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1 Stadt, 21 Fragen - Münster: Tatort Freibad
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Töttchen, dazu ein Bier und nachts am Steiner See in Hiltrup spazieren gehen: SPIEGEL-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer über Münster, die Heimat des katholischen Humors.

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July_smile 18.07.2018, 10:05
1. Nicht ganz aktuell und nicht ganz richtig.

Die Skulpturprojekte Ausstellung kommt alle 10 Jahre nach Münster und war zuletzt im Sommer 2017 hier.
Es haben auch nicht alle Traditions-Cafés in Münster geschlossen. Das Café Grotemeyer oder das Café der Konditorei Issel verwöhnen noch immer mit ausgezeichneten Kuchen und Torten.

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Bondurant 18.07.2018, 10:20
2. Also das

Anne Tyler. Diese wunderbarste aller Schriftstellerinnen beschreibt Baltimore, schon klar, aber dieses Kleinstädtisch-Metropolische, das Sehnsüchtig-Spießige, dieses Betrügerisch-Treue der Menschen von Tylers Baltimore, das ist Münster.

ist für einen, der Münster ein bißchen kennt, schon sehr verblüffend. Baltimore? In dieser Stadt spielt die wunderbare Serie "The Wire" (2002-2008) und man sagt, diese zeichne ein durchaus realistisches Bild der Stadt. Ähnlichkeiten mit Münster fallen da aber nicht auf, weder riesige Slums ("Projects") noch die dort stattfindenden Drogenkriege wären mir aus Münster bekannt. Auch nicht die unglaublich korrupte Politik. Und schon gar nicht die unfassbar hohe Mordrate. Also irgendwie verstehe ich den Autor in dieser Beziehung überhaupt nicht.

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chrisms78 18.07.2018, 10:38
3. Perspektive

Als Münsteraner bin ich ja ein wenig Betriebsblind, aber einiges ist doch recht fragwürdig. Ich bin stolz darauf, dass Münster eine Fahrradstadt ist. Stolz, dass die AfD hier keinen Fuß auf die Erde (als einziger Wahlkreis) oder das die Stadt moderne mit Tradition verbindet, aber das der SCP mal vor 100 Jahren Gründungsmitglied war?
Spazieren am Steiner See (schön, aber am AdW von Münsters Innenstadt)? Eher der Prinzipalmarkt oder Promenade.
Zugezogene finden uns Münsteraner leider oftmals steif und humorfrei wie ich hörte. Aber im Vergleich mit anderen Städten habe ich persönlich (#Betriebsblind) das nicht als so viel anders erlebt.

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moosi1 18.07.2018, 10:56
4. Stolz auf Fiffi Gerritzen?

Da gibt es noch einige Profis mehr, die aus dem Oldenburger Münsterland nach Münster gezogen sind, um ihrem Beruf nachzugehen. Merkwürdigerweise verschmähen Ute Lemper und die Münsteraner einander. Beiderseiten Stolz unter den Eingeborenen vermute ich nur bei Götz Alsmann. Der tut wirklich viel für die Stadtbewohner.

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lupo62 18.07.2018, 11:44
5.

"Ich bin stolz darauf, dass Münster eine Fahrradstadt ist."
Für Nicht-Münsteraner, die mit dem Auto in der Stadt untwegs sind, etwas, äh.. gewöhnungsbedürftig. Eine gefühlt zehnfache Fahrradfahrer-Dichte als in anderen Städten. Und keiner von ihnen macht sich Gedanken darüber, was ein toter Winkel ist. Man gewöhnt sich dran und schaut beim Abbiegen nicht einmal, sondern dreimal. Aber ganz ehrlich: Ich bin immer froh, wenn ich heil aus Münster heraus bin.

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Emma Fairfax 18.07.2018, 11:55
6.

Zitat von July_smile
Die Skulpturprojekte Ausstellung kommt alle 10 Jahre nach Münster und war zuletzt im Sommer 2017 hier. Es haben auch nicht alle Traditions-Cafés in Münster geschlossen. Das Café Grotemeyer oder das Café der Konditorei Issel verwöhnen noch immer mit ausgezeichneten Kuchen und Torten.
Dass die Skulptur Projekte zuletzt 2017 in Münster stattgefunden haben, weiß ich aus einem der geschmähten Tatort-Krimis ('Gott ist auch nur ein Mensch', 2017).

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razer 18.07.2018, 12:37
7.

Zitat von Bondurant
Anne Tyler. Diese wunderbarste aller Schriftstellerinnen beschreibt Baltimore, schon klar, aber dieses Kleinstädtisch-Metropolische, das Sehnsüchtig-Spießige, dieses Betrügerisch-Treue der Menschen von Tylers Baltimore, das ist Münster. ist für einen, der Münster ein bißchen kennt, schon sehr verblüffend. Baltimore? In dieser Stadt spielt die wunderbare Serie "The Wire" (2002-2008) und man sagt, diese zeichne ein durchaus realistisches Bild der Stadt. Ähnlichkeiten mit Münster fallen da aber nicht auf, weder riesige Slums ("Projects") noch die dort stattfindenden Drogenkriege wären mir aus Münster bekannt. Auch nicht die unglaublich korrupte Politik. Und schon gar nicht die unfassbar hohe Mordrate. Also irgendwie verstehe ich den Autor in dieser Beziehung überhaupt nicht.
Ich denke Sie haben da den Nagel auf dem Kopf getroffen.
Baltimore und Münster haben von der Wirtschafts- und Sozialstruktur und vom "Menschenschlag" der dort wohnt, weniger gemeinsam wie Bremen und Garmisch-Partenkirchen, also ein völlig unsinniger Vergleich, selbst wenn man es nur literarisch sieht.
Übrigens basiert die hervorragende Serie "The Wire" auf Recherchen von dort ansässigen Journalisten-eher nicht so wie der sehr gute "Münster-Tatort".

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BenGlenn 18.07.2018, 12:51
8.

Hallo, die genannte Einwohnerzahl von 160.000 ist wohl schon eine Weile her.
Inzwischen hat Münster über 310.000 Einwohner, und somit keine Provinzstadt mehr.
Auch wenn Grösse nicht immer unbedingt ein positiver Ausweis ist, sollte man doch in den Zahlen korrekt sein.

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jokeli 18.07.2018, 13:21
9. Traditionskneipe und Kuchen in Münster

Der Gründer der Kneipen „Cavete“ und „Blaues Haus“ hieß Lothar Weldert und sein Geschäftsführer hieß Röttger.
Den besten Kuchen - auch nach alten Rezepten - gibt es im Café Issel auf der Hammer Straße.

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