Forum: Reise
Abenteuer Weltreise: Eine Familie, ein Lkw, ein großer Aufbruch
Leander Nardin

Ein paar Monate? Nein, für Jahre geht eine österreichische Familie auf Weltreise - in einem alten Lkw. Vater und Mutter berichten von traumhaften Erlebnissen, ziehen aber auch kritisch Zwischenbilanz.

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Bin_der_Neue 25.06.2019, 13:10
30. Gähn - Sie sagen es

Zitat von schuggerleo
Gähn - schon wieder ein Artikel über ein "Individualisten-Paar" auf Weltreise... Bei geschätzt 100.000km gefahrenen km und einem Verbrauch von 20l/100km macht das 20 Tonnen Diesel, der für den Selbstfindungstrip in die Luft geblasen wird - nur für die Fortbewegung. Aber immerhin hat man sich dann vor Ort davon überzeugt, dass die Gletscher im Himalaya schmelzen. Da fahr ich dann doch lieber mit dem Rad zum Baggersee oder mit dem Zug zum Wandern ins Gebirge und lerne dort nette Menschen kennen, das reicht mir vollkommen aus zur Selbstfindung....
Niemand hält Sie davon ab, Ihr Leben lang an den Baggersee zu radeln, Zug zu fahren, zu Wandern und immer die gleichen langw.. netten Menschen zu treffen. Nur sollten Sie im Gegenzug auch anderen Menschen zugestehen, das zu tun, was diese als Selbstfindung oder was auch immer tun möchten. Warum eigentlich immer Selbstfindung? Vielleicht hat die Familie aus Österreich auch ganz einfach das hier wieder einmal großartig zur Schau getragene verlogene Kleinbürgertum der "zivilisierten Gesellschaft" satt? 20 Tonnen Diesel für die Reise? Wohl kaum. Vermutlich nicht viel mehr als eine dreiköpfige Familie an Kerosin für eine einzige Flugreise verbrät. Und wenn es doppelt soviel ist? Sch***egal, in derselben Zeit fliegen andere Familien zehnmal oder mehr um die Welt. Warum also diese Doppelmoral?

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schüttelkugel 25.06.2019, 13:13
31.

Zitat von anne12.faltin
Das ist gefühlt der 20. Bericht in SPON über eine tolle und so mutige Abenteuer-Familie (alternativ geht auch Paar oder Einzelreise), die die große weite Welt bereist. Dazu viele bunte Bilder, wie immer auch das mit der offenen Motorhaube. Glauben Sie eigentlich, dass wir noch im 19. Jahrhundert leben? Mittlerweile ist auf dieser Erde das Zuviel an Tourismus das Problem. Das Entdecken fremder Länder und Völker haben Andere schon erledigt, vor vielen Jahrhunderten. Und das ohne einen LKW, der Unmengen Dreck in die Atmosphäre pustet. Mittlerweile sind an allen Plätzen dieser Erde sogar schon Österreicher gewesen. Da brauchen wir keine neuen Expeditionen. Wo ist also der Neuigkeitswert? Und wo ist das grüne-feministische-antikapitalistische Gewissen, das sonst jeden Artikel inflitriert, sogar im Sportteil?
Um Ihren letzten Satz aufzugreifen ... Das haben Sie ja mit Ihrem Kommentar ja schon zur Genüge getan. Gähn!

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Bin_der_Neue 25.06.2019, 13:36
32.

Zitat von anne12.faltin
Das ist gefühlt der 20. Bericht in SPON über eine tolle und so mutige Abenteuer-Familie (alternativ geht auch Paar oder Einzelreise), die die große weite Welt bereist. Dazu viele bunte Bilder, wie immer auch das mit der offenen Motorhaube. Glauben Sie eigentlich, dass wir noch im 19. Jahrhundert leben? Mittlerweile ist auf dieser Erde das Zuviel an Tourismus das Problem. Das Entdecken fremder Länder und Völker haben Andere schon erledigt, vor vielen Jahrhunderten. Und das ohne einen LKW, der Unmengen Dreck in die Atmosphäre pustet. Mittlerweile sind an allen Plätzen dieser Erde sogar schon Österreicher gewesen. Da brauchen wir keine neuen Expeditionen. Wo ist also der Neuigkeitswert? Und wo ist das grüne-feministische-antikapitalistische Gewissen, das sonst jeden Artikel inflitriert, sogar im Sportteil?
Welche bunten Bilder würden Ihnen denn mehr zusagen? Von der Jahreshauptversammlung des Schrebergartenvereins Klein-Oldenbüttel? Oder von den sorgfältig aufgereihten Mülltonnen der Nachbarschaft? Dann lieber Wüste, Steppe und geöffnete Motorhauben. Gerne auch zum zwanzigsten mal.

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nadja_romanowa 25.06.2019, 13:46
33.

Zitat von schuggerleo
Gähn - schon wieder ein Artikel über ein "Individualisten-Paar" auf Weltreise... Bei geschätzt 100.000km gefahrenen km und einem Verbrauch von 20l/100km macht das 20 Tonnen Diesel, der für den Selbstfindungstrip in die Luft geblasen wird - nur für die Fortbewegung. Aber immerhin hat man sich dann vor Ort davon überzeugt, dass die Gletscher im Himalaya schmelzen. Da fahr ich dann doch lieber mit dem Rad zum Baggersee oder mit dem Zug zum Wandern ins Gebirge und lerne dort nette Menschen kennen, das reicht mir vollkommen aus zur Selbstfindung....
Man, man, man, immer dieses Genöhle gepaart mit null Ahnung. 1 m^3 Diesel hat ne Masse von 840 kg. Also stimmt Ihre schwachsinnige aber oberlehrerhafte Rechnung nicht.
Übrigens: Schon mal über Ihre eigene Lebensweise nachgedacht? Sie haben ein Rad - Luxus. Sie fahren Bahn und dann noch in die Berge - Luxus. Alles verbieten.
Aber nun zum Thema hier: Mich würde wirklich mal interessieren, wieviel diese Reise ungefähr kostet. Schließlich braucht man auch viele Dinge, die sich zusammenläppern (sein es Visa, sein es Maut- und Transportgebühren, sei es Bakschisch). Weiterhin gibt es billige aber auch wiederum teure Gegenden. Mal konservativ gerechnet, dass jeder Reisende 15 Euro/Dollar pro Tag braucht, sind es 1350 Euro pro Monat. Die müssen auch erwirtschaftet werden.
Also, Butter bei die Fische: Wie finanziert man sowas, zumal der Aufbau des Reisemobils nicht gerade billig gewesen zu sein scheint (jedenfalls wenn man deren Webseite liest).

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laberbacke08/15 25.06.2019, 13:46
34.

Super! Endlich mal ein Beitrag der nicht nur die schoenen, bunten Abenteuer beschreibt, sondern auch das es selbst in einem solchen Leben "Alltag" und nicht so interessante Seiten gibt. Viel zu hauefig sieht man ja nur die schoenen Insta-Bilder.

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k70-ingo 25.06.2019, 14:47
35.

Zitat von schuggerleo
Gähn - schon wieder ein Artikel über ein "Individualisten-Paar" auf Weltreise... Bei geschätzt 100.000km gefahrenen km und einem Verbrauch von 20l/100km macht das 20 Tonnen Diesel, der für den Selbstfindungstrip in die Luft geblasen wird - nur für die Fortbewegung. Aber immerhin hat man sich dann vor Ort davon überzeugt, dass die Gletscher im Himalaya schmelzen. Da fahr ich dann doch lieber mit dem Rad zum Baggersee oder mit dem Zug zum Wandern ins Gebirge und lerne dort nette Menschen kennen, das reicht mir vollkommen aus zur Selbstfindung....
Diese Destinationen wären mir zu heikel, denn die Gefahr ist dabei groß, auf Überzeugungstäter, sprich typische Vertreter der moralinsauren Verbieteritiswichtelfraktion zu treffen.
Auf Pad in der Namib, am Strand von Hamhung oder unter den Moai in der Bucht von Anakena habe ich diese Zeitgenossen jedenfalls nicht um mich haben müssen.

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Bolligru 25.06.2019, 15:15
36. Der letzte Satz

des Beitrags ist durchaus realistisch. Vor allem für den notdürftig per elterlichem Wissenstand und zeitweiligem Internetzugang schulisch versorgten Jungen wird es vermutlich noch ganz schwer.
Übrigens immer wieder erstaunlich, mit welcher Arroganz die weit Herumgekommenen auf uns Zeitgenossen blicken, die mit ihrem Leben in D und Europa ganz gut zurecht kommen und dort auch einiges zu erleben wissen. Und wer Abenteuer - wie das im Beitrag beschriebene - auch mit kritischem Blick betrachtet, wird schnell als Neider oder Spießer abgestempelt. Da scheint es mit der Toleranzbildung durch Reisen bei einigen nicht so gut funktioniert zu haben.

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Papazaca 25.06.2019, 15:53
37. Sehr sympathisch aber auch komplexer als gewohnt

Für mich ist diese - für eine mehrjährige Reise - relativ kurze Schilderung erfrischend ehrlich. Komischerweise denke als erstes an den Jungen, vielleicht weil er das schwächste Glied ist? Oder weil ich gerne so Eltern gehabt hätte? Die Fotos machen - wie so oft - Lust auf so eine Reise.

Interessant sind aber auch die immer ähnlichen Kommentare: Technische Fragen, wo kommt das Geld her, müssen Weltreisen sein, wird das Kind dumm sterben usw. usw. Insofern sind die Kommentare eine Art Deutschlandreise und sagen einiges über die Befindlichkeit einiger Mitmenschen.

Gut! Und da gibt die positiven Kommentare, die diese Familie bewundern und beneiden und die Kritisierer
und Nörgler. Und natürlich die Besserwisser.

Das Thema ist ja auch kritisch: Wie lebt jeder von uns sein Leben? Ist es wirklich spannend, interessant? Oder ist es mittelmäßig, aus Routine bestehend? Man kann natürlich -wie Karl May - niemals Radebeul verlassen und sich trotzdem komplexe Traumwelten aufbauen.

Oder eben Kommentare schreiben. Das zeigt zu mindestens, das man lebt und im Dialog zur SPON-Welt lebt.
Wenn man dann noch - besonders jetzt - was Kaltes trinkt, bekloppte Freunde hat und eine Reise in den nächsten Biergarten, äh, ich meinte in die Lüneburger Heide plant, relativiert sich auch die Bedeutung von Weltreisen.

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hardeenetwork 25.06.2019, 16:03
38. Der 100. Bericht über eine "Weltreise"

Rein ins Auto und rum um die Welt. Danach Bücher schreiben oder Vorträge halten. Mittlerweile weder aussergewöhlich, noch irgendwie spannend. Und wenn ein Kind dabei ist, ist es ein Familienausflug, nur halt länger.

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Papazaca 25.06.2019, 16:18
39. Sehr wahr

Zitat von k70-ingo
Jeder definiert Exotik anders. Ich besitze einen Reiseprospekt aus Neuseeland, in dem die Tour "Entdecke das exotische Europa!" angeboten wird. Eine Busrundreise Frankfurt-Nürnberg-München-Neuschwanstein-Salzburg-Wien-Bratislava-Prag-Frankfurt.
Wenn ich in Afrika bin, empfinde ich unsere Welt in Deutschland als exotisch und reich: Immer Strom, Bildung umsonst, gute Krankenhäuser, ein gutes Sozialsystem und vieles mehr. Es gibt Kläranlagen, der Müll wird recycelt, von kommt von A nach B usw.

Es gibt nur ein großes Problem: Kaum jemand freut sich bei uns darüber, denn dem großen Rest der Welt geht es bei weitem nicht so gut.

Ja, das ist unsere Crux: Uns geht es im Vergleich sehr gut aber unsere Lebensfreude ist nur mittelprächtig. Deutsches Künstlerpech!

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