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Deutsche Bahn: Mit 265 km/h gegen die Verspätung
DPA

Weil die Bahn notorisch unpünktlich ist, hebt sie das Spitzentempo ihrer neuen ICE-Flotte an. Im Ruhrgebiet und um Frankfurt sollen verspätete Züge außerdem bevorzugt abgefertigt werden.

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Sokratester 28.07.2018, 13:35
30. Schon mal auf einen Bus gewartet?

Über die Bahn regt sich jeder auf. Bei den Fernbussen werden regelmäßige Verspätungen bei fehlenden Informationen - auch auf relativ kurzen Strecken - als selbstverständlich hingenommen , obwohl vermeidbar. Über diesen und andere Missstände wird nicht einmal berichtet.
Ist wohl eine Frage des Preises. Die kleinen Leute sind ja duldsam?

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Sensør 28.07.2018, 13:37
31. Schneller, höher, weiter ....

WIe wäre es, anstatt noch mehr zu rasen, einfach die Fahrpläne realistischer zu gestalten, mit mehr Freiraum für Kompensationen und größeren Zeitfenstern für Überholvorgänge auf freier Strecke? Einfach mal lockerer werden!

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mborevi 28.07.2018, 13:39
32. Will man Verspätungen vermeiden, dann ...

... macht langsamer fahren Sinn. Dann hat man nämlich die Möglichkeit, eintretende Verspätungen durch etwas schneller fahren auszugleichen. Ich erinnere mich noch gut an die Dampflokomotiven-Zeit: 5 Sekunden Verspätung bei der Abfahrt war schon ein Weltuntergang. Im Übrigen gibt es genug Beispiele sekundenpünktlicher Züge im Ausland. Daran kann man sich auch orientieren. Jedenfalls wenn man halbwegs fähige Manager hat. Dort liegt offenbar das Problem. Seit der "Privatisierung" ist es eskaliert.

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Flauschie 28.07.2018, 13:43
33. Wenn man die DB mit den Japan Rail Lines vergleicht ....

... dann bleibt eigentlich nur Fremdschaemen - und zwar in jeglicher Beziehung.
Vielleicht sollte der Bund die DB and eine der JR Lines verkaufen. Es waere eigentlich ein Gewinn fuer alle. Die Debatte ueber die DB geht schon viel zu lange.

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vantast64 28.07.2018, 13:52
34. Unverantwortlich, im Unglücksfall

ist die zerstörende Energie wesentlich höher und die brüchige Wagenverbindung läßt die Wagenteile wie in Eschede durch die Gegend purzeln, weil man wenig Wert auf Sicherheit legt, sie wäre teurer, würde den Profit schmälern.
Man könnte auch bei langsameren Zügen die zeitlichen Abstände vergrößern und sich vom Unsinn der Konkurrenz zum Flugzeug befreien.
Zug fahren mit Komfort könnte auch schön sein, man schaue nur in die Schweiz, die verstehen was vom Zugfahren.

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pdqbach2005 28.07.2018, 13:54
35. Herr im Himmel

Wir sind mal von Soltau nach Hamburg gefahren, der alte Ford Transit ist zehn Minuten früher losgefahren, mit einem Pkw haben wir ihn trotzdem nicht eingeholt, obwohl der Unterschied mehr als 15 km/h war. Die Bahn braucht sinnvolle neue Strecken, hilft nix.

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yk007 28.07.2018, 13:58
36. die Kultur!!!

die Bahn wird nie punktlich sein, wenn die Mitarbeiter nicht motiviert sind punktlich zu sein. Es fängt an am Bahnhof, dann beim Lokführer und dann die Strecken und das Zugpersonal. Wenn sie motiviert sind, kann vieles schneller und punktlicher werden. Die Bahn hat es noch nicht kapiert.

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palimpalom 28.07.2018, 14:08
37. Hmm

Vielleicht sollte man endlich mal flächendeckend in eine „Volksbahn“ und ein Streckennetz investieren, was Menschen günstig und pünktlich von A nach B bringt. Nicht in 300 km/h, trockenen Chablis und a la carte Häppchen oder Business Abteile für Leute, die ihre Fahrten von der Steuer absetzen können.

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TurboWölfchen 28.07.2018, 14:26
38. Japan

Man kann viel an der Bahn herumnörgeln, aber unfair ist es, die deutsche Eisenbahn an der von Japan zu messen. Japan ist topografisch ein langes, schmales "Handtuch", und die Hauptlinien liegen alle in der derselben geografischen Richtung, ohne nennenswerte kreuzende Verkehre. Unter solchen Bedingungen ist es nicht so schwierig, die Fahrpläne sekundengenau einzuhalten.

Im Unterschied dazu hatte die alte Bundesrepublik ein Bahnnetz, dessen Hauptleistungen vor allem in Nord-Süd-Richtung (mit Ausbauchung in den Ballungsraum Rhein / Ruhr) lagen. In der - in meiner Erinnerung - "goldenen Ära" des IC (80er Jahre) war man aber auch hier meist noch pünktlich unterwegs, in den damals neuen, klimatisierten Großraumwagen, gezogen von der Lok 103.

Aber nach dem Fall des eisernen Vorhangs überlagerte sich der westdeutsche Verkehr mit einem erheblich anwachsenden, auch internationalen, Verkehr in der Ost-West-Relation, so dass wir heute zwangsläufig viele Zugkreuzungen und eine komplizierte Maschenstruktur des Netzes haben. Hinzu kommt, dass langsame (Güter- und Regional-)Züge sich oft die gleichen Trassen mit den Schnellverkehren teilen müssen. All das erhöht die Anfälligkeit für Verzögerungen, die sich im Netz fortpflanzen.

Eigentlich bräuchten wir mehr Neubautrassen oder eine Aufstockung der vorhandenen Trassen mit zusätzlichen Gleisen. Aber das muss man erst mal politisch durchsetzen. Man denke nur an die Konflikte rund um S21, das ja viel mehr umfasst als den Tiefbahnhof.

Wahrscheinlich wird nur die flächendeckende Digitalisierung der Leitsysteme, bis hin zur künstlichen Intelligenz, eine mittelfristige Verbesserung bringen.

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ralfyway 28.07.2018, 14:43
39. Mannheim - Fulda

Eine gähnende Leere zwischen Fulda und Würzburg. Eine extreme Überlastung rund ihm Frankfurt. Wer trägt die Verantwortung für diese Fehlplanung? Und wirklich, zwischen Köln und Dortmund soll mehr Speed mehr Pünktlichkeit bringen? Ohne Ausbau der betroffenen Strecken und Entflechtung von Regional und Schnell Verkehr wird gar nix gehen. Spanien und Frankreich haben die teuren aber richtigen Entscheidungen getroffen. Italien denkt gerade um. Die Deutsche Bahn und Politik setzt immer noch auf das All in One Prinzip. Es wird sich auch im fernem Futur nix ändern...

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