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Canal Saint-Martin in Paris: "Im Sommer ist es die Hölle!"
DPA

9500 Zigarettenstummel, 145 Plastikflaschen, 110 Dosen: Die gut situierten Anwohner am Canal Saint-Martin in Paris fühlen sich an Sommertagen, als lebten sie auf einer Müllkippe. Schuld sind die Hinterlassenschaften der Besucher.

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fatherted98 13.07.2015, 13:06
10. Überall...

...das gleiche Bild. Ich kann den Unmut der Anwohner in Paris gut verstehen. Wir haben in Frankfurt eine ähliche Situation im Sommer...ein Platz in einem Wohnviertel wird allwöchentlich zum Versammlungsort tausender Menschen, die dort trinken, essen, laut sind und natürlich Unmengen Müll produzieren...dazu kommen einige Besoffene die sich in die Hauseingänge übergeben, Wildpinkler (Männlein wie Weiblein) die hinter Autos, Zäunen und Mülltonnen die großen und kleinen Geschäfte erledigen...alle Maßnahmen der Stadt und alle Bitten der Bürger nützen nichts.
Im kleinen drückt sich das in wilden Straßenfesten aus, die Anwohner ausrichten ohne ihre Nachbarn zu fragen und den Dreck dann am liebsten vor deren Türe kehren...natürlich erst am nächsten Morgen wenn der Rausch ausgeschlafen ist.

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eternalchii 13.07.2015, 13:28
11.

Zitat von spontanistin
In einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft muss zur Profitmaximierung der Konsum maximiert werden. Also sind auch permanent wachsende Höchstleitungen bei der Müllproduktion erforderlich. Das schafft dann auch neue Arbeitsplätze. Nach uns die Sintflut!
Gut dass wir jetzt wissen, dass es im Kapitalismus keine Pfandflaschen oä gibt. Und dass Kapitalisten natürlich zwangsläufig Dreckschweine sind, die alles versauen. Ergo: In Nordkorea wäre das nicht passiert! Dort regiert die Liebe und die Natur ist auch supersauber! Wann siedeln Sie in das Land Ihrer Träume um? Kim wartet!

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welanduz 13.07.2015, 13:30
12. Ein Bier in Paris kostet 6-8€

und die Parks schließen alle 20H und Bars schließen 1Uhr frühs. Der Kanal ist der einzige Ort, wo man in Paris abends sein kann ohne sich hoch zu verschulden.
Mülleimer gibt es dort zudem viel zu wenige und die sind meistens bereits nach wenigen Stunden voll. Öffentliche Toiletten gibt es zwar relativ viele in Paris und diese sind auch umsonst, aber am Kanal sind diese auch Mangelware. Da ist die Stadt einfach selbst schuld.

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OskarVernon 13.07.2015, 13:58
13.

Zitat von welanduz
Mülleimer gibt es dort zudem viel zu wenige und die sind meistens bereits nach wenigen Stunden voll.
Wenn man verpackten Proviant mitbringt, kann man doch auch (nur!) die Verpackung wieder mitnehmen - wo ist das Problem?

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brehn 13.07.2015, 14:12
14. Soso

Zitat von eternalchii
Gut dass wir jetzt wissen, dass es im Kapitalismus keine Pfandflaschen oä gibt. Und dass Kapitalisten natürlich zwangsläufig Dreckschweine sind, die alles versauen. Ergo: In Nordkorea wäre das nicht passiert! Dort regiert die Liebe und die Natur ist auch supersauber! Wann siedeln Sie in das Land Ihrer Träume um? Kim wartet!
Aalso: nicht kapitalistisch = Nordkorea (und nur Nordkorea)...interessante Ansicht...und so schön simpel...durch ihr Gemüt bedingt?

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wiebitte 13.07.2015, 14:23
15. Tja

erst gentrifizieren die einen rücksichtslos die attraktiven Bezirke und jetzt wird halt "zurückgeschlagen". Überall das Gleiche, letztlich alles Anzeichen einer so oder so rücksichtslosen, egoistischen Gesellschaft. Du kannst Dir die Miete nicht mehr leisten - Dein Pech. Du hast keine Lust durch meinen Müll zu laufen - mir doch egal. Macht nur so weiter. Liest man ja hier: Singapur, Polizei, drauf hau'n - mich widert es nur noch an.

Begriffe wie: Miteinander, Toleranz, Rücksicht werden spätestens 2016 wegen Irrelevanz aus dem Duden gestrichen.

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charlybird 13.07.2015, 14:31
16. An unsere Singapur Verehrer.

Diese Stadt ist so langweilig, da ist selbst die Kultur kultiviert, falls da überhaupt eine existiert. Ansonsten sollten die Pariser Anwohner einen Mülldienst organisieren, bei 8 Mille pro Quadratmeter sollte man nicht so kleinlich sein und erwarten, dass man allein das rspektiert. Auf der anderen Seite ist es halt so, wenn man alles privatisiert, unglaublich verteuert und Ellenbogenmentalität predigt, kommt genau das dabei raus. Und da die jungen Menschen, die offenbar kein schlechtes Gewissen plagt, sich nicht nur dort, sondern wie man lesen auch in anderen Städten( übrigens auch in meiner Heimatstadt) so 'ausladend' benehmen, muss man davon ausgehen, dass Erziehung in Verbindung mit einem sozialen Bewusstsein weder zuhause, noch in der Schule auf dem Stundenplan steht. Wie der Herr, so’s Gescherr.

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tchantchès 13.07.2015, 14:38
17. Das schönste ist immer noch...

wenn diejenigen, die da seit ein paar Jahren nächtens Krawall machen, denen, die seit 30 Jahren da wohnen, vorwerfen, ihnen hätte doch klar sein müssen, dass sie in eine Partymeile ziehen.

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Georg_Alexander 13.07.2015, 15:00
18. Falsch verstandene Coolness

wird demonstriert, wenn die Leute den Müll vom Restaurant zur 'goldenen Möve' an der nächsten Ampel direkt aus dem Fenster entsorgen.
Wahrscheinlich aus einschlägigen amerikanischen Serien kopiert :-(

Zu Singapur: Die Stadt ist im Verhältnis zu anderen asiatischen Städten tatsächlich relativ sauber, aber nicht unbedingt sauberer als eine europäische Durchschnittsstadt. Wenn man aber mal beobachtet hat, wie die Polizei dort mit 'Pennern' umgeht, die es dort natürlich genauso gibt wie hier, dann weiß man die Freiheit in Europa doch wieder sehr zu schätzen!

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cor 13.07.2015, 15:13
19. Es ging um den Müll

Zitat von charlybird
Diese Stadt ist so langweilig, da ist selbst die Kultur kultiviert, falls da überhaupt eine existiert.
Es ging nur um den Müll. Den hat Singapur nun mal im Griff wie keine andere Stadt.
Ob diese Stadt langweilig ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

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