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Brüssel: Belgier verbannen französische Musik aus U-Bahn

Der alte Streit um die belgischen Landessprachen nimmt groteske Züge an: Weil in den Metro-Stationen mehr französische als flämische Hits gespielt werden, fühlen sich die Flamen benachteiligt. Ihr Klagen wurde erhört*- das Ende vom Lied?*In den U-Bahnhöfen läuft nur noch ausländische Musik.

Ambermoon 25.05.2011, 19:02
1. Willkommen, Ambermoon.

Gut, wenn die Bevölkerung sich wegen so einem Blödsinn aufregt und die Verwaltung dem auch noch nachkommt - dann wundert's mich etwas weniger, das die Politik nichts auf die Reihe bekommt. Wenn der Riss so tief durch die Bevölkerung geht, dann ist vielleicht wirklich nichts mehr zu kitten.

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Gerdd 25.05.2011, 19:43
2. Na prima!

Die Belgier waren es doch, die mal ein Lied zum Eurovision Song Contest geschickt haben, das in einer Fantasie-Sprache verfaßt war. Damit können die ja jetzt weitermachen ...

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LurchiD 25.05.2011, 20:29
3. Dudelbahnöfe

Zitat von sysop
Der alte Streit um die belgischen Landessprachen nimmt groteske Züge an: Weil in den Metro-Stationen mehr französische als flämische Hits gespielt werden, fühlen sich die Flamen benachteiligt. Ihr Klagen wurde erhört*- das Ende vom Lied?*In den U-Bahnhöfen läuft nur noch ausländische Musik.
Es ist ohnehin eine schreckliche Sache, wenn Bahnhöfe zwangsbeschallt werden mit etwas, was die Bahnmitarbeiter für Musik halten; Gedudel aus Stationslautsprechern ist für den Musikfreund jedenfalls der Horror schlechthin (und in Hamburg an der U2 tun sie das nur, um Punker zu verscheuchen).

Wer Musik hören will, hat inzwischen seinen iPod, und warum derjenige Teil der Menschheit, der nicht zugedudelt werden will, sich solche Zwangsbeschallungen gefallen lassen muß, ist ein Rätsel.

Dagegen sollte man endlich was unternehmen.

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Gottes-Gehörgang 25.05.2011, 21:21
4. Glaube, Liebe, Hoffnung

Alle die glaubten, Belgien sei als das wunderlichste 3-Nationen+1-Sonderzonenland Europas bestandsfähig, wundern sich immer wieder über die ausbrechenden Konflikte zwischen Flamen und Wallonen.
Ich meinerseits glaube nicht, dass dieses Zufallsprodukt der Metternich-Ära Bestand haben wird.
Einerlei.
Solche privaten Glaubensbekenntnisse sind bedeutungslos.

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glaubwürdig.ehrlich! 26.05.2011, 23:06
5. Ausgewogenheit!

"Grund sind Beschwerden von Fahrgästen, wie eine Sprecherin des Metro-Betreibers Stib der flämischen Zeitung "De Morgen" vom Mittwoch sagte."

Der Metrobetreiber heißt auf französisch STIB, auf flämisch MIVB. Bitte auf Ausgewogenheit achten.

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vantast64 26.05.2011, 00:22
6. Überall Gedudel,

am Telefon, seit einigen Jahren auch beim ehemals sehr geschätzten WDR 5, beim entsetzlichen WDR 1 sowieso. Es muß doch einen Grund haben, warum es in den teuersten Hotels so still ist?

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der.letzte.dodo 26.05.2011, 04:12
7. Wieso kriegen die Schweizer es hin....

in einen viersprachigen Land zu leben und die Belgier nicht ?

Vielleicht sollte man hier mal die FRagestellung ansetzen

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eigene_meinung 26.05.2011, 10:03
8. Les Flamands

Jaques Brel wusste schon, warum er sein Spottlied "Les Flamands" schrieb.

Ils sont foux ces Belgiques.

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schmiedt 26.05.2011, 11:50
9. Brüssel, Hauptstadt des Surrealen

Zitat von LurchiD
Es ist ohnehin eine schreckliche Sache, wenn Bahnhöfe zwangsbeschallt werden mit etwas, was die Bahnmitarbeiter für Musik halten. Dagegen sollte man endlich was unternehmen.
Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu: Zwangsbeschallung kann, je nach gewähltem Musikstück, an Folter grenzen. Gerade in Brüssel habe ich mich oft gefragt, ob die Auswahl der Musiktitel einen signifikanten Einfluss auf die Anzahl der Selbstmörder haben könnte. Steigt deren Zahl, wenn Leonard Cohen gespielt wird, oder eher bei Modern Talking?
Wenn zur meist qualitativ schlechten Musik (von der Tontechnik will ich gar nicht sprechen) die zweisprachigen Ansagen kommen, und die U-Bahnmusikanten mit ihrer Quetschkomode noch dazu, und der Sitznachbar hat seine Kopfhörer so laut, dass ich meine eigene Musik nicht mehr höre, da könnte ich aus der Haut fahren.
Meist habe ich jedoch den Eindruck, der einzige zu sein, der diese Pein als solche empfindet.

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