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Bauarbeiten in NRW: Wochenlange Verzögerungen und Ausfälle bei der Bahn
DPA

Bahnreisende in Nordrhein-Westfalen müssen sich in den kommenden zwei Monaten auf zahlreiche Verzögerungen und Zugausfälle einstellen. Sind auch Sie betroffen? Der Überblick.

mullertomas989 14.07.2018, 09:29
1. Systemfehler

Die Bahn-Infrastruktur sollte nur von der öffentlichen Hand geplant, gebaut und bezahlt werden!! Und zwar mit einer großen Investitionsoffensive, um massive Versäumnisse der letzten Jahrzehnte (!) wieder aufzuholen. Dann hätte der Bahn-Konzern mehr Geld für mehr Züge zur Verfügung und die Bahn wäre für einen Großteil der Bürger wieder interessant. So wie jetzt bleibt es beim meist schlechten Image - LEIDER!

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kerkermeistter 14.07.2018, 09:38
2.

Unfaßbar, die S6 war gerade ein halbes Jahr wegen eines Bergschadens außer Betrieb. Hätte man in der Zeit nicht auch gleich die Gleise und Weichen erneuern können?

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ontwoone 14.07.2018, 10:15
3. Verkehrsplaner im Land?

Auch auf den Straßen und Autobahnen ist Deutschland eine Bananenrepublik geworden. Chaos und Organisation wie im Kinderzimmer. Wenn die Bahn nicht funktioniert, satteln viele auf das Auto um. Dann wird es auf den Straßen noch voller und es gibt noch mehr potenzielle "Berufsverkehrunfallverursacher". Das ist das niederste Wesen unter allen. Zur vollsten Zeit schusselig oder rücksichtslos Sinnlosunfälle verursachen und vielen Menschen Lebenszeit stehlen. Sind es etwa diejenigen, die eigentlich Bahn fahren und deswegen daran gewöhnt sind mit ihrem Handy zu hantieren, dabei aber vergessen, dass das beim Autofahren gefährlich ist? Jene treffen dann noch auf die Welt der ständigen Autofahrer. Dann die Straßenverhältnisse: Wahnsinn schon beim aus- und einfahren von Ortschaften. Baustellen werden ohne Rücksicht auf irgendwas aus dem Boden gestampft und sehen aus wie ungeordnete Müllhalden. Riesige Flächen gesperrt, obwohl nur an wenigen Stellen kleine Trupps arbeiten. Hauptsache der Blitzer ist aber aufgestellt. Bipolar anmutende Geschwindigkeitsstufen die zwischen Ausbremsen und Hochgeschwindigkeit hin und her wechseln. Und hier treffen dann alle aufeinander. Nur nicht der mit einem Masterplan. Aber merke: es gibt ein Verkehrsministerium. lol!

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Athlonpower 14.07.2018, 10:27
4. Hier in Oberbayern schon seit Mitte Mai

Ach Gottchen, das haben wir hier in Oberbayern schon seit dem 16. Mai, Oberleitungsarbeiten, also Zugausfälle, -umleitungen und veränderte Abfahrtszeiten und dann kommt ein SPON-Artikel daher, um die Vorzüge des Verzicht auf das Auto darzulegen,

kann und muß man dann wohl als reine Realsatire bezeichnen, man kann nicht mal mehr lachen, als Betroffener. Die Deutsche Bahn versucht aber auch alles, um sich als Beförderungsmittel und -alternative erst gar nicht in das Blickfeld der Menschen zu bringen, warum auch, einfach Züge ausfallen zu lassen wenn irgendwo ein paar Schottersteine umgedreht oder Schwellen lackiert werden ist ja auch viel billiger!

Jetzt also auch in NRW, gut daß da ja auch so wenig Menschen leben und die große Ferienzeit beginnt:-)

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jufo 14.07.2018, 10:52
5. NRW bekommt überfällige Sanierung

Super, dass die Bahn investiert und saniert, die Zustände sind derzeit schlecht. Behinderungen sind dabei leider unvermeidlich aber die Vorhaben sind sinnvoll und notwendig, der Rhein Ruhr Express kommt leider sehr spät. Bisher wurden nach meiner Beobachtung auch Zeitpläne eingehalten, was ja nicht immer einfach und schon gar nicht selbstverständlich ist. Dass die Sommerferien so gut es geht genutzt werden finde ich auch gut, den Baufortschritt zu beobachten kann sehr eindrucksvoll sein, das geht erstaunlich schnell.

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dickebank 15.07.2018, 05:56
6. woher nehmen ...

Zitat von kerkermeistter
Unfaßbar, die S6 war gerade ein halbes Jahr wegen eines Bergschadens außer Betrieb. Hätte man in der Zeit nicht auch gleich die Gleise und Weichen erneuern können?
... und nicht stehlen? Viele Weichen sind Maßanfertigungen, die liegen nicht einfach herum. Auch gibt es nicht mehr viele Unternehmen bzw. bahneigene Betriebe, die diese herstellen.
Zweitens, die Bahn ist gezwungen mit Bauunternehmen bei der sanierung uund dem Neubau von Strecken zusammen zu arbeiten, da sie keine eigenen Kapazitäten hat. Diese Unternehmen haben volle Auftragsbücher und können nicht mal eben so weitere Aufträge abwickeln.
Drittens, Die Baumaßnahmen müssen vom EBA und örtlichen Genehmigungsbehörden abgesegnet werden, bevor mit den Arbeiten begonnen wird. Jede Streckensanierung ist dann ein guter Anlass Lärmschutzmaßnahmen einzuklagen, da ggf. der Bestandsschutz wegfällt. Also werden erst einmal Gutachten seitens der Anwohner, der Bahn und ggf. des zuständigen Gerichtes eingeholt.
So vergehen munter drei bis fünf Jahre bevor irgendjemand eine Schüppe in die Hand nimmt.
Die Sicherung von Bergschäden dient der Gefahrenabwehr, sie liegt deshalb auch nicht in der Verantwortung und Zuständigkeit der Bahn. Ist der Alteigentümer der Bergbauberechtigung bzw. des Berwerkseigentums nicht ermittelbar bzw. nicht mehr existent, ist das Land für die Ewigkeitslasten zuständig. Und die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg, Abt.5 ist als Sonderordnungsbehörde des Landes berechtigt eine Bahnstrecke, die unter massiven Bergbaueinwirkungen (Tagesbruch) steht, zu sperren.

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dickebank 15.07.2018, 06:12
7. Gefahr

Zitat von Athlonpower
Ach Gottchen, das haben wir hier in Oberbayern schon seit dem 16. Mai, Oberleitungsarbeiten, also Zugausfälle, -umleitungen und veränderte Abfahrtszeiten und dann kommt ein SPON-Artikel daher, um die Vorzüge des Verzicht auf das Auto darzulegen, kann und muß man dann wohl als reine Realsatire bezeichnen, man kann nicht mal mehr lachen, als Betroffener. Die Deutsche Bahn versucht aber auch alles, um sich als Beförderungsmittel und -alternative erst gar nicht in das Blickfeld der Menschen zu bringen, warum auch, einfach Züge ausfallen zu lassen wenn irgendwo ein paar Schottersteine umgedreht oder Schwellen lackiert werden ist ja auch viel billiger! Jetzt also auch in NRW, gut daß da ja auch so wenig Menschen leben und die große Ferienzeit beginnt:-)
Das Arbeiten "unter rollendem Rad" bringt erhebliche Gefahren für die Arbeiter im Gleis mit sich, dauert erheblich länger und führt aufgrund von Beschränkungen im Bauabschnitt zu erheblichen Einschränkungen und Verspätungen im gesamten Netz.
Es ist de facto einfacher, sicherer und vor allem effektiver einen Streckenabschnitt zu sperren und während der Sperrzeit alle erforderlichen Maßnahmen zeitlich abgestimmt durchzuführen.

Übrigens der Witz Oberbayern - wo immer das sein soll - mit NRW auch nur ansatzweise zu vergleichen, ist äußerst lustig.
Der VRR befördert vermutlich täglich mehr Menschen als in Oberbayerb überhaupt wohnen.

Btw auch wenn der Bergbau im Ruhrgebiet ab diesem Jahr Geschichte ist, die Folgen des Bergbaus werden noch Jahrzehnte Einfluss auf den Bahnverkehr und die gesamte Infrastruktur im Ruhrgebiet haben. Warum gibt es Ruhrgebier wohl keine Schnellfahrstrecken und eine festgelegte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h für den Bahnverkehr? Die Autobahnstrecken sind auch nicht nur wegen der großen Verkehrsdichte bezgl. der maximalen Geschwindigkeiten beschränkt.

Hinzu kommt, dass der gesamte Fernverkehr planmäßig - also im Normalbetrieb - nur über zwei Strecken von Hamm nach Köln geführt werden kann, einmal über DO, DU und D, und zum anderen über HA und W. Während der Sperrungen können die Fernverkehrszüge - anders als in größtenteils landwirtschaftlich genutzten Oberbayern - tlw. über die Güterverkehrstrassen und Industriegleise geleitet werden. Anders als in Oberbayern sind afür aber die internationalen Flughäfen besser an die Bahninfrastruktur angebunden.

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ulrics 15.07.2018, 06:33
8. Bahnplanung ist Scheiße

Seit Anfang des Jahres gibt es auf meiner Strecke eine Baustelle nach der anderen. Der Informationsservice der Bahn ist Schrott und vernünftige Planung ist nicht erkennbar.

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