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Bergsteigen: Nepalese bricht Achttausender-Rekord
NIRMAL PURJA/ BREMONT PROJECT POSSIBLE/ AFP

Noch niemand hat die höchsten Berge der Welt so schnell bestiegen: Nirmal Purja brauchte nach eigenen Angaben nur gut sechs Monate für alle 14 Achttausender - laut Reinhold Messner eine "einzigartige Leistung".

Stupormundifish 29.10.2019, 22:11
1. Großartige Leistung

Genau deswegen "Denn viele sogenannte Sherpas, die nepalesischen Bergführer bei internationalen Expeditionen, gehörten zu den besten Bergsteigern der Welt, bekämen aber nicht so viel Aufmerksamkeit wie ihre Auftraggeber."

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isi723 29.10.2019, 22:15
2. was soll das?

Ich finde, dass ist eine völlig sinnlose Aktion. Berge werden zu Sportgeräten. Ich hoffe, dass er auch den ganzen Müll, den so eine Expedition generiert,wieder mit runter genommen hat.

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dashuhn242 30.10.2019, 04:45
3. (Bei-)Geschmäckle

"Seine Kletter-Methoden gelten unter Bergsteigern als nicht ganz stilsicher. Purja benutzte gelegentlich Hubschrauber, um die Distanz zwischen den Basislagern schneller überwinden zu können. Die Aufstiege bewältigte er zumeist auf bereits präparierten Routen und über 7500 Metern griff er stets zur Sauerstoffflasche – was unter Puristen als verpönt gilt.", schreibt die FAZ.

Hubschrauber hin & her: Eine bemerkenswerte Leistung (die unsereins nicht bewältigen könnte).

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quark2@mailinator.com 30.10.2019, 05:00
4.

Gut! Es war eigentlich schon immer klar, daß von der rein physiologischen Seite her westliche Bergsteiger in ihrer eigenen B-Liga klettern und daß in Wirklichkeit die Sherpas jegliche Rangliste anführen würden, wenn man es denn mal messen könnte und würde. Ich finde solche Rekordläufe ja normalerweise komplett überflüssig und Bergsteigen nur "gerechtfertigt", wenn man sich dabei auch die Zeit nimmt, die Sache mental zu verarbeiten, aber hier bin ich froh, daß es nun endlich einen Datenpunkt gibt, der zeigt, wo die menschliche Leistungsfähigkeit wirklich liegt und wer diese Berge wirklich belebt. Tolle Sache. Ich habe zwar wenig Hoffnung, aber es wäre schön, wenn nun doch der eine oder andere es nicht mehr für nötig hielte, da unbedingt selbst hochzugehen.

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Ralf1234 30.10.2019, 08:39
5.

14 Achttausender in sechs Monaten ! Wenn ich da an die vielen Bergsteiger denke, die sich monatelang auf einen Berg vorbereiten und wenn sie es geschafft haben stolz wie Bolle sind den Berg bezwungen zu haben und dann kommt da einer her und macht mal schnell 14 Stk davon nacheinander in einem Jahr! So relativiert sich alles

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dickidoro 30.10.2019, 08:54
6. Rekordwahn in den bergen

Noch so ein Beispiel für den Rekordwahn in den Bergen. Die Erstbezwinger der Eigernordwand brauchten seinerzeit fast 4,Tage für gut 1.800 m Höhe. Der Rekord heute liegt bei unter drei Stunden. Das geht doch nur mit Balettschuchen und im Stile eines Schimpansen. Schade, die Philosophie des klassischen Bergsteigens bleibt da völlig auf der Strecke.

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Stupormundifish 30.10.2019, 09:37
7.

Zitat von dickidoro
Noch so ein Beispiel für den Rekordwahn in den Bergen. Die Erstbezwinger der Eigernordwand brauchten seinerzeit fast 4,Tage für gut 1.800 m Höhe. Der Rekord heute liegt bei unter drei Stunden. Das geht doch nur mit Balettschuchen und im Stile eines Schimpansen. Schade, die Philosophie des klassischen Bergsteigens bleibt da völlig auf der Strecke.
Besteht die "Philosophie des klassischen Bergsteigens" aus nicht so gut klettern können und dabei dicke Botten tragen? Klingt exzentrisch, könnte mir gefallen.

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sponuser936 30.10.2019, 10:38
8. "Philosophie des klassischen Bergsteigens"?

Zitat von dickidoro
Noch so ein Beispiel für den Rekordwahn in den Bergen. Die Erstbezwinger der Eigernordwand brauchten seinerzeit fast 4,Tage für gut 1.800 m Höhe. Der Rekord heute liegt bei unter drei Stunden. Das geht doch nur mit Balettschuchen und im Stile eines Schimpansen. Schade, die Philosophie des klassischen Bergsteigens bleibt da völlig auf der Strecke.
Ich wusste gar nicht, dass es die "Philosophie des klassischen Bergsteigens" ist, einen Berg in möglichst schweren Schuhen und als aufrecht gehender Mensch zu besteigen.

Man lernt nie aus.

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Olli68 30.10.2019, 17:50
9. Extreme sportliche Leistung, ABER...

Als erstes muss man sagen, dass Purja eine extrem respektable sportliche Leistung geboten hat, früher wäre es unvorstellbar gewesen, überhaupt mehr als 2 oder 3 der Berge in einer Saison zu schaffen. Außerdem finde ich gut, dass er als Einheimischer ein Stück des Ruhmes erhält, der sonst nur für Europäer und Amis abfällt, OK....
Trotzdem darf man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Ich schaffe den Marathon auch unter 1:50 oder sogar unter 1:10 ... wenn ich Inline-Skater oder ein gutes Rennrad dafür hernehme. Prinzipiell ähnlich verhält es sich mit den Achttausendern, wenn man mit dem Hubschrauber zum Einstieg fliegt, stets Flaschensauerstoff atmet, über wie Klettersteige präparierte "Autobahnen" zum Gipfel steigt. Verglichen mit dem weitgehenden Klettern "by fair means" wie fast jede der Besteigungen Messners oder Steck: ohne Sauerstoff, Alpinstil, weitgehender Verzicht auf präparierte Routen ist das eine ganz andere Liga und erklärt, wie alle Achttausender so schnell möglich sind. Bei entsprechendem Glück und entsprechender Motivation könnten andere Spitzenbergsteiger mit 1 000 000 € ausgestattet, Hubschrauber und präparierte Pisten, entsprechendes Wetterglück vorausgesetzt, auch in 10 Wochen auf alle Achttausender rennen. Der Rekord Base-Camp Gipfel Basecamp ist 15 Stunden, glaube ich, beim Cho Oyu z.B....

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