Forum: Politik
Zwangsstopp in Wien: Moskau verurteilt Schikane gegen Morales
DPA

Der unfreiwillige Stopp des bolivianischen Präsidenten Morales in Wien erregt noch immer die Gemüter. Er war aus Moskau gestartet, durfte Frankreich, Spanien und Portugal aber nicht überfliegen. Die russische Regierung kritisiert die Sperrung des Luftraums. Paris gibt sich inzwischen zerknirscht.

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H.Baumler 04.07.2013, 15:15
80. Es ist ein Alptraum!

Zitat von sysop
Der unfreiwillige Stopp des bolivianischen Präsidenten Morales in Wien erregt noch immer die Gemüter. Er war aus Moskau gestartet, durfte Frankreich, Spanien und Portugal aber nicht überfliegen. Die russische Regierung kritisiert die Sperrung des Luftraums. Paris gibt sich inzwischen zerknirscht.
Wenn man bedenkt, wie schnell mehrere europäische Staaten auf den Befehl aus Washington bzw. Langley reagiert haben und mal eben den halben EU-Luftraum sperren. Für das Wahlvolk heuchelt man Entrüstung, verteidigt Snowden, spult eine Asylantragsprüfungsshow ab, aber hinter den Kulissen der vermeintlichen Rechtsstaaten, wird auf Zuruf aus den USA schnell das Stöckchen in einer Präsidentenmaschiene gesucht. Erbärmlich! Gräßlich! Ein Alptraum!

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tailspin 04.07.2013, 15:19
81. Meinungswechsel

Ich wollte es waere nicht so. Aber ich kann mir nicht helfen. Auf einer relativen Skala im Vergleich zu einigen westlichen 'demokratisch' gewaehlten Top-Pfeifenkoepfen wird mir Putin immer sympathischer.

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Airkraft 04.07.2013, 15:19
82. Es könnte aber auch...

Es könnte aber auch so gewesen sein, dass das fehlen der Überflugberechtigungen bereits vor Abflug bekannt war und man es einfach darauf ankommen lassen wollte? Wenn man nicht geflogen wäre, hätte sich anschließend auch nicht dieses Forum geboten es der Welt bekannt zu machen und dabei gleich noch dem/den "üblichen Verdächtigen" noch eins auszuwischen" ;-)

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donald_rumsfeld 04.07.2013, 15:20
83. Behauptung

[QUOTE=Vicky P. Dia;13141269]Bevor Sie rumpöbeln, vielleicht mal genau lesen:

Zitat von
Zitat von Vicky P. Dia Der und Spanische Luftraum war , u.a. zum Auftanken auf Gran Canaria. Und wenn Sie kein Google (Earth) oder einen aktuellen Atlas zur Hand haben: Österreich und Italien haben eine gemeinsame Grenze und Italien liegt im Mittelmeer... Die FAB-001 hätte also ohne Schwierigkeiten durch den freigegebenen Nord-Italienischen Luftraum übers (internationaler Luftraum) weiter über Spanien zum Tanken entweder nach Lissabon oder - wie tatsächlich geschen - über Spanien nach Gran Canaria fliegen können. Ganz die Franzosen !
Stellen sie Infage dass die Maschine wegen Snowden gelandet ist bzw. musste? "hätte also ohne Schwierigkeiten" sagen sie. Wie können sie das behaupten? Alle Lufträume die von dieser Maschine angesteuert worden wären, wären geschlossen worden. Der Pilot weiss auch: jetzt ist es besser zu Landen, wenn schon mehere Länder den Luftraum schliessen. Der ist ja intelligent und versucht keine Experimente auf 10000 Meter Höhe!

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LeonLanis 04.07.2013, 15:25
84. Ja,

Zitat von H.Baumler
Wenn man bedenkt, wie schnell mehrere europäische Staaten auf den Befehl aus Washington bzw. Langley reagiert haben und mal eben den halben EU-Luftraum sperren. Für das Wahlvolk heuchelt man Entrüstung, verteidigt Snowden, spult eine Asylantragsprüfungsshow ab, aber hinter den Kulissen der vermeintlichen Rechtsstaaten, wird auf Zuruf aus den USA schnell das Stöckchen in einer Präsidentenmaschiene gesucht. Erbärmlich! Gräßlich! Ein Alptraum!
das ist treffend zusammengefaßt. Die involvierten europäischen Staaten haben sich an Unaufrichtigkeit gegenüber der Öffentlichkeit und Servilität gegenüber den USA gegenseitig zu überbieten versucht. Ein beschämendes Bild.

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dhbvfg 04.07.2013, 15:28
85.

Das Flugzeug der Staatsoberen zb Präsidentenmaschinen gehören zur Luftwaffe des jeweiligen Landes und sind damit gleich zu behandeln wie ein Kampfjet oder eine Armee und in beiden Fällen gilt ja auch keine Immunität also war das vollkommen rechtens. Das passiert sogar öfters als ihr alle denkt nur wird im Normalfall darüber nicht berichtet. Nur weil evtl. unser aller Liebling und der Gott der Medien Snowden diesmal davon betroffen hätte sein können wird um eine solche Kleinigkeit ein riesen Theater gemacht.

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joachim_m. 04.07.2013, 15:29
86. Wieder einmal ....

Zitat: "Frankreich hat das Vorgehen inzwischen bedauert. Außenminister Laurent Fabius habe seinem bolivianischen Amtskollegen David Choquehuanca in einem Telefongespräch sein Bedauern über die Verzögerung bei der Ausstellung der Flugerlaubnis ausgedrückt, teilte das Ministerium mit. Es habe Verwirrung über den Eigentümer der Maschine gegeben, hieß es. Selbstverständlich habe nie die Absicht bestanden, der Präsidentenmaschine den Zugang zum französischen Luftraum zu verweigern. Morales sei stets willkommen in Frankreich."

Gestern wurde noch behauptet, Morales hätte Frankreich problemlos überfliegen dürfen. Da lügen welche in Paris wie gedruckt.

Und offen gestanden, den Österreichern traue ich inzwischen auch nicht über den Weg: Warum inspizieren sie das Flugzeug eines Staatsoberhauptes, der nur gezwungernermaßen bei ihnen landet? Mir sieht das ganze inzwischen verdammt nach einem abgekaperten Spielchen zugunsten der USA aus:

Die USA befürchten, das Morales Snowden nach Südamerika bringt, also werden sämtliche möglichen Flugrouten dicht gemacht, um ihn zwangsweise in Österreich landen zu lassen, worauf die Österreicher ganz bescheiden nachfragen, ob sie die Maschine inspizieren dürfen. Das ist nach allem, was bisher bekannt ist, die wahrscheinlichste Version der Geschichte.

Wir Europäer sollten uns langsam fragen, ob wir nicht eventuell von ähnlichen Schurken wie die USA regiert werden, denn schließlich ist diese Geschichte nicht die erste, die auf europäischen Boden spielt und letztlich die menschenrechtfeindlichen und verbrecherischen Aktivitäten der US-Regierung fördern. Wie war das mit Ramstein als Umladeflughafen für aus der EU und anderswo entführten Menschen, wie war das mit der Entführung eines Deutschen und vielen anderen Vorkommnissen? Europas Regierungen haben alle geschwiegen, teilweise Geheimgefängnisse oder den Transport über ihre Länder geduldet und nie einen ernsthaften Versuch unternommen, dies zu unterbinden, geschweige denn, die Täter vor Gericht zu bekommen. So etwas nennt man rechtstechnisch Beihilfe zu einer (in diesem Falle aber vieler) Straftaten!

Mal eine Quelle von Gewicht: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&reference=P6-TA-2007-0032&language=DE

Allein das Kapitel Deutschland ist schon erschreckendes und beinhaltet trotzdem wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges, die sich nicht verheimlichen ließ.

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dhbvfg 04.07.2013, 15:34
87.

@ almansur Atahualpa war in seinem eigenen Land und bei dem Namen Morales waren die Vorfahren unseres armen Indios eher auf der Seite derer die Atahualpa gefangen gesetzt haben. Ein kleiner Tipp zum lesen für dich schau nach den Zahlen wie viele Indios überlebt haben und jetzt gesellschaftlich so hoch stehen Präsident zu sein bevor du die Nachfahren von spanischen Konquistadoren zu Indios und damit zu Daueropfern der Europäer machst.

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carolian 04.07.2013, 15:40
88. Welsche Lüge

" Selbstverständlich habe nie die Absicht bestanden, der Präsidentenmaschine den Zugang zum französischen Luftraum zu verweigern. Morales sei stets willkommen in Frankreich."

Das ist doch ein dreistes Anlügen der Öffentlichkeit. Wie damals vom US-Aussenminister Poweli in der UN-Sitzung über Massenvernichtungswaffen.

Gestern hat Hollande und Co. noch völlig bestritten, dass es ein Überflugverbot für Morales gegeben hätte. Heute wird bestätigt, dass es das Überflugverbot gab "aber "nie die Absicht bestand der Präsidentenmaschine den Zugang zum französischen Luftraum zu verweigern". Wollen die die Bürger für dumm verkaufen?

Fakt: der Zugang wurde in einem Komplott der bekannten Staaten mit den USA gemeinsam verweigert und deshalb sass Morales in Wien fest. Die alten Kolonialstaaten mussten wohl mal wieder dem Indio zeigen, wo er hingehört.

Da lügen ja kleine Mädchen geschickter als dieser Aussenminister Frankreichs. Armes verkommenes altes Frankreich. Ein Repräsentant der Elite Frankreichs kommt gegen die Zahlung von 6 Mio. Dollar aus einem Vergewaltigungsvorwurf in New York frei, wird aber als Zuhälter angeklagt. Eine andere Repräsentantin soll mitgewirkt haben, einem zwielichtigen Unternehmer 400 Millionen Euro Staatsgeld in den Allerwertesten geschoben zu haben. Ein Minister, der gegen Steuerflüchtige wettert, hat Millionen auf ein Schwarzgeldkonto im Ausland. Ein berühmter Schauspieler wird mit schmähenden Worten aus der Regierungsmannschaft aus dem Land gemobbt. Die Schwulenehe wird gesetzlich und gleichzeitig wird denen die Möglichkeit gegeben, Knaben zu adoptieren. Und jetzt noch diese unverschämte Lüge, die zeigt, dass es in dieser Regierung überhaupt keinen Anstand mehr gibt.

Armes verkommenes altes Frankreich.

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Vicky P. Dia 04.07.2013, 15:42
89. Fab-001

Zitat von donald_rumsfeld
Stellen sie Infage dass die Maschine wegen Snowden gelandet ist bzw. musste? "hätte also ohne Schwierigkeiten" sagen sie. Wie können sie das behaupten? Alle Lufträume die von dieser Maschine angesteuert worden wären, wären geschlossen worden. Der Pilot weiss auch: jetzt ist es besser zu Landen, wenn schon mehere Länder den Luftraum schliessen. Der ist ja intelligent und versucht keine Experimente auf 10000 Meter Höhe!
Ja, ich "stelle [auch] Infrage dass die Maschine wegen Snowden gelandet ist bzw. musste". Es ist in dieser Angelegenheit so wenig klar und auch zweifelhaft, dass man auch das Infrage stellen muss.

Wie ein Mitforist bereits feststellte, darf kein Pilot abheben, bevor er seine geplante Route nicht angemeldet und genehmigt bekommen hat; inkl. Ausweichroute.

Daraus folgt: Entweder, der Bolivier ist abgeflogen, ohne dass die entsprechenden Genehmigungen eingeholt, bzw. erteilt worden waren - also ein Flug ins Blaue, oder aber die Genehmigungen lagen zum Zeitpunkt des Abhebens vor und der Zwischenstopp in Wien hatte andere Ursachen. So ganz "unschuldig" an dem Theater scheint jedenfalls der Bolivianer nicht zu sein. Vom schweizer oder italienischem Luftraum war die Maschine zum Zeitpunkt der Kehrtwende jeweils noch ca. eine halbe Flugstunde entfernt.

Spanien jedenfalls bleibt dabei, dass bereits am Dienstag die Überflug- und Landerechte zum Tanken erteilt worden waren, bei der tatsächlich geflogenen Route wäre Frankreich nicht tangiert worden, bzw. hätte ohne Aufwand umflogen werden können. Von italienischen Offiziellen ist wenig bis gar nichts darüber zu erfahren, ob der italienische Luftraum für die FAB-001 tatsäüchlich "dicht" war.

Viele Ungereimtheiten jedenfalls....

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