Forum: Reise
6000 Kilometer zu Fuß durch die USA: "Eine einzige Übung fürs Sterben"
Andrew Forsthoefel

Zu Fuß quer durch Amerika: Mit Mandoline und Kinderwagen ging Andrew Forsthoefel mehr als 6000 Kilometer von Philadelphia bis zum Pazifik. Er wollte mehr über den Sinn des Lebens erfahren - und lernte vor allem etwas über den Tod.

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tinolino 23.01.2015, 07:31
1. Schön für Andrew

Seltsam. Warum suchen sich diejenigen, die auf der Sinnsuche sind und später aus ihrer Wanderung Profit schlagen möchten, ausgerechnet das Land auf diesem Planeten aus, das gesellschaftlich am Wenigsten zu bieten hat? Das Ich-Land USA. Wann wandert endlich jemand durch Länder, wo einem Menschen begegnen, die nicht übersättigt oder zivilisationskrank sind ? So wie Wolfgang Büscher, der von Berlin nach Moskau gewandert ist. Das sind Reiseberichte, in denen es nicht ausschließlich um den Ich-Erzähler geht, sondern um Begegnungen, die andersartige Lebenswege beleuchten.

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d-c-r 23.01.2015, 08:28
2.

Wunderbar!

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thomas387 23.01.2015, 09:31
3. Hier: Jakobsweg

Für die Interessierten:
Gehen Sie nach Santiago. Für den Anfang.
Perfekte Infrastruktur, nette Mitwanderer und durchaus einschneidende Erlebnisse.
Auch für 80-Jährige geeignet.
Gehen Sie diesen Sommer, der Weg wird zunehmend kommerzialisiert.
Alternative: Quer durch Deutschland.
Wenn man zu Fuß geht, bekommt man ein völlig anderes Deutschlandbild. Mein Gott, wie provinziell dieses Land ist.
Aber: Welche Würde der einzelne Mensch.
Gehen ist simpel und viel besser,
als vor dem Fernseher zu sitzen.

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Newspeak 23.01.2015, 10:26
4. ...

Zitat von tinolino
Seltsam. Warum suchen sich diejenigen, die auf der Sinnsuche sind und später aus ihrer Wanderung Profit schlagen möchten, ausgerechnet das Land auf diesem Planeten aus, das gesellschaftlich am Wenigsten zu bieten hat? Das Ich-Land USA. Wann wandert endlich jemand durch Länder, wo einem Menschen begegnen, die nicht übersättigt oder zivilisationskrank sind ? So wie Wolfgang Büscher, der von Berlin nach Moskau gewandert ist. Das sind Reiseberichte, in denen es nicht ausschließlich um den Ich-Erzähler geht, sondern um Begegnungen, die andersartige Lebenswege beleuchten.
Was hat das Land damit zu tun? Es geht um Begegnungen mit Menschen. Glauben Sie wirklich, alle Amerikaner finden ihr Land toll? Bewundern den Lebensstil ihrer Landsleute? Oder gehören ebenso zu den 80% "Normalen", wie überall auf der Welt, die einfachere Vorstellungen von einem glücklichen oder zufriedenen Leben haben, als ewig nur Geld nur scheffeln und sein Ego zu befriedigen?

Dem Jungen ging es um sich, ja, aber um sich selbst besser kennenzulernen. Deswegen stand ja auch "walking to listen" auf seinem Schild, nicht "walking to talk".

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suomi15 23.01.2015, 10:26
5.

Zitat von tinolino
Seltsam. Warum suchen sich diejenigen, die auf der Sinnsuche sind und später aus ihrer Wanderung Profit schlagen möchten, ausgerechnet das Land auf diesem Planeten aus, das gesellschaftlich am Wenigsten zu bieten hat? [...] sondern um Begegnungen, die andersartige Lebenswege beleuchten.
Wieviele Begegnungen mit US-Amerikanern - abseits touristischer Routen - haben sie vorzuweisen, zu diesem pauschalen Urteil über 300 Mio. Menschen zu kommen?

Ich bin eine ganz ähnliche Route wie Andrew mit dem Fahrrad gefahren und auf die zuvorkommendsten und gastfreundlichsten Menschen getroffen, die man sich nur vorstellen kann. An "andersartigen Lebenswegen" alles dabei, vom Banker in San Francisco über den Einsiedler in den Rockys, den Indianer auf der Suche nach einem "heiligen" Ort irgendwo in Arizona, den im Auto lebenden Goldsucher, den obdachlosen Kriegsveteran und den Farmer in Kansas bis hin zum Hillbilly in Keeentucky. Liste nicht abschließend.

Ich will ganz ehrlich sein: Ich habe großes Mitleid mit Menschen wie ihnen, welche voller Ignoranz, Chauvinismus und Hass solch einen beschränkten Unsinn von sich geben.

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suomi15 23.01.2015, 11:00
6.

Nachtrag:

Nachdem ich in den übrigen Beiträgen von "tinolino" gestöbert habe sehe ich mich in meinem Mitleid bestätigt. In 17 Beiträgen über sechs Jahre: Hass und Hetze wohin man schaut.

Da stört er sich bspw. daran, dass Journalisten japanische Autos ausgerechnet in Kalifornien testen (statt im altehrwürdigen Europa), redet wiederholt vom "tristen Industriestrand" in Südkalifornien, beschwert sich über "US-Schädelbräubier" und die Übernahme des "amerikanischen Begriffs Nerd" ins Deutsche, attestiert den US-Amerikanern "kindischen Übertreibungsmentalität"..

Was ein armes Würstchen.

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muehl500 23.01.2015, 11:33
7. 2011 bin ich 5 Monate 28.000 km 1 x rund um die USA gefahren ...

war eine tolle Erfahrung, habe tolle Menschen kennengelernt und gab mir eine neune Sichtweise, dass man so etwas auch als Rollstuhlfahrer schaffen kann.

Seitdem nehme ich nicht mehr meine MS wichtig - sondern geniesse das Leben.

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claudiusoptimus 23.01.2015, 14:07
8. Hut ab,

wenn ich einen hätte. Die Erfahrungen, die man bei solchen Unternehmungen macht, lernt man kaum bei einer Ausbildung oder Studium. Wahrscheinlich kommt man so der Quintessenz des Lebens näher. Ich bewundere den jungen Mann für seinen Mut und sein Durchstehvermögen. Ich habe andere Erfahrungen bei meinen Reisen in Südarabien gemacht, die mir heute helfen, falls es mir mal nicht so gut geht.

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Annabel 23.01.2015, 14:36
9. Schöne Geschichte

Beneidenswert, die junge Familie. Dass diese Geschichte nun tatsächlich wieder die USA-Verächter und Russland-Fans auf den Plan bringt - mich überrascht bald nichts mehr. Selbst wahrscheinlich nie in Amerika gewesen, aber voller Hochmut gegenüber den Staaten. Was haben menschliche Begegnungen denn mit Politik zu tun? Wie borniert sind denn manche deutschen "Kulturbürger"?

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