Forum: Reise
2600 Kilometer zu Fuß durch Europa: Wo lang? Was essen wir? Wo schlafen wir?
Witali Bytschkow / Svenja Trenkel

Jeden Tag mussten Svenja Trenkel und Witali Bytschkow die immer gleichen drei Fragen klären. Viereinhalb Monate lief das Kölner Paar auf Jakobswegen durch Europa. Das hinterlässt Spuren - auch nach ihrer Rückkehr.

Seite 2 von 3
axelch 14.04.2018, 12:51
10. Nun ja

Zitat von ThomasWitte
Diese Wanderung durch Europa ist ja nun wirklich nicht mehr erwähnenswert, da viele viele Vorgänger bereits Furchen im Asphalt hinterlassen haben. Durch unseren Ort, mit der St. Jakobi-Kirche, muss man zeitweilig schon mal den Wanderer-Stau erdulden, bevor man weiter fahren kann. Dagegen gibt es Menschen, einen in unmittelbarer Nachbarschaft, die durchwandern allein Indien und Nepal usw. ohne Bett und Essen, das ist mal was...Dieser Artikel jedoch zeigt mir wieder einmal, was in Deutschland schon als Abenteuer gilt...mit Vollversicherung und Ankunftsgarantie.
Die beiden sind aber vier Monate am Stück gewandert, während Sie sogar in ihrem Heimatort im Auto sitzen. Und das Menschen aus ihrer Nachbarschaft Abenteuer in Indien erwandern ist ja auch eher nicht Ihr Verdienst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ThomasWitte 14.04.2018, 13:19
11. Papazaca...

Sie haben leider nicht die Aussage verstanden. Auch ich war lange in Afrika und Australien unterwegs. Wohnten Sie in klimatisierten Gebäuden mit Komfort oder liefen Sie 3 Jahre lang zu Fuß mit Zelt? Es gibt auch Menschen, die waren in Südamerika... allerdings mit der AIDA. Auch ich schätze zB die Lüneburger Heide. Jedoch brauche ich nicht noch mehr Artikel über den Jakobsweg, das ist langweilig für mich. Und ja, ich muss ihn auch nicht lesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 14.04.2018, 15:52
12. Piano Piano ...

Zitat von ThomasWitte
Sie haben leider nicht die Aussage verstanden. Auch ich war lange in Afrika und Australien unterwegs. Wohnten Sie in klimatisierten Gebäuden mit Komfort oder liefen Sie 3 Jahre lang zu Fuß mit Zelt? Es gibt auch Menschen, die waren in Südamerika... allerdings mit der AIDA. Auch ich schätze zB die Lüneburger Heide. Jedoch brauche ich nicht noch mehr Artikel über den Jakobsweg, das ist langweilig für mich. Und ja, ich muss ihn auch nicht lesen.
Wenn die Überschrift mit "Gähn" anfängt, ist das nicht freundlich. Und der Rest war es auch nicht. Bei genauer Betrachtung sogar ziemlich anmassend. Ihre zweiter Beitrag hört sich ja freundlicher an ..
Da ich manchmal auch selbst "Sachen" raus haue, die nicht immer
"so dolle" sind, lassen wir das mal ...

Also, ich will jetzt nicht mit Ihnen in einen Wettbewerb treten, aber ich wohnte nicht in Räumen mit Air-Condition, die gibt es auch eher nicht am Tschad-See, im Congo oder auf Sao Tome (kann ich übrigens empfehlen, toll zum Wandern). In der Lüneburger Heide war ich übrigens vor 3 Jahren, mit Mountainbike und viel fahren im Sand.

Der Bericht hier lebt doch auch von Anregung und Widerspruch: Eine Europareise per se kann doch ganz anders gehen. Und Blaupausen für Wanderungen (oder auch fürs Leben ) erwarte ich hier sowieso nicht.

Viel Glück beim Kampf gegen langweilige Berichte + ein paar selbstironische Lacher ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 14.04.2018, 16:02
13. Es geht doch garnicht nicht um pure Statistik...

Zitat von aliof
.. für in 140 Tagen 2600 km zu Fuß ?? Sorry, das macht jeder gesunde junge Mensch nebenher. Und ich auch noch heutzutage ... mal nachrechnen ?? : knapp 19 Kilometer pro Tag .. Aber mal wieder ein paar Monate am Stück herumreisen hat auch was, dann Aber bitte mit etwas mehr Einsatz.
Sie haben ja schon einige Kommentare zu Ihrer lockeren Anmerkung gelesen. Als ich in Ghana war, traf ich Daniel aus Wiesbaden. Der kam gerade mit dem Fahrrad aus der Sahelzone, war dehydriert und fertig und erholte sich erstmal mehrere Wochen. Verstehen Sie? Manchmal muß man sich ausruhen, manchmal genießt man zum Beispiel Tage am Strand, manchmal will man was sehen ...

Will sagen, eine Reise ist nicht eine Gesamtkilometerzahl geteilt durch die Anzahl der Tage. Einverstanden? Wo wir von "mehr Einsatz" sprechen: Bin gespannt auf den nächsten Kommentar, den Sie raushauen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Papazaca 14.04.2018, 16:16
14. Das bringt mich auf eine Idee

Zitat von Oihme
Vor drei Jahren fragte mich mein Ältester, ob ich mit ihm in den Monaten vor dem Beginn seines Referendariats den "Camino del norte" gehe. Seit er mit den hier schon ganz treffend beschriebenen "verschobenen Grenzen in seinem Kopf" aus Spanien wiederkam, bedauere ich manchmal, es nicht gemacht zu haben. Von der Ruhe und Gelassenheit und der Erkenntnis, was für ihn und sein Leben wirklich wichtig ist, zehrt er bis heute.
Das mit dem Bedauern läßt sich ändern. Und die Ruhe und Gelassenheit sowie tiefe Erkenntnisse übers Leben kann man ja auch selbst mal bei einer zukünftigen Wanderung anpeilen. Ohne Denkverbote in Richtung eines bestimmten Vereines .....

Vielleicht ist das ja eine Anregung für eine Wanderung , bevor wir Hundert sind ....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 14.04.2018, 19:26
15. ....

Ich verstehe den Beitrag so, das es nicht das wichtigste war zu wandern. Sondern den Kopf vom Alltag frei zu bekommen, sich richtig kennenzulernen ob die Partnerschaft / Freundschaft zukunftstauglich ist. Das scheint gelungen zu sein. Glückwunsch dazu.
Der Weg war das Ziel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aliof 14.04.2018, 20:18
16. Danke für die motivierenden Rückmeldungen !

Zugegeben, das macht (leider) nicht jeder. Aber ich meinte jedes Wort ernst. – Und es ist auch heutzutage im Zivilisationsdschungel noch Vieles möglich :

Und ja, Co-Kommentator „Oihme“, als Dauerwanderer (früher mehr -läufer und -radler) geht es mir, und jedem meiner Urlaubs-Co s regelmäßig so, daß nach ruhigem Beginn ab Tag 3 zunehmend Kraft und Ausdauer DAZU kommt. Und gar erst nach Wochen, da wird man doch wieder Mensch, zum Bewegungstier !!!

Dann aber mit 19 km/d anzugeben, und Vorträge zu veranstalten, finde ich .. seltsam.

Ich gehe im Alltag ohne jeden Anstrengung nebenher mit wenig Gepäck (10 kg) und wenigen Steigungen die 19 km in 3 Stunden. Und ich bezeichne das als ausgleichenden Spaziergang. – Ich genieße dabei zudem jeden Kilometer zur Arbeit und zurück, und bedaure die, die Auto- oder Bahn nutzen (müssen).

Es tut mir leid, wenn sich „bernie_witzbold“ als „Weichei“ sieht.: Vielleicht finden Sie einfach mal den Schwung, Ihr Gehpensum zu verdoppeln. – (Ich schätze, daß Sie dazu lediglich eine Sitcom weniger konsumieren müßten). Auch dann werden Sie noch nicht verdächtigt werden, Sport zu betreiben. – Aber wieder eine Ahnung von dem bekommen können, was noch möglich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pek 14.04.2018, 20:29
17. Ganz ruhig ...

Zitat von ThomasWitte
Diese Wanderung durch Europa ist ja nun wirklich nicht mehr erwähnenswert, da viele viele Vorgänger bereits Furchen im Asphalt hinterlassen haben. Durch unseren Ort, mit der St. Jakobi-Kirche, muss man zeitweilig schon mal den Wanderer-Stau erdulden, bevor man weiter fahren kann. Dagegen gibt es Menschen, einen in unmittelbarer Nachbarschaft, die durchwandern allein Indien und Nepal usw. ohne Bett und Essen, das ist mal was...Dieser Artikel jedoch zeigt mir wieder einmal, was in Deutschland schon als Abenteuer gilt...mit Vollversicherung und Ankunftsgarantie.
Ganz ruhig, Globetrotter. Wir haben alle mal klein angefangen ohne Vollversicherung. Starnberg, Gardasee, Paris, Südafrika, Indien, Uschuaia, Hongkong, Yellostone, Bali. Und ich protze nicht. Wir reichen Mitteleuropäer können überall hin, wenn wir nur ein wenig bescheiden sind. Und jung genug. Die Grenzen sind nur in unserem Kopf. Ist doch schön wie es ist, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ClaudiaK 15.04.2018, 00:59
18. Beneidenswert

Ein Artikel, der Lust macht dem Paar nachzuahmen, gerade weil es vielleicht nicht darum geht, wo das Paar gewandert ist, sondern dass die beiden die gemeinsame Zeit nutzen konnten und einiges mit in ihren Alltag nehmen konnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Periklas 15.04.2018, 01:04
19. Sich die Zeit nehmen

Mehrere Wochen auf einen ausgewiesenen Wanderweg unterwegs zu sein, erlebte ich Außergewöhnliches. Sich die Zeit zu nehmen nicht immer Erster sein zu wollen. Nicht Superlatives zu erreichen wie schnell oder wie weit einem die Füße tragen. Es sind die kleinen Geschichten und Anekdoten, die im Reisetagebuch geschrieben sind. Ich habe mich öfters gefragt welche Begegnung hat jemand der dem Leben entflieht und Streckenrekorde an Rekorde heftet und Geschwindigkeit als zeitlich gespanntes Ziel definiert.
Etwa zehn Kilometer nach einer größeren Stadt in Nordspanien kam mir ein Asiate entgegen, der mich wenige Kilometer zuvor überholt hatte. Ich fragte ihn nach dem Grund seiner Umkehr und er antwortete, er habe vergessen die Pintxos zu essen, für die diese Stadt so bekannt wäre. Zwei Tage später überholte er mich abermals, nun mit der Gewissheit, das er in jeder Stadt an diesem Weg Pitxos zu essen gibt.
Für jeden verschiebt sich eine Grenze. Hätte ich mich nicht überholen lassen könnte ich diese Anekdote nicht erzählen aber ich konnte in diesem Moment, meine Bewunderung für ihn keinen Ausdruck mehr geben, da er schon wieder unterwegs war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3