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Bußgelder ab Mai: Berlin schränkt Airbnb-Vermietungen radikal ein
DPA

Berlin verbietet alle Airbnb-Ferienwohnungen, die keine offizielle Genehmigung der Stadt haben. Ab Mai gelten Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Wann welche Ausnahmen möglich sind, ist noch unklar.

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Circular 08.04.2016, 14:34
1. Touristen sollten der Stadt fernbleiben

bis die Verwaltung den Einbruch der Besucherzahlen bemerkt.

Die meist gut ausgestatteten Wohnungen lassen sich auch an Geschäftsleute, Lobbyisten und Abgeordnete vermieten.

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joey2312 08.04.2016, 15:04
2. Wurde auch Zeit

Jetzt muss die Regelung nur noch durchgesetzt werden, damit der Wildwuchs bei den privaten Vermietungen von Ferienwohnungen eingedämmt werden kann und den Menschen, die dauerhaft in der Stadt wohnen müssen, ausreichend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht.

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frankenbaer 08.04.2016, 15:13
3. @2

Mr. postman, bei jeder unpassenden Gelegenheit muss das Flüchtlinngsproblem her halten. Es gibt auch ohne die Aufnahme der Schutzsuchenden zu wenig Wohnraum (bezahlbar) in Berlin und anderswo. Deshalb muss man doch nicht so dümmlich auf diese Menschen einprügeln.

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ImperatorAugustus 08.04.2016, 15:14
4.

Zitat von postman pat
für diese Regelung würde mich interessieren. Steht dahinter evtl.die Hotellobby, die die priv. Vermietung als Konkurrenz sieht? Sollte die Begründung stimmen (knapper Wohnraum, hohe Mieten), fragt man sich, wieso Merkel so viele Flüchtlinge nach Berlin holt, wo es offensichtlich zu wenig Wohnraum gibt.
Mehrere Tausend Wohnungen in Berlin werden überhaupt nicht mehr vermietet, weil mit Touristen pro Monat mehr Geld rauszuholen ist. Vor allem in zentralen Stadtteilen treibt das die Mietpreise in die Höhe. Viele alteingesessene Bewohner können sich das nicht mehr leisten und müssen in Außenbezirke umziehen. Das führt auch dazu, dass in einigen Gegenden eine Cocktailbar neben der nächsten aufpoppt, während Läden für den täglichen Bedarf verschwinden.

Und das alles hat nichts mit Flüchtlingen zu tun. Überhaupt nichts.

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brandyandy 08.04.2016, 15:19
5. Wieder einmal

drängt sich mir der Eindruck auf, dass Berlin auch als (selbsternannte) Weltstadt gescheitert ist. Zu einer Solchen gehören nämlich so "moderne Sachen" wie airbnb oder auch das Internet (jüngst neulich auch in Berlin von Mutti erkannt). Weltstadt? Dass ich nicht lache. Wo Lobbyisten so freies Schussfeld haben dräut dicht bebaute Hundkacke-bekleckerte Provinz...

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herbert.maierhuber 08.04.2016, 15:31
6. Zusammenfassung

1. Die Berliner Volksvertreter verabschieden ein Gesetz dessen Bedeutung 'zunächst gerichtlich geklärt werden muss'.

2. Private Wohnungen, die temporär nicht von den Besitzern bewohnt werden, sollen leerstehen. Eine sinnvolle aber dann illegale Nutzung kann zu ruinösen Strafzahlungen führen.

Irre. Der FDP und Herrn Mövenpick wird es gefallen.

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Robert Redlich 08.04.2016, 15:36
7. korrekte Regelung

Dieses Gesetz ist notwendig im Sinne und zum Schutz der ehrlichen Bürger.

Einerseits wird der Zweckentfremdung endlich Einhalt geboten und knapper Wohnraum wird nicht weiter in Gewerbe umgewandelt, was die Mieten noch weiter verteuert. Andererseits werden die Nachbarn geschützt, welche unter den ständig wechselnen Partytouristen gehörig zu leiden haben.

Ich wünsche jedem, der hier gerade so eifrig wettert, dass er mal ein halbes Jahr lang so eine "Ferienwohnung" neben sich hat. Selbst wenn man die "Gäste" per Mahnung und Polizei mal zur Rohe gebracht hat, nächste Woche kommen neue. Und es sind eben nicht die typischen ruhigen Hotelgäste, die solche Wohnungen mieten, sondern junge Partytouristen, die in Berlin "was erleben wollen".

Übrigens vermieten hier nicht selten auch Leute "ihre" Wohnung, die sie selbst als subventionierte Sozialwohnung gemietet haben. Selbst mieten sie billig auf unserer aller Kosten, verkaufen das dann aber höchstbietend an Touristen weiter. Meist auch schwarz.
Dieses Gesetz ist korrekt und sollte mit maximaler Härte durchgesetzt werden!

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phatz 08.04.2016, 15:38
8. Kommerziell

Jetzt mit Hotellobby kommen, macht es natürlich einfach. Es geht im Kern aber nicht um den armen Studenten, der seine kleide Bude für ein paar Nächte vermietet (so wie von Airbnb immer suggeriert), sondern um kommerzielle Angebote, die einzig und allein auf die kurzfristige Vermietung von Wohnraum ausgelegt sind. Beispiel New York, wo Investoren das Thema längst entdeckt haben. Und dann müssten diese Anbieter natürlich auch die gleichen Anforderungen erfüllen, wie zum Beispiel Hotels (Brandschutz z.B.). Dass die Hotellerie da auf unfairen Wettbewerb hinweist, ist doch nur logisch.

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cpt.z 08.04.2016, 15:46
9. Ei, so isses dann halt...

Wenn ich mir eine Wohnung oder ein Haus kaufe, dann ist das mein Eigentum. Da kann ich entweder selber drin wohnen, die vermieten oder ich kann sie als Ferienwohnung anbieten. Ich hab sie nämlich bezahlt. Ich kann da auch ein Thailändisches Massagestudio einrichten mit Happy Ending einrichten, wenn mir danach ist und ich die Genehmigung für das Geschäft hab. Wenn deswegen eine Wohnung weniger zu mieten ist, dann ist das halt so. Niemand sollte gezwungen werden sein Eigentum in langfristigen Verträgen, die nur schwer kündbar sind, anderen zur Verfügung zu stellen. Deswegen verstehe ich auch nicht, wie man auf die Idee kommen kann diese Ferienwohnungen zu verbieten...

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