Forum: Politik
Zuwendungen für Parteien: Union bekommt die meisten Großspenden - vor allem aus der I
imago/ STPP

2018 haben die Parteien 2,1 Millionen Großspenden erhalten. Spitzenreiter ist die Union, FDP-Chef Lindner bedachte quasi sich selbst, die DKP hat einen Gönner mit viel Geld. Der AfD mochte niemand was spenden - zumindest nicht offiziell.

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karljosef 30.12.2018, 17:27
130. Wenn Sie ganz konsequent weiterdenken,

Zitat von xlabuda
Nur zur Information: die Wirtschaft und nichts sonst. Bevor in Deutschland ein Angestellter oder Arbeiter einen einzigen Cent Steuer oder Sozialbeiträge zahlt, muss jeder dieser Cents erstmal verdient werden Und das sind nicht die Arbeitnehmer, die das tun. Im Gegenteil, jeder dieser Cents an Lohnsteuer und Sozialbeiträgen wird auch durch Unternehmen vorfinanziert, ehe einProdukt oder Service sich trägt. Also tut die Politik das einzig Richtige - sie sorgt dafür, dass der Motor läuft. Alles andere sind sozialistische Hirngespinste. Arbeitnehmer geben nur Geld aus, das die Unternehmen verdienen. So Rum wird ein Schuh.
werden Sie feststellen, dass die Vorfinanzierung noch nicht einmal vom Arbeitgeber stammt, sondern von den Krediten der Banken.

Also sind diese Institutionen diejenigen, die das System am kack... halten?

Es kann doch wohl nicht wahr sein!

Hatten Sie eigentlich jemals in Ihrem Leben einen Hammer, eine Hacke oder eine Feile in der Hand?
Wissen Sie eigentlich, was Schweiß außerhalb der Muckibuden bedeutet?

Sie wissen aber sicherlich, wieviel Milliarden der deutsche Steuerzahler zur Rettung der "systemrelevanten" Banken 2007/8 aufbringen durfte, damit dass System weiterhin am Kack... bleiben konnte?

Nein, um falschen Gedankengängen zuvor zu kommen, ich verdiene mein Geld auch im Büro, kenne aber auch die andere schweißtreibende Seite bestens!

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claus7447 30.12.2018, 17:32
131.

Zitat von 471148
Fällt Ihnen nicht beseres ein? Warum sollten Mißstände nicht kritisiert werden. Wollen Sie wissen wer die Gesetzesformulierungen bei Aktiengeschäften maßgebliich mitformuliert hat (Cum Ex Affäre). Und kennen Sie den Flick Skandal sowie die Geschichte vom Mann ohne Gedächtnis aber mit einem Koffer voller Geld? Wie halten Sie es aus?
Stopp! Ich hatte ja auch gesagt, nicht alles gefällt mir und ich laufe des öfteren mit geballter Faust in der Tasche rum. Cumex ist und bleibt eine sauere die Schäuble nicht gedeckt hat.

Aber deswegen wählen ja immer noch über 25% CDU. Das können doch nicht alles Banker und industrielle sein!

Ich vergleiche aber Deutschland mit Ländern um uns herum oder weiter weg. Dann komme ich zu dem was ich gesagt habe, nicht alles ist gut, aber im Vergleich sind wie oben dabei.

Nein ich nicht bei der CDU... eher auf der anderen Seite der Groko, die mir aber nicht gefällt!

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kohlon 30.12.2018, 17:44
132. Ach, ehe ich es vergesse ...

Zitat von fred_m
Der heutige Spiegelartikel bezieht sich auf GROSSSPENDEN.
Sie wollten mir doch sicher noch meine Frage an Sie hier im Forum:

"Ach, und warum sind diese angeblichen dicken Spenden für die AfD aus der Schweiz und Holland hier nicht aufgeführt?"

bezogen auf Ihr Statement:
"Da haben Sie in den vergangenen Monaten wohl einiges verschlafen. Bei der AfD kommen die Spenden über einen Umweg über die Schweiz oder Holland."

beantworten. Danke bereits jetzt für Ihre Bemühungen.

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fred_m 30.12.2018, 17:48
133.

Zitat von kohlon
Die relativ wenigen Mitglieder plus Förderer geben gerne und freiwillig Geld, nicht nur um diese Partei am Leben zu erhalten, sondern sie vorwärts zu bringen - scheint recht gut zu klappen. Ich kann das mehr als nachvollziehen, denn auch ich spende der AfD regelmäßig.
Danke für die Information. Dann kann ich mir weitere Erklärungsversuche ersparen.

Statt zu spenden sollten sie Frau Weidel vielleicht Ihre Hilfe bei der Buchhaltung anbieten, denn sie scheint in der Spendenflut der vergangen Monaten die Übersicht verloren zu haben. Nur so lässt sich die verzögerte Rückzahlung der illegalen Spenden erklären.

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claus7447 30.12.2018, 17:50
134.

Zitat von xlabuda
Nur zur Information: die Wirtschaft und nichts sonst. Bevor in Deutschland ein Angestellter oder Arbeiter einen einzigen Cent Steuer oder Sozialbeiträge zahlt, muss jeder dieser Cents erstmal verdient werden Und das sind nicht die Arbeitnehmer, die das tun. Im Gegenteil, jeder dieser Cents an Lohnsteuer und Sozialbeiträgen wird auch durch Unternehmen vorfinanziert, ehe einProdukt oder Service sich trägt. Also tut die Politik das einzig Richtige - sie sorgt dafür, dass der Motor läuft. Alles andere sind sozialistische Hirngespinste. Arbeitnehmer geben nur Geld aus, das die Unternehmen verdienen. So Rum wird ein Schuh.
Schön geschrieben, stellen sie sich mal vor sie sind Unternehmer und keiner kommt zu ihnen. Ich nicht, bei ihrer Einstellung.

Ich erinnere mich da eher an einen Spruch von Robert Bosch, der meinte "Ich bezahle meinen Leuten nicht guten Lohn weil ich gut verdiene, sondern weil sie gute Arbeit leisten!"

Nachdenken!

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Olli Ökonom 30.12.2018, 17:52
135.

Zitat von syt
da hier versucht wird ,Einfluss auf Abgeordnete zu erlangen ,und Entscheidungen zu beeinflussen ! Kein Unternehmen oder Spender darf hier Einfluss haben ! Ich verstehe auch nicht ,wieso dies erlaubt ist . So können Wahlen ,mit Spenden einfach unterlaufen ,und beeinflusst werden .Eine Spende kann gern auf alle Parteien gleichmässig verteilt werden ,wenn es denn sein muss ,und zu viel Vermögen angehäuft wurde.
Warum sollte ein Spender, nicht bestimmen dürfen, an welche Partei das Geld geht? Immerhin sind die Parteien als gemeinnützig eingestuft. Von daher macht es keinen Unterschied, ob eine Spende an eine soziale Einrichtung, an eine ökofaschistische Einrichtung wie die DUH oder an Parteien geht. Der Spender möchte, dass seine legitimen Interessen von dieser Organisation verfolgt werden.
Und kein Spender wird jemals so dumm sein eine Organisation wie die Linke zu begünstigen, die nur die Faulen und Transfergeldempfänger und natürlich die eigenen Funktionäre im Blick hat, zu unterstützen.
Auf Kosten anderer leben ist eben nicht attraktiv gefördert zu werden. Und Ziel der Politik darf es nicht sein alle gleich reich oder arm zu machen. Dies hat noch nie funktioniert.

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In-Golf 30.12.2018, 18:02
136. Und Sie wundern sich über die Replik "Lügenpresse"?

Was haben Sie für eine Theater wegen der gestückelten Spende von 132.000 Euro an die Frau Alice Weidel gemacht. Die offenbar von einem in der Schweiz lebenden Deutschen gegeben wurde, aber falsch deklariert war. Aber das haben Sie dann nicht recherchiert. Ebenso wenig wie die AfD, weil die schon wieder viel zu viel Angst vor der Hass-Kampagne der "Anständigen" hatte und zurück überwies. Um nicht in die Gefahr eines von der Presse losgetretenen Verleumdungsfeldzuges zu kommen.

Was hingegen Stefan Quandt und Susanne Klatten an die CDU spendeten, verschweigen Sie. Was mich -offen gesagt- auch nicht so sehr interessiert - jeder kann mit seinem Geld machen, was er für richtig hält. Meine Hunderttausend bar an den Herrn Schäuble im Briefumschlag hingegen werden in dem Artikel nicht erwähnt. :-)

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kael 30.12.2018, 18:09
137. Zeit zum Nachdenken

Eigentlich habe wir in Deutschland eine insgesamt recht gut funktionierende, in Teilen sogar beispielhafte Demokratie. Wer hätte das nach Kriegsende für möglich gehalten?
Ein Geschmäckle - um es freundlich zu formulieren - hatte aber immer schon die oft unschöne Verquickung von Politik und Kapital. Obwohl lt. GG Art. 21 die Parteien "an der Willensbildung des Volkes " nur "mitwirken" (diese also nicht zu bestimmen haben) verstehen sie sich immer schon als alleiniger Ansprechpartner und Entscheider. Das Volk wird nicht beteiligt. Ansonsten wäre beispielsweise die Dieselkrise längst gelöst - zu Lasten der Verursacher.
Ein Manko in unserer Demokratie ist m. E. ein viel zu großer politischer Einfluss von mächtigen, kapitalstarken Interessenvertretern auf der einen Seite und ein kaum vorhandener Einfluss des weitgehend unorganisierten (wie auch anders?) Rests der Bevölkerung.
So gesehen werden Großspenden von Wirtschaft und Verbänden an die Parteien von der Bevölkerung äußerst kritisch und insgesamt ablehnend gesehen. Denn sie leisten der verständlichen Vermutung Vorschub, dass unsere Parteien gekauft werden könnten - selbst wenn es nicht stimmen sollte.
Die Politik/die Parteien hätten es in der Hand, diesen Missstand abzustellen und solche Spenden zu verbieten. Sie würden dadurch einen nicht unerheblichen Vertrauensgewinn verzeichnen. Vertrauen ist ein wichtiger Baustein in einer Demokratie.
Zu befürchten ist aber, dass den Parteien eher an ihrem kurzfristigen Eigenwohl als an einem langfristigen Vertrauensschub gelegen ist. Nicht zuletzt auch deshalb verringert sich die Zustimmung zu Parteien seit einiger Zeit dramatisch. Zeit zum Nachdenken.

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kohlon 30.12.2018, 18:13
138.

Zitat von fred_m
Danke für die Information. Dann kann ich mir weitere Erklärungsversuche ersparen. Statt zu spenden sollten sie Frau Weidel vielleicht Ihre Hilfe bei der Buchhaltung anbieten, denn sie scheint in der Spendenflut der vergangen Monaten die Übersicht verloren zu haben. Nur so lässt sich die verzögerte Rückzahlung der illegalen Spenden erklären.
Polemik ist nicht so mein Ding.

Leider schaut es so aus, dass Sie einfach Dinge in den Raum stellen a la "Da haben Sie in den vergangenen Monaten wohl einiges verschlafen. Bei der AfD kommen die Spenden über einen Umweg über die Schweiz oder Holland."
und auf eine bescheidene Rückfrage ""Ach, und warum sind diese angeblichen dicken Spenden für die AfD aus der Schweiz und Holland hier nicht aufgeführt?"
Null Komma Null sachlich antworten und Fakten beibringen können/wollen.

Macht auch irgendwie Sinn, denn die AfD hat nach meiner Kenntnis keine illegalen Spenden angenommen, eingebucht und behalten.
Das unterscheidet sie wohltuend von z.B. Geldkoffern und nicht offenbarten Spendern der Kohl/Schäuble Ära, nur zum Beispiel.

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KlausMeucht 30.12.2018, 18:16
139. Demokratie braucht auch Mediendemokratie

Was ist das für ein Argument? Erstens kann ja nicht jeder überall dort hin ziehen wo er will und zweitens ist das Wohl der Familie, Freunde und Kollegen auch wichtig. Die Welt dreht sich nicht um eine einzige Person.


Der Vergleich mit anderen Ländern ist schwierig. Schließlich kann ich nicht einfach eine andere Perspektive einnehmen. Ich bin eben durch deutschen Kindergarten, Schule, Studium und Arbeitsplätze geprägt und konsumiere in erster Linie deutsche Medien. Das engt natürlich den Blick ein. Das hindert mich nicht daran Kritik am eigenen Land auszusprechen. Nicht weil ich es nicht mag, sondern weil ich mithelfen will es zu verbessern.

Wir wundern uns über die laschen Waffengesetze in der USA. Sind wir mit dem Verzicht auf jeglicher Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen besser?

Wir lästern über Trump. Aber er ist demokratisch gewählt. Wenn auch mit extremen Glück, denn mit anderen Landesgrenzen wäre Hillary Präsidentin. Aber wer hat ein Altmaier gewählt? Er ist Parteisoldat und musste sich quasi nach oben schlafen (Meine ich jetzt nicht wörtlich)

Die Vorwahlen in den USA halte ich für demokratischer, weil die Abgeordneten freier sind und nicht sich in der Partei anbiedern müssen um einen sicheren Listenplatz zu erhalten.

Bei den Grünen hatte nur Herr Ströbele ein Direktmandat geschafft, dass ihm die Freiheit gab quer zu denken.

Die Schweizer Bürger haben die Möglichkeit auf Staatsebene eigene Gesetze durchzudrücken. Dies nützt aber wenig solange die Massenmedien in den Händen weniger Milliardäre sind und von der Finanzindustrie abhängig. Wirkliche Demokratie haben wir nur mit einer Mediendemokratie. Der Debattenraum wird auch in der Schweiz eingeschränkt. Die Meinung des Volkes lässt sich durchaus "bilden". In der vergangen Wohe wurde in SPON über das Sexualverhalten einer 40 jährigen Frau diskutiert, und damit von den eigentlichen Problemen abgelenkt.

Die nach meiner Analyse Hauptproblematik dass die Finanzindustrie der Realwirtschaft die Gelder entzieht und wir stattdessen einen extrem hohen Niedriglohnsektor haben wird in den Medien überhaupt nicht diskutiert. Angesichts der Tatsache dass der Chef von Black Rock Deutschland Kanzler werden will, eigentlich ein Thema das sich zwangsläufig anbietet. Auf der anderen Seite ist Black Rock an den Medien beteiligt. Da ist es angenehmer über das Fehlverhalten Einzelner zu debattieren. Ist jeder seines eigenen Glückes Schmied braucht man sich nicht über strukturelle Probleme der Gesellschaft zu kümmern.


Die Freiheit des Journalisten über alles zu berichten endet beim Verleger. Es ist ein Unterschied ob man für Welt, SPON oder TAZ schreibt. Journalisten haben auch wirtschaftliche Verpflichtungen und können die Miete nur zahlen, solange die Verleger ihre Artikel veröffentlichen. Wirkliche Meinungsfreiheit muss man sich leisten können. Medien finanzieren sich i.a. zu 80% von Werbung und von 20% vom Leser. Das war in den 50ern noch genau anders herum. Dies beeinflusst selbstverständlich den Inhalt und hat mit Meinungsfreiheit wenig zu tun. Deshalb trete ich für öffentlich rechtliche Medien ein, um die Abhängigkeit von einigen Wenigen zu lindern.

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