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Caminito del Rey: Erste Wanderer testen spanischen Gruselpfad
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14 Jahre lang war er nach tödlichen Unglücken geschlossen, jetzt wird der Caminito del Rey nach umfangreicher Sanierung wiedereröffnet. Der "Königsweg" in der Nähe von Malaga galt bisher als einer der gefährlichsten Wanderpfade weltweit.

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haftatravel 16.03.2015, 16:06
1. was ist daran so gruselig?

Ich habe diesen Pfad im Mai 1999, also kurz vor der offiziellen Sperrung begangen (und genossen) und verstehe nicht, warum jetzt auch Spiegel.de auf diesen Rummelzug aufspringt. Was ist an disesem Weg so gruselig? Nur weil es so ein paar Idioten gab, die es uebertrieben haben und abgestuerzt sind? Wenn man Hoehenangst hat, dann sollte man ihn halt nicht gehen. Wird ja niemand dazu gezwungen. Wuerde ja auch keiner reihenweise Nichtschwimmer in einen Fischteich werfen und dann von einem "Gruselsee" sprechen, oder? Aber Hauptsache Hype machen...

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leevine 16.03.2015, 16:40
2. Schon richtig,

dass der Wanderweg gefährlich war, schlecht gesichert und an einigen Stellen fahrlässig bzw. garnicht gepflegt - ein Glück, dass nicht mehr passiert war. Einige eingelassene Metallstreben, die die Holzkonstruktion halten sollten, waren total verrottet. Die Meldung macht neugierig, denn ansonsten war der Weg damals schon wunderschön. Und auch ein bisschen gruselig, ja.
@haftatravel: was für ein hype?

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goob 16.03.2015, 16:50
3. Disneyland?

Der alte Camino del Rey war zumindest im ersten Teil perfekt mit Stahlseilen versichert. Wer sich unsicher fühlte, hatte also immer die Option sich zu sichern. Wenn ich diese Bilder hier sehe, wird mir übel. Aus Raffgier wurde ein einzigartiger Weg für immer zerstört.

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danel17 16.03.2015, 17:07
4. Es war ein Weg für Mutige

Ich bin diesen Weg im November 2013 im Zuge meines Rucksackurlaubs gelaufen. Es war zwar offiziell verboten. Dennoch konnte man im örtlichen Kletterbedarf genau dafür fertig konfektionierte Gurte/Seilschlinge/Karabiner Kombis ausleihen. Auf den Campingplätzen konnte man sich für den Trail auch Guides mieten. Wer schon mal in Südspanien war würde dies als normale spanische Verhältnisse bezeichnen. Weil es in dem Land allgemein recht locker zugeht.
Der Trail war von Beginn bis Ende mit einem Stahlseil an der Wand gesichert. Zugegebnermaßen nicht den Standard eines deutschen Klettersteigs (Seildurchmesser/Befestigungsanker/Länge). Aber er war gesichert. Während meines Einwöchigen Aufenthalts dort im Tal sind mir aber auch viele Menschen begegnet, die behaupteten diesen Trail ohne Sicherung gelaufen sind da sie sich ihrer Trittsicherheit bewusst waren. Wenn man dieses Risiko eingeht und dabei stirbt ist man selber Schuld! Man geht z.B. ja auch nicht ohne Seil klettern!
Schade um den guten alten Trail mit den Löchern und den Stangen, auch gut gesichert war es für mich, als hauptsächlich Hallenkletterer, das gruseligste Erlebnis meines Lebens.

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philemajo 16.03.2015, 17:25
5. Warum muss man überhaupt dort laufen, ...

wo die Natur evident keinen Weg vorgesehen hat? Wer einmal die Aussicht von einem Punkt genießen will, zu dem kein Weg führt, soll halt mal Klettern bzw. Bergsteigen! Aber kilometerlang über eine künstliche Aussichtsplattform zu laufen, leuchtet mir nicht ein ...

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mario_b 16.03.2015, 17:30
6. Klettersteig?

Versteh nicht warum man das jetzt noch Klettersteig nennen sollte. Es ist Holzsteg mit Geländer und gehört meiner Meinung nach nicht in die Natur. Ich könnte mir vostellen, dass jetzt noch mehr hinunter stürzen, da "jeder Depp" jetzt in die Wand kann und Übermütige erst überhaupt die Möglichkeit haben dort Blödsinn zu treiben. Aber es geht hier genau wie überall nur darum Geld zu verdienen - eine Touristen-Plattfuß-Attraktion mehr. Ein neues Stahlseil, gut verankert wie bei Klettersteigen üblich hätte hier vollkommen gereicht und auch keine 3 Mio-€ gekostet.

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Amadís 16.03.2015, 18:22
7.

Zitat von haftatravel
Ich habe diesen Pfad im Mai 1999, also kurz vor der offiziellen Sperrung begangen (und genossen) und verstehe nicht, warum jetzt auch Spiegel.de auf diesen Rummelzug aufspringt. Was ist an disesem Weg so gruselig? Nur weil es so ein paar Idioten gab, die es uebertrieben haben und abgestuerzt sind? Wenn man Hoehenangst hat, dann sollte man ihn halt nicht gehen. Wird ja niemand dazu gezwungen. Wuerde ja auch keiner reihenweise Nichtschwimmer in einen Fischteich werfen und dann von einem "Gruselsee" sprechen, oder? Aber Hauptsache Hype machen...
Viellicht bezieht sich "gruselig" ja nicht auf die Todesfälle.
Ich bin nicht völlig frei von Höhenangst, ich finde den Steig gruselig. Die Hängebrücke besonders. Kein richtiger Boden ist ja ok, aber nur so ein Netz an der Seite... Brrr!
Aber wenn ich die Gelegenheit habe, werde ich das mal austesten.

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Newspeak 16.03.2015, 19:09
8. ...

Zitat von philemajo
Warum muss man überhaupt dort laufen, wo die Natur evident keinen Weg vorgesehen hat? Wer einmal die Aussicht von einem Punkt genießen will, zu dem kein Weg führt, soll halt mal Klettern bzw. Bergsteigen! Aber kilometerlang über eine künstliche Aussichtsplattform zu laufen, leuchtet mir nicht ein ...
Tja, warum?

Sie sind bestimmt noch kein Auto gefahren, oder? Warum muß man so schnell durch die Natur fahren, obwohl das nicht vorgesehen war? Oder mit Flugzeugen fliegen, noch schlimmer. Warum nur, warum?

Gewöhnen Sie sich daran, daß Sie nicht allein auf der Welt sind! Und vielleicht möchten auch Menschen diesen Ausblick genießen, die nicht als Hobby klettern? Ist das allein schon verwerflich? Nebenbei, der Caminito war auch nie als Kletterweg vorgesehen. Es war ein Versorgungspfad für Kraftwerksarbeiter. Wenn Sie meinen, daß jetzt jeder unwürdige Tourist diesen Pfad in Beschlag nehmen kann, dann sollte man das ruhig mal erwähnen, daß zuvor schon die Kletterer nichts dort zu suchen hatten. Diese Arroganz, wem die Natur gehört und wer sie für seine Freizeitgestaltung nutzen darf, ist ziemlich mies.

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Diogenez 16.03.2015, 19:18
9. Schon allein die Überschrift ist Blödsinn

und dann noch der nachgeschwätzte Artikel, omg, wie bei der Springerpresse! Natürlich ist das nichts für Leute, die zwar mit ihrem ganz, ganz wichtigen Macbook rumfuchteln können aber noch nie am Seil gesichert unterwegs waren. Btw: das ist ein Klettersteig, wir machen sowas mit Trailrunnern auf Tempo, richtig Bergsteigen/ Felsklettern ist dann noch einmal was ganz anderes. Mein Tip: nur über Dinge schreiben, die man verstanden hat. mfg JT

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