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Zwangsräumung in Berlin: Ordnungshüter schwingen den Vorschlaghammer

Es war einer der größten Polizei-Einsätze in Berlin: Bei der Räumung eines besetzten Hauses im Szenebezirk Friedrichshain mussten sich die Ordnungshüter mit schwerem Gerät Zugang zu dem Gebäude verschaffen. Die befürchteten Krawalle blieben aus - vorerst. *

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PeteLustig 02.02.2011, 17:03
1. Konsequenz

Man könnte sich auch beim Sozial- oder Bafög-Amt abmelden, in den Wald gehen und dort aus eigener Kraft selbstständig ein Haus erbauen, ein Feld anlegen und dann...äh...autonom leben.

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PeteLustig 02.02.2011, 17:10
2. .

Zitat von sysop
Die handwerklichen Fähigkeiten der Polizei werden auf eine harte Probe gestellt. Jede einzelne Wohnungstür ist mehrfach mit Holzbalken, Stahlstreben oder Baugittern gesichert und muss in mühevoller Handarbeit aufgebrochen werden. Am frühen Nachmittag dann stoßen die Polizisten im dritten Stock auf die verbarrikadierten Hausbewohner.
Die vor einigen Tagen erfolgte Ankündigung der Räumung für heute hätte auch urkomisch spontan abgeblasen und auf nächste woche vertagt werden können. Die Damen und Herren hätten eine Woche lang verbarrikadiert ausharren müssen, bis sie irgendwann von der Polizei befreit worden wären ;)

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cproft 02.02.2011, 17:21
3. Das Recht durchsetzen

Das Haus ist geräumt, aber zu welchem Preis?
Der Polizeieinsatz dürfte mehr gekostet haben als der Verkehrswert des Hauses...

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Interessierter0815 02.02.2011, 17:27
4. .

Zitat von sysop
Es war einer der größten Polizei-Einsätze in Berlin: Bei der Räumung eines besetzten Hauses im Szenebezirk Friedrichshain mussten sich die Ordnungshüter mit schwerem Gerät Zugang zu dem Gebäude verschaffen. Die befürchteten Krawalle blieben aus - vorerst. *
vermummte Bullen die nur noch dem Kapital hörig sind. Wie nennt man Frauen die dem Kapital hörig sind? o.O.

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fred_krug 02.02.2011, 17:28
5. Verhältnismäßigkeiten

Hallo.

2.500 Beamte????????????
Für 1 Haus????????????

Wieviel kostet ein Sheriff am Tag? Mh??
Dann die Folgekosten im Verwaltungsverfahren gegen mutmaßlich mittellose Hausbesetzer ...
Das wird teuer. Was ist die Schätzung? Gefühlt wahrscheinlich so viel, wie Immobilie mit allem drum und dran selbst wert ist - nach dem aktuellen Zustand zu schätzen ...

Der Steuerzahler zahlt die Zeche - wohl kaum der Hausbesitzer. Oder würde dieser nach dem ASOG als Störer haften, weil es letztlich sein Grundstück ist, von dem "die Gefahr" ausgegangen ist ...

Unverhältnismäßig. Einfach nur unverhältnismäßig. ABM für Polizei, oder was?

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PeteLustig 02.02.2011, 17:42
6. .

Zitat von cproft
Das Haus ist geräumt, aber zu welchem Preis? Der Polizeieinsatz dürfte mehr gekostet haben als der Verkehrswert des Hauses...
Lieber 180 Minuten Einsatz als 180 Tage herumlamentieren...

Wobei es in diesem Falle ja wohl mehr als drei Jahre waren, die dem Eigentümer Geduld abverlangten, bis sein rechtmäßiger Besitzanspruch durchgesetzt worden ist...

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Shimodax 02.02.2011, 17:43
7. Wert

Zitat von cproft
Das Haus ist geräumt, aber zu welchem Preis? Der Polizeieinsatz dürfte mehr gekostet haben als der Verkehrswert des Hauses...
Das kann ich Sachen Recht allerdings bitte nicht der Maßstab sein. So sehr ich mit den Besetzern sympathisiere, wenn Durchsetzung von Gerichtsbeschlüssen an Rentabilitätsüberlegungen gekoppelt wären, hätte ich echt Angst.

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Trichterle 02.02.2011, 17:50
8. .

Zitat von cproft
Das Haus ist geräumt, aber zu welchem Preis? Der Polizeieinsatz dürfte mehr gekostet haben als der Verkehrswert des Hauses...
Meiner Meinung nach ging es bei der Sache auch nicht mehr nur um das Haus,
sondern vor Allem auch um die Verteidigung unseres Rechtsstaates gegenüber Kriminellen.
Wenn jemand die Gesetze nicht befolgt, muss die Polizei einschreiten und je mehr Widerstand aufkommt, desto größer muss das Polizeiaufgebot sein.
Die Krawalle außenrum haben ja auch gezeigt, dass 10 Polizisten nicht gereicht hätten, um das haus zu räumen.
Eine Straftat zu begehen, andere als Verbrecher zu beschimpfen und sich dabei selbst als Helden zu feiern, für so etwas habe ich kein Verständnis...

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Jogiberlin 02.02.2011, 17:54
9. Falsche Sichtweise

Zitat von Interessierter0815
vermummte Bullen die nur noch dem Kapital hörig sind.
Tja, wenn das Kapital einen gültigen Räumungsbeschluss hat, müssen die Polizisten den eben durchsetzen, wenn es nicht anders geht. Ihre Formulierung zeugt von Scheuklappen. Legen Sie die mal ab!

In der Liebigstraße beweist sich mal wieder das alte Problem: den meisten (angereisten) sogen. Autonomen geht es doch gar nicht darum, den Bewohnern zum Wohnrecht zu verhelfen, sondern sie wollen nur aus Lust am Randalieren dort mitmischen.

Wie schon ein Forist geschrieben hat: wer sich als autonom bezeichnet, der soll sich doch aus den sozialen Netzen verabschieden, in den Wald gehen und sich dort eine Unterkunft schaffen. Keine Nutzung mehr von Trinkwasser, Abwasser und anderen gemeinschaftlichen Einrichtungen. In der Übersetzung heißt das Wort schließlich in etwa "auf sich allein gestellt". Also bitte, immer rein in den Wald!

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