Forum: Reise
Abenteuer Weltreise: Eine Familie, ein Lkw, ein großer Aufbruch
Leander Nardin

Ein paar Monate? Nein, für Jahre geht eine österreichische Familie auf Weltreise - in einem alten Lkw. Vater und Mutter berichten von traumhaften Erlebnissen, ziehen aber auch kritisch Zwischenbilanz.

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x.l. 25.06.2019, 11:08
20. CO2-Bilanz denkbar uninteressant

Der LKW verbraucht nicht mehr als 17L/100km 8ich weiß es, besitze den gleichen), jeder Speditions-LKW über 40/100km. Da sie lange Zeit unterwegs sind und dabei die Welt nicht 10mal umrunden, werden sie am Ende nicht mehr als 100tkm in nmehrere´n Jahren gefahren sein. Ich kann keinen CO2-verbrecher erkennen.
Allerdings sehe ich, dass dem Kind die Freundschaften und damit die Möglichkeit bestimmte soziale Kompetenzen zu erlernen genommen ist. Das habe ich auch schon von anderen Langzeitreisenden gehört. Nicht alles kann man als Eltern kompensieren. Ob das letztlich durch die Reiseerlebnisse aufgewogen wird, weiß ich nicht, kann ich mir aber gut vorstellen. Letztlich immer ein Individualfall. Chapeau(!) vor denen die es schaffen so eine Reise umzusetzen.

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Di_oH 25.06.2019, 11:15
21. Geil, aber...

Für die beiden Eltern finde ich das ein Hammer Erlebnis, zu dem es mit Sicherheit auch jede Menge Mut braucht. Nicht nur, weil an eben bei 50°C sein Auto ausgraben muss und sonst jede Menge Abenteuer auf der Reise bestehen muss, sondern auch, weil am Ende der Reise ein kompletter Neuanfang und die schwere Rückkehr in den Alltag bevorsteht.
Das große aber kommt für mich aber, weil ich es sehr egoistisch von den Eltern finde, trotz eines Kinds diese Reise bzw. man muss ja fast schon sagen, dieses Leben, durchzuziehen. Im ersten Moment dachte ich auch, "Grundschul-Mathe und -Deutsch könnte ich einem Kind auch noch beibringen", aber wenn ich mir überlege, wie gut ich mich in der gar nicht mehr so neuen deutschen Rechtschreibung auskenne? Und zieht man es mit dem Unterricht wirklich so durch, wenn man an Orten, wie denen auf den Bildern zu sehen, ist?
Meiner Meinung nach tut man dem Kind keinen Gefallen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es nach der Rückkehr ähnliche Chancen haben wird hinsichtlich Schule und Beruf, wie wenn es eine reguläre Schulkarriere eingeschlagen hätte. Mal abgesehen davon, wenn ich mir überlege, wie maximal schemenhaft ich mich an Urlaube in der Kindheit erinnere, bei denen sicher auch tolle Dinge passiert sind... Ich finde es sehr egoistisch von den Eltern und meiner Meinung nach hätte man sich mit solchen Plänen fürs Reisen und gegen ein Kind entscheiden sollen.

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k70-ingo 25.06.2019, 11:19
22.

Zitat von fatmaB
Das ganze ist eine hedonistische Reise reicher weißer Mitteleuropäer im Stil der kolonialistischen Expeditionen des 19. Jahrhunderts. Dabei wird der Gedanke der Nachhaltigkeit mit Füssen getreten. Seltsam, das so etwas bei SPON immer wieder für berichtenswert gehalten wird. Muss an den hübschen inszenierten Fotos liegen. Demnächst kommen wahrscheinlich auch Artikel über die Kardashians, oder?
Es ist nachhaltiger, mit einem 40 Jahre alten LKW durch die Wüste zu juckeln, als mit einem neuen Renault Clio-Mietwagen Mallorca zu erkunden.

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wennderbenzbremst... 25.06.2019, 11:36
23. Reise

Und immer wieder schön zu lesen, dass die eher günstigen Allrad LKWs am weitesten kommen. Die über 100.000 Euro Fraktion kommt oft nicht über den Bodensee hinaus. Lebenshaltungskosten sind eher günstiger unterwegs. Was reinhaut sind Reparatur und Diesel. Aber mit 2000 Euro Budget im Monat reicht es für nen Single

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k70-ingo 25.06.2019, 11:40
24.

Zitat von Papazaca
Ich habe viele große Reisen unternommen, über 100 Länder gesehen, bin aber trotzdem kein "Berufsreisender geworden. Und mir fehlt auch jegliches Sendungsbewusstsein, um die Welt mit meinen Erlebnissen zu beglücken. Ich lese aber relativ regelmäßig die Berichte dazu im SPON. Was mir allerdings auffällt: Ihr schreibt über eine besondere Sache (Weltreise oder ähnliches ..) so oft, das Ihr dieses großartige Thema zunehmend entwertet. Man nennt das Overkill. Ähnlich wie zu oft Schnitzel essen. Das gleiche läßt sich bei Berichten über den Mount Everest feststellen. Ein Zyniker könnte das wie folgt kommentieren: Ach ja, wieder ein paar Tote? Ich finde das Thema nach wie vor sehr interessant. Nur, es sollte nicht in der Dauerschleife enden. Apropos Reisen: Es gibt auch viele interessante Reisen innerhalb Deutschlands. Man muß nur genauer hinsehen, dann kann man sogar Exotik erkennen.
Jeder definiert Exotik anders.

Ich besitze einen Reiseprospekt aus Neuseeland, in dem die Tour
"Entdecke das exotische Europa!"
angeboten wird.
Eine Busrundreise Frankfurt-Nürnberg-München-Neuschwanstein-Salzburg-Wien-Bratislava-Prag-Frankfurt.

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trolland_dump 25.06.2019, 11:46
25. @supergrobi

Wie gesagt, das mit dem Lesen...Hauptkritikpunkt lag woanders.Ansonsten müssten nach Ihrer Lesart alle Menschen nur so reisen wie diese Familie und alles wäre besser und gut.Und neeiin,Sie kennen mich nicht,aber falls Sie es etwas versöhnt: Ihre letzten vier Fragen treffen auf mich nicht zu.Und ich spüle noch händisch.

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MissMorgan 25.06.2019, 12:17
26. @Di_oH

Weil Ihre Erinnerung an Ihre Kindheitsurlaube schemenhaft waren, sollen jetzt alle Grundschulkinder Zuhause bleiben, da sie sich ebenfalls nicht erinnern ... können... sollen? Weil Sie sich der neuen deutschen Rechtsschreibung nicht sicher sind, ist es besser anderer Leute Kinder in die Schule zu schicken? Wie egozentrisch und unflexibel gedacht. Erstens kann ich mich an einige tolle Situationen sehr wohl erinnern und zweitens verarbeitet man das Erlebte ja. Man wird toleranter und vermutlich auch geistig flexibler. Als Eltern kann man auch so jung sein, dass man mit der neuen Rechtschreibung aufgewachsen ist und/oder eben so lernfähig, sich da noch einmal reinzufuchsen. Mussten ja tausende von Lehrern ebenfalls. (Es soll auch erwachsene Menschen außerhalb der Bildungsinstitute geben, die sich auch die Mühe machten). Wenn das Kind jetzt im Alter von neun auf eine weiterführende Schule geschickt wird, halten Sie es für gefährdet weil es nicht die übliche Schulkarriere hinter sich hat? Das kommt wohl auf die Qualität des Homeschooling an. Freunde nehmen die Schüler auch nicht mit, die jenseits der Masse auf andere Schulen gehen (so wahnsinnig viel "Freunde" hat auch ein Grundschüler nicht), neue Bekanntschaften macht er sicherlich schneller, das hat er auf dieser Fahrt ja gelernt. Er hat bereits sehr viel von dieser Welt gesehen, hat schöne und unschöne Dinge gesehen und erlebt, alles in allem eigentlich nur positiv.

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schuggerleo 25.06.2019, 12:38
27. Gähn...

Gähn - schon wieder ein Artikel über ein "Individualisten-Paar" auf Weltreise... Bei geschätzt 100.000km gefahrenen km und einem Verbrauch von 20l/100km macht das 20 Tonnen Diesel, der für den Selbstfindungstrip in die Luft geblasen wird - nur für die Fortbewegung. Aber immerhin hat man sich dann vor Ort davon überzeugt, dass die Gletscher im Himalaya schmelzen.
Da fahr ich dann doch lieber mit dem Rad zum Baggersee oder mit dem Zug zum Wandern ins Gebirge und lerne dort nette Menschen kennen, das reicht mir vollkommen aus zur Selbstfindung....

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iluxos 25.06.2019, 12:44
28. Fehlende Toleranz einer verlogenen Gesellschaft

Das Weltbild bei vielen Leser scheint ein politisch gefärbtes zu sein. Es verkennt, dass Leistung und Verantwortung die Säulen unserer Gesellschaft sein sollten. Wer sich aufmacht Länder zu entdecken, auf Menschen zuzugehen, Kulturkreise zu verstehen verdient Respekt und Achtung. Da der Kinderwunsch bereits egoistisch gelebt wird, kann auch die Diskussion um CO2 Folgen unterbleiben. Wer denn behauptet, er müsse das Klima schützen ist ein Narr, Parteien nicht ausgeschlossen.
Für die, die Anregungen für ihre lifestyle Gestaltung benötigen, hier eine Weise:
"Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit Reisen und Kultur!
Darum Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, Reise!
- Wilhelm Busch -

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Bin_der_Neue 25.06.2019, 12:44
29.

Zitat von trolland_dump
Der Standardspruch der Reisehedonisten: Reisen bildet! Nachdenken und Lesen übrigens auch,sogar CO2 neutraler.Macht sich aber nicht so gut in der (Angeber-)Vita.Lieber überzeugt man sich persönlich vor Ort ob der Gletscher schmilzt oder ob die Eingeborenen tatsächlich soo gastfreundlich sind.Doppelmoral mit drei Sternen.
Ach nee, noch so ein Oberlehrer. Wissen Sie was? Nachdenken und Lesen kann man auch auf Reisen. Und sich zudem durch Letzteres bilden. Aber das können Sie sich in Ihrer kleinen, heilen, gekehrten und geharkten Welt vermutlich kaum vorstellen. Die meisten "Eingeborenen" aus aller Welt lassen einen in Ruhe, wenn man sie in Ruhe lässt. Was man von "zivilisierten" Menschen eher selten behaupten kann, unter denen herrscht meist grundlos Neid, Missgunst und Bevormundung, allen voran in Deutschland, was die Kommentare zu diesem Artikel wieder einmal eindrucksvoll zu belegen scheinen. Allein die Annahme, dass jemand solch ein Abenteuer wagt, um damit in seiner Vita anzugeben, spricht bereits Bände. Glücklicherweise trifft man bei derlei Unternehmungen in der Regel nur auf Gleichgesinnte - die "Eingeborenen" ausgenommen - weil die anderen hocken ja alle zum Lachen im Keller und halten die Luft an beim Lesen und Denken - um den CO2-Ausstoß zu verringern.

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