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Zwei Jahre in den USA: Amerikas Angst, Amerikas Mut
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Zwei Jahre war Veit Medick US-Korrespondent für SPIEGEL ONLINE. Mit seiner Familie lebte er in einem Vorort von Washington DC. Er lernte dort viel über die Psyche Amerikas - und über Deutschland.

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koppuwe 20.07.2017, 10:48
10. Balsam für die Augen

Normalerweise, fällt es schwer die Spiegelartikel zu lesen, da sehr oft eine Stimmungsmache eingebaut ist. Aber dieser Artikel ist das Beste was ich seit sehr langer Zeit lesen durfte. Vielen lieben Dank, für eine schöne Beschreibung von wohnen in Amerika. Ich hatte dort auch schon gewohnt und kann nur zustimmen! Wäre schön, mehr Balsam für die Augen geliefert zu bekommen und weniger Stimmungsmache.

Uwe

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Annabelle1811 20.07.2017, 10:50
11. Guter Artikel,

Nach meinem Urlaub in USA dachte ich, interessant, aber irre. Und so war es auch nach dem Brasilienurlaub, echt toll. Jedoch war ich froh, daß ich auch wieder nach Hause fliegen konnte. USA die Freiheit und doch eingeengt (Polizei, Waffengewalt etc. etc. ) und Brasilien, obwohl Gott ein Brasilianer sein soll und das Land ein Wunder an Natur ist, kann man sich nach Deutschland nicht an die dortige Kanalisation, die Kriminalität, die Ausnutzung der unteren Schicht und andere negative Beispiele gewöhnen. Wenn man wieder nach Hause kann, ist alles sehenswert .....siehe auch die ungewollten "Urlaube" verschiedener Leute in der Türkei.

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raulmich 20.07.2017, 10:51
12. Ein wirklich schöner und schön zu lesender Artikel,

der mir einen ganz anderen Einblick gestattet - war auf mehreren Dienstreisen in den USA und im Urlaub, da lernt man das Land aus einer anderen ehr oberflächlichen Perspektive kennen. Danke dafür.

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MotziLLa 20.07.2017, 10:58
13. hat mich schon länger gewundert

In den USA belächelt man gerne die "German Angst". Aber gleichzeitig haben viele US-Amerikaner vor allem möglichen so viel Angst, dass Sie sich bis unter die Zähne bewaffnen, den größten Militärapparat der Welt finanzieren und überall gated communities bauen müssen... Mit ist da die "German Angst" ehrlich gesagt lieber.

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Trevor Philips 20.07.2017, 11:01
14.

Zitat von ironbutt
Dritte Welt! Kein Witz - das zeigt klar das Infrastrukturproblem der USA. Allerdings habe ich viereinhalb Jahre in Miami gelebt und ähnliche Erfahrungen gemmacht: die Leute sind OK, wenn man sie denn mal zu fassen bekommt.
Oberirdische Kabel sind ganz einfach günstiger und schneller zu verlegen. Dann noch die großen Entferungen die in den USA gerade im ländlichen Raum vorherrschen und die geringen Steuereinnahmen der Gemeinden.
Ach so, nicht überall in den USA sind die Kabel oberidisch verlegt. Gerad in Neubaugebieten und den Städten liegen die Kabel natürlich auch im Boden.

Besser noch ich kenne einige Orte in Deutschland bei denen die Kabel auch noch über der Erde liegen.

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jensrenner 20.07.2017, 11:01
15. @2 Ökofred

Ich denke, genau diese Widersprüchlichkeit und Gegensätzlichkeit macht die USA in ihrem Kern aus und das Land so spannend aus unserer Perspektive.

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jotha58 20.07.2017, 11:05
16. gelebt habe ich in Detroit

nicht wirklich.
Ich war zum arbeiten dort und so beschränkte sich meine Anwesenheit auf Motel, Supermarkt und Arbeit.
Was mir eben auffiel, das die Mitmenschen sehr unterschiedlich sind. Auf der Arbeit sieht es ganz anders aus, als wenn man bei denen daheim ist.
Allerdings für immer möchte ich dort nicht leben und mittlerweile auch nicht mehr hinfahren, auch nicht für einen Kurzeinsatz von 2 Wochen.

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Jarek M 20.07.2017, 11:05
17. Wie realitätsnah kann eine USA-Berichterstattung von einem...

"privilegierten" Standort aus sein?

Medianfamilieneinkommen in Bethseda beträgt ca. 170.000 USD p.a. Kein Wunder, dass dann Journalisten so daneben liegen.

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Mr Bounz 20.07.2017, 11:07
18.

Ich würde die Sache mit dem Haus wirklich ganz anders interpretieren.
1. In D werden Häuser bewahrt weil Sie es Wert sind, weil eine echte Substanz vorhanden ist.
2. Das Alte Haus war "Papp" Müll und nichts Wert
3. Das Neue Haus ist nichts Neues, es ist ein altes (Papp) Haus, nur Größer.

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elli1965 20.07.2017, 11:13
19. Methode Brechstange

Mal eben mit dem Bulldozer alles einebnen ist so ziemlich die treffenste Beschreibung dessen, was ich von Amerika in den letzten Jahrzehnten erlebe. Vielleicht ist das ja gerade der entscheidende Unterschied zwischen Europäern und Amerikanern. Zwar wird nicht jedes alte Haus in den USA gleich abgerissen, auf der anderen Seite legen Europäer mehr Wert auf die Bewahrung der Historie. Das verlangt einiges an Subtilität. Möglicherweise eine Folge der Auswanderung in die USA. Wer hinter sich die Brücken abreisst um ein neues Leben in der Neuen Welt aufzubauen kann auch geistig nicht viel alten Ballast mit sich rumtragen. Wir Europäer klammern uns daher mehr an die Vergangenheit und dem Etablierten und sind vorsichtiger in der Veränderung existierender Strukturen. Vielleicht ist das auch eine Erklärung der amerikanischen Krise. Ohne die Idee zu etwas Neuem und der Kritik an den derzeitigen Missständen scheinen die Amerikaner ziellos, verunsichert und vermehrt isolationistisch. Bisher gab es dann immer noch einen Präsidenten, der Amerika ein neues Ziel geben konnte und das Land zu neuer Blüte brachte. Bei aller Kritik am jetzigen Amerika, auch ein Präsident Trump ist irgendwann Geschichte und vielleicht bringt der jetzige fundamentale Konflikt zwischen Republikanern und Demokraten neue Kräfte ins Spiel, die Amerika eine neue Politik anbieten. Allerdings könnte es den Amerikanern nicht schaden, sich ein wenig Zurückhaltung in der Welt anzueignen. Es muss nicht in beinahe jedem Krieg Amerika verwickelt sein und erfolgreiche subtile Aussenpolitik kann sich Amerika gerne mal von China abkupfern. Einfluß durch Wirtschaftsinvestitionen statt Panzer und Drohnen scheint mir derzeit erfolgreicher. Die Lehre für Deutschland: Trotz wirtschaftlicher Macht und vermehrtem Druck mehr Verantwortung zu übernehmen sollten wir nicht zu sehr dem amerikanischen Vorbild folgen. Dazu haben wir genügend Erfahrungen aus unserer Geschichte und dazu geographisch eine komplett andere Situation. Unserer Weg ist Europa, ob als 27 oder kleiner. Daneben sollten wir eine Koexistenz mit anderen regionalen Mächten wie Russland, China oder Indien führen. Das verlangt andere Denk- und Handelsweisen als die einer globalen Supermacht.

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