Forum: Reise
Berühmter Felsen in Norwegen: Wie der Preikestolen unter den Touristenmassen ächzt
Hayri Atak Architectural Design Studio

Mehr als 105.000 Touristen pilgerten allein im Juli auf den Preikestolen - zu viele, sagen Naturschützer. Ein Architekt hat nun sogar ein Hotel entworfen, dass er am liebsten in den Felsen hinein bauen würde.

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MarkusW77 12.08.2019, 05:45
1.

100 EUR Eintritt nehmen wäre ne Lösung, oder Kontingente vergeben, wenn voll dann voll. Vorher reservieren, ist ja in anderen Hot Spots nix anderes bzw auch manchmal technisch gar nicht anders möglich.

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jeepee 12.08.2019, 07:33
2. Scheinheilig ...

... jedes Hotel, jeder Campingplatz, jedes Tourismusbüro rund um Stavanger bewirbt im Moment den Preikestolen mit einem Bild des einsamen Wanderers, der alleine am Rande des Abgrunds steht. Und im Internet sind dutzende von "exklusiv" geführten Touren zu finden. Selber schuld, wer dem Marketinggeschwurbel glaubt und sich in dieses Getümmel begibt.

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Sibylle1969 12.08.2019, 07:38
3.

Die unter dem Stichwort Overtourism bezeichneten Probleme ergeben sich, wenn 1. zu viele Touristen insgesamt da sind (Überfüllung), 2. sich manche Touristen nicht benehmen, 3. die Gewinne aus dem Tourismus nicht bei der örtlichen Bevölkerung ankommen, sondern in den Händen weniger, und 4. durch die Zweckentfremdung von Wohnraum für Touristenunterkünfte, der dem normalen Wohnungsmarkt entzogen wird. Als 5. sind die Umweltprobleme zu nennen durch von Touristen induzierten Verkehr, Müll, Wasserbedarf usw. In Norwegen also am ehesten Punkt 1.

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new#head 12.08.2019, 07:51
4.

Ja, reglementiern, verbieten, eine Steuer erheben. Die Welt der Umseltaktivisten. Wer darf denn die Natur erleben?
Für Menschen welchen Einkommens wird sid erhalten und reserviert?

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gumbofroehn 12.08.2019, 08:12
5. "in der Natur will ich alleine sein"

Das ist jetzt zwar ein entwaffnend ehrliches Argument, sollte aber einem Naturschützer unwürdig sein. Wenn anhand gestörter Ökosysteme konkret argumentiert würde - aber einfach nur "in der Natur will ich alleine sein", echt jetzt? Da gibt es zwischen Kristiansand und Hammerfest genügend Möglichkeiten, wo dieser Anspruch erfüllt wird - garantiert.

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dennis.bieselt 12.08.2019, 08:13
6. Facebook sei Dank

Ein schönes Beispiel dafür, dass der Social-Media-Tourismus mit wenigen berühmten Fotospots zu einer noch stärkeren Konzentration der Besucher eines Landes an wenigen Orten führt. Ganz positive Entwicklung - es wird noch einfacher die Massen zu vermeiden. Und die beliebtesten Plätze kann man in vielen Fällen zu unbeliebten Tageszeiten auch noch genießen. Wir haben also alle etwas von Facebook und Instagram!

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intercooler61 12.08.2019, 08:28
7. Anscheinend eine Frucht des Internets

Ich bin um die Jahrtausendwende mal dran vorbeigeflogen, da war der gähnend leer (im Mai). Nun ja, Naturliebe und Naturschutz sind halt zwei verschiedenene Dinge.

Der Entwurf ist aber wirklich cool - natürlich nur als Phantasie. Ich glaube, allen Beteiligten einschließlich des Architekten selbst ist klar, dass das in real ein No-Go wäre.

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lila72 12.08.2019, 08:34
8.

Ich war vor 25 Jahren und vor 2 Wochen dort. im Grunde ist alles wie vor 25 Jahren... im Bereich des Felsens waren etwa 20 recht entspannte Menschen, die sich mehr oder weniger nah an die Kante getraut haben. Traumhafte Landschaft, Ruhe findet man wenn man es möchte, auch.

Der Weg dorthin ist nicht ganz ohne, 2 h engagierte Wanderung. Müll hab ich fast nicht gesehen. Eintritt gibt es im weitesten Sinne schon längst. Der Parkplatz am Besucherzentrum kostet schlappe 25 Euro.

Die Hotel-Idee ist der letzte Schwachsinn. aber Hauptsache, daa Architekturbüro macht von sich reden.

Übrigens gibt's da ein paar hundert km weg die Trolltunga. Auch eine tolle Stelle in diesem wunderbaren Land, aber zum Glück noch viel schwieriger zu erwandern und der Parkplatz/Eintritt kostet da schon 50 ?...

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spon-facebook-10000015195 12.08.2019, 08:35
9. Lass den Felsen in Ruhe

Wir waren im Juni 2016 dort im Rahmen einer Skandinavien-Rundtour. Es war damals schon voll. Sofern man nicht gleich am frühen Morgen mit der Wanderung startet (dauert ca. 2,5 Stunden) ist es brechend voll auf dem schmalen Weg. Wir fanden es auch damals erstaunlich, wer so alles auf den Felsen hochkraxelte - Rentner, die kaum noch laufen konnten, kleine Hunde und Familien mit Kleinkindern. Man muss dazu sagen, dass der Weg zum Felsen nicht befestigt ist und es teilweise an Abgründen lang geht und große Steine zu erklimmen sind. Oben angekommen hatten wir Glück - dank der frühen Stunde waren wir noch fast alleine. Einige Zeit später ging es dann los - da kamen die ersten Drohenpiloten und Influencer und jeder wollte natürlich das beste Video direkt am Abgrund machen. Genießt doch einfach die Aussicht - die ist atemberaubend. Das kann kein Foto und kein Video einfangen!

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