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Deutsche Bahn: Betrug mit Online-Zugtickets nimmt stark zu
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Wenn private Online-Anbieter Zugfahrkarten zu Schnäppchenpreisen anbieten, sollten Kunden misstrauisch werden. Nach Informationen des SPIEGEL sind die Tickets zwar meist gültig - doch in Zehntausenden Fällen wurden sie mit gestohlenen Kreditkartendaten bezahlt.

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plagiatejäger 28.02.2014, 14:54
10. Kreditkarte ist Problem, doch nicht die Bahn

Wenn Berufskriminelle die Daten zur Kreditkarte haben und etwas online kaufen, sind sie doch wohl nicht auf Bahnkarten angewiesen... Ich verstehe zwar, daß das System der Bahn dazu einlädt, aber der Bahn kann man Verspätungen u.a. anlasten, aber nicht die erweiterte Kundenfreundlichkeit, auch mit Kreditkarte ein Ticket zu lösen. Die Ursache des Problems hier liegt in der Unsicherheit der Kreditkartendaten. Letztlich ist seit NSA eigtl. keine tiefere Nutzung des Internets sicher, auch keine Smartphones. In 5 Jahren wird es wohl kein Online-Banking und keine Smartphone-nutzer mehr geben, wohl auch kein Google, Facebook und Co., weil jeder alle Daten klauen kann und sich als ein anderer ausgeben kann.

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FraSoer 28.02.2014, 14:56
11. Böse Bahn *schnarch*

Zitat von ohne_sorge
Das stimmt sehr wohl. Offenbar hat die Bahn aber nicht ein so großes Interesse dran. Schließlich ist es ja nicht ihr Geld. Da die Bahn schon bei ihrer Hauptleistung oft Probleme hat und es nicht hinkriegt, wird das Thema wahrscheinlich ganz unten auf der Prioritätenliste haben...
Ich weiß gar nicht warum ich jetzt die Bahn verteidige. Aber Online Tickets sind nicht übertragbar, man benötigt dafür eine Identifizierungskarte die man beim buchen angibt. Und zweitens wenn jemand die Kreditkarteninfos von jemandem stiehlt, dann könnte er ja mit der Kreditkarte auch andernorts Produkte kaufen und dann wieder zu Geld machen. Daran ist ja nicht die Bahn schuld.

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xcountzerox 28.02.2014, 14:58
12. genau

Zitat von FraSoer
Soweit mir das bekannt ist, ist das bereits seit langem der Fall. Man braucht eine Identifizierungskarte zu dem ausgedruckten Online Ticket. Und ich denke auch nicht dass der Personalausweis reicht, wenn man mit Kreditkarte gezahlt hat.
schon richtig, ändert aber am betrug des kreditkarteninhabers nichts. dazu kommt, dass der käufer in der bahn KEIN gültiges ticket vorzeigen kann. insofern ist die aussage in der überschrift des SPON nicht richtig: "Nach Informationen des SPIEGEL sind die Tickets zwar meist gültig..."

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cruiser87 28.02.2014, 15:02
13.

Zitat von FraSoer
Soweit mir das bekannt ist, ist das bereits seit langem der Fall. Man braucht eine Identifizierungskarte zu dem ausgedruckten Online Ticket. Und ich denke auch nicht dass der Personalausweis reicht, wenn man mit Kreditkarte gezahlt hat.
Man muss beim Buchungsvorgang lediglich eine Identifizierungskarte angeben, das kann die Bahncard, eine Kreditkarte oder auch EC-Karte sein. Die Zahlungsweise hat damit soweit ich weiß nichts zu tun.

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forenaccount 28.02.2014, 15:02
14.

Zitat von Kiste
Wenn Sie den Artikel verstanden hätten, wüssten Sie, dass nicht die Bahn geschädigt wurde, sondern die Kreditkarteninhaber, deren Daten gestohlen wurden. Also bitte doch Mitleid.
Nö, in der Regel erhalten die Kunden das Geld wieder zurück. Außer bei ganz grob fahrlässig (Geheimnummer auf Kreditkarte notiert oder ähnliches).

Je nach Vertrag der DB mit dem Acquirer bzw. Betrugskonstellation zahlt der Schaden die DB oder die Kreditkartenfirma oder der Acquirer als Versicherungsleistung.

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denn76 28.02.2014, 15:03
15.

Zitat von sysop
Wenn private Online-Anbieter Zugfahrkarten zu Schnäppchenpreisen anbieten, sollten Kunden misstrauisch werden. Nach Informationen des SPIEGEL sind die Tickets zwar meist gültig - doch in Zehntausenden Fällen wurden sie mit gestohlenen Kreditkartendaten bezahlt.
Ich hatte auch mal günstig Tickets über mitfahrgelegenheit gekauft, weit unter Normalpreis. Monate oder gar fast ein Jahr später kam Post von der Polizei, die Karten wurden mit einer gestohlenen Kreditkarte gekauft.
Weiter hiess es dass ich durchaus Probleme bekommen kann wenn ich erneut solche Tickets kaufe. Problem ist nur, wie kann ich sicher erkennen ob es sich um reguläre Tickets handelt? In diesem Fall hatte ich sogar bei der Bahn angerufen und gefragt ob die Tickets in Ordnung sind, was mir bestätigt wurde...

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movfaltin 28.02.2014, 15:03
16. Und überhaupt

Zum Thema Bahnfahrkarten mal was Generelles: Warum gelten bei einem Staatsunternehmen, das den hoheitlichen Auftrag hat, für Mobilität zu sorgen,

1) Gewinnmaximierungsprinzipien und nicht das Postulat einer schwarzen Null?
2) unterschiedliche Preise für gleiche Bürger (BahnCard etc.)? Sind solche Kundenbindungsmechanismen von Staatsunternehmen im Privatverkehr sinnvoll?

Mich persönlich bringt das Nichtbesitzen einer BahnCard dazu, nie mehr Bahn zu fahren, sondern nur noch Bus. Oder Auto. Oder den Flieger zu nehmen. Die Bahn ist zwar eigentlich super, bequem und recht flott, aber einfach viel zu teuer, kundenunfreundlich und seit Mehdorn börsenorientiert.

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FraSoer 28.02.2014, 15:12
17. Verstehe ich nicht

Zitat von xcountzerox
schon richtig, ändert aber am betrug des kreditkarteninhabers nichts. dazu kommt, dass der käufer in der bahn KEIN gültiges ticket vorzeigen kann. insofern ist die aussage in der überschrift des SPON nicht richtig: "Nach Informationen des SPIEGEL sind die Tickets zwar meist gültig..."
Dann verstehe ich es aber erst recht nicht. Wozu sollten die Betrüger sich dann die Mühe machen und Kreditkarten Daten stehlen. Wenn das Ticket dann sowieso ungültig ist. Die Betrüger könnten dann einfach direkt ein ungültiges gefälschtes Online Ticket verkaufen. Die Online Tickets haben keine Sicherheitsmerkmale, man druckt sie sich normalerweise selbst aus. Es stehen nur die Fahrstrecke und Zeitpunkt darauf und ein QR Code für den Schaffner.

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cruiser87 28.02.2014, 15:16
18. Öhm

Zitat von movfaltin
2) unterschiedliche Preise für gleiche Bürger (BahnCard etc.)? Sind solche Kundenbindungsmechanismen von Staatsunternehmen im Privatverkehr sinnvoll? Mich persönlich bringt das Nichtbesitzen einer BahnCard dazu, nie mehr Bahn zu fahren, sondern nur noch Bus. Oder Auto. Oder den Flieger zu nehmen. Die Bahn ist zwar eigentlich super, bequem und recht flott, aber einfach viel zu teuer, kundenunfreundlich und seit Mehdorn börsenorientiert.
Soweit ich weiß kann sich jeder Bürger eine Bahncard besorgen, oder sind hier bestimmte Gruppen ausgeschlossen? Im Prinzip handelt es sich doch nur um eine Art Mengenrabatt für Vielfahrer (Kann sich übrigends schon sehr schnell rentieren) und nichts "Exklusives". Ich verstehe nicht, was hieran verwerflich sein soll.
Und seit wann ist die Bahn überhaupt börsennotiert?

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cruiser87 28.02.2014, 15:19
19. Sorry,

Zitat von movfaltin
Zum Thema Bahnfahrkarten mal was Generelles: Warum gelten bei einem Staatsunternehmen, das den hoheitlichen Auftrag hat, für Mobilität zu sorgen, 1) Gewinnmaximierungsprinzipien und nicht das Postulat einer schwarzen Null? 2) unterschiedliche Preise für gleiche Bürger (BahnCard etc.)? Sind solche Kundenbindungsmechanismen von Staatsunternehmen im Privatverkehr sinnvoll? Mich persönlich bringt das Nichtbesitzen einer BahnCard dazu, nie mehr Bahn zu fahren, sondern nur noch Bus. Oder Auto. Oder den Flieger zu nehmen. Die Bahn ist zwar eigentlich super, bequem und recht flott, aber einfach viel zu teuer, kundenunfreundlich und seit Mehdorn börsenorientiert.
da war ich etwas zu schnell beim Lesen. Hatte "börsennotiert" statt "börsenorientiert" gelesen. Damit haben Sie natürlich recht.

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