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Brutaler Rauswurf bei United: "Das könnte auch Folgen für Lufthansa haben"
AP

Die Szenen des rabiaten Rauswurfs eines United-Passagiers werden nicht so schnell vergessen sein. Im Internet wird zum Boykott aufgerufen. Branchenkennern ist das Vorgehen der US-Fluglinie unverständlich.

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hegoat 11.04.2017, 16:35
10.

Nach der Aktion mit den Leggins nun das. Man wird das Gefühl nicht los, bei UA sitzen Maulwürfe der Konkurrenz, die UA schaden wollen. Denn so BLÖD kann kein Unternehmen sein, gleich zwei solche PR-Desaster in kurzer Zeit hinzulegen.

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Francuzzo 11.04.2017, 16:37
11.

Der Einige, der hier "re-accommodated" werden sollte, ist Oscar Munoz, der CEO von United. Wer solche Verfahren zuläßt, hat seinen Laden nicht im Griff; wer den sowieso schon schlimmen Vorgang dann noch mit einer dermaßen dämlichen Öffentlichkeitsarbeit verschlimmbessert, liefert den endgültigen Grund, form- und fristlos in den Vorruhestand entlassen zu werden. Letztendlich spiegelt der Vorgang aber nur die ach so tolle Servicekultur in den USA wieder. Statt jeden Mitarbeiter umfassend auszubilden und ihm Verantwortung zu übertragen, werden jedem Mitarbeiter nur ein Teil der Arbeits- und dazugehörigen Standardserviceabläufe bis hin zu auswendig gelernten Phrasen hirnlos eingebimst (in einer maximal einwöchigen Ausbildung, wäre ja sonst zu teuer...). Ergebnis: bei etwas komplexeren oder seltenen Vorgängen sind alle völlig überfordert und es wird das Standardprogramm durchgezogen, ob das dann noch Sinn macht oder nicht, ist egal - und es ist auch niemand da, der den Überblick hat und/oder befugt wäre, dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.

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DerBlicker 11.04.2017, 16:38
12. völliges Unverständnis

Zitat von Fakler
400 Dollar Entschaedigung waren fuer die Passagiere anscheinend nicht genug um den Abflug auf morgen zu verschieben. Da blieb nur der hoechstgerechte Losentscheid. Wahrscheinlich wollte die Fluggesellschaft nicht so lange Lose ziehen bis sich ein Passagier fand der aussteigen wollte.
United hätte spätestens beim Boarding schon aus Sicherheitsgründen überzähligen Passagieren den Zutritt zum Flieger versperren müssen. Es kann nicht sein, dass die Airline wartet, bis der Flieger überfüllt ist, das ist unprofessionell und sicherheitskritisch. United hat seinen Laden nicht im Griff.

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Bueckstueck 11.04.2017, 16:38
13.

Zitat von ge1234
... ein Sitz nun leer ist oder nicht, kann der Airline doch egal sein, solange er bezahlt ist. Insofern stellt ein Passagier, der einen bezahlten Flug nicht antritt, auch keinen Verlust für die Airline dar, sondern eher einen Gewinn, da dadurch ja auch, sofern mehrere Passagiere ihren Flug nicht antreten, die Spritkosten gesenkt werden können. Oder seh ich da was falsch?
Darum ging es hier doch gar nicht.
Es sollten Leute raus, damit eine Crew, die am Zielflughafen ein anderes Flugzeug übernehmennsollte, Platz hatte. Das war kein gewöhnlicher Überbuchungsvorgang wie er jeden Tag tausendfach vorkommt, sondern schlechte Planung und Management der Situation die in Polizeigewalt mündete.

Man hätte beispielsweise auch einfach die Entschädigung fürs Aussteigen so lange erhöhen können, bis sich die Leute darum reissen auszusteigen...

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ackergold 11.04.2017, 16:38
14.

Zitat von irobot
Tja, wenn ein Boykott von UA ohne großen Aufwand oder Zusatzkosten möglich ist, dann sollte sich das Management warm anziehen. Ich denke da an Shell und ihre versenkte Bohrinsel. Damals sind die Leute einfach zur nächsten Tanke weitergefahren.
Ich habe bis heute nie wieder bei Shell getankt. Ja, es ist mein Recht, nachtragend zu sein.

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dros 11.04.2017, 16:46
15. Codesharing ist sowieso Betrug

am Kunden. Man bucht Airline A, oft nicht grundlos und bekommt Airline B.

Für mich ist das legaler Betrug am Kunden

UA war immer mies und der jetzige Vorfall zeigt nur, dass die auch ohne Kunden auskommen.

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mcpoel 11.04.2017, 16:46
16. Überbuchungen werden als Standard hingenommen?

Das Problem liegt darin, daß Überbuchungen (wie auch im Artikel erwähnt) als Standard hingenommen werden. Nicht einmal der Autor dieses Artikels stellt diese Praxis in Frage. Da ist es nur recht und billig, wenn der Kunde sich weigert, die Konseuqnzen dafür ziehen zu müssen. Man kann nur hoffen, es kostet United Millionen in Schadensersatz, Boykottverlusten und ggf. Verlust von Vereinbarungen mit anderen Fluggesellschaften.

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koelnrio 11.04.2017, 16:51
17. PR-GAU bei der Star Alliance

Dass die Pressestelle der Star Alliance auf Tauchstation geht, ist genauso wenig zu goutieren wie das Verhalten von UA.

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greatsouthern 11.04.2017, 16:52
18. Da war nichts überbucht!

United musste vier Mitarbeiter nach Louisville schaffen. In USA ist diese freche Schutzbehauptung der Airline schon abgefrühstückt medial ...

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O.D.E.S.S.A 11.04.2017, 16:53
19. Risiko vermeiden...

Im September reise ich nach Wien. Eigentlich wollte ich mit einer der "Star Alliance" - Gesellschaft fliegen (Swiss/Lufthansa), aber nach dem Vorfall mit der UA werde ich wohl mit dem Auto reisen. Als Rollstuhlfahrer kann ich mir keinen Rauswurf aus dem Flieger, warum auch immer, leisten. Mein Auto ist nie überbucht und da schmeisst mich auch niemand raus...

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