Forum: Reise
Bulli-Reise in der Elternzeit: Surfen, Stillen, schlechtes Gewissen?
Leonie und Niko Zündorf

Surfen ist ihre Leidenschaft, dann wird Leonie Zündorf schwanger: Ist jetzt Schluss mit dem Reise-Lifestyle? Ganz und gar nicht. Die junge Familie nahm das Baby einfach mit auf den zweimonatigen Bulli-Trip.

Seite 2 von 3
p_zero 04.10.2019, 10:12
10. Elternzeit = unnötige Subvention

So sehr ich den jungen Eltern das Privileg der staatlich subventionierten Auszeit gönne, aber wäre es gerade für den Nachwuchs nicht besser die Staatsknete nachhaltig in Klimaschutz oder in Bildungsmassnahmen zu investieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sponuser936 04.10.2019, 10:32
11. Im Hamsterrad gefangen

Zitat von guema
Ich habe zudem beobachtet, dass die Social-Media-Fotos aus der Urlaubs-Elternzeit bei den Kolleginnen und Kollegen, die die oder denjenigen an seiner Arbeitsstelle vertreten, nicht gut ankommen.
Die Reaktion sagt wohl mehr über die Probleme der Kolleginnen und Kollegen aus. Wie unglaublich engstirnig muss man sein, um frisch gebackenen Eltern keine Urlaubszeit mit einem Kind zu gönnen?

Aber ich verstehe. In D kommt man quasi direkt an den Pranger, wenn man mal nicht arbeitet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sponuser936 04.10.2019, 10:36
12. Deutsches Gemecker.

Zitat von darclux
...und (T)E4 Diesel und Kerosin verbrauchen. Es grenzt langsam an Zynismus, wie oft ich hier im Spiegel vom Klimawandel lese, gleichfalls jedoch ständig Reiseberichte mit ach so tollen "Bullis" von ach so tollen, natürlich nur im Biomarkt einkaufenden und immer so toll p.c. Schreibenden hier veröffentlicht werden.
Bei Beiträgen wie Ihrem denke ich mir jedesmal "Man darf einfach gar nix mehr". Sie sind genau die Person, von der hier geredet wird, wenn das Wort "Meckerer" fällt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wolf im Wolfspelz 04.10.2019, 10:47
13. Nichtssagender Artikel

Weder die Reise der Familie (Dauer/Location) noch die hierbei gewonnenen Ansichten sind in irgend einer Weise relevant. 2 Monatige Trips haben wir mit unserer dreijährigen Tochter bisher 3x gemacht, das erste mal mit 4 Monaten für 8 Wochen in den mittleren Westen der USA, das selbe 1 Jahr später erneut und dann nochmal nach Kanada und Neuengland. Hinzu kommt eine kürzlich beendete sechswöcheige Tour durch Norwegen und Schweden an den Polarkreis mit dem Campervan. Fazit: No big deal. Hat weder mehr noch weniger Probleme bedeutet, als zu Hause herumzugammeln. Ist wie immer eine Frage der (gegenseitigen) Rücksichtsnahme und dem Einstellen auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes. Wer das Zuhause nicht draufhat, bekommt das auch auf Reisen nicht hin und umgekehrt, behaupte ich. Das faszinierende an allen Reisen bisher war: Die Fülle an Tipps und guten Ratschlägen ("Macht das bloss nicht!" " Das ist dort doch so gefährlich" "Den langen Flug, das Klima, blabla..:"), die einem all die besorgten Bekannten geben, und die man(n) alle getrost in die Tonne treten kann. Die Ratschläge. Und vielleicht auch einige Bekannte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
torsten-84 04.10.2019, 11:46
14. Hervorragende Zeit

Meine Frau und ich sind schon, als sie schwanger war, nach Thailand geflogen.
Danach wieder als unsere Tochter 6 Monate alt war. Danach mit 1,5 und 2,5 Jahren. Jeweils für 2,5 Monate. Wenn es irgendwie möglich ist, kann ich es nur empfehlen. Mutter und Vater sind den ganzen Tag mit dem Kind zusammen und dabei meist auch sehr entspannt. Kein Alltagsstress. Ich glaube daran, wenn die Eltern entspannt sind, ist auch das Kind entspannt. Auch die Flüge stellten nie ein Problem dar, die "Kleene" hat meist geschlafen.
Außerhalb der Elternzeit ist es dann meist wieder ein Problem, längere Zeit gemeinsam zu verbringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archi47 04.10.2019, 14:00
15. "schlechtes Gewissen"

Bei diesem Begriff fing ich an zu lesen:
Nun ja es ist ein schlechtes Gewissen, weil man weiterfahren muß und nicht weil einem das Umweltgewissen drückt.
Offenbar reflektieren auch jetzt zu wenige den ökologischen Fußabdruck dieses Freizeitverhaltens.

Wenn schon die angehenden Eltern auch jetzt noch monatelanges Umherreisen mit Flugzeug und Bulli als erstrebenswertes Verhalten für ihre Zukunft und als Erziehungsmuster für ihre Kind sehen, warum mache ich mir Gedanken über Energieeinsparung?

Vielleicht sollte ich Freitags auch mit demonstrieren gehen, damit ich in meiner Freizeit ein reines Gewissen habe?
Ist es schon Vorbildfunktion, wenn man demonstriert und damit von Anderen vorbildliches Verhalten einfordert?

Das Bäumepflanzen können ja dann die anderen machen, während man fossil-mobil seinen Urlauf geniest ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sleeper_in_Metropolis 04.10.2019, 14:03
16. Kein Verzicht ?

Zitat von mcfidel
Ein Kind ist eine Bereicherung durch die man nicht verzichten muss, ...
Sie meinen außer dem dauernden Schlafmangel, der klingelnden Ohren durch das Geplärre zu allen unmöglichen Uhrzeiten, die für die 24-Stunden Dauerbetreuung draufgehende Zeit, der permanente Stand-By-Betrieb von Körper und Geist, die dadurch fehlende Energie für so ziemlich alles andere u.s.w. ?

Sorry, aber so können nur Leute reden, die entweder (a) keine eigenen kleinen Kinder haben, (b) deren Kindern 100% problemlos sind oder (c) die so selbstlos in ihrer Elternrolle aufgehen, das sie die Substanzsverluste gar nicht bemerken.

Kinder können super sein, aber Kinder haben ist eben auch gerade in den ersten paar Jahren in den meisten Fällen ein extrem kräftezehrender Akt, den man nicht hinter dieser happy-rosa-Babyglück-Blase verstecken sollte.

Und wie Leute in dieser Phase des Lebens dann auch noch verreisen können, wird mir wohl auf Ewig ein Rätzel bleiben. Ich und meine Partnerin zumindest waren damals froh über jeder Minute, die wir im Bett liegen und ausruhen konnten. Der wöchentliche Einkauf im Supermarkt war uns daher "aufregend" genug.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterPe 04.10.2019, 14:54
17. Eltern fahren mit Kind in den Urlaub.

Schon und gut, aber darueber eine Artikel zu schreiben, finde ich erstaunlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterPe 04.10.2019, 16:40
18. Gleichen Artikel gelesen?

Zitat von darclux
l vom Klimawandel lese, gleichfalls jedoch ständig Reiseberichte mit ach so tollen "Bullis" von ach so tollen, natürlich nur im Biomarkt einkaufenden und immer so ...Und nur Bio für mich und mein Baby.
In den Artikel steht nichts von den Essensvorlieben der Familie, und was sie vom Klimawandel halten.

Wie kommen sie auf "Biomarkt"? Vielleicht sind die Eltern gar Erben einer Massentierhaltung, und leugnen den Klimawandel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 04.10.2019, 21:56
19. Urlaub & Fliegen mit kleinen Kindern

Zitat von tidolu
Unabhängig zur berechtigten CO2-Debatte möchte ich kurz die Frage in den Raum werfen, weshalb das Fliegen immer als eine Art "Qual" für das Kind bzw. Baby dargestellt wird? Unser Baby schläft, abgesehen von den Stillpausen, praktisch ausnahmslos durch und scheint die Dauer des Fluges noch viel besser wegzustecken, als wir als Eltern. Darüberhinaus wäre noch zu diskutieren, inwiefern eine 12-stündige Autofahrt an die französische Küste für ein Baby weniger strapaziös sein soll? [...]
Wir haben einen Urlaub "ausfallen" lassen und waren kurz nach dem ersten Geburtstag des Kleinen erstmals mit ihm an der Adria. Da hatte er schon mehr Möglichkeiten, die speziellen Reize von Strand & warmem Meer auszukosten.

Für's Fliegen spricht aus meiner Sicht:
Es geht schnell, ist interessant & abwechlungsreich für das Kind. Mit Auto oder Bahn wäre die Distanz in wärmere Gefilde eine Strapaze, vor allem für das Kind - sowohl nervlich als auch körperlich.
Und das Risiko, durch einen Unfall ernsthaft verletzt oder getötet zu werden, ist beim Flug um Größenordnungen geringer.

Dagegen spricht:
Kinder haben m.W. häufiger Probleme mit dem Druckausgleich durch die Eustachi-Röhre, v.a. im Sinkflug. Unser hatte es auch ein paar Mal. Ein Kind im Krabbelalter kann sich noch nicht so eindeutig artikulieren. Wenn man nicht vorgewarnt & auf der Hut ist, bemerkt man es spät, dann tut es schon übel weh. Gängige Mittelchen (abschwellende Nasentropfen) sind manchmal nicht ausreichend, und einem verweifelten, schmerzgeplagten Einjährigen die Valsalva-Methode beizupulen, ist auch nicht ganz ohne.

Trotzdem wollte Buttje schon wenige Wochen nach der Heimkehr wieder losjetten, sobald er ein Flugzeug erblickte. Er fährt zwar auch sehr gerne mit Auto, Bus und Bahn, aber maximal eine halbe bis 3/4 Stunde. Wenn man Glück hat, schläft er dann ein. Meistens hat man kein Glück.

CO2: dürfte bei 3 Personen auf Mittelstrecke mehr rauskommen als bei einer (sparsamen) Familienkutsche. Zumindest ab 2, wenn der Nachwuchs nicht mehr auf dem Schoß mitfliegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 3