Forum: Reise
Bulli-Reise in der Elternzeit: Surfen, Stillen, schlechtes Gewissen?
Leonie und Niko Zündorf

Surfen ist ihre Leidenschaft, dann wird Leonie Zündorf schwanger: Ist jetzt Schluss mit dem Reise-Lifestyle? Ganz und gar nicht. Die junge Familie nahm das Baby einfach mit auf den zweimonatigen Bulli-Trip.

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oortsche_wolke 04.10.2019, 05:59
1. Und nach der Reise?

Was mir bei diesen nun immer häufiger verfassten „Elternzeit-Reiseberichten“ immer zu kurz kommt, ist die Zeit danach. Ich frage mich, wie den jeweiligen Reisefamilien die Anbindung (auch formal) an den Alltag gelingt. Ich habe als Vater einen grossen Anteil meiner Elternzeit darauf verwendet, die Lebensabläufe so zu organisieren, dass nach der Elternzeit beide wieder in den Job können (z.B. Tagesmutter-/ Kita-Eingewöhnung, Umbau etc.).

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guema 04.10.2019, 07:18
2. Was will uns der Artikel sagen?

Das frage ich mich. Ich glaube auch nicht, dass es von den „Erdenkern“ der Elternzeit so beabsichtigt war, damit umzugehen. Ich habe zudem beobachtet, dass die Social-Media-Fotos aus der Urlaubs-Elternzeit bei den Kolleginnen und Kollegen, die die oder denjenigen an seiner Arbeitsstelle vertreten, nicht gut ankommen.

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mcfidel 04.10.2019, 07:33
3. wo ist das Problem

.... immer noch haben viele die Angst als Rabeneltern dazustehen deren individuelle Freuden wichtiger seien als das Glück des Kindes.
Das Ganze muss kein Widerspruch sein, es ist alles eine Frage der Organisation. Zudem habe ich mit campenden Eltern kein Problem. Ein Problem hab ich mit Eltern die das Kind 10 Stunden zu einem Langstreckenflug nötigen, weil die französische Küste nicht exotisch genug ist. Das Problem fängt doch erst da an, wenn man weiterhin zu 100 Prozent so agieren möchte wie ohne Kind. Ein Kind ist eine Bereicherung durch die man nicht verzichten muss, lediglich etwas Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des kleinen Bewohners wünscht man sich oft.

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darclux 04.10.2019, 08:09
4. Wasser predigen...

...und (T)E4 Diesel und Kerosin verbrauchen. Es grenzt langsam an Zynismus, wie oft ich hier im Spiegel vom Klimawandel lese, gleichfalls jedoch ständig Reiseberichte mit ach so tollen "Bullis" von ach so tollen, natürlich nur im Biomarkt einkaufenden und immer so toll p.c. Schreibenden hier veröffentlicht werden. Ich frage mich, welchem Job die Mitarbeitenden der Chefredaktion eigentlich sonst noch so nachgehen...Allein in einem 20 Jahre alten Diesel nach Frankreich, die Frau im Flieger hinterher weil das Baby im Auto Schaden nehmen könnte! (?). Könnte aus meiner Sicht genau dem dem heutigen, gemeinen Grünen-Wähler entsprechen...Immer schön korrekt wählen. Und nur Bio für mich und mein Baby. Der Rest nach mir...

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kika2012 04.10.2019, 08:10
5. mcfidel

Ich geb Ihnen Recht. Dennoch waren wir auf Bali mit dem 6 Monate alten Baby und ich bereue nichts. Und ja, es gibt noch andere Dinge zu sehen als die Fr. Küste.

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tidolu 04.10.2019, 08:36
6.

Unabhängig zur berechtigten CO2-Debatte möchte ich kurz die Frage in den Raum werfen, weshalb das Fliegen immer als eine Art "Qual" für das Kind bzw. Baby dargestellt wird? Unser Baby schläft, abgesehen von den Stillpausen, praktisch ausnahmslos durch und scheint die Dauer des Fluges noch viel besser wegzustecken, als wir als Eltern. Darüberhinaus wäre noch zu diskutieren, inwiefern eine 12-stündige Autofahrt an die französische Küste für ein Baby weniger strapaziös sein soll?
Selbstverständlich sollte das Wohl des Kindes stets bei allem im Vordergrund stehen. Das aber muss nun wirklich nicht bedeuten, dass man als Eltern deshalb völlig auf die eigenen Interessen und Sehnsüchte verzichten muss.

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Peter DeBeer 04.10.2019, 08:50
7. Tolle Sache - Schade um die Neider

Manche Kommentare sind echt zum Kopfschütteln. Man merkt, dass Leute dabei sind die insgeheim gerne selber auch so eine Erfahrung gemacht hätten, aber sich entweder nicht getraut haben mit Kind zu verreisen oder damals nicht die Möglichkeit hatten. Deshalb anderen die es machen es madig reden ist schade. Wir selber waren gerade mit unserer 5 Monate alten Tochter 2,5 Wochen in Japan und sind direkt im Anschluss 3,5 Wochen im Wohnmobil durch Frankreich getourt. Für uns alle war es ein super Erlebnis, meine Tochter entwickelt sich zu einem unglaublich aufgeweckten Kind und wir hatten null Probleme über die 6 Wochen hinweg. Um gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: ich (Vater) bin nach dem Urlaub zuhause geblieben und werde jetzt sechs Monate lang Windeln wechseln, Brei geben und für die kleine da sein während meine Frau wieder arbeitet. Ich kann es allen nur raten gleichzutun- die Zeit kommt nie wieder.

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spon_3175452 04.10.2019, 09:10
8. sehr schön, aber eigentlich inzwischen 0815

ich kenne dutzende Eltern die vor allem in den beiden Partnermonaten Urlaub gemacht haben. Wann hat man auch sonst jemals wieder die Gelegenheit dazu 8 Wochen auszusteigen.
Unsere 9 Wochen im Womo durch Südfrankreich waren jedenfalls ein Traum. Daheim wäre die Zeit einfach nur so dahingeplätschert, Alltag und Werkelei, so hatte man intensiv Zeit fürs Kind.

Muss man sich allerdings auch leisten können, da kommt einiges zusammen, das glaubt man gar nicht.

Nur hinfliegen muss man an die franz. Küste ja nicht, das kann man ja in paar Etappen fahren !?

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fotoman 04.10.2019, 09:53
9. Reisen mit Baby oder Kleinkind - prima!

Das ist keine neue Idee. Ich war vor zwanzig Jahren mit mit Frau und Baby 3 Monate in Mexiko unterwegs. Ausser den schlechten Windeln war das toll, denn das Baby braucht nur seine Eltern bei sich, egal wo. Und wenn ich in das Fotoalbum meiner Eltern schaue, dann sehe ich mich in der Karibik am Strand buddeln. Fand ich, glaube ich, ziemlich gut. Also nur Mut und keine falsche Angst vor Neid, oder dass das Kleinkind seine heimische Umgebung vermisst - das tut es nicht, solange Mutter und / oder Vater bei ihm sind!

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