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Bessere Anbindung an die Inka-Stadt: Peru baut Flughafen nahe Machu Picchu
Humberto Valdivia/ EyeEm/ Getty Images

Sechs Millionen Menschen könnten über den neuen Airport einen schnellen Zugang zum Machu Picchu bekommen. Für die Inka-Stadt könnte das fatale Folgen haben.

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Seraphan 16.05.2019, 16:11
1.

Was soll man machen? Da ist richtig Kohle zu machen, und die Entscheidungsträger haben sich die Taschen vermutlich schon größer machen lassen. Mich hat Lateinamerika immer schon fasziniert, und ich wohne schon lange teilweise dort. Aber auf die Idee, dass ich Machu Picchu unbedingt sehen muss, bin ich noch nie gekommen. Außerdem gehört für mich dazu, auf dem Landweg dorthin zu reisen, Kontakt mit Land und Leute zu haben, und nicht, aus dem Flugzeug zu steigen, um mich mit allen anderen Ausländern den Berg hochkarren zu lassen. Ich hoffe inständig, dass dies nichts wird.

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butzibart13 16.05.2019, 16:40
2. Seltsame Politik

Man will einerseits die Besucherzahl in Machu Picchu beschränken, was irgendwie Sinn macht, andererseits soll für mehr Touristen ein neuer Flughafen gebaut werden. Als ich letztes Jahr in Peru war, gab es Proteste in Puno gegen den Tourismus, die sich auch gegen Deutsche richteten. Bei den Menschenmassen droht in der Tat ein Zerfall der Stätten.

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Jan-Eric Heldt 16.05.2019, 16:44
3. Abzocke

Ich lebe in Peru und bin immer wieder erstaunt wie Korrupt es hier ist. Der Flughafen der in Chinchero gebaut werden soll, liegt 3.800 Meter hoch. Also fast 500 Meter höher als der jetzige in der Stadt Cuzco. Durch die Höhe sind Internationale ziele nicht erreichbar, ausser La Paz oder Bogota. Dieses Projekt wird seit mehr als 40 Jahren debattiert. In der Region Cuzco sind genug andere Orte in viel niedriger Höhe die für einen Internationalen Flughafen geeignet. Korruption ist das Problem. Der Flughafen in der Stadt ist zirka 200 Hektar groß mitten in der Stadt und ist natürlich ein appetitlicher Happen der mindestens 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar wert ist. Deswegen die Eile in Chinchero den Flughafen zu bauen, der total ungeeignet ist. Die Regierung hat den Besitzern mehr als US $ 200.000 pro Hektar bezahlt. das teuerste Grund und Boden in ganz Peru.

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rst2010 16.05.2019, 17:00
4. es geht wohl darum,

nachdem der zugang zu machu picchu beschränkt werden soll, so etwas wie ein edel disney world für sehr gut betuchte touristen aus der inkastadt zu machen. denn die wollen wahrscheinlich bequem und schnell da hoch und selfies machen ...

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fradix 16.05.2019, 17:03
5. Schade

jetzt wird ernst gemacht um noch mehr dahin zu karren.Letztens stand hier, das es sowieso schon aus allen Nähten platzt und eine Begrenzung der Touristenmassen dadurch erwirkt werden soll.Irgenwie widerspricht sich das.Es war ja auch schon mal eine Seilbahn zu den Ruinen geplant,die aber verworfen wurde.Schade um diesen einmaligen Ort.Es wird sich nicht mehr stoppen lassen,Man kann sehr viel Geld verdienen.Für mich war es einer der faszinierenzden Orte ,die ich je besucht habe,Wir hatten es sogar geschafft am späten Nachmittag über das Sonnentor allein in der Anlage zu sein.Der Regen war gerade vorbei und die Stadt hing in den Wolken.Ich kriege heute noch eine Gänsehaut bei dem Anblick.1997 hat der Eintritt 10 Dollar gekostet.Es wäre wirklich schade, wenn das wunderbare Urubambatal durch ständig landende Flugzeuge seinen Charm verliert.

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fradix 16.05.2019, 17:07
6. Schade

jetzt wird ernst gemacht um noch mehr dahin zu karren.Letztens stand hier, das es sowieso schon aus allen Nähten platzt und eine Begrenzung der Touristenmassen dadurch erwirkt werden soll.Irgenwie widerspricht sich das.Es war ja auch schon mal eine Seilbahn zu den Ruinen geplant,die aber verworfen wurde.Schade um diesen einmaligen Ort.Es wird sich nicht mehr stoppen lassen,Man kann sehr viel Geld verdienen.Für mich war es einer der faszinierenzden Orte ,die ich je besucht habe,Wir hatten es sogar geschafft am späten Nachmittag über das Sonnentor allein in der Anlage zu sein.Der Regen war gerade vorbei und die Stadt hing in den Wolken.Ich kriege heute noch eine Gänsehaut bei dem Anblick.1997 hat der Eintritt 10 Dollar gekostet.Es wäre wirklich schade, wenn das wunderbare Urubambatal durch ständig landende Flugzeuge seinen Charm verliert.

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dagmar1308 16.05.2019, 17:15
7. Ich will auch mal dahin

nachdem mein Chef in den 70 ern dort im Rahmen einer Fortbildungsreise für Augenoptiker dort war.
Natürlich komme ich nicht so günstig dorthin, da ich den legalen Steuerbeschiß nicht machen kann. Bin auch kein FDP Anhänger, der dies wohlverdient erlauben kann.
Meinen Sprit ans Mittelmeer kann ich wegen fehlendem Geschäftswagen....
Also für den Flugplatz damit endlich das Normalvolk von Malle sich mal erholen kann.

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Newspeak 16.05.2019, 18:40
8. ...

"Dies ist eine gestaltete Landschaft", sagt Natalia Majluf, peruanische Kunsthistorikerin an der Cambridge University. "Die Inkas haben hier Terrassen und Wege angelegt. Ein Flughafen hier würde alles zerstören."

Es ist erschreckend, wie Akademiker so unlogisch diskutieren koennen. Ja, es ist gestaltete Landschaft. Mit welcher Logik ist die gestaltete Landschaft der Inkas besser, als die der heutigen Menschen? Der natuerliche Zustand wurde schon durch die Inkas zerstoert.

Die Bewahrung dieser Kulturschaetze kostet Geld. Wer ausser Touristen soll es denn bezahlen?

Es nervt mich enorm, dass man als Tourist heute ueberall an den Pranger gestellt wird, obwohl Tourismus einen unmittelbaren Nutzen fuer das Einkommen normaler Menschen und den Erhalt der Kulturgueter hat. Viel zu oft wurden antike Staetten naemlich sonst einfach von der lokalen Bevoelkerung als Steinbruch gebraucht und damit langfristig zerstoert.

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hw7370 16.05.2019, 19:24
9.

Zitat von Newspeak
"Dies ist eine gestaltete Landschaft", sagt Natalia Majluf, peruanische Kunsthistorikerin an der Cambridge University. "Die Inkas haben hier Terrassen und Wege angelegt. Ein Flughafen hier würde alles zerstören." Es ist erschreckend, wie Akademiker so unlogisch diskutieren koennen. Ja, es ist gestaltete Landschaft. Mit welcher Logik ist die gestaltete Landschaft der Inkas besser, als die der heutigen Menschen? Der natuerliche Zustand wurde schon durch die Inkas zerstoert. Die Bewahrung dieser Kulturschaetze kostet Geld. Wer ausser Touristen soll es denn bezahlen? Es nervt mich enorm, dass man als Tourist heute ueberall an den Pranger gestellt wird, obwohl Tourismus einen unmittelbaren Nutzen fuer das Einkommen normaler Menschen und den Erhalt der Kulturgueter hat. Viel zu oft wurden antike Staetten naemlich sonst einfach von der lokalen Bevoelkerung als Steinbruch gebraucht und damit langfristig zerstoert.
Wissen Sie, ich war 15 Jahre lang Reiseleiter in Lateinamerika und habe in dieser Zeit meine Meinung ueber Tourismus und "den" Touristen gewaltig korrigieren muessen. Nicht nur dass es bei Touristen zu enormen Anspruchshaltungen kommt, die uns Reiseleiter auch in Lebensgefahr bringen (mein Freund und Kollege starb wegen so einem Besserwisser aus Deutschland als er ihn retten musste), sondern mir kommen die Touristen mehr und mehr wie Bauerntoelpel vor, die in den Zoo gehen um sich persoenlich davon zu ueberzeugen: Jawohl, die Giraffe hat einen langen Hals. Man muss nicht Machu Picchu gesehen haben bevor man stirbt. Es geht um pure Neugier und ihr Kommentar bestaetigt das. Wie koennte es die lokale Bevoelkerung auch wagen Steine zu nehmen bevor der deutsche Tourist sich ueberzeugen konnte? Leider ist die Korruption in Lateinamerika zu gross um mich glauben zu lassen der Flughafen wuerde doch nicht gebaut werden. Ich kann ihnen eine Fuelle von Beispielen bringen, wo der moderne Tourismus mit Autos Flieger und Bussen endlos viel zerstoert hat was Jahrhundertlange wuchs, aber es wuerde nichts helfen.

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