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Zwei Schulleiter streiten: Sollen Schüler während des Unterrichts demonstrieren?
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Rektor Klaus Zielonka gibt Schülern eine Sechs, wenn sie Prüfungen verpassen. Sigrid Heiming unterstützt es, wenn Jugendliche zu Klimaschutzdemos gehen - auch in der Schulzeit. Wer hat Recht?

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lazyfox 05.04.2019, 13:42
1. Logisch, weil

Logisch, weil sie damit zeigen, dass sie begriffen haben, dass ein Abitur bei defekter Umwelt wenig bringt. Anders als die Politiker haben die Schüler offensichtlich begriffen, was Wissenschaftler seit mehr als 30 Jahren anmahnen. Also machen die Schüler alles richtig. Die Politiker und Umweltignoranten sollten wohl eher die Schulbank drücken.

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kayakclc 05.04.2019, 13:42
2. Demonstrationsrecht

Das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht, muss aber in der Freizeit ausgeübt werden. Da der Klimawandel ein Tatsache ist, und sich über viele Jahre hinzieht, finde er eben nicht nur in der Schulzeit statt. Am Wochenende, oder wie früher bei den Montagsdemos könnte man sich jeden Freitag um 18Uhr zur Demo versammeln. Kein Problem. Es gibt keine Sachlichen Argumente warum es Freitagsvormittags sein muss. Gerade weil Arbeitnehmer nicht teilnehmen können, würde viele für mehr Impakt für Freitag abend sprechen!

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banjo1071 05.04.2019, 13:47
3. Der Typ

...ist genau der Typ Lehrer, den man als Schüler hasst und als Ex-Schüler bewundert, weill man dort im Endeffekt am meisten gelernt hat.
Und wie wichtig es den Schülern mit den Demos steht, hat man gesehen, als dann tatsächlich persönliche Nachteile im Raum standen. Wenn es den Schülern WIRKLICH wichtig gewesen wäre, dann hätte sie die 6 nicht gestört..

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rmknust 05.04.2019, 13:51
4. Wo ist das Problem?

Warum kann man nicht nach Schulschluß demonstrieren oder am Wochenende? Was spricht dagegen? Bis dato noch nichts nachvollziehbares dazu vernommen...

Im Übrigen: ausgezeichnet, daß sich die Schüler engagieren!

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Bin_der_Neue 05.04.2019, 13:52
5.

Wenn das Ganze einen Sinn hat, und sei es nur, Aufmerksamkeit zu diesem Thema zu erzeugen, dann geht es voll und ganz in Ordnung! Die Zukunft des Weltklimas ist nun mal wichtiger als ein paar Unterrichtsstunden. Die Gegner reiten doch nur auf ihrer "Schulpflicht" herum. Weil das doch nicht geht, war schon immer so und wo kommen wir denn da hin - ohne jegliche Substanz. Die künftigen Drohnen des Systems weichen vom Pfad ab und hinterfragen eigenständig. Gut so!

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andree_nalin 05.04.2019, 13:52
6. Honorig, Herr Zielonka, aber ...

sprechen Sie doch mal den vielfältigen Unterrichtsausfall an Ihrer Schule an, der mit sogenanntem Vertretungsunterricht (der ineffektivste Unterricht an staatlichen Schulen überhaupt), wenn überhaupt, aufgefangen werden soll. Wer stolz auf seine Schüler ist, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und mitmachen und nicht mit Klausurterminschwierigkeiten sehr sehr dünne Argumente ins Feld führen.

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Osterferien 05.04.2019, 13:53
7.

Gegen die Demonstration als solche spricht ja erstmal nichts. Sie allerdings als Mittel zum Zweck zu missbrauchen, um den Unterricht zu schwänzen halte ich für problematisch. Mal sehen, wie der Zulauf in den Osterferien so sein wird - insbesondere am Karfreitag :-)))

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frederik_hoffmann 05.04.2019, 14:02
8.

Nicht nur dem Klimawandel selbst, sonder auch den streikenden Schülern ist es herzlich egal, was zwei Schulleiter davon halten. Sie überschätzen Ihre Relevanz.

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Flugzeugfreak1 05.04.2019, 14:04
9. Ich bin bei Herrn Zielonka

Schüler können jederzeit streiken, außer während der Schulzeit. Die Woche hat 168 Stunden, davon verbringt man maximal 40 in der Schule. Dementsprechend sollte genug Zeit für eine Demo außerhalb bleiben.
Außerdem wird Politik in unserer Demokratie nicht auf der Straße entschieden sondern an der Wahlurne. Wer will darf 2021 die Grünen wählen.
Außerdem darf man nicht außer Acht lassen, was technisch möglich ist. Wir können ja sofort alles abschalten, dann sitzen wir aber im Dunkeln. Herr Lindner hat Recht, das sollte man den Profis überlassen. Da wäre es wirklich besser wenn die Schüler, demnächst Studenten, sich auf den Hosenboden setzen und dann ein Studium der Elektrotechnik, Metallurgie oder Energietechnik anfangen. Ingenieurswissenschaften, Chemie und so um sich nützliches Wissen anzueignen um die Krise lösen zu können. Auf die Straße gehen ist zwar total aktivistisch aber das löst keins der Probleme die wir bislang haben und die wir bekommen werden. Deshalb sollte es doch in deren Interesse sein, die Schule zu besuchen.

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