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19-Euro-Offensive: Was die Sparpreis-Tickets der Bahn wirklich taugen
DPA

Quer durch Deutschland reisen für 19 Euro: Die Bahn verkauft derzeit viele Sparpreis-Tickets. Stiftung Warentest hat überprüft, für wann und für welche Strecken das Angebot verfügbar ist.

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HaraldKönig 14.02.2016, 12:40
30.

Zitat von dickebank
Es würde ja schon zu geringeren Entgelten führen, wenn die bahn nur dann abfährt, wenn mindestens eine 85-prozentige Auslastung der sitzplatzkapazität vorliegt. Wenn auf der strecke von HH nach M die zugauslastung zwischen Hildesheim und Fulda nicht gegeben ist, muss der zug eben in HI stehen bleiben. Die bahn transportiert zu viel Luft, das verteuert die Fahrpreise nur. Achtung: Der Post kann Spuren von Ironie enthalten.
Wenn Sie von Hamburg über Fulda nach München fahren, kommen Sie nicht an Hildesheim vorbei.

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dickebank 14.02.2016, 17:01
31. wie jetzt

Zitat von HaraldKönig
Wenn Sie von Hamburg über Fulda nach München fahren, kommen Sie nicht an Hildesheim vorbei.
Fahren die ICEs von M nach HH jetzt nicht mehr über die "NBS" Würzburg- Hildesheim?

Zu meiner Zeit, da war die Strecke noch im Bau, ging es von KS-Wilhelmshöhe über Göttingen und Hildesheim nach Norden.

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big t 14.02.2016, 20:13
32.

Die Preispolitik der Bahn ist einfach nur widersinnig.

Neukunden gewinnt man nur, wenn man attraktiv ist. Und attraktivität sind bei einem gleichbleibenden Service nunmal Fahrpreise.

Wenn ich spontan auf die Idee komme, morgen nach Hamburg zu fahren, kostet mich das Unsummen. Von dem Geld kann ich mir einen Porsche bei Sixt für das Wochenende mieten und noch einen auf dicke Hose machen.

Die Bahnmanager verstehen einfach nicht, dass günstige Soforttickets der SChlüssel sind. Zug wählen, Ticket buchen, einsteigen, 19€ bezahlen.

wenn das ein paar mal funktioniert, wäre ich bereit dafür geplant auch mal öfter mit der Bahn zu fahren.

So aber.. not.
Dazu kommt das Umsteige /Warteproblem etc.

Die Bahn ist, außer für Bahncard100 Kunden, denen die Firma das Ticket (also zu95% Uni-Mitarbeiter ) absolut irrelevant.
Ein paar Pendler haben evtl. noch gute Anbindungen, für den Rest gilt das nicht.

ÖPNV zu meiner Arbeitsstelle würde 1:26 Brutto-Fahrzeit dauern, mit 1 km Fußweg zur ersten Haltestelle und jeweils 5-10 Minuten WArtezeit an 2 Umstiegen auf kalten zugigen Bahnhöfen.
Mit dem Auto fahr ich gemütlich 25 Minuten Haustür- Haustür.

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JaguarCat 15.02.2016, 08:31
33. Sparpreise

19-Euro-Tickets hin oder her: Das Angebot an Sparpreisen hat sich bei der Bahn in den letzten Jahren wirklich verbessert. Es gibt eine Strecke, die ich regelmäßig benutze. Früher fuhr ich die mit Normalpreistickets und BC 50, inzwischen fahre ich günstiger mit BC 25 plus Sparpreistickets, und das sogar in der ersten Klasse (früher immer in der zweiten).

Klar, man muss mit den Billigtickets etwas vorausplanen. Kann man mal eine Fahrt doch nicht machen, kann man aber bis zum Abend vorher stornieren und bekommt dann sogar den Fahrpreis zurück. Lediglich 17,50 Euro werden abgezogen.

Zum Vergleich: Bei den Billigfliegern ist meist alles Geld weg, wenn man storniert, und man muss darum kämpfen, dass man zumindest "Steuern und Gebühren" erstattet bekommt.

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Robert_Rostock 15.02.2016, 10:19
34.

Zitat von big t
... Die Bahnmanager verstehen einfach nicht, dass günstige Soforttickets der SChlüssel sind. Zug wählen, Ticket buchen, einsteigen, 19€ bezahlen. ...
Das gibt's aber bei keinem der Konkurrenten. Weder beim Fernbus noch beim Flugzeug.

Natürlich wäre das toll, genauso wie ein Maybach zum Preis eines Dacias toll wäre. Oder eine Nacht in der Präsidentesuite des Hilton zum Preis einer Nacht im Hostel-Schlafsaal.

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mcpoel 15.02.2016, 10:47
35. Individualverkehr

Das Beispiel zeigt: Es geht nichts über Individualverkehr: Reinsetzen-losfahren-ankommen. Das ist unkompliziert und inklus. Privatsphäre. Also lieber mit dem Auto...die Bahn kann da nicht mithalten.

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mcpoel 15.02.2016, 11:50
36. Tja...

... und da wollen die Grünen am liebsten das Auto abschaffen. Wir sollen Vorausplanen, niemals spontan von A nach B fahren, uns an Reisezeiten fest binden, Zeit aufwenden für die Angebotssuche und am Ende unser Leben in vollen Zügen genießen. Schöne neue, politisch korrekte Welt...

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susiwolf 15.02.2016, 14:21
37. Sie haben etwas vergessen ...

Zitat von mcpoel
Das Beispiel zeigt: Es geht nichts über Individualverkehr: Reinsetzen-losfahren-ankommen. Das ist unkompliziert und inklus. Privatsphäre. Also lieber mit dem Auto...die Bahn kann da nicht mithalten.
... den individuellen S t a u ...
Und S i e sind Einer von den Staus.

Mein Beispiel sagt:
Es geht nichts über den Bahnverkehr !

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langsamfahrstelle 16.02.2016, 01:01
38.

Ich wundere mich über das Gemecker hier. Die Bahn ist aktuell eigentlich superbillig, jedenfalls in ihrer Tarifhoheit, also im Fernverkehr.

Länger als 4-5 Tage im Voraus habe ich nicht gebucht und habe gerade mal ausgerechnet, was ich pro Kilometer gezahlt habe. Müssten im letzten Kalenderjahr 5 Cent gewesen sein.

Mitfahrgelegenheit habe ich einmal gemacht. Das ist mir aber irgendwie zu teuer und zu aufwendig. Zu teuer, weil ich bei der Bahn unter dem Strich ziemlich zuverlässig ausreichend Beinfreiheit kriege und nicht irgendwo zwischen einer Umzugsgesellschaft in den Fiat Cinquecento gesteckt werde. Für kaum mehr Geld. Zu aufwendig, weil ich erst rumtelefonieren muss, dann irgendwo an den Arsch der Welt zum Einsteigen, bis dahin ein separates Ticket brauche etc. Bei der Bahn habe ich immer "+City", also die Fahrt mit dem Stadtverkehr ohne Aufpreis inklusive. Sehr praktisch, muss man sich keine Gedanken über U-Bahn-Tickets oder ähnlichen Murks machen auf dem Weg zum oder vom Bahnhof. Wenn ich per S-Bahn zum Hauptbahnhof fahre, kann mir auch jede Verspätung im Grunde genommen egal sein. Die Zugbindung wird ja aufgehoben, wenn irgendwo auf der Reisekette der Fehler auf die Bahn zurückgeht. Und am Ende gibt es Geld zurück. Beim Fernbus oder Blablacar? Fehlanzeige! Da muss man idealerweise 30 Minuten vor Abfahrt schon sich die Beine plattstehen.

Fernbus habe ich letztes Jahr auch einige Male ausprobiert. Ich bewundere ja die Leidensbereitschaft seiner Kunden. Zugegeben, war nur eine Stichprobe, aber nur so:

- Wien-Berlin: Ich guckte bei Dresden auf die Uhr und stelle fest, dass wir locker 45 Minuten Verspätung aufgesammelt haben. Eine Durchsage gab es nicht. Bis Berlin kam nix mehr, außer dass die Verspätung auf 60 Minuten anstieg. Gab keinerlei Entschädigung, aber die Fahrt war zugegeben mit 18 Euro spottbillig. Das WLAN im sauberen und niegelnagelneuen Bus mit edlen Ledersitzen brach 40 Minuten hinter Wien zusammen und ward fortan nicht mehr gesehen. Die 7 oder 8 Stunden mit Mini-Bahnfreiheit waren eine Qual.
- Hamburg-Kiel: Der Bus (6 €) stand auch 40 Minuten nach planmäßiger Abfahrt nicht am ZOB. Gab auch keine Informationen, wo die Karre bleiben würde. Bin daraufhin zum Hauptbahnhof rüber und habe die Bahn genommen, die absolut pünktlich fuhr. Das Busunternehmen hat nach Beschwerdemail das Bahnticket (11 €) übernommen.
- Frankfurt-Köln: Der Busfahrer informiert per Durchsage, dass dies ein Ersatzbus sei. Der habe leider keine Steckdosen und das WLAN sei auch noch nicht eingebaut.

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