zwar unabhängig von den Qualifikationen. Denn es gibt NUR Armutszuwanderung -niemand bringt "Kapital" mit. Es gibt folglich nur 2 Szenarien: entweder landet man als Armutszuwanderer direkt in der Sozialkasse oder man drängt einen Einheimischen über den Mechanismus des "Lohn-Verdrängungswettbewerbes" in Richtung Sozialkasse ab.

Aber genau darum soll es auch gehen, durch Armutszuwanderung soll ein zusätzlicher Druck auf die Löhne entstehen -deswegen "kämpfen" die Arbeitgeberverbände um die Armutszuwanderung.

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angst+money 09.01.2014, 16:21
8. Kein Problem...

...wenn das auch für bayrische Zuwanderer in Berlin (vulgo "amigos") gilt.

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cicerooo 09.01.2014, 16:24
9. Ein guter Kommentar

mit einem Einwand. Es ist hier in der Tat die CSU die sich sozial und solidarisch verhält und die gesamte politische Linke die (mal wieder) den arbeitenden und werteschaffenden Bürger in den allerwertesten tritt. Das ausplündern der Sozialen Sicherungssysteme durch Personen die niemals in diese eingezahlt haben und auch keinerlei Absicht haben dies in Zukunft zu tun ist höchst asozial.

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