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Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn: "Olympische Spiele der Gärtner"
BUGA Heilbronn 2019

Rasenwellen wie Riesengurken und eine Million Blumenzwiebeln: Die Bundesgartenschau in Heilbronn zelebriert die Welt der Pflanzen. Doch ein Idyll ist das Ausstellungsgelände nicht.

DocFG 17.04.2019, 15:00
1. Wer soll das bezahlen ...

Eintritt in Höhe knapp eines Flugtickets ins Ausland. Sanieren hier Bund und/oder Land ihre Haushaltspläne ?

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t_mcmillan 17.04.2019, 15:53
2. Passt!

Heilbronn ist schon seit 75 Jahren keine Idylle mehr. Daher ist das Konzept absolut stimmig. Ich bin gespannt.

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hartmannulrich 17.04.2019, 17:27
3.

Zitat von DocFG
Eintritt in Höhe knapp eines Flugtickets ins Ausland. Sanieren hier Bund und/oder Land ihre Haushaltspläne ?
Artikel gelesen? Die Eintrittsgelder sollen gerade mal ein Fünftel der Kosten erwirtschaften, der Rest sind Zuschüsse.
Meinem Eindruck nach tritt bei solchen Gartenschauen, die gerade hier in Baden-Württemberg immer aufwendiger gestaltet werden, das Gärtnerische in den Hintergrund. Sie werden eher als eine Gelegenheit zur Stadtgestaltung wahrgenommen.

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spon_3055608 17.04.2019, 18:40
4. von Gartenfeinden für Gartenfreunde?

Ich glaube dass Menschen vor allem deshalb eine Gartenschau besuchen um etwas über die verschiedenen Möglichkeiten der Gartengestaltung zu sehen um Blumen und Pflanzen anzuschauen und,- hochaktuell etwas über naturnahes Gärtnern und Gartengestaltung zu erfahren. Wer Architektur sehen will geht eher nicht auf eine „Gartenschau“! Wieder eine Bewusste Irreführung wie die „Gartenschau“ in München? Mich ärgert noch heute das saftige Eintrittsgeld für die Münchner BUGA.
Das Ganze sah aus wie die Anzucht-Äcker einer Großversenders von Friedhofspflanzen: ein Hektar Tagetes in Orange, daneben einer in Rot usw. Man hatte ja wenigstens Tulpen nehmen können, die deutlich mehr fürs Auge bieten,- war aber wohl zu teuer. Eine riesige Betonwanne die ansonsten völlig kahl war, wurde als „See“ angepriesen, daneben die bürstenartigen völlig verwilderten Reste einer Baumschule. Und erst die herrlichen „Kunstwerke“. Im Gedächtnis blieben mir die Riesen Betonneier. Das schönste an der ganzen Ausstellung war noch der Verkaufsraum der Fa. Dehner. Ich hoffe doch sehr die Gartenschau in Heilbronn folgt nicht diesem Muster.Ich glaube dass Menschen vor allem deshalb eine Gartenschau besuchen um etwas über die verschiedenen Möglichkeiten der Gartengestaltung zu sehen um Blumen und Pflanzen anzuschauen und,- hochaktuell etwas über naturnahes Gärtnern und Gartengestaltung zu erfahren. Wer Architektur sehen will geht eher nicht auf eine „Gartenschau“! Wieder eine Bewusste Irreführung wie die „Gartenschau“ in München? Mich ärgert noch heute das saftige Eintrittsgeld für die Münchner BUGA.
Das Ganze sah aus wie die Anzucht-Äcker einer Großversenders von Friedhofspflanzen: ein Hektar Tagetes in Orange, daneben einer in Rot usw. Man hatte ja wenigstens Tulpen nehmen können, die deutlich mehr fürs Auge bieten,- war aber wohl zu teuer. Eine riesige Betonwanne die ansonsten völlig kahl war, wurde als „See“ angepriesen, daneben die bürstenartigen völlig verwilderten Reste einer Baumschule. Und erst die herrlichen „Kunstwerke“. Im Gedächtnis blieben mir die Riesen Betonneier. Das schönste an der ganzen Ausstellung war noch der Verkaufsraum der Fa. Dehner. Ich hoffe doch sehr die Gartenschau in Heilbronn folgt nicht diesem Muster.

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latimer 18.04.2019, 06:53
5. Es geht nicht nur um Blumen und Garten!

Bundes-, Landes- und Internationale Gartenschauen dienen der Finanzierung von durchaus wichtigen Projekten im Rahmen der Stadterneuerung, bauen neue Parks und bringen ganz allgemein mehr Grün und damit Natur in unsere Städte. Wenn dann finanzielle Ziele der Schauen, die nur der Eröffnung solcher Projekte dienen, manchmal nicht erreicht werden, ist das für mich zweitrangig, denn hätte man dies ohne die finanzielle Unterstützung von Oben gemacht, wären viele Projekte den Kommunen sehr teuer gekommen oder oft grundsätzlich nicht möglich gewesen. Ich finde es jedenfalls gut, dass sich unser Land solche Projekte leisten will.
Ob dann jede Schau gelungen ist, darf aber sicher diskutiert werden.

Zu teure Eintrittsgelder werden sicher nicht erhoben. Im internationalen Vergleich sind die Eintrittsgelder für solche Veranstaltungen in Deutschland verhältnismäßig günstig.

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neanderspezi 18.04.2019, 20:41
6. Es gibt schöne Gärten, nur eben nicht gerade in Heilbronn

Zu dieser "Bundesgartenschau" in Heilbronn gibt es nichts zu diskutieren, hierzu gibt's nur eins - Fernbleiben. Jeder Aufenthalt in der freien Wildbahn ist erholsamer und fördert ungleich mehr das Wohlbefinden, als diese Flur aus gärtnerischem Versagen und künstlich angelegten Bodendeckern. Liegt das an der Stadt oder an den Menschen, die dafür verantwortlich zeichnen. Jeder der sich das Gelände antut, sollte statt Eintrittsgeld zu bezahlen, beim Verlassen desselben eine Entschädigung für das unfreiwillige Betrachten von schlechtem Geschmack mittels gärtnerischem Ausrasten erhalten.

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